{"id":442399,"date":"2025-09-22T13:46:13","date_gmt":"2025-09-22T13:46:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/442399\/"},"modified":"2025-09-22T13:46:13","modified_gmt":"2025-09-22T13:46:13","slug":"nuernberg-wie-geht-es-weiter-mit-der-klinik-hallerwiese-und-der-cnopfsche-kinderklinik-bayern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/442399\/","title":{"rendered":"N\u00fcrnberg: Wie geht es weiter mit der Klinik Hallerwiese und der Cnopfsche Kinderklinik? &#8211; Bayern"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">In ihrem Brief machen die \u00c4rzte sogleich klar, was bei diesen Verhandlungen auf dem Spiel steht: die Versorgung von Schwangeren und Kindern. Mit j\u00e4hrlich mehr als 3000 Geburten z\u00e4hle die Klinik Hallerwiese zu den gr\u00f6\u00dften Geburtskliniken in Deutschland, hei\u00dft es in dem Schreiben, mit dem sich der \u00c4rztliche Kreisverband <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/N%C3%BCrnberg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">N\u00fcrnberg<\/a> vergangene Woche an die \u00d6ffentlichkeit wandte. Zusammen mit der Cnopfschen Kinderklinik bilde sie ein \u00fcberregionales Zentrum f\u00fcr die Versorgung von Schwangeren, Fr\u00fchgeborenen, Kindern und Jugendlichen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die anhaltende Unsicherheit \u00fcber die Zukunft belaste nicht nur die Patienten, sondern auch die Menschen, die dort arbeiteten. \u201eWir appellieren daher eindringlich an die Verantwortlichen, die Gespr\u00e4che z\u00fcgig und konstruktiv zu einem verl\u00e4sslichen Konzept f\u00fcr die Zukunft der beiden <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Kliniken\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kliniken<\/a> zu f\u00fchren\u201c, schreiben die \u00c4rzte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die Klinik Hallerwiese und die zugeh\u00f6rige Cnopfschen Kinderklinik geh\u00f6ren zu dem evangelischen Sozialunternehmen Diakoneo. Dieses hatte Anfang des Jahres erkl\u00e4rt, sich von seiner verlustreichen Gesundheitssparte trennen und alle Kliniken \u201ein gute H\u00e4nde\u201c \u00fcbergeben zu wollen, wie es ein Sprecher formuliert. Eine Klinik in Schw\u00e4bisch Hall in Baden-W\u00fcrttemberg\u00a0hat Diakoneo bereits an den Landkreis abgegeben. Bei der\u00a0Diakoneo-Klinik Schwabach gelang das dagegen nicht. Das Grundversorger Krankenhaus mit 170 Betten und etwa 400 Besch\u00e4ftigten, das seit Jahren hohe Verluste macht, <a href=\"https:\/\/www.diakoneo.de\/presse\/krankenhaus-schwabach-ggmbh-meldet-insolvenz-an\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">meldete im Juli Insolvenz an<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">F\u00fcr sein Gesundheitszentrum <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Mittelfranken\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mittelfranken<\/a> mit Standorten im Landkreis Ansbach, die Rangauklinik Ansbach sowie die Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik\u00a0in N\u00fcrnberg sucht Diakoneo weiterhin noch nach neuen Tr\u00e4gern.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">In N\u00fcrnberg ist Diakoneo bereits seit einem Jahr in Verhandlungen mit dem kommunalen Klinikum N\u00fcrnberg, das erw\u00e4gt, die H\u00e4user zu \u00fcbernehmen. Allerdings liege man bei einer Reihe von wesentlichen Fragen leider noch \u201esehr weit\u201c auseinander, sagte\u00a0Ina Strickstrock, Vorst\u00e4ndin Personal und Unternehmensentwicklung bei Diakoneo. Die Verhandlungen erschweren d\u00fcrfte neben der schwierigen Finanzlage aller Kliniken, dass die Cnopfschen Kinderklinik gerade umfangreich neu baut.\u00a0Auf einer Fl\u00e4che von rund 4000 Quadratmetern entsteht ein vierst\u00f6ckiges Geb\u00e4ude, das unter anderem eine Zentrale Notaufnahme, einen OP-Trakt sowie zwei Kinder-Stationen beherbergen soll.