{"id":443479,"date":"2025-09-23T00:04:23","date_gmt":"2025-09-23T00:04:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/443479\/"},"modified":"2025-09-23T00:04:23","modified_gmt":"2025-09-23T00:04:23","slug":"luna-wedler-wie-die-zuercherin-zum-schweizer-filmstar-wurde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/443479\/","title":{"rendered":"Luna Wedler: Wie die Z\u00fcrcherin zum Schweizer Filmstar wurde"},"content":{"rendered":"<p>Schauspiel-Sensation Luna Wedler \u2013 <\/p>\n<p>Und dann kam Luna<\/p>\n<p class=\"ContentHead_lead____SsS link_regular__O0hk0 link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs\">Schweizer Filmpreis, Netflix, Karriere in Deutschland: Die Z\u00fcrcherin Luna Wedler (25) \u2013 jetzt zu sehen in \u00ab22 Bahnen\u00bb \u2013 geh\u00f6rt zu den besten Schauspielerinnen ihrer Generation. Wie wird man so gut?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/3EA-9wtw4BkA3qC0IO3prs.jpg\"  width=\"100\" height=\"100\"  alt=\"Christof Gertsch\" class=\"AuthorImage_root__WCxj_ ContentMetaInfo_authorimage__Mp4LD AuthorImage_-content-head__3qDob\" style=\"background-color:#9C7259\"\/>Publiziert: 11.09.2025, 16:01<img decoding=\"async\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/43jhM5zJa2eAPbJkd6uusz.jpg\" alt=\"Frau in blauem Hemd blickt nach oben, mit Sonnenlicht im Hintergrund.\" title=\"Frau in blauem Hemd blickt nach oben, mit Sonnenlicht im Hintergrund.\" class=\"ResponsiveImage_root__ZDz10 responsive-image\" style=\"background-color:#96705A\"\/><\/p>\n<p>Auf dem Weg nach oben: Luna Wedler wurde soeben am Filmfestival in Venedig als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Foto: Julia Ishac<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Ein heisser Sommerabend in Z\u00fcrich, Luna Wedler kommt zu Fuss, in kurzen Hosen und Sandalen, rauchend. Wie immer ist sie ein paar Minuten zu fr\u00fch. Sie setzt sich in ihr Lieblingscaf\u00e9 im Kreis 4, eines von denen, die dem Umbau des Quartiers noch nicht zum Opfer gefallen sind, ein bisschen abgewetzt, ein bisschen schief. Bestellt ein Bier. Sp\u00e4ter noch eines. Und erz\u00e4hlt. Von Tilda. Von all den anderen Figuren, die sie gespielt hat. Und vom Spielen selbst.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Es heisst, eine gute Schauspielerin mache aus, dass man ihr glaubt. Dass man mitf\u00fchlt, mitleidet, mitfiebert. Dass sie mit einem einzigen Blick erz\u00e4hlen kann, wof\u00fcr andere ein ganzes Buch brauchen. Wenn das der Massstab ist, dann ist Luna Wedler, f\u00fcnfundzwanzig, eine sehr gute Schauspielerin. Vielleicht sogar eine der besten ihrer Generation. Wer sie als Tilda in \u00ab22\u202fBahnen\u00bb sieht \u2013 ihr j\u00fcngstes Projekt, die Verfilmung von <a class=\"HtmlText_root__A1OSq\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/22-bahnen-den-roman-gibts-nur-weil-zuerich-so-schlimm-ist-764422478585\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Caroline Wahls Bestseller,<\/a> seit Anfang September im Kino \u2013, versteht sofort, warum man zu diesem Schluss gelangen kann.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Aber wie wird man das, eine gute Schauspielerin? Und wer ist diese Frau, die so leichtf\u00fcssig in Rollen schl\u00fcpft, dass sie seit ihrem Deb\u00fct vor zehn Jahren in \u00fcber zwanzig Filmen gespielt hat, fast immer in der Hauptrolle? Die gleich f\u00fcr ihren ersten grossen Kinofilm den Schweizer Filmpreis gewann und als \u00abEuropean Shooting Star\u00bb ausgezeichnet wurde, sp\u00e4ter f\u00fcr den Deutschen Filmpreis nominiert war, <a class=\"HtmlText_root__A1OSq\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/eine-zuercherin-erobert-netflix-721806404827\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in Netflix-Produktionen mitwirkte,<\/a> in Arthouse-Dramen ebenso wie in Historienfilmen, die in Deutschland genauso gefragt ist wie in der Schweiz?<\/p>\n<p>Gespr\u00e4che mit Luna Wedler sind Expeditionen<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Wer Luna Wedler auf der Leinwand sieht, bemerkt oft zuerst das Offensichtliche: die blauen Augen, die rauchige Stimme, diese rohe, intensive Pr\u00e4senz. Und genau das begegnet einem auch im echten Leben.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Mit ihr zu sprechen, ist, als s\u00e4sse man unter einem Himmel, der unaufh\u00f6rlich die Farbe wechselt. Helles Lachen, dann nachdenkliche Pausen, rasche S\u00e4tze, die sich \u00fcberschlagen \u2013 und pl\u00f6tzlich wieder Stille, in der man sp\u00fcrt, wie ernst sie alles nimmt. Sie ist hibbelig und hochkonzentriert, jung und alt. Ihre Antworten sind lang, verschlungen, oft wie kleine Erz\u00e4hlungen. Gespr\u00e4che mit ihr sind Expeditionen ins Ungewisse. Man weiss nie, wohin sie f\u00fchren \u2013 manchmal fragt sogar sie selbst verwundert: Wie sind wir nur hier gelandet?