{"id":443870,"date":"2025-09-23T03:48:10","date_gmt":"2025-09-23T03:48:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/443870\/"},"modified":"2025-09-23T03:48:10","modified_gmt":"2025-09-23T03:48:10","slug":"niedersachsen-bremen-fuer-die-sicherheit-elterntaxis-werden-ausgebremst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/443870\/","title":{"rendered":"Niedersachsen &#038; Bremen: F\u00fcr die Sicherheit: Elterntaxis werden ausgebremst"},"content":{"rendered":"<p>                    Niedersachsen &amp; Bremen<br \/>\n                F\u00fcr die Sicherheit: Elterntaxis werden ausgebremst<\/p>\n<p>\t\t\t\t              23.09.2025, 05:34 Uhr<\/p>\n<p><strong>Vor Unterrichtsbeginn herrscht oft Verkehrschaos vor Schulen. Dabei steigt die Unfallgefahr. Niedersachsen erleichtert es daher Kommunen, Stra\u00dfen zeitweise zu sperren. Funktioniert das Modell?<\/strong><\/p>\n<p>Hannover (dpa\/lni) &#8211; Stau, zugeparkte Einm\u00fcndungen, riskante Wendeman\u00f6ver: Um gef\u00e4hrliche Situationen durch Elterntaxis vor dem Schulgeb\u00e4ude zu verhindern, setzen einige Schulen in Niedersachsen auf Stra\u00dfensperrungen. Das Verkehrsministerium in Hannover hatte im Fr\u00fchjahr in einem Schreiben Kommunen, St\u00e4dte und Landkreise Rechtssicherheit gegeben, sogenannte Schulstra\u00dfen einzurichten. Diese sind w\u00e4hrend der Bring- und Abholzeit oder auch w\u00e4hrend der gesamten Unterrichtszeit f\u00fcr den motorisierten Verkehr gesperrt. So soll der Schulweg f\u00fcr M\u00e4dchen und Jungen zu Fu\u00df, per Fahrrad oder Tretroller sicherer werden.\u00a0<\/p>\n<p>Immer wieder gef\u00e4hrliche Situationen am Morgen<\/p>\n<p>Gute Erfahrungen hat damit die Stadt Braunschweig gemacht. An einer Grundschule wurde nach den Osterferien in einem Pilotprojekt die Stra\u00dfe f\u00fcr eine halbe Stunde am Morgen gesperrt, wie eine Vertreterin der Stadt mitteilte. Zuvor sei es immer wieder zu gef\u00e4hrlichen Situationen gekommen. Die Polizei kontrolliere regelm\u00e4\u00dfig, ob das Verbot eingehalten werde. Die Nachbarschaft sei in die Pl\u00e4ne einbezogen worden. &#8222;Im Ergebnis ist das Pilotprojekt erfolgreich verlaufen. Aufgrund der positiven Resonanz wurde die Schulstra\u00dfe an der Grundschule Altm\u00fchlstra\u00dfe dauerhaft eingerichtet&#8220;, sagte die Sprecherin.\u00a0<\/p>\n<p>Nach den Herbstferien wird in L\u00fcneburg die Stra\u00dfe vor der Grundschule Im Roten Felde morgens und nachmittags gesperrt. &#8222;Seitens der Eltern gibt es vereinzelt Bedenken, wie sich das Holen und Bringen der Kinder mit dem Auto ver\u00e4ndert&#8220;, sagte Stefan Ahrens, Sprecher der Stadt. &#8222;Im Wesentlichen gab es jedoch eine gro\u00dfe Aufgeschlossenheit f\u00fcr das Projekt.&#8220; Wie die Anlieger zu dem Pilotprojekt stehen, k\u00f6nne er bisher nicht sagen. Der Austausch mit ihnen sei nicht abgeschlossen.<\/p>\n<p>In Hannover gibt es bisher nur eine Schulstra\u00dfe<\/p>\n<p>Auch an der Albert-Schweitzer-Schule in Hannover gab es fr\u00fcher viele brenzlige Begegnungen von Autos und Schulkindern. &#8222;Wenden ist immer eine gef\u00e4hrliche Situation, wenn die Kinder unter dem R\u00fcckspiegelniveau laufen&#8220;, sagt Lehrer Ekkehard Oehler-Austin. Passiert sei zum Gl\u00fcck nie etwas. &#8222;Aber es war ein paar mal knapp.&#8220; Inzwischen sei die Sackgasse morgens und nachmittags f\u00fcr den Durchgangsverkehr gesperrt. &#8222;Die Kinder finden das super, weil sie nicht mehr aufpassen m\u00fcssen.&#8220; Die Einrichtung der Schulstra\u00dfe erfolgte bereits 2017 und sei leicht umsetzbar gewesen, weil es dort keine direkten Anwohner gebe, die sich behindert f\u00fchlen k\u00f6nnten. Andere Schulstra\u00dfen sind in Hannover laut einem Stadtsprecher zurzeit nicht geplant.