{"id":443936,"date":"2025-09-23T04:29:29","date_gmt":"2025-09-23T04:29:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/443936\/"},"modified":"2025-09-23T04:29:29","modified_gmt":"2025-09-23T04:29:29","slug":"viele-tote-in-deutschland-zehntausende-europaeer-starben-im-rekordsommer-2024-an-hitze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/443936\/","title":{"rendered":"Viele Tote in Deutschland: Zehntausende Europ\u00e4er starben im Rekordsommer 2024 an Hitze"},"content":{"rendered":"<p>                    Viele Tote in Deutschland<br \/>\n                Zehntausende Europ\u00e4er starben im Rekordsommer 2024 an Hitze<\/p>\n<p>\t\t\t\t              22.09.2025, 17:11 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>&#8222;Europa ist der Kontinent, der sich am schnellsten erw\u00e4rmt&#8220;, sagen Experten. Die Folgen sind schon jetzt sp\u00fcrbar: Vergangenes Jahr kommen mehr als 60.000 Menschen durch Hitze ums Leben. Besonders betroffen sind s\u00fcdliche L\u00e4nder wie Italien und Spanien, aber auch Deutschland.<\/strong><\/p>\n<p>Der Rekordsommer 2024 hat in Europa einer Studie zufolge mehr als 62.700 Hitze-Tote verursacht. Damit war die Zahl dieser Todesf\u00e4lle um fast ein Viertel h\u00f6her als im Sommer 2023, <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41591-025-03954-7\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">wie das Instituto de Salud Global Barcelona (ISGlobal) in der Fachzeitschrift &#8222;Nature Medicine&#8220; berichtet<\/a>. Insgesamt starben demnach in den vergangenen drei Sommern 2022 bis 2024 mehr als 181.000 Menschen an den Folgen extremer Hitze. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl von Saarbr\u00fccken oder Oldenburg.<\/p>\n<p>Am st\u00e4rksten betroffen war mit weitem Abstand &#8211; wie bereits 2022 und 2023 &#8211; erneut Italien: Dort wurden f\u00fcr den Zeitraum zwischen dem 1. Juni und dem 30. September 2024 \u00fcber 19.000 Hitzetote gesch\u00e4tzt. Auf Platz zwei folgt Spanien mit mehr als 6700 Todesf\u00e4llen und danach bereits Deutschland, das rund 6300 Todesopfer zu beklagen hatte. Die Pl\u00e4tze vier und f\u00fcnf belegen Griechenland (knapp 6000) und Rum\u00e4nien (mehr als 4900).<\/p>\n<p>Risiko f\u00fcr \u00e4ltere Menschen besonders gro\u00df<\/p>\n<p>Anders sieht allerdings die Reihenfolge aus, wenn man die gesch\u00e4tzte Zahl der hitzebedingten Todesf\u00e4lle in Relation zur Einwohnerzahl setzt. Hier belegt Griechenland laut der Studie mit 574 Hitzetoten pro eine Million Einwohner Platz eins vor Bulgarien mit 530 und Serbien mit 379. Dieser Wert lag in Deutschland bei 74.<\/p>\n<p>In 15 der 32 untersuchten L\u00e4nder sei der Sommer 2024 der t\u00f6dlichste der vergangenen Jahre gewesen, hie\u00df es. In einigen L\u00e4ndern wie Deutschland, Spanien und Frankreich war der Sommer 2022 jedoch schlimmer. Auch insgesamt gesehen gab es in Europa nach Forscherangaben 2022 etwas mehr Hitzetote als 2024. Dabei spielt unter anderem auch die regionale Verteilung der Hitze eine Rolle. Besonders gef\u00e4hrdet sind \u00e4ltere Menschen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2024 war weltweit gesehen das w\u00e4rmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1850. Dabei lag die globale Durchschnittstemperatur laut Weltwetterorganisation (WMO) erstmals seit Messbeginn 1,55 Grad \u00fcber dem vorindustriellen Niveau von 1850 bis 1900. Bis zum vorigen Jahr war die 1,5-Grad-Marke noch nie \u00fcbertroffen worden.<\/p>\n<p>Klimawandel-Hotspots im Mittelmeerraum und S\u00fcdosteuropa<\/p>\n<p>&#8222;Europa ist der Kontinent, der sich am schnellsten erw\u00e4rmt &#8211; doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt&#8220;, sagte Studienautor Tom\u00e1\u0161 Jano\u0161 von ISGlobal. Besonders im Mittelmeerraum und in S\u00fcdosteuropa zeige sich der Klimawandel bereits deutlich: &#8222;Diese Regionen sind Hotspots, in denen die gesundheitlichen Folgen besonders gravierend sind.&#8220;<\/p>\n<p>Die Forscherinnen und Forscher betonten die Notwendigkeit neuer Schutzma\u00dfnahmen. Die Dimension der Zahlen mache deutlich, &#8222;dass wir dringend unsere Anpassungsstrategien verst\u00e4rken m\u00fcssen&#8220;, erkl\u00e4rte Joan Ballester Claramunt, Leitautor der Studie. Dazu geh\u00f6re eine neue Generation europaweiter Fr\u00fchwarnsysteme, die Hitzeprognosen mit Gesundheitsdaten verbinden.<\/p>\n<p>Getestet wurde daf\u00fcr das Modell &#8222;Forecaster.health&#8220;, das auf epidemiologischen Berechnungen basiert und regionale Warnungen bis zu einer Woche im Voraus liefern kann. In S\u00fcdeuropa zeigte das System sogar eine noch l\u00e4ngere Vorhersagezeit. Gerade dort, wo die meisten Menschen an Hitze sterben, &#8222;er\u00f6ffnet das eine bislang ungenutzte Chance, Leben in den besonders gef\u00e4hrdeten Bev\u00f6lkerungsgruppen zu retten&#8220;, betont Ballester.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngste Analyse umfasst 654 Regionen in 32 L\u00e4ndern. Um die Zahl der Hitzetoten zu sch\u00e4tzen, wurden Temperaturmessungen und Sterbedaten genutzt. Fr\u00fchere Berechnungen auf Basis von Wochenstatistiken hatten die Belastung den Angaben zufolge teils um 5 bis 20 Prozent untersch\u00e4tzt. Deshalb griffen die Forscher diesmal auf t\u00e4glich erfasste Daten aus einer europ\u00e4ischen Forschungsdatenbank zur\u00fcck, mit denen sich die Modelle verfeinern lie\u00dfen. Diese wurden nun auf die Sommer 2022 bis 2024 angewendet und lieferten die aktuellen Zahlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viele Tote in Deutschland Zehntausende Europ\u00e4er starben im Rekordsommer 2024 an Hitze 22.09.2025, 17:11 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":443937,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[752,951,663,17989,13,18113,952,14,15,12,13413,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-443936","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-bildung","9":"tag-erderwaermung","10":"tag-europa","11":"tag-extremwetter","12":"tag-headlines","13":"tag-hitzewelle","14":"tag-klimawandel","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-studien","19":"tag-top-news","20":"tag-top-meldungen","21":"tag-topmeldungen","22":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115251731782382835","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/443936","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=443936"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/443936\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/443937"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=443936"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=443936"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=443936"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}