<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Das Erstaunlichste aber ist, dass diese Energie nicht nur sp\u00fcrbar wird, wenn man ihr gegen\u00fcbersitzt. Man begegnet ihr auch, wenn man mit anderen spricht. Niemand erz\u00e4hlt n\u00fcchtern von Luna Wedler: nicht der Schauspielkollege Max Hubacher, nicht die <a class=\"HtmlText_root__A1OSq\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/zff-lisa-bruehlmann-kommt-mit-when-we-were-sisters-ans-festival-950402445605\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Regisseurinnen Lisa Br\u00fchlmann<\/a> und Mia Meyer, nicht die Casterin Corinna Glaus. Sie alle geraten ins Schw\u00e4rmen. Gespr\u00e4che \u00fcber Wedler sind Unterhaltungen voller Begeisterung, R\u00fchrung.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Es gibt Schauspielerinnen, die bewegen im Kino. Und es gibt Schauspielerinnen, die bewegen auch im Leben. Luna Wedler geh\u00f6rt zu Letzteren.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Aufgewachsen ist sie in Z\u00fcrich, zuerst im Kreis 6, sp\u00e4ter im Kreis 8, als eine von drei T\u00f6chtern. Die Eltern \u2013 der Vater Chirurg, die Mutter KV-Lehrerin \u2013 trennten sich fr\u00fch. \u00abWir waren sehr selbstst\u00e4ndig\u00bb, sagt Wedler, \u00ababer wir waren auch beh\u00fctet.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Es folgten Jahre mit Umz\u00fcgen und Schulwechseln. Ein kurzes Intermezzo am Realgymnasium endete schon nach der Probezeit. \u00abSechs Minuspunkte\u00bb, sagt sie und lacht, als staune sie selbst, dass sie sich je in einer Welt aus Stillsitzen und Handheben aufgehalten hat. \u00abKonzentriert zuh\u00f6ren war einfach nicht meins. Heute kann ich das, weil ich etwas mache, das ich liebe. Aber damals: keine Chance.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Sie liebte etwas anderes: das Tanzen. Sechsmal die Woche, mehrere Stunden am Tag. Zeitgen\u00f6ssisch, Jazz, Ballett. Sie war talentiert, und die Mischung aus Strenge und Freiheit lag ihr. Der K\u00f6rper arbeitete, der Kopf durfte fliegen \u2013 so f\u00fchlte es sich an. Doch Tanz ist Spitzensport, wenn man nach oben will. Die Konkurrenz gnadenlos, der Druck hoch, alles muss dem Training untergeordnet werden. Luna war vierzehn, das Leben draussen rief. Der Traum zerbrach.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Vor Kurzem wagte sie sich in Paris zum ersten Mal seit Jahren wieder in eine Ballettstunde. \u00abIch hatte Angst\u00bb, erz\u00e4hlt sie, \u00abweil Tanzen meine ganze Kindheit und Pubert\u00e4t gepr\u00e4gt hat, weil es eine grosse Liebe war.\u00bb Sie stand vor dem Spiegel, versuchte die Schritte \u2013 und sp\u00fcrte, dass sie nicht mehr so gut war wie fr\u00fcher.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">\u00abEinen Moment war ich traurig, aber auf eine melancholische, sch\u00f6ne Art. Weil ich am Tanzen schon immer mochte, dass ich mich fallen lassen kann. Und weil ich das ja im Schauspiel gefunden habe.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Die Tanzkarriere war vorbei, das Gymnasium keine Option. Luna Wedler sagt: \u00abIch war vierzehn und lost.\u00bb Ohne Plan, was sie machen sollte, keine Ahnung, wohin es gehen k\u00f6nnte. Sie suchte einen Nebenjob, um sich etwas Sackgeld zu verdienen. Und stiess auf eine Zeitungsanzeige: offenes Casting f\u00fcr einen Schweizer Spielfilm. Sie meldete sich an.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Doch je n\u00e4her der Termin r\u00fcckte, desto weniger wollte sie hingehen. Am Ende erschien sie, auch weil ihre Mutter sie ermutigte, wie Jahre zuvor bei der ersten Tanzlektion. Vor Ort dr\u00e4ngten sich f\u00fcnfhundert Jugendliche.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">So fing alles an.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Sie bekam eine Hauptrolle, Corinna Glaus sah sie und lud sie zum Casting von <a class=\"HtmlText_root__A1OSq\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/das-spiel-mit-dem-schmerz-387292276547\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00abBlue My Mind\u00bb<\/a> ein, dem Abschlussfilm der Regisseurin Lisa Br\u00fchlmann an der Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste. Ein Studentinnenfilm, der sich bald als weit mehr erwies: als einer der eindr\u00fccklichsten Schweizer Filme der letzten Jahre, mit Preisen \u00fcberh\u00e4uft. Die Geschichte handelt von Mia, die vom Teenagerm\u00e4dchen zur Meerjungfrau wird. \u00abBlue My Mind\u00bb ist Coming-of-Age und K\u00f6rperhorror zugleich, grotesk und sch\u00f6n, ein intensives Erlebnis. Man sp\u00fcrt beinahe k\u00f6rperlich, wie Mias Gestalt sich ver\u00e4ndert, w\u00e4hrend die Kamera in k\u00fchlen Blau- und Graut\u00f6nen ihre Einsamkeit, Sehnsucht, \u00c4ngste nachzeichnet.