{"id":445891,"date":"2025-09-23T22:52:24","date_gmt":"2025-09-23T22:52:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/445891\/"},"modified":"2025-09-23T22:52:24","modified_gmt":"2025-09-23T22:52:24","slug":"olivier-mboma-zeigt-neue-arbeiten-und-einen-querschnitt-verschiedener-serien-im-oelberg-hub","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/445891\/","title":{"rendered":"Olivier Mboma zeigt neue Arbeiten und einen Querschnitt verschiedener Serien im \u00d6lberg-Hub \u00a0"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Daneben das Bild einer jungen Frau, die hinter einem Kleinkind sitzt. Die Frau ist farblich, das Kind in Schwarz-Wei\u00df gemalt. Ihr zartes Gesicht ist zuversichtlich auf den Betrachter gerichtet. Beide Portr\u00e4ts bilden einen starken Kontrast.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> \u201eMan kann der schwarzen Maske nicht entfliehen. Die Maske ist gruselig, ja, aber stellt euch vor, es gibt Menschen in unserer Gesellschaft, die diese Zust\u00e4nde erleben m\u00fcssen, sei es als Frau oder als Mensch mit Migrationshintergrund, einfach nicht ernst genommen werden, eine Qualifikation aberkannt bekommen.\u201c Olivier Mbomas Malerei ist gesellschaftskritisch, aber keine \u201eafrikanische Kunst\u201c, betont er. Sie ist figurativ und expressiv, farblich \u00fcberbordend. Derzeit ist sie im \u00d6lberg Hub zu sehen. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Und warum ist das Kind dann schwarz-wei\u00df? Mboma erz\u00e4hlt von seiner Arbeit als Kinderarzt, was sein Kindheitstraum war, von der Freude, in der Mittagspause schnell zu skizzieren, wie ein Elternteil sein Kind h\u00e4lt. \u201eDie Geschichte der Kinder ist noch nicht geschrieben, und ich als K\u00fcnstler m\u00f6chte nicht die Richtung vorgeben, die das Kind durch Erziehung und Schule beschreiten wird. Es ist noch unber\u00fchrt, unbeschrieben.\u201c<\/p>\n<p>Stetes Verlangen, <br \/>auf Missst\u00e4nde hinzuweisen      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sein stetes Verlangen, auf Missst\u00e4nde hinzuweisen, bricht Mboma mit diesen freundlichen Bildern. Sie kommen sehr gut an; doch ihn beschleicht das Gef\u00fchl, nur ein unvollst\u00e4ndiges Werk zu zeigen, weil \u201edie Maske fehlt\u201c. Und genau dieses Thema, das Ausloten zwischen Anpassung und dem Sich-selbst-treu-Bleiben macht seine Malerei so spannend. Die Figuren seiner Bilder sind dabei gar nicht unbedingt real, als Vorlagen mischt er alte Fotografien, die von Verwandten per WhatsApp geschickt werden mit Bildern, die er in Archiven findet oder von \u00e4lteren Fotografen aus D\u00f6rfern im Kongo geschenkt bekommt. F\u00fcr manche Visionen bittet er seine Cousine, ihm Modell zu stehen, um die Lichtverh\u00e4ltnisse auszuloten. Manche Skizzen aus dem Arzt-Alltag warten monatelang auf ihren Einsatz, bis Mboma oft aus dem Bauch heraus entscheidet, dass diese Personen, diese Farbkombination, nun wie in einer Collage zusammengeschnipselt werden k\u00f6nnen. \u201eIch m\u00f6chte eine neue Geschichte erz\u00e4hlen, die wie Fotos wirkt, diese nostalgische W\u00e4rme der Fotostorys aus den 90er Jahren, das Hinfiebern auf den noch zu entwickelnden Film und die Erz\u00e4hlung beim Anblick der Bilder: Wei\u00dft du noch, damals bei der Tante in Br\u00fcssel?\u201c Als gro\u00dfe Inspiration nennt er Gustav Klimt, Jean-Michel Basquiat und Egon Schiele. Von Letzterem habe er \u00fcbernommen, die H\u00e4nde tendenziell gro\u00df zu malen. H\u00e4nde, die abgenutzt sind von der vielen Arbeit, H\u00e4nde von Frauen, deren Arbeit oft untergeht. Aber auch den M\u