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">F\u00fcr das Projekt waren urspr\u00fcnglich 90 Millionen Euro an Investitionen veranschlagt worden. Es soll 2026 fertig werden. Gleichzeitig baut auch das Klinikum N\u00fcrnberg seine 30 Jahre alte Kinderklinik neu. Am Campus S\u00fcd sollen k\u00fcnftig auf f\u00fcnf Stockwerken Kinder und Jugendliche \u201eumfassend und f\u00fcrsorglich behandelt und betreut werden\u201c, hei\u00dft es auf der Webseite der Klinik. Den Bedarf f\u00fcr die zwei Geburtskliniken, in denen jeweils j\u00e4hrlich ungef\u00e4hr 3000 Kinder auf die Welt kommen, sieht man in der Metropolregion N\u00fcrnberg durchaus. Trotzdem belastet das den ganzen Prozess mit zus\u00e4tzlichen Kosten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Oberb\u00fcrgermeister Marcus K\u00f6nig und auch das Klinikum N\u00fcrnberg mahnen deshalb zu Geduld bei den Verhandlungen. Die Gespr\u00e4che liefen \u201eauf Hochtouren\u201c, sagte der OB. Man sei ebenso wie der \u00c4rztliche Kreisverband N\u00fcrnberg an einem m\u00f6glichst zeitnahen Ergebnis interessiert, um Klarheit f\u00fcr alle Beteiligten zu erzielen, sagt eine Sprecherin des Klinikums N\u00fcrnberg. Es gelte jedoch teils komplexe finanzielle und rechtliche Fragen zu kl\u00e4ren. Das Klinikum N\u00fcrnberg m\u00fcsse zudem die eigene finanzielle Stabilit\u00e4t im Auge behalten. Sie sei die oberste Priorit\u00e4t.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Das kommunale Klinikum und damit die Stadt N\u00fcrnberg haben bei dieser Verhandlung ein Problem: Sie m\u00f6chten eine \u201eoptimale\u201c Gesundheitsversorgung f\u00fcr N\u00fcrnberg sicherstellen, wie es der OB formuliert. Doch wie in vielen anderen Kommunen ist die Finanzlage der Stadt N\u00fcrnberg angespannt. Wenn das Klinikum N\u00fcrnberg nun Krankenh\u00e4user kauft, die dauerhaft Defizite schreiben, muss die Stadt N\u00fcrnberg am Ende daf\u00fcr einspringen. Das Klinikum N\u00fcrnberg allein hat 2024 mit einem Minus von 18 Millionen Euro abgeschlossen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Andernorts hat man bei solchen Angeboten deshalb schon abgewunken. Die Stadt Schweinfurt etwa entschied sich gegen die \u00dcbernahme des St. Josef Krankenhauses, als der Orden der Erl\u00f6serschwestern es abgeben wollte. Man sah sich dort nicht in der Lage, die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/kliniken-bayern-pleite-schweinfurt-schliessung-lux.9Gbss8CqtyNKULodfTWrpx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eunkalkulierbaren Risiken eines solchen Gro\u00dfprojektes\u201c zu tragen, wie es der Schweinfurter Oberb\u00fcrgermeister Sebastian Remel\u00e9 formulierte.<\/a>\u00a0Das kommunale Leopoldiner Krankenhaus hat aber inzwischen einige, f\u00fcr die Region wichtige Abteilungen \u00fcbernommen, darunter die Geburtshilfe. Auch eine Akutgeriatrie zur Versorgung \u00e4ltere Patienten \u2013 bislang ein Schwerpunkt in St. Josef \u2013 er\u00f6ffnete dort im April.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Um einen Verkauf seiner Kliniken zu erm\u00f6glichen, hat Diakoneo beim Krankenhaus in Schw\u00e4bisch Hall an den Landkreis einen zweistelligen Millionenbetrag draufgelegt. Ein sogenannter negativer Kaufpreis ist offenbar auch f\u00fcr die Kliniken in N\u00fcrnberg im Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">In N\u00fcrnberg beobachten die \u00c4rzte die z\u00e4hen Verhandlungen mit wachsender Sorge. Vor allem die Insolvenz des Diakoneo-Klinikums in Schwabach habe viele verunsichert, sagt der zweite Vorsitzende des \u00c4rztlichen Kreisverbands Dirk Altrichter. Eine \u00e4hnliche Entwicklung am Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik w\u00e4re f\u00fcr die ganze Region \u201ehochdramatisch\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/projekte\/artikel\/bayern\/krankenhaus-bayern-schongau-krankenhausreform-weilheim-e422851\/\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;wenn_das_krankenhaus_zur_tagesklinik_schrumpft&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;gesundheit_in_bayern&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;er.e422851&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;bayern&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedeprojekteartikelbayernkrankenhaus-bayern-schongau-krankenhausreform-weilheim-e422851\" class=\"css-14tg8sh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/2b68d769-b4f9-4ca5-8f95-785ffb3c3759.jpeg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Krankenhaus Weilheim-Schongau<\/p>\n<p>:Wenn das Krankenhaus zur Tagesklinik schrumpft<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Nach langen K\u00e4mpfen hat sich das Krankenhaus Schongau nun doch in ein medizinisches Versorgungszentrum verwandelt. Wirtschaftlich und medizinisch ist das ein sinnvoller Weg. Aber sehen die B\u00fcrger das auch so?<\/p>\n<p>SZ PlusVon Nina von Hardenberg und Florian Peljak<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Bislang bekennen sich alle politischen Akteure zu den Kliniken. \u201eWir wollen die Klinik Hallerwiese unbedingt f\u00fcr die N\u00fcrnberger Bev\u00f6lkerung erhalten\u201c, beteuert etwa der Fraktionsvorsitzende der CSU im Stadtrat Andreas Krieglstein. \u201eUnverzichtbar\u201c seien die zwei H\u00e4user, sagt auch sein SPD-Kollege Nasser Ahmed. Der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion sieht deshalb auch den Freistaat in der Pflicht. Die N\u00fcrnbergerinnen und N\u00fcrnberger br\u00e4uchten eine L\u00f6sung f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrzehnte:\u00a0 \u201eEs geht um Versorgungssicherheit, Arbeitspl\u00e4tze und Gesundheit f\u00fcr die ganze Region.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Bayerns Gesundheitsministerium ist nach eigener Angabe nicht selbst an den Verhandlungen der beiden Kliniktr\u00e4ger beteiligt, man begleite sie aber. Auf Einladung des Ministeriums habe man den Verhandlungsstand bereits mehrmals in gr\u00f6\u00dferer Runde er\u00f6rtert und die n\u00e4chsten Schritte besprochen, hei\u00dft es etwas vage aus dem Ministerium. Eine weitere solche Abstimmungsrunde ist bereits geplant.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Das Sozialunternehmen Diakoneo bem\u00fchte sich derweil, die Sorgen der Bev\u00f6lkerung und der \u00c4rzteschaft zu zerstreuen: Bis ein K\u00e4ufer gefunden sei, werde sich in den Kliniken nichts \u00e4ndern, so Vorst\u00e4ndin Strickstrock: \u201eDie wichtige Arbeit an der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik gehe uneingeschr\u00e4nkt weiter.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In ihrem Brief machen die \u00c4rzte sogleich klar, was bei diesen Verhandlungen auf dem Spiel steht: die Versorgung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":442400,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1837],"tags":[772,3364,29,30,45666,290,4344,4156,3783,149],"class_list":{"0":"post-442399","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nuernberg","8":"tag-bayern","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-gesundheit-in-bayern","13":"tag-gesundheitswesen","14":"tag-kliniken","15":"tag-mittelfranken","16":"tag-nuernberg","17":"tag-sueddeutsche-zeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115248259984063458","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/442399","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=442399"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/442399\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/442400"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=442399"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=442399"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=442399"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}