<\/p>\n<p>Die Casting-Legende war entz\u00fcckt, Wedler erhielt die Rolle in \u00abBlue My Mind\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Glaus gilt als Casting-Legende und unerm\u00fcdliche F\u00f6rderin junger Talente, hat mit Filmen wie \u00abHerbstzeitlosen\u00bb, \u00abHeidi\u00bb, \u00abPlatzspitzbaby\u00bb und \u00abDie g\u00f6ttliche Ordnung\u00bb einige der erfolgreichsten Schweizer Kinohits besetzt \u2013 und dabei Stars wie Joel Basman, Ella Rumpf, Sarah Spale entdeckt. Und eben Luna Wedler, die zum Zeitpunkt des \u00abBlue My Mind\u00bb-Castings sechzehn war. Sie sagt: \u00abManchmal sieht man bei Jugendlichen sehr deutlich den Weg, wie sie sich in den verschiedenen Phasen eines Castings Schritt f\u00fcr Schritt an eine Figur herantasten. Oft leidet man fast mit, weil es so m\u00fchsam wirkt, von der eigenen Person in die Figur hineinzugelangen. Bei Luna war das anders. Sie hatte den Mut, sich in die Rolle hineinfallen zu lassen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Sie \u00fcberlegt. \u00abMan merkte, dass sie arbeitet, dass es auch f\u00fcr sie eine Herausforderung ist, aber sie liess es nie angestrengt aussehen. Und das Entscheidende: Ich hatte nie das Gef\u00fchl, sie behauptet etwas. Stattdessen holte sie die Figur ganz nah an sich heran. Darin liegt ihre Besonderheit.\u00bb<\/p>\n<p class=\"EmbedBlocker_hint__uEF_d\">An dieser Stelle finden Sie einen erg\u00e4nzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter \u00fcbermittelt werden, k\u00f6nnen Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.<\/p>\n<p>Cookies zulassenMehr Infos<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Die Castings f\u00fchrte Lisa Br\u00fchlmann selbst. Ihre Erinnerung deckt sich in vielem mit jener von Corinna Glaus \u2013 und geht doch noch dar\u00fcber hinaus. Sie erz\u00e4hlt es als kleine Geschichte, eine Abfolge von Bildern:<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">\u00abBeim ersten Mal kam Luna ins Casting und hatte sich kurz zuvor einen Zahn ausgeschlagen. Ich dachte: interessant. Und dann spielte sie so klar, so authentisch, dass man sofort wusste, in ihr steckt etwas Spezielles. Beim zweiten Mal tauchte sie mit einem verstauchten Kn\u00f6chel auf, beim dritten Mal mit einer grossen Schramme. Ich fragte sie, was das sei, und sie sagte nur: \u2039Das ist ein Brandy, das macht man jetzt so.\u203a Und ich dachte: Dieses M\u00e4dchen ist krass. Sie lebt, sie wirft sich ins Leben, mit einer unglaublichen Lust, fast schon grenzg\u00e4ngerisch. Und gleichzeitig war sie immer p\u00fcnktlich, immer zuverl\u00e4ssig. Sie war immer da.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Es ist eine der brutalen Wahrheiten des Filmemachens: Du kannst das beste Drehbuch haben, atemberaubende Bilder, eine starke Crew \u2013 wenn die Hauptrolle nicht stimmt, funktioniert der ganze Film nicht. Mit der Hauptrolle steht und f\u00e4llt alles.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Lisa Br\u00fchlmann wusste genau, was sie f\u00fcr \u00abBlue My Mind\u00bb brauchte: eine Schauspielerin, die Mia tragen konnte, dieses M\u00e4dchen, das zwischen Identit\u00e4tssuche, Selbsthass und der Sehnsucht nach Zugeh\u00f6rigkeit taumelt. Eine Schauspielerin, die mutig und angstfrei ist.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Sagt sich leicht.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Aber was bedeutet es?<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">\u00abVielleicht kann ich es so erkl\u00e4ren: In einer Castingszene, in der es um Scham ging, ist Luna err\u00f6tet, ein Zeichen daf\u00fcr, dass es ihr peinlich war. Das hat mir gezeigt, dass sie sich wirklich \u00fcberwindet, dass sie an einen Ort geht, wo es wehtut. Sie hatte den Mut, sich dem zu stellen. Daran scheitern viele.\u00bb<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/3WUGoDnWqMFAsYlbCCVRMX.jpg\" alt=\"L\u00e4chelnde junge Frau mit geschlossenen Augen und Sommersprossen im roten Oberteil.\" title=\"L\u00e4chelnde junge Frau mit geschlossenen Augen und Sommersprossen im roten Oberteil.