\u00a0<\/p>\n<p>In Wietze im Landkreis Celle formierte sich dagegen lautstarker Protest: Dort f\u00fchlen sich Anwohner einer Stra\u00dfe in der Nachbarschaft der Schule bel\u00e4stigt durch den verst\u00e4rkten Ausweichverkehr vor ihrer Haust\u00fcr, es gab nach Medienberichten sogar eine Klagedrohung. Die Stadt hatte den Eltern zwar Alternativparkpl\u00e4tze in Schuln\u00e4he angeboten, diese seien allerdings nicht ausreichend angenommen worden. Wie es dauerhaft mit der Stra\u00dfensperrung weitergeht, steht nach Landkreis-Angaben noch nicht fest. Bis Mitte 2026 soll der Verkehrsversuch noch dauern.\u00a0<\/p>\n<p>Eltern fahren teilweise bis zur Schuleingangst\u00fcr<\/p>\n<p>Viele Eltern w\u00fcrden ihre Kinder &#8222;m\u00f6glichst dicht zur Eingangst\u00fcr der Schule fahren&#8220;, sagte Susanne Osing von der Landesverkehrswacht Niedersachsen. Laut dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ADFC werden in Deutschland rund 43 Prozent der Kinder unter zehn Jahren mit dem Auto zur Schule gebracht. Dabei seien Schulwege in Deutschland relativ kurz: 47 Prozent seien unter einem Kilometer lang.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Es handelt sich in der Regel um ein Zeitfenster von 10 bis 15 Minuten, in denen sich der Hol- und Bringverkehr ballt&#8220;, sagte Osing. &#8222;Eltern verzichten nur dann auf die Fahrt zur Schule, wenn sie den Schulweg des Kindes zu Fu\u00df ohne Elternbegleitung subjektiv als sicher empfinden.&#8220; Das sieht auch der ADFC so. Laut einer von dem Verband in Auftrag gegebenen Umfrage denkt 77 Prozent der Bev\u00f6lkerung, dass mehr Eltern ihre Kinder mit dem Rad, Roller oder zu Fu\u00df zur Schule schicken w\u00fcrden, wenn die Schulwege sicherer w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Viele Schulen haben sogenannte Elternhaltestellen in Seitenstra\u00dfen f\u00fcr ein kurzes Ein- und Aussteigen eingerichtet, von wo aus die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler das letzte St\u00fcck zu Fu\u00df zur\u00fccklegen k\u00f6nnen. Diese werden laut Osing aber nur genutzt, wenn sie f\u00fcr Eltern auf ihrem Weg gut zu erreichen seien.\u00a0<\/p>\n<p> &#8222;In NRW feiern sie jede Schulstra\u00dfe&#8220;<\/p>\n<p>Obwohl das Verkehrsministerium in Hannover die Einrichtung von Schulstra\u00dfen unterst\u00fctzt, reagieren laut ADFC Landkreise oder St\u00e4dte oft eher verhalten auf entsprechende W\u00fcnsche von Schulen &#8211; vor allem wegen der Auswirkungen auf die Anlieger. In Bremen gibt es laut ADFC keine einzige Schulstra\u00dfe.<\/p>\n<p>In Nordrhein-Westfalen sieht das ganz anders aus: &#8222;In NRW feiern sie jede Schulstra\u00dfe&#8220;, sagte Frauke Maack vom ADFC Bremen. Dort hatte das Landesverkehrsministerium als oberste Stra\u00dfenverkehrsbeh\u00f6rde 2024 per Erlass Rechtssicherheit f\u00fcr St\u00e4dte und Gemeinden geschaffen. Inzwischen wurde vor rund 50 Grundschulen der Verkehr w\u00e4hrend der Bring- und Abholzeiten gestoppt. Bis Ende des Jahres sollen es insgesamt rund 70 Schulen werden &#8211; deutlich mehr als in Niedersachsen, wo allerdings eine offizielle Erfassung fehlt.\u00a0&#8222;Es besteht keine Meldepflicht&#8220;, sagte ein Ministeriumssprecher.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Niedersachsen &amp; Bremen F\u00fcr die Sicherheit: Elterntaxis werden ausgebremst 23.09.2025, 05:34 Uhr Vor Unterrichtsbeginn herrscht oft Verkehrschaos vor&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":443871,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,24679,36070,30,1411,3931],"class_list":{"0":"post-443870","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-elterntaxis","12":"tag-fuer","13":"tag-germany","14":"tag-niedersachsen","15":"tag-sicherheit"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115251570597132784","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/443870","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=443870"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/443870\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/443871"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=443870"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=443870"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=443870"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}