{"id":443744,"date":"2025-09-23T02:34:13","date_gmt":"2025-09-23T02:34:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/443744\/"},"modified":"2025-09-23T02:34:13","modified_gmt":"2025-09-23T02:34:13","slug":"sicherheitsluecke-bei-dm-stuttgarter-influencerin-werden-nacktfotos-geklaut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/443744\/","title":{"rendered":"Sicherheitsl\u00fccke bei dm: Stuttgarter Influencerin werden Nacktfotos geklaut"},"content":{"rendered":"<p>Influencerin Kim Hoss aus Stuttgart wollte nur ein paar Fotos bei der Drogeriekette dm entwickeln lassen, dann der Schock \u2013 zwei intime Bilder sind vermutlich in fremde H\u00e4nde geraten.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr viele Routine ist, endete f\u00fcr die Stuttgarterin Kim Hoss in einer b\u00f6sen \u00dcberraschung. Die junge Frau hatte einen analogen Film bei einer <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/dm\" title=\"dm\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dm<\/a>-Filiale entwickeln lassen, sp\u00e4ter holt ihr Freund die Abz\u00fcge ab. Erst zwei Tage danach bemerkt sie beim Blick auf die digitale \u00dcbersicht der Bilder \u2013 zwei Fotos fehlen. \u00dcber einen QR-Code lassen sich die Fotos online abrufen, die gedruckten Originale sind allerdings nicht mehr im Umschlag.<\/p>\n<p>Die Situation schildert die Influencerin ihren fast 93.000 Instagram-Abonnenten in einem Video. Das wurde bislang 400.000 Mal angeschaut und mehr als 800 Mal kommentiert. <\/p>\n<p>Influencerin Hoss hat Anzeige erstattet  <\/p>\n<p>Inzwischen hat Hoss Anzeige erstattet, sagt sie. Der T\u00e4ter sei zwar unbekannt, trotzdem habe sie darin dm als tatverd\u00e4chtige Firma benannt. Von der Drogeriekette fordert sie nun 10.000 Euro Schadensersatz \u2013 nicht wegen dem materiellen Wert der Bilder, sondern vielmehr aufgrund der Verletzung ihrer Pers\u00f6nlichkeitsrechte. <\/p>\n<p>\u201eDas ist schon eines der ekelhaftesten Gef\u00fchle, wenn du wei\u00dft, jemand in deinem Umkreis hat ein Nacktfoto von dir, du wei\u00dft nicht, wer und was damit gemacht wird. Vielleicht werde ich mal erpresst oder so. I don\u2019t know. Und mit dieser Angst muss ich jetzt halt leben\u201c, sagt sie.<\/p>\n<p>Auf die Frage, wer im Falle eines Diebstahls die Verantwortung tr\u00e4gt, antwortet Alexander Strehlau, dm-Gesch\u00e4ftsbereichsverantwortlicher Sortiment im Ressort Marketing + Beschaffung: \u201eWir tragen die Verantwortung f\u00fcr die Prozesse bei den beauftragten Fotodienstleistern sowie bis zur ordnungsgem\u00e4\u00dfen \u00dcbergabe des Fotoauftrags an der Kasse.\u201c<\/p>\n<p>Soziale Netzwerke zeigen \u2013 kein Einzelfall  <\/p>\n<p>Die Influencerin entscheidet sich den Fall \u00f6ffentlich zu machen. Dabei ginge es nicht nur um sie pers\u00f6nlich, wie sie erkl\u00e4rt: \u201eIch will einfach erstmal, dass das Aufmerksamkeit kriegt dieses Thema und ich stell mich da nicht in den Mittelpunkt oder will da irgendwie Geld damit verdienen. Ich m\u00f6chte, dass Kinder gesch\u00fctzt sind, ich m\u00f6chte, dass Daten gesch\u00fctzt sind.\u201c <\/p>\n<p>\u00dcber Instagram teilt Hoss ihr Erlebnis ihren Followern mit \u2013 mit weitreichender Resonanz. Offensichtlich ist sie bei weitem nicht die Einzige, die diese Erfahrung bereits machen musste. Einige ihrer Follower berichten \u00fcber \u00e4hnliche Erfahrungen und sind, genau wie Hoss, emp\u00f6rt.<\/p>\n<p>  Unzureichende Sicherheit in den Filialen  <\/p>\n<p>Das Problem liegt f\u00fcr Hoss an zwei Stellen: Zum einen sind die Umschl\u00e4ge mit gedruckten Fotos nur mit einem kleinen Klebestreifen verschlossen, der sich beliebig oft \u00f6ffnen und wieder schlie\u00dfen l\u00e4sst, zum anderen sind die fertigen Abz\u00fcge in einigen Filialen frei zug\u00e4nglich, berichtet die Influencerin. Und was sagt die Drogeriemarktkette dm zu all dem?