\" class=\"ResponsiveImage_root__ZDz10 responsive-image\" style=\"background-color:#A56B3C\"\/><\/p>\n<p>Luna Wedler sagt: Das Kennenlernen einer Figur ist wie sich verlieben.<\/p>\n<p>Foto: Julia Ishac<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">In die Zeit des \u00abBlue My Mind\u00bb-Drehs f\u00e4llt auch die erste Begegnung mit Max Hubacher, einem der pr\u00e4genden Schweizer Schauspieler seiner Generation, sechs Jahre \u00e4lter als sie. Er hatte schon mehrere Hauptrollen gespielt und f\u00fcr seine Verk\u00f6rperung des Verdingbuben 2012 den Schweizer Filmpreis erhalten.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Die beiden lernten sich beim Casting zu \u00abDer L\u00e4ufer\u00bb kennen, der Geschichte eines Berner Spitzensportlers mit Doppelleben, und drehten sp\u00e4ter noch mehrere weitere gemeinsame Filme. Wedler war neu im Gesch\u00e4ft, nach eigener Erinnerung \u00abextrem nerv\u00f6s\u00bb. Doch davon sei nichts zu sp\u00fcren gewesen, sagt Hubacher. \u00abEs waren viele Leute da, viele waren richtig gut. Und dann kam Luna, stellte sich mitten in den Raum. Und pl\u00f6tzlich hatte sie eine Boldness, eine Direktheit, etwas Furchtloses, das alle staunen liess. Sie wirkte, als h\u00e4tte sie das schon hundertmal gemacht. Strahlte eine Reife aus, die sie in dem Alter eigentlich noch gar nicht haben konnte.\u00bb<\/p>\n<p>Eine Schauspielerin mit mehr Angeboten, als sie annehmen kann<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Wie macht sie das? Sie will es zu erkl\u00e4ren versuchen.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Zur\u00fcck in Luna Wedlers Lieblingscaf\u00e9 im Z\u00fcrcher Kreis 4, zu der rauen Stimme, den blauen Augen, der Zigarette und dem Bier.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Im August 2024 war sie gerade mit Freundinnen und Freunden auf Sizilien in den Ferien, als die Anfrage f\u00fcr \u00ab22 Bahnen\u00bb kam, die Verfilmung des Romans von Caroline Wahl. Ein Monat vor Drehbeginn, ultraknapp. Oft erh\u00e4lt sie in diesem Moment schon das Drehbuch, diesmal nur eine Charakterbeschreibung von Tilda, dazu eine Synopsis des Films und drei Szenen, die sie vorbereiten sollte. <a class=\"HtmlText_root__A1OSq\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/caroline-wahl-autorin-im-interview-zum-roman-die-assistentin-154683990655\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">[Das grosse Gespr\u00e4ch mit Caroline Wahl lesen Sie hier.]<\/a><\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Sie geh\u00f6rt zu den wenigen im Filmgesch\u00e4ft, die mehr Anfragen bekommen, als sie annehmen kann. Das gibt ihr die Freiheit, ihre Rollen zumindest ein St\u00fcck weit selbst auszuw\u00e4hlen. Nat\u00fcrlich, sagt sie, habe es auch Figuren gegeben, die sie unbedingt spielen wollte und nicht bekam \u2013 welche, verr\u00e4t sie nicht. Doch wenn sie diese Filme sp\u00e4ter sah, habe sie nie gedacht: \u00abDas h\u00e4tte ich besser gekonnt.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Weil sie unterwegs war und alles schnell gehen musste, gab es kein Live-Casting, sondern ein E-Casting. Also stellte sie mit Hilfe ihrer Freundinnen und Freunde in ihrem Ferienhaus eine Kamera vor eine weisse Wand und sprach die Szenen ein. \u00abMag ich normalerweise gar nicht\u00bb, sagt sie, \u00abes geht doch darum, in Kontakt zu sein mit den Leuten.\u00bb Aber E-Castings werden immer h\u00e4ufiger, sie sparen Zeit und Geld.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Zwei Tage sp\u00e4ter hatte sie den Job.<\/p>\n<p>Luna Wedler spielt nicht Tilda \u2013 sie WIRD zu Tilda<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Als sie das Drehbuch bekam \u2013 sie hatte die Romanvorlage zu dem Zeitpunkt bewusst noch nicht gelesen \u2013, war das wie ein P\u00e4ckli, das man vorsichtig aufreisst, neugierig, fast \u00e4ngstlich.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">\u00abIch hoffe dann immer, dass es zu kribbeln beginnt\u00bb, sagt sie. \u00abFrage mich, ob es mir gef\u00e4llt, und bin gespannt, wer die Figur eigentlich ist, die ich spielen soll.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Diesmal setzte das Gef\u00fchl sofort ein, auf den ersten Seiten schon. Tilda, die Hauptperson, kommt nach Hause, findet die Wohnung im Chaos, voller Rauch, die Mutter betrunken am Boden. Und sie handelt so routiniert, dass man sp\u00fcrt: Das ist nicht das erste Mal. \u00abIn ihr steckte so viel Ruhe, so viel Abgekl\u00e4rtheit, dass es fast unheimlich wirkte\u00bb, sagt Luna Wedler. \u00abIch wollte wissen, woher das kommt.