{"id":444507,"date":"2025-09-23T10:02:14","date_gmt":"2025-09-23T10:02:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/444507\/"},"modified":"2025-09-23T10:02:14","modified_gmt":"2025-09-23T10:02:14","slug":"neues-buch-von-kamala-harris-sorgt-fuer-widerspruch-bei-us-demokraten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/444507\/","title":{"rendered":"Neues Buch von Kamala Harris sorgt f\u00fcr Widerspruch bei US-Demokraten"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 23.09.2025 10:45 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>In ihrem neuen Buch pr\u00e4sentiert die ehemalige US-Pr\u00e4sidentschaftskandidatin Harris viele Gr\u00fcnde f\u00fcr ihre Wahlniederlage 2024. Sich selbst sieht sie daf\u00fcr kaum in der Verantwortung. Prominente Parteifreunde widersprechen deutlich.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/korrespondent-ts-730.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Samuel Jackisch\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755918612_595_jackisch-samuel-102.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Ehrlich, witzig, nachdenklich und pers\u00f6nlich&#8220; sei ihr neues Buch mit dem Titel &#8222;107 Tage&#8220;, sagt die ehemalige US-Pr\u00e4sidentschaftskandidatin Kamala Harris im Werbespot ihres Verlags.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Wort &#8222;selbstgerecht&#8220;\u00a0k\u00f6nnte einem noch in den Sinn kommen, denn die Fehler ihrer erfolglosen Kampagne, schreibt Harris, die h\u00e4tten vor allem andere gemacht:\u00a0Die machtgierigen Berater von Joe Biden, zum Beispiel, h\u00e4tten den kraftlosen Pr\u00e4sidenten dazu gedr\u00e4ngt, weiterzumachen, anstatt den Weg f\u00fcr sie endlich freizumachen.<\/p>\n<p>    Von vielen Seiten unfair behandelt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Diese Beschreibung verwundert Josh Shapiro, den demokratischen Gouverneur im Swing State Pennsylvania.\u00a0Er erinnert daran, dass Harris selbst damals immerhin Vizepr\u00e4sidentin war. &#8222;Sie wird beantworten m\u00fcssen, warum sie stets mit im Raum war und dennoch nie etwas gesagt hat &#8211; zumindest nicht \u00f6ffentlich&#8220;, erkl\u00e4rte er. Er selbst habe seine Bedenken gegen\u00fcber Biden privat und gegen\u00fcber seinem\u00a0Team sehr deutlich ge\u00e4u\u00dfert, ob er wirklich f\u00fcr eine weitere Amtszeit geeignet w\u00e4re.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach ihrer eigenen Darstellung war Harris w\u00e4hrend ihrer Amtszeit als Vizepr\u00e4sidentin stets loyal, sei aber unfair behandelt worden: vom Wei\u00dfen Haus, von der First Lady, von der Presse sowieso.<\/p>\n<p>Harris sieht gewisse Verantwortung f\u00fcr Bidens Kandidatur 2024<\/p>\n<p>            In ihrem ersten Liveinterview seit der US-Pr\u00e4sidentschaftswahl im November 2024 hat sich die ehemalige Kandidatin Kamala Harris eine Mitschuld an der Entscheidung des damaligen US-Pr\u00e4sidenten Joe Biden gegeben, erneut anzutreten.<\/p>\n<p>&#8222;Ich habe und hatte eine gewisse Verantwortung, der ich h\u00e4tte nachkommen m\u00fcssen&#8220;, sagte Harris im Gespr\u00e4ch mit Moderatorin Rachel Maddow beim Sender MSNBC. Ein solches Gespr\u00e4ch &#8211; selbst im privaten Rahmen &#8211; w\u00e4re ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Bruch im Verh\u00e4ltnis zwischen Pr\u00e4sidenten und Vizepr\u00e4sidentin gewesen.<\/p>\n<p>Harris&#8216; Aussagen bezogen sich auf eine Passage in ihrem Buch &#8222;107 Days&#8220;, in dem sie beschreibt, warum ihre Demokratische Partei den 81-j\u00e4hrigen Biden zun\u00e4chst zur Wiederwahl antreten lie\u00df. Sie und andere demokratische Politiker h\u00e4tten die Entscheidung, ob Biden erneut Pr\u00e4sidentschaftskandidat werden solle, ihm und seiner Ehefrau Jill Biden \u00fcberlassen, hie\u00df es in einem Auszug aus dem Buch, der am 10. September im Magazin The Atlantic erschienen war. <\/p>\n<p>&#8222;War es Anstand oder war es Leichtsinn? R\u00fcckblickend denke ich, dass es Leichtsinn war&#8220;, schreibt Harris darin. Im Interview sagte Harris weiter:\u00a0&#8222;Wenn ich von Leichtsinn spreche, meine ich damit vor allem mich selbst.