<\/p>\n<p>\u201eDer Schutz der Fotoauftr\u00e4ge unserer Kundinnen und Kunden hat f\u00fcr uns h\u00f6chste Priorit\u00e4t. Alle Mitarbeitenden sind angehalten, die Fototheke in den dm-M\u00e4rkten aufmerksam zu beaufsichtigen und stets einen wachsamen Blick auf die Theke zu haben. Zus\u00e4tzlich kommt in vielen M\u00e4rkten Sicherheitspersonal zum Einsatz, um einen sicheren Ablauf zu gew\u00e4hrleisten\u201c, sagt Strehlau dazu.<\/p>\n<p>Zudem sei die Nutzung des Fotodrucks mit Abholung in der Filiale freiwillig. Ebenfalls hei\u00dft es seitens Strehlau die Kunden und Kundinnen w\u00fcrden explizit auf die \u201e\u00f6ffentliche Abholung\u201c hingewiesen werden. In der <a href=\"https:\/\/www.fotoparadies.de\/datenschutz.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung von dm<\/a> hei\u00dft es dazu: \u201eBei einer Lieferung in einen dm-Markt wird Ihr Fotoauftrag f\u00fcr eine Abholung offen zug\u00e4nglich an der Fototheke bereitgestellt. F\u00fcr eine bessere Auffindbarkeit sind Vor- und Zuname auf der Verpackung angedruckt und offen einsehbar.\u201c<\/p>\n<p>Wer sich eine Abholung unter diesen Bedingungen nicht w\u00fcnscht kann sich laut Strehlau seine Bestellung jederzeit nach Hause liefern lassen.<\/p>\n<p>Oliver Buttler, Abteilungsleiter Telekommunikation, Internet, Verbraucherrecht der Verbraucherschutzzentrale Baden-W\u00fcrttemberg erkl\u00e4rt, dass es bei der Abholung eigentlich auch immer eine Ausweiskontrolle geben m\u00fcsse. Nur so lasse sich sicherstellen, dass nur die berechtigte Person tats\u00e4chlich die Aufnahmen erh\u00e4lt. <\/p>\n<p>Er sieht allerdings das Abholkonzept der Fotos bei dm kritisch, da die pers\u00f6nlichen Daten der Kunden und Kundinnen theoretisch f\u00fcr alle, die die Filiale betreten, ersichtlich sein k\u00f6nnen \u2013 wenn auch mit Einwilligung in den Datenschutzrichtlinien. <\/p>\n<p>Der Fall der Influencerin solle nun intern gepr\u00fcft werden hei\u00dft es gegen\u00fcber Hoss, welche nicht nur Anzeige erstattet, sondern sich auch direkt bei dm gemeldet hat. <\/p>\n<p> Rat der Verbraucherschutzzentrale  <\/p>\n<p>F\u00fcr alle, die sicher gehen wollen, dass ihre Fotos nicht in fremde H\u00e4nde gelangen, r\u00e4t Verbrauchersch\u00fctzer Buttler seine oder ihre Fotos lieber per Post zustellen zu lassen. Dieser Weg sei zwar etwas teurer, jedoch meist auch sicherer.<\/p>\n<p>Laut Buttler sollten derartige F\u00e4lle dem Landesdatenschutzbeauftragen gemeldet werden. Bei solchen Datenschutzverst\u00f6\u00dfen habe dieser dann die M\u00f6glichkeit entsprechende Bu\u00dfgelder zu verh\u00e4ngen, die allerdings, so Buttler, bei Privatpersonen niedriger seien, als bei prominenten Personen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Influencerin Kim Hoss ist klar: Es muss etwas getan werden. Sie \u00fcberlegt nun eine Petition gegen die Drogeriemarktkette zu starten, um etwas zu bewegen und den Zustand zu \u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Influencerin Kim Hoss aus Stuttgart wollte nur ein paar Fotos bei der Drogeriekette dm entwickeln lassen, dann der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":443745,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,1743,3364,29,1686,10214,26927,72,30,153,18792,1441],"class_list":{"0":"post-443744","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-datenschutz","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-diebstahl","13":"tag-dm","14":"tag-drogeriemarkt","15":"tag-fotos","16":"tag-germany","17":"tag-influencer","18":"tag-nacktfotos","19":"tag-stuttgart"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115251279639721597","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/443744","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=443744"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/443744\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/443745"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=443744"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=443744"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=443744"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}