{"id":443546,"date":"2025-09-23T00:42:41","date_gmt":"2025-09-23T00:42:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/443546\/"},"modified":"2025-09-23T00:42:41","modified_gmt":"2025-09-23T00:42:41","slug":"uk-kanada-australien-und-portugal-erkennen-palaestinenserstaat-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/443546\/","title":{"rendered":"UK, Kanada, Australien und Portugal erkennen Pal\u00e4stinenserstaat an"},"content":{"rendered":"<p>London\/Berlin (Reuters) &#8211;     Im Konflikt \u00fcber den Weg zu einem Frieden im Nahen Osten haben Gro\u00dfbritannien, Kanada, Australien und Portugal Pal\u00e4stina als Staat anerkannt.<\/p>\n<p>\n              Mit der Umsetzung dieses bereits angek\u00fcndigten Schritts sind Gro\u00dfbritannien und Kanada die ersten Staaten der G7-Gruppe gro\u00dfer Industriel\u00e4nder, die sich der Anerkennung durch zahlreiche andere Staaten weltweit anschlie\u00dfen. Der britische Premierminister Keir Starmer sagte am Sonntag, man gehe diesen Schritt, &#8222;um die Hoffnung auf Frieden f\u00fcr Pal\u00e4stinenser und Israelis sowie auf eine Zwei-Staaten-L\u00f6sung wiederzubeleben&#8220;.<\/p>\n<p>\n              Mit der Anerkennung bricht Gro\u00dfbritannien mit seiner langj\u00e4hrigen Linie &#8211; und stellt sich zugleich gegen die engen Verb\u00fcndeten Israel, USA und Deutschland, die ein solches Vorgehen ablehnen. Allerdings reiht es sich ein in eine Gruppe von einflussreichen L\u00e4ndern wie Frankreich und Belgien, die voraussichtlich in den kommenden Tagen im Rahmen der UN-Generalversammlung Pal\u00e4stina formell anerkennen werden oder dies bereits getan haben. <\/p>\n<p>\n              Die Anerkennung durch mehrere westliche L\u00e4nder ist nach den Worten der pal\u00e4stinensischen Au\u00dfenministerin Varsen Aghabekian Shahin ein unumkehrbarer Schritt f\u00fcr eine Zwei-Staaten-L\u00f6sung. Dieser bringe die pal\u00e4stinensische Unabh\u00e4ngigkeit und Souver\u00e4nit\u00e4t n\u00e4her, erkl\u00e4rte sie. Der kanadische Regierungschef Mark Carney betonte, sein Land erkenne Pal\u00e4stina als Staat an und biete seine &#8222;Partnerschaft an, um das Versprechen einer friedlichen Zukunft sowohl f\u00fcr den Staat Pal\u00e4stina als auch f\u00fcr den Staat Israel zu verwirklichen&#8220;. Kanada, Australien und Gro\u00dfbritannien erkl\u00e4rten, dass die Macht der radikal-islamische Hamas beendet werden m\u00fcsse. Portugals Au\u00dfenminister Paulo Rangel \u00e4u\u00dferte sich \u00e4hnlich und sagte, eine Zweistaatenl\u00f6sung sei der einzige Weg zu einem gerechten und dauerhaften Frieden. <\/p>\n<p>\n              Israel wies den Vorsto\u00df zur\u00fcck. Der Schritt f\u00f6rdere nicht den Frieden, sondern destabilisiere die Region weiter und untergrabe die Chancen auf eine friedliche L\u00f6sung, schrieb das Au\u00dfenministerium auf X. Israel werde keinen losgel\u00f6sten oder imagin\u00e4ren Text akzeptieren, der versuche, es zur Annahme nicht verteidigbarer Grenzen zu zwingen. Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu erkl\u00e4rte, die Anerkennung sei eine &#8222;gro\u00dfe Belohnung f\u00fcr den Terrorismus&#8220;. Er bekr\u00e4ftigte, es werde keinen pal\u00e4stinensischen Staat geben. <\/p>\n<p><b>RUND 140 STAATEN ERKENNEN PAL\u00c4STINA AN &#8211; DEUTSCHLAND NICHT<\/b><\/p>\n<p>\n              Insgesamt haben bereits mehr als 140 UN-Mitgliedsstaaten Pal\u00e4stina als Staat anerkannt. Deutschland geh\u00f6rt nicht dazu. Bei einem Treffen mit dem spanischen Ministerpr\u00e4sidenten Pedro S\u00e1nchez am Donnerstag sagte Kanzler Friedrich Merz: &#8222;F\u00fcr die Bundesregierung steht die Anerkennung pal\u00e4stinensischer Staatlichkeit gegenw\u00e4rtig nicht zur Debatte&#8220;. Ende August hatte er bereits gesagt, die Voraussetzungen seien daf\u00fcr &#8222;in keinster Weise&#8220; erf\u00fcllt. Eine Anerkennung m\u00fcsse der letzte Schritt in einem Friedensprozess sein, aus dem eine Zwei-Staaten-L\u00f6sung hervorgehe. <\/p>\n<p>\n              In Kreisen des Ausw\u00e4rtigen Amtes hie\u00df es dazu am Sonntag, man unterst\u00fctze ebenfalls das Recht der Pal\u00e4stinenser auf einen eigenen Staat und deswegen auch die pal\u00e4stinensische Beh\u00f6rde beim Aufbau staatlicher Strukturen und bei Reformen. &#8222;Gleichzeitig sprechen wir uns klar gegen Handlungen aus, die die Zwei-Staaten-L\u00f6sung unterminieren, wie den v\u00f6lkerrechtswidrigen Siedlungsbau, Annexions\u00fcberlegungen oder die grassierende Siedlergewalt.&#8220; Die Anerkennung eines pal\u00e4stinensischen Staates stehe f\u00fcr die Bundesregierung jetzt nicht an, sondern eher am Ende eines erfolgreichen Verhandlungsprozesses zwischen Israel und den Pal\u00e4stinensern. <\/p>\n<p>\n              Der israelische Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu hatte erkl\u00e4rt, es werde niemals einen pal\u00e4stinensischen Staat geben.<\/p>\n<p> (Bericht von Catarina Demony, Andrew MacAskill, Alistair Smout, Marissa Davison,Vitalli Yalahuzian, Bhargav Acharya, Alexander Cornwell und Andreas Rinke. Geschrieben von Christian R\u00fcttger, Klaus Lauer, J\u00f6rn Poltz und Ralf Bode. Bei R\u00fcckfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"London\/Berlin (Reuters) &#8211; Im Konflikt \u00fcber den Weg zu einem Frieden im Nahen Osten haben Gro\u00dfbritannien, Kanada, Australien&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":443547,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,665,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-443546","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-boerse","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-uk","16":"tag-united-kingdom","17":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","18":"tag-vereinigtes-koenigreich","19":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","20":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115250839146833309","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/443546","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=443546"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/443546\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/443547"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=443546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=443546"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=443546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}