&#8220; Sie habe bef\u00fcrchtet, dass es &#8222;v\u00f6llig eigenn\u00fctzig gewirkt&#8220; h\u00e4tte, wenn sie Biden zum Verzicht geraten h\u00e4tte.\n        <\/p>\n<p>    Buttigieg: &#8222;War \u00fcberrascht, als ich das las&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch ihre letztlich mutlose Entscheidung f\u00fcr einen Running Mate, also ihren Vizepr\u00e4sidentschaftskandidaten, rechtfertigt Harris r\u00fcckblickend mit \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nden:\u00a0Eigentlich habe sie den popul\u00e4ren Pete Buttigieg gewollt, aber die Kombination aus schwarzer Kandidatin und schwulem Vize &#8211; das habe man Amerika nicht zumuten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Buttigieg selbst will das im Interview mit dem Magazin Politico nicht so stehen lassen: &#8222;Ich war \u00fcberrascht, als ich das las&#8220;, sagte er.\u00a0&#8222;Weil ich glaube, dass man den Amerikanern mehr Vertrauen schenken sollte.&#8220; W\u00e4hler w\u00fcrde man auf der Grundlage dessen gewinnen, was man deren Meinung nach f\u00fcr ihr Leben tun k\u00f6nne. Nicht auf der Grundlage von Kategorien. <\/p>\n<p>    Harris f\u00e4llt nur Bedauern ein<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Unter Demoskopen lautet die einhellige Analyse, dass dem Wahlkampf von Harris 2024 eigene vision\u00e4re Angebote, wettbewerbsf\u00e4hige Wahlversprechen, besonders zur Wirtschaft und Einwanderung, sowie eine klare Distanzierung zum unbeliebten Biden fehlten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im R\u00fcckblick f\u00e4llt Harris dazu kaum mehr ein als das Bedauern, dass ihr nicht mehr Menschen geholfen haben.\u00a0Ob sie sich 2028 erneut bewerben wird, l\u00e4sst Harris in ihrem Buch offen. Der demokratische Politikstratege Michael Hardaway\u00a0zweifelt allerdings im Interview mit dem Sender MSNBC, ob Harris mit diesem Buch die n\u00f6tige Unterst\u00fctzung der Demokratischen Partei gewinnen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Dieses Buch hilft weder uns als Partei noch unserem Land wirklich weiter. Wir m\u00fcssen so geeint wie m\u00f6glich auftreten, um uns der Schreckensparade zu stellen, die uns Donald Trump aufgezwungen hat&#8220;, erkl\u00e4rte er. Er sehe einfach keinen Sinn darin, dieses Buch, das so spalterisch wirke, in einer f\u00fcr das Land so kritischen Zeit jetzt zu ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p>    Demokraten fehlt Patentrezept<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Den US-Demokraten fehlt bis heute das Patentrezept, um gegen die radikale Politik und den illiberalen Staatsumbau des amtierenden Pr\u00e4sidenten vorzugehen. Das Buch &#8222;107 Tage&#8220; handelt von\u00a0ungenutzten M\u00f6glichkeiten, ausgeschlagenen Empfehlungen und falschen Konzepten &#8211; allerdings ohne selbst neue zu bieten.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/audio\/audio-290258.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Samuel Jackisch, ARD Washington, tagesschau, 23.09.2025 08:11 Uhr<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 23.09.2025 10:45 Uhr In ihrem neuen Buch pr\u00e4sentiert die ehemalige US-Pr\u00e4sidentschaftskandidatin Harris viele Gr\u00fcnde f\u00fcr ihre Wahlniederlage&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":444508,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[45533,13,7101,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-444507","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-biden","9":"tag-headlines","10":"tag-kamala-harris","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115253041571580511","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/444507","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=444507"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/444507\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/444508"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=444507"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=444507"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=444507"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}