{"id":444027,"date":"2025-09-23T05:20:14","date_gmt":"2025-09-23T05:20:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/444027\/"},"modified":"2025-09-23T05:20:14","modified_gmt":"2025-09-23T05:20:14","slug":"discounter-pc-im-museum-aldi-pc-kommt-ins-haus-der-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/444027\/","title":{"rendered":"Discounter-PC im Museum: Aldi-PC kommt ins Haus der Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Discounter-PC im Museum: Aldi-PC kommt ins Haus der Geschichte\" onclick=\"var pA=document.createElement('a');pA.setAttribute('href','https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/gallery.discounter-pc-im-museum-aldi-pc-kommt-ins-haus-der-geschichte.2a04c24c-596f-46d2-815a-0e8c19eb68f5.html'),pA.click();\" title=\"Discounter-PC im Museum: Aldi-PC kommt ins Haus der Geschichte\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/media.media.a171f6c4-f2e4-4d9b-b342-ff19ba38ee98.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/gallery.discounter-pc-im-museum-aldi-pc-kommt-ins-haus-der-geschichte.2a04c24c-596f-46d2-815a-0e8c19eb68f5.html\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tSchlangestehen f\u00fcr einen Aldi-PC. (Archivbild)\u00a0Foto: Martin Gerten\/dpa\t\t\t<\/p>\n<p>Vor den Aldi-Filialen bildeten sich vor Jahren immer wieder lange Schlangen. Die Kunden wollten einen vergleichsweise g\u00fcnstigen Rechner kaufen. Nun wird der Aldi-PC im Museum ausgestellt.<\/p>\n<p>Bonn &#8211; In <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Deutschland\" title=\"Deutschland\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a>, dem Land der Schn\u00e4ppchenj\u00e4ger, wurde der Aldi-PC vor knapp 30 Jahren zu einem echten Ph\u00e4nomen. Ab dem Jahr 1995 standen die Kunden an bestimmten Aktionstagen oft stundenlang vor den T\u00fcren des Discounters, um dort einen erschwinglichen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Computer\" title=\"Computer\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Computer<\/a> zu ergattern. Nun kommt der Aldi-PC in eines der meistbesuchten Museen in Deutschland.\u00a0<\/p>\n<p>Das Haus der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Geschichte\" title=\"Geschichte\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geschichte<\/a> der Bundesrepublik in Bonn zeigt von heute an einen Tower-PC mit Disketten- und CD-Rom-Laufwerk von Aldi aus dem Jahr 1997, den das Museum bereits 2009 von einem privaten Stifter aus K\u00f6ln erhalten hatte. Mit diesem Rechner wird ein erster Teil einer neuen Dauerausstellung er\u00f6ffnet, die an dieses bedeutende Detail der Technikgeschichte in Deutschland erinnert.<\/p>\n<p>Start im November 1995 <\/p>\n<p>Die Supermarktkette hatte erstmals im November 1995 einen IBM-kompatiblen Computer im Sortiment. Der Erfolg hielt sich zun\u00e4chst noch in Grenzen. Die Hardware des PCs war zwar vergleichsweise leistungsstark. Der Rechner wurde aber mit dem damals bereits veralteten Betriebssystem Windows 3.11 ausgeliefert. Attraktiver w\u00e4re das neue Windows 95 gewesen, das Microsoft-Mitbegr\u00fcnder Bill Gates drei Monate zuvor mit gro\u00dfem Tamtam pr\u00e4sentiert hatte.<\/p>\n<p>Seinen gro\u00dfen Durchbruch erlebte der Aldi-PC zwei Jahre sp\u00e4ter. In dem Rechner von Medion steckte ein Pentium-166-Chip von Intel. Die Zahl 166 stand f\u00fcr die Taktfrequenz in Megahertz, mit der der Prozessor betrieben wurde. Der PC und ein 15-Zoll-Monitor kosteten im Paket knapp 1.800 D-Mark (rund 920 Euro).<\/p>\n<p>Schn\u00e4ppchenkampf mit Schreckschusspistole <\/p>\n<p>Das Schn\u00e4ppchenrennen geriet manchmal auch au\u00dfer Kontrolle. In Konstanz k\u00e4mpften im November 1997 zwei M\u00e4nner mit den F\u00e4usten um den letzten PC-Karton im Regal. Dabei zog sich ein 36-j\u00e4hriger Kunde eine Platzwunde am Kopf zu. Der Verletzte gab sich jedoch nicht geschlagen und erzwang mit gez\u00fcckter Schreckschusspistole die Herausgabe des PCs. Mit nach Hause nehmen durfte er den PC allerdings nicht, denn an der Kasse nahm ihn die inzwischen herbeigerufene Polizei vorl\u00e4ufig fest.<\/p>\n<p>In der Regel war die Schn\u00e4ppchenjagd allerdings weniger handgreiflich. In den folgenden Jahren konnten Aldi und der Hauslieferant Medion regelm\u00e4\u00dfig Zehntausende PCs absetzen. Und auch die Konkurrenz von Lidl, Norma und anderen Discountern hatten zwischen Gem\u00fcse, Toilettenpapier und H-Milch auch Personal Computer im Sortiment.<\/p>\n<p>Computerh\u00e4ndler in der Defensive <\/p>\n<p>Die Leidtragenden dieser Discounter-Offensive waren traditionelle Computerh\u00e4ndler wie die Firma Schadt Computertechnik. Das Stuttgarter Unternehmen versuchte eine Zeit lang, mit eigenen kreativen Aktionen die Angebote von Aldi und Co. zu kontern und bot zeitweise Gummib\u00e4rchen, Duschcreme und Schokolade deutlich unter Einkaufspreis an. In der Werbekampagne hie\u00df es dazu: &#8222;Computer kauft man beim Fachh\u00e4ndler, nicht beim Gem\u00fcseh\u00e4ndler&#8220;. Die Discounter hatten allerdings den l\u00e4ngeren Atem. 1998 wurde das Konkursverfahren gegen Schadt er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p> Eine Art &#8222;Volks-PC&#8220; <\/p>\n<p>Das Haus der Geschichte stellt nun den Aldi-PC in seiner zeithistorischen Sammlung aus, in der die markanten Ver\u00e4nderungen des t\u00e4glichen Lebens mit Originalobjekten dokumentiert werden. &#8222;Der Aldi-PC entwickelte sich dank des relativ geringen Preises und einer wettbewerbsf\u00e4higen Ausstattung zu einer Art &#8222;Volks-PC&#8220;, denn er erm\u00f6glichte nahezu allen sozialen Schichten den Einstieg ins Informations- und Internetzeitalter&#8220;, sagte eine Sprecherin des Museums.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schlangestehen f\u00fcr einen Aldi-PC. (Archivbild)\u00a0Foto: Martin Gerten\/dpa Vor den Aldi-Filialen bildeten sich vor Jahren immer wieder lange Schlangen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":444028,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,5308,3364,29,5680,30,2989,59472,198,1441,3795],"class_list":{"0":"post-444027","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-computer","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-digital","13":"tag-germany","14":"tag-geschichte","15":"tag-informationstechnologie","16":"tag-internet","17":"tag-stuttgart","18":"tag-telekommunikation"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115251932760640649","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/444027","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=444027"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/444027\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/444028"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=444027"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=444027"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=444027"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}