{"id":444650,"date":"2025-09-23T11:22:09","date_gmt":"2025-09-23T11:22:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/444650\/"},"modified":"2025-09-23T11:22:09","modified_gmt":"2025-09-23T11:22:09","slug":"merkur-streifender-zusammenstoss-soll-ungewoehnlichen-aufbau-erklaeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/444650\/","title":{"rendered":"Merkur: &#8222;Streifender Zusammensto\u00df&#8220; soll ungew\u00f6hnlichen Aufbau erkl\u00e4ren"},"content":{"rendered":"<p>Der Merkur k\u00f6nnte bei einer Kollision zweier \u00e4hnlich gro\u00dfer Himmelsk\u00f6rper entstanden sein und dabei seinen ungew\u00f6hnlich hohen Metallgehalt bekommen haben. Das haben Simulationen eines internationalen Forschungsteams ergeben, die die Forschungsstiftung S\u00e3o Paulo aus Brasilien jetzt vorstellt.<\/p>\n<p>Demnach ist ein streifender Zusammensto\u00df zweier Himmelsk\u00f6rper nicht nur deutlich h\u00e4ufiger, er k\u00f6nnte auch die Besonderheiten des innersten Planeten besser erkl\u00e4ren als die bislang am weitesten verbreitete Hypothese. Die geht von einer katastrophalen Kollision zwischen zwei unterschiedlich gro\u00dfen Himmelsk\u00f6rpern aus, die nicht viel mehr als den metallhaltigen Kern \u00fcbrig gelassen hat. Nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt w\u00e4re aber auch bei der neuen Theorie, wo das verlorene Material gelandet ist.<\/p>\n<p>Merkurs Entstehung als gro\u00dfes R\u00e4tsel<\/p>\n<p>Simulationen h\u00e4tten gezeigt, dass Kollisionen zwischen Himmelsk\u00f6rpern von deutlich unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe extrem selten sind, <a href=\"https:\/\/agencia.fapesp.br\/collision-between-two-bodies-of-similar-mass-may-explain-the-formation-of-mercury\/55930\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">erkl\u00e4rt das Forschungsteam jetzt<\/a>. Stattdessen sei es im fr\u00fchen Sonnensystem deutlich h\u00e4ufiger vorgekommen, dass zwei \u00e4hnliche gro\u00dfe Himmelsk\u00f6rper einander gestreift h\u00e4tten und dann miteinander verschmolzen. Auch bei der Fr\u00fchgeschichte des Merkur sei dieses Szenario viel plausibler, wie die neuen Simulationen gezeigt h\u00e4tten. Das h\u00e4tte sich demnach auch vergleichsweise sp\u00e4t in der Entwicklungsgeschichte des Sonnensystems ereignet, &#8222;als Gesteinsplaneten \u00e4hnlicher Gr\u00f6\u00dfe miteinander um Platz in den inneren Bereichen um unseren Stern konkurriert h\u00e4tten&#8220;, erkl\u00e4rt Untersuchungsleiter Patrick Franco vom Institut f\u00fcr Geophysik Paris.<\/p>\n<p>Wie der Merkur entstanden und zu seinem ungew\u00f6hnlich hohen Metallgehalt gekommen ist, sei ein ungel\u00f6stes R\u00e4tsel, begr\u00fcndet die Forschungsgruppe ihre Arbeit. Der stark eisenhaltige Kern macht 70 Prozent seiner Masse aus. Auch die Theorie eines riesigen Einschlags, der gro\u00dfe Teile des Mantels herausgeschlagen hat, war bislang nicht befriedigend. Denn ungekl\u00e4rt war, wohin das Material gelangt sein soll. Das meiste h\u00e4tte danach einfach wieder auf dem jungen Merkur einschlagen m\u00fcssen. Bei einem streifenden Zusammensto\u00df dagegen w\u00fcrden Teile des Materials herausgeschlagen und nicht wieder zum Merkur zur\u00fcckfallen, schreibt das Team. Wo es letztlich geblieben ist, m\u00fcsste aber noch untersucht werden. <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41550-025-02582-y\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Die Forschungsarbeit<\/a> ist im Fachmagazin Nature Astronomy erschienen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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