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Sie hat die F\u00e4higkeit, einen Menschen zu beobachten, zu ergr\u00fcnden, zu verstehen \u2013 und dann zu ihm zu werden. Aber wie? Wie n\u00e4hert man sich als Schauspielerin einer Rolle?<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Sie begann, sich die Welt um Tilda zu erschliessen wie ein Netz aus Beziehungen und Br\u00fcchen: die kleine Schwester Ida, f\u00fcr die Tilda l\u00e4ngst zur Mutter geworden ist; die eigene Mutter, gefangen im Alkohol; Ivan, der verlorene Freund, dessen Abwesenheit wie eine Schuld in ihr weiterlebt; und dessen Bruder Viktor, der Hoffnung und Gefahr zugleich bedeutet.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Nach dem Drehbuch las sie endlich auch Caroline Wahls Romanvorlage, hielt in ihrem roten Notizbuch \u2013 sie schreibt nie ins Drehbuch \u2013 erste Eindr\u00fccke von Tilda fest: \u00abSportlich, sensibel, entschlossen, verletzlich, vertr\u00e4umt, stark, zerbrechlich, zusammenhaltend, steht f\u00fcr sich ein.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Daneben Fragen: \u00abWie h\u00f6rt sich ihre Stimme an?\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Oder Beobachtungen: \u00abMathe macht Sinn. F\u00fcr fast alles gibt es eine L\u00f6sung. Es gibt nur richtig oder falsch.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Auch zu Viktor: \u00abEr darf auf keinen Fall \u2039nur\u203a gut aussehend und sexy sein. Es muss eine Verbindung da sein, ein Vertrauen ohne Worte. Verwirrung, Ungewissheit.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Sie fragte sich, wie Tilda wohl geht. Wie sie sitzt. Wie sie gr\u00fcsst. Sie nahm Tilda mit, wenn sie vor die T\u00fcr trat, setzte sich mit ihr ins Tram und liess die Figur langsam Besitz von ihr ergreifen.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Sie sp\u00fcrte: Tilda schl\u00e4gt die Beine nicht \u00fcbereinander, sie sitzt aufrecht, mit beiden F\u00fcssen fest am Boden. Sie ruft nicht laut \u00abHoi\u00bb, sie nickt nur knapp. Tilda w\u00fcrde nie Nagellack tragen, nie ihre Haare f\u00e4rben. Und pl\u00f6tzlich, als sie Tilda schon ein paar Tage mit sich trug, h\u00f6rte sie auch ihr Lachen. \u00abIch fand, es muss ein sch\u00f6nes Lachen sein, das von ganz tief unten kommt.\u00bb<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/CIrSORSdagbBtmcgn-GpfP.jpg\" alt=\"Luna Wedler sitzt auf Einkaufswagen vor einem Gesch\u00e4ft an der Dolderstrasse in Z\u00fcrich. Sie tr\u00e4gt eine blaue Jacke und Jeans und hat blondes Haar.\" title=\"Luna Wedler sitzt auf Einkaufswagen vor einem Gesch\u00e4ft an der Dolderstrasse in Z\u00fcrich. Sie tr\u00e4gt eine blaue Jacke und Jeans und hat blondes Haar.\" class=\"ResponsiveImage_root__ZDz10 responsive-image\" style=\"background-color:#895141\"\/><\/p>\n<p>F\u00fcr ihr Talent gibts einen super Markt: Wedler, die im Z\u00fcrcher Kreis 6 aufgewachsen ist, entspannt vor einem Lebensmittelgesch\u00e4ft an der  Dolderstrasse (Kreis 7!).<\/p>\n<p>Foto: Julia Ishac<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Doch es ging nicht nur darum, Tildas Alltag in sich hineinzulassen. Sie musste sich auch technisch vorbereiten. Der Dreh begann in weniger als einem Monat. Also betrat sie einen Sportladen, kaufte sich \u2013 als Tilda \u2013 eine Schwimmbrille und einen Badeanzug, ging ins Hallenbad, zog Bahn um Bahn und f\u00fchlte sich der Figur n\u00e4her. Im Wasser begriff sie, dass das Schwimmen f\u00fcr Tilda war, was f\u00fcr sie selbst einst das Tanzen war: R\u00fcckzugsort und Kraftzentrum.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Sie reaktivierte sogar ihr Apnoe-Training von den \u00abBlue My Mind\u00bb-Dreharbeiten, \u00fcbte, zwei Minuten oder l\u00e4nger unter Wasser zu bleiben. Denn sie wusste, es w\u00fcrden Szenen kommen im kalten Freibad \u2013 sie drehten im Herbst, die Geschichte aber spielt im Hochsommer \u2013, in denen sie den Eindruck erwecken musste, es g\u00e4be nichts, was Tilda lieber t\u00e4te, als einzutauchen, den Grund zu ber\u00fchren, sich dort unten ganz zu Hause zu f\u00fchlen.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Parallel studierte sie den Text \u2013 weniger als sonst, Tilda ist eine stille Beobachterin. Aber wenn sie spricht, muss jedes Wort sitzen. Luna Wedler lernt im Gehen: beim Aufr\u00e4umen, Einkaufen, Joggen. Manchmal klebt sie Zettel an T\u00fcrrahmen, K\u00fchlschrank oder Badezimmerspiegel, und jedes Vorbeigehen zwingt sie, die Passage laut aufzusagen. Sogar im Ausgang passiert es, dass sie sich beim H\u00e4ndewaschen im Spiegel ansieht, die Figur erkennt und den Dialog spricht.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Dann stellte sie sich zwei Fragen.