{"id":444789,"date":"2025-09-23T12:40:13","date_gmt":"2025-09-23T12:40:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/444789\/"},"modified":"2025-09-23T12:40:13","modified_gmt":"2025-09-23T12:40:13","slug":"steckt-den-sand-nicht-in-den-kopf-mit-witz-und-weisheit-durch-die-moderne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/444789\/","title":{"rendered":"&#8222;Steckt den Sand nicht in den Kopf&#8220;: Mit Witz und Weisheit durch die Moderne"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/coverschuh-100.webp\" alt=\"Cover:  Franz Schuh, &quot;Steckt den Sand nicht in den Kopf&quot;\" title=\"Cover:  Franz Schuh, &quot;Steckt den Sand nicht in den Kopf&quot; | Zsolnay\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\n            Stand: 23.09.2025 06:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\"><strong>Einen liebenswerten &#8222;Grantler&#8220; k\u00f6nnte man Franz Schuh nennen. <\/strong>In &#8222;Steckt den Sand nicht in den Kopf&#8220; reflektiert der Wiener mit Humor und Tiefgang \u00fcber die komplexe Gegenwart.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/annemarie-stoltenberg,stoltenberg232.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Annemarie Stoltenberg<\/a><\/p>\n<p class=\"\">Franz Schuh formuliert mit unverw\u00fcstlichem Humor, mit Eleganz und nahezu unzerst\u00f6rbar wirkender N\u00e4chstenliebe seine Gedanken \u00fcber unsere Zeit, die man eben nicht mehr mit vorangegangen Epochen vergleichen kann, auch wenn man aus der Geschichte lernen k\u00f6nnte. Das Wort &#8222;Sand&#8220; aus dem Titel steht da f\u00fcr vieles:<\/p>\n<blockquote><p>\n        Das Wort &#8222;Sand&#8220; geh\u00f6rt zu den W\u00f6rtern, die sich in erprobter Weise hervorragend f\u00fcr Metaphern eignen: Existiert etwas in \u00dcberf\u00fclle (und kann daher nichts Besonderes sein), sagt man &#8222;wie Sand am Meer&#8220;. Juristisch kann man \u00fcber eine Anzeige sagen, dass sie &#8222;im Sand verl\u00e4uft&#8220;. Es gibt auch das sch\u00f6ne Wort &#8222;absandeln&#8220; &#8211; es meint einen Niedergang, bei dem eine feste, stabile Figur oder Struktur zu Sandk\u00f6rnern zerbr\u00f6ckelt. Der abgesandelte Mensch hei\u00dft &#8222;Sandler&#8220;. In Gesellschaft dieser W\u00f6rter habe ich vor allem eines im Sinn: die Sanduhr. Sie zeigt das Vergehen der Zeit\u00a0&#8211; anders als die mechanische oder digitale Uhr\u00a0&#8211; anhand des verrinnenden Sands, also am Materiellen, am Stofflichen. (\u2026) Manche stecken den Sand, den man ihnen in die Augen streut, gleich in den Kopf.<\/p>\n<p>                Leseprobe<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>    Gesellschaftskritik und Zukunfts\u00e4ngste in der modernen Welt<\/p>\n<p class=\"\">Franz Schuh beschreibt die unterschiedlichsten, oft so unvereinbar wirkenden Bereiche in der modernen Gesellschaft. Es geht um Scheinriesen der kulturellen Landschaft und gelegentliche Verzweiflung angesichts unserer Zukunftsperspektive. Er spielt an auf skandalumwitterte Politiker oder Wirtschaftsschurken, die erkannt haben, dass man heutzutage nicht nur reiche Menschen oder Unternehmen bestehlen k\u00f6nnte, sondern besser gleich die Staaten, die gro\u00dfe Gemeinschaft der Steuerzahler betr\u00fcgen.<\/p>\n<p>    Differenzierte Sichtweisen zum Nahost-Konflikt<\/p>\n<p class=\"\">Seine Ansichten zum Konflikt im Nahen Osten geh\u00f6ren zum Kl\u00fcgsten und Differenziertesten, was ich bisher dar\u00fcber geh\u00f6rt und gelesen habe. Er formuliert, dass es falsch sei, nur zu einer Seite zu halten, sondern beide ber\u00fccksichtigen muss. Das klingt so banal, aber wer die Nachrichten verfolgt, wird beobachten k\u00f6nnen, dass genau das eben zu selten gemacht wird. Und immer wieder besteht Franz Schuh auf einem m\u00f6glichen philosophischen Gegenentwurf durch die Kultur.<\/p>\n<blockquote><p>\n        In vagen Seelenzust\u00e4nden, im tr\u00e4umerischen Gr\u00fcbeln glaube ich, dass am besagten Dreiklang vom Guten, Wahren und Sch\u00f6nen doch etwas dran sein k\u00f6nnte, dass damit eine Utopie anklingt, die unwirklich bleibt, aber keiner Menschenseele verborgen sein sollte. Die Kunst bewahrt recht und schlecht etwas von dieser Illusion. In ihr stabilisiert sich ein guter Sinn f\u00fcr Spiritualit\u00e4t, der in der &#8222;entzauberten Welt&#8220; abgemeldet erscheint, und der auch Elend und Schmerz ber\u00fccksichtigt. Im besten Fall lenkt die Kunst nicht vom Entsetzlichen ab, sondern sie notiert und tradiert die Erfahrungen, die Menschen damit machen. Die Konfrontation mit dem Apokalyptischen kann man aber nicht fordern, weil die Kunst unbedingt eine heitere Seite hat\u00a0&#8211; im Spiel ist der Mensch bei sich. Doch im Leid ist er es nicht minder, auch wenn er mit Schmerzen au\u00dfer sich und trostlos zu sein scheint.<\/p>\n<p>                Leseprobe<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>    Franz Schuhs bereichernde Gedankenwelt<\/p>\n<p class=\"\">Franz Schuhs Text wirkt beim Lesen wie ein Gespr\u00e4ch mit einem vertrauten, sehr klugen Freund, dem es gelingt, die eigene Gedankenwelt nicht einfach zu best\u00e4tigen, sondern zu befragen und zu bereichern.<\/p>\n<p>        Schlagw\u00f6rter zu diesem Artikel<\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/buch\/Romane-Buch-Rezensionen-Lesungen-und-Podcasts,romane107.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Romane<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 23.09.2025 06:00 Uhr Einen liebenswerten &#8222;Grantler&#8220; k\u00f6nnte man Franz Schuh nennen. 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