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Erstens: Wie viel von Tilda steckt schon in ihr?<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Zweitens: Was muss sie sich aneignen, um Tilda zu werden?<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Die erste Antwort fand sie rasch: Geschwisterliebe. Tildas F\u00fcrsorge f\u00fcr Ida kannte sie aus sich selbst.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Die zweite brauchte l\u00e4nger.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">\u00abStille\u00bb, sagt Luna Wedler im Caf\u00e9. \u00abTilda ist eine, die das aush\u00e4lt. Sie stresst sich nicht, wenn nichts passiert. Sie bleibt bei sich \u2013 so sehr, dass ihr Gegen\u00fcber ins Straucheln kommt. Aber nicht, weil sie jemanden qu\u00e4len will, und auch nicht, um cool zu wirken. Sie versucht gar nicht, jemand Bestimmtes zu sein. Sie verstellt sich nicht. Diese Ruhe, dieses Nichtstun auf die Leinwand zu bringen \u2013 das ist vielleicht die gr\u00f6sste Kunst. Nur im Gesicht zeigen, dass innen schon alles tobt.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Schwierig ist aber auch etwas anderes: einen Roman zu verfilmen, den Hunderttausende gelesen haben. Jede Leserin, jeder Leser tr\u00e4gt ein Bild von Tilda im Kopf. Und Luna Wedler kann diesem Bild niemals gerecht werden, schlicht weil es ein pers\u00f6nliches Bild ist. Und doch sitzt man im Kino, schaut auf die Leinwand und denkt: Ja, genau so ist es richtig. Weil man den Eindruck hat, dass sie Tilda nicht spielt, sondern Tilda ist.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Es ist ihre Gabe. Die Gabe, die Corinna Glaus und Lisa Br\u00fchlmann schon fr\u00fch erkannten. Die Gabe, die bei den Dreharbeiten im Herbst 2024 auch Mia Meyer sah, die Regisseurin von \u00ab22 Bahnen\u00bb. Die Gabe, die Caroline Wahl, die Autorin der Romanvorlage, sofort \u00fcberzeugte. Sie legte ein paar Mal das Veto ein, weil ihr die Vorschl\u00e4ge der Casting-Agentur zu leicht, zu filigran waren. Bei Luna Wedler aber sp\u00fcrte sie: Das passt. Obwohl sie, wie sie selbst sagt, beim Schreiben gar nie ein festes Bild von Tildas Aussehen im Kopf hatte.<\/p>\n<p>Shanghai, Berlin, Venedig, dazwischen ein paar Tage Z\u00fcrich<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Mia Meyer erinnert sich an das Casting-Video aus Sizilien, das Luna Wedler eingesandt hatte. Sie sagt: \u00abIch hatte schon beim ersten Take G\u00e4nsehaut. Ich habe geweint, weil sie mich so ber\u00fchrt hat. Wirklich, ich sass am Computer und weinte. Und von da an bis zum letzten Drehtag konnte ich nicht sagen, wo Luna aufh\u00f6rte und Tilda begann. Das ist ihre Magie: Sie gibt sich einer Figur so ganz hin, dass man als Regisseurin den Mut hat, alles auszuprobieren.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Eine der zentralen Szenen in \u00ab22 Bahnen\u00bb ist die, in der Ida, die kleine Schwester von Tilda, verschwindet. Wahrscheinlich, weil die Mutter, wieder einmal betrunken, die Kleine geschlagen hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/0dp13srR4K6BwmRj9TSTOI.jpg\" alt=\"Luna Wedler isst ein Fruchtgummi, w\u00e4hrend sie einen nachdenklichen Gesichtsausdruck hat.\" title=\"Luna Wedler isst ein Fruchtgummi, w\u00e4hrend sie einen nachdenklichen Gesichtsausdruck hat.\" class=\"ResponsiveImage_root__ZDz10 responsive-image\" style=\"background-color:#9A9481\"\/><\/p>\n<p>\u00abDieses M\u00e4dchen ist krass\u00bb, dachte die Regisseurin Lisa Br\u00fchlmann, als sie die sechzehnj\u00e4hrige Luna Wedler erstmals sah.<\/p>\n<p>Foto: Julia Ishac<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">F\u00fcr Tilda ist es ein Wendepunkt, f\u00fcr Luna Wedler eine spezielle Herausforderung. Denn ausgerechnet diese Szene, die Suche nach Ida im Wald, musste am allerersten Drehtag gespielt werden. Gleich zu Beginn die volle Wucht.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Der ganze Dreh sollte dreissig Tage dauern, was eher knapp war: andere Kinoproduktionen dieser L\u00e4nge nehmen sich sechzig. Dreissig Tage, in denen Luna Wedler abtauchte. Sie meldete sich selten bei ihrer Familie und bei ihren Freundinnen und Freunden. \u00abEs war, als w\u00e4re ich in einer anderen Welt\u00bb, sagt sie. Und auf gewisse Weise war sie das auch \u2013 in Tildas Welt.<\/p>\n<p>\u00ab22 Bahnen\u00bb: Gegl\u00fcckt dank Luna Wedler<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">\u00abWie komme ich bloss an diesen Punkt?\u00bb, fragte sie sich an jenem ersten Tag.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Sie lief los, rannte durch den Wald, so lange, bis ihr selbst der Atem stockte. Bis die Vorstellung real wurde: Die Schwester ist weg, vielleicht tot. Die Angst blieb im K\u00f6rper, bis zu dem Moment, als sie das \u00abBitte!\u00bb h\u00f6rte \u2013 das Signal, dass die Kamera l\u00e4uft.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Die meisten Emotionen, sagt sie, k\u00f6nne sie aus der Figur selbst holen. \u00abAber manchmal reicht das nicht. Dann muss ich tiefer gehen. Und ja \u2013 von meiner Familie sind in meinem Kopf eigentlich alle schon einmal gestorben.\u00bb Sie h\u00e4lt inne, l\u00e4chelt: \u00abDas Sch\u00f6ne ist: Ich kann sie danach anrufen, und sie sind noch da.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Regisseurin Mia Meyer sagt, das Besondere an Luna Wedler sei ihre v\u00f6llige Transparenz. Man sehe ihr alles an \u2013 jede Angst, jede Wut, jede Sorge, jedes ambivalente Gef\u00fchl. Nichts wirke fabriziert, sie f\u00fchle es tats\u00e4chlich, und darum k\u00f6nne man den Blick kaum von ihr abwenden.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">\u00abIch glaube wirklich, dass der Film durch Luna erst gegl\u00fcckt ist. Sie hat dieser komplizierten Figur eine N\u00e4he und Nahbarkeit gegeben. Viele fragen sich, warum Tilda nicht einfach geht oder warum sie so egoistisch ist. Aber durch Luna sp\u00fcrt man sie. Man versteht sie.\u00bb Das Tilda-Werden ist das eine. Was Luna Wedler schwerf\u00e4llt, ist der Abschied von einer Figur. \u00abKennenlernen ist wie sich verlieben\u00bb, sagt sie, am Ende aber m\u00fcsse man sich wieder trennen.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">\u00abDie leben f\u00fcr mich ja weiter, irgendwie. Das sind meine Freundinnen. Tilda ist noch da. Maxi auch. Mia schwimmt irgendwo im Meer. Die Figuren sind nie ganz weg, sie wohnen noch ein St\u00fcck in mir.\u00bb Darum, erz\u00e4hlt sie, k\u00f6nne sie auch nie beantworten, welche ihre Lieblingsrolle sei: \u00abDann w\u00e4ren die anderen beleidigt.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Manchmal kommen sie n\u00e4her, manchmal verschwinden sie wieder. Einer Figur schrieb sie sogar einen Abschiedsbrief \u2013 Lena Jakobi aus \u00abSie glauben an Engel, Herr Drowak?\u00bb, dem Film, der im Juni am Festival in Shanghai Premiere feierte und im Dezember in die Kinos kommt. Lena ist eine Studentin, die an das Gute im Menschen glaubt. Im Rahmen eines Projekts trifft sie auf Hugo Drowak, einen verbitterten Einzelg\u00e4nger, der sein Gl\u00fcck l\u00e4ngst verloren hat. Zwischen den beiden entspinnt sich eine eigensinnige, widerspr\u00fcchliche Beziehung, getragen von Lenas Hartn\u00e4ckigkeit und ihrem Glauben daran, dass jeder eine zweite Chance verdient.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">\u00abIch habe Lena so vermisst, dass ich nicht wusste, wie ich sie loslassen soll\u00bb, sagt Luna Wedler. \u00abAlso habe ich ihr geschrieben: Darf ich mich bei dir ab und zu melden? Kannst du mir dann einen Rat geben?\u00bb Es klingt ein wenig albern, aber es ist ihr ernst. \u00abManchmal frage ich meine Rollen: Was w\u00fcrdest du jetzt tun?\u00bb<\/p>\n<p>Marcello-Mastroianni-Preis und Jennifer-Lawrence-Wucht<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Wenn Lisa Br\u00fchlmann, die \u00abBlue My Mind\u00bb-Regisseurin, die Luna Wedler ihre erste Hauptrolle gab, heute auf sie blickt, muss sie lachen. Weil alles, was sie damals in ihr gesehen hat, sich best\u00e4tigt hat \u2013 und noch mehr.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">\u00abNat\u00fcrlich hilft es, sch\u00f6n zu sein\u00bb, sagt Br\u00fchlmann. \u00abDiese Symmetrie im Gesicht, diese grossen Augen, die tiefe Stimme.\u00bb Aber Sch\u00f6nheit allein sei es nicht. \u00abViele k\u00f6nnen weinen. Doch bei Luna liegt darunter immer eine Kraft. Das macht Figuren erst interessant: Man will nicht nur sehen, wie sie scheitern, sondern auch, wie sie k\u00e4mpfen. Luna bringt beides mit \u2013 Verletzlichkeit und St\u00e4rke. Ich kenne wenige, die das haben.\u00bb Manchmal erinnere Luna Wedler sie an Jennifer Lawrence, sagt Br\u00fchlmann, sie habe dieselbe Wucht, dieselbe Direktheit, dieselbe Ehrlichkeit wie die amerikanische Oscar-Gewinnerin.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/87iDeBJFa9E97d3wXyhZb1.jpg\" alt=\"Luna Wedler \u2013 in einem blauen Oberteil \u2013 h\u00e4lt ihr Gesicht mit den H\u00e4nden und l\u00e4chelt schelmisch.\" title=\"Luna Wedler \u2013 in einem blauen Oberteil \u2013 h\u00e4lt ihr Gesicht mit den H\u00e4nden und l\u00e4chelt schelmisch.\" class=\"ResponsiveImage_root__ZDz10 responsive-image\" style=\"background-color:#CA8F64\"\/><\/p>\n<p>Verschmilzt mit ihren Figuren: \u00abIch frage mich manchmal, was w\u00fcrde Tilda mir raten?\u00bb<\/p>\n<p>Foto: Julia Ishac<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">\u00abBei Luna hat man immer das Gef\u00fchl: Diese Rolle ist genau f\u00fcr sie geschrieben. Aber es ist umgekehrt \u2013 sie stellt sich nicht in den Vordergrund, sie gibt sich einfach der Figur und dem Projekt hin. Genau das ist ihre Star-Qualit\u00e4t.\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Neben \u00ab22 Bahnen\u00bb in Berlin und \u00abSie glauben an Engel, Herr Drowak?\u00bb in Shanghai feierte diesen Sommer noch ein dritter Film mit Luna Wedler Premiere \u2013 und das nicht irgendwo, sondern in Venedig, am zweitwichtigsten Filmfestival der Welt, wo \u00abSilent Friend\u00bb der ungarischen Regisseurin Ildik\u00f3 Enyedi im Wettbewerb um den Goldenen L\u00f6wen lief. Luna Wedler steht darin an der Seite von L\u00e9a Seydoux und Hongkongs Kultschauspieler Tony Leung \u2013 und wurde in Venedig mit dem Marcello-Mastroianni-Preis als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet.<\/p>\n<p class=\"EmbedBlocker_hint__uEF_d\">An dieser Stelle finden Sie einen erg\u00e4nzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter \u00fcbermittelt werden, k\u00f6nnen Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.<\/p>\n<p>Cookies zulassenMehr Infos<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Shanghai, Berlin, Venedig, dazwischen ein paar Tage Z\u00fcrich, ab Mitte September schon der n\u00e4chste Dreh (\u00fcber den sie noch nichts verraten darf): Wedler ist viel unterwegs, hat viele Termine, Projekte, Aufgaben. Sie mag das, sie mag es, wenn viel l\u00e4uft. Und doch denkt sie gerade wieder h\u00e4ufiger an Tilda. \u00abIch frage mich manchmal: Was w\u00fcrde Tilda mir raten?\u00bb<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Es ist sp\u00e4t geworden im Kreis 4. Das Bier ist ausgetrunken, die Zigarette verglimmt im Aschenbecher, und Luna Wedler hat sich auf den Heimweg gemacht. Ihre Stimme aber, die hallt noch lange nach.\u2003<\/p>\n<p>Christof Gertsch\u00a0ist Reporter bei \u00abDas Magazin\u00bb. christof.gertsch@dasmagazin.ch<\/p>\n<p class=\"DynamicTeaser_boxtitle__B6piN\">Schweizer Schauspielstars im Portr\u00e4t<\/p>\n<p>Newsletter<\/p>\n<p>Das Magazin<\/p>\n<p>Erhalten Sie die besten Hintergr\u00fcnde und Recherchen des Kult-Magazins.<\/p>\n<p><a class=\"NewsletterBox_more__FNemz link_underlinelink__K5Zr0\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/newsletter-uebersicht\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Weitere Newsletter<\/a><\/p>\n<p>Einloggen<strong>Christof Gertsch <\/strong>ist Reporter bei \u00abDas Magazin\u00bb.<a class=\"ArticleAuthorBio_moreinfo__cqyvz link_underlinelink__K5Zr0\" rel=\"author nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/author\/30521925\/christof-gertsch\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p class=\"Feedback_root__fr_Mi ArticleContainer_content-width__FRl7F\">Fehler gefunden?<a href=\"mailto:tagesleitung.korrektorat@tamedia.ch?subject=Hinweis%20auf%20Fehler%20%7C%20Christof%20Gertsch%20%7C%20Und%20dann%20kam%20Luna&amp;body=Ich%20habe%20in%20diesem%20Inhalt%20einen%20Fehler%20entdeckt%3A%20https%3A%2F%2Fwww.tagesanzeiger.ch%2Fluna-wedler-wie-die-zuercherin-zum-schweizer-filmstar-wurde-712539771821\" class=\"Feedback_feedbacklink__VyDCi link_underlinelink__K5Zr0\">Jetzt melden.<\/a><\/p>\n<p>10 Kommentare<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schauspiel-Sensation Luna Wedler \u2013 Und dann kam Luna Schweizer Filmpreis, Netflix, Karriere in Deutschland: Die Z\u00fcrcherin Luna Wedler&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":443480,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1776],"tags":[1801,29,214,30,1802,215],"class_list":{"0":"post-443479","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-prominente","8":"tag-celebrities","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-prominente","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115250691951003552","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/443479","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=443479"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/443479\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/443480"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=443479"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=443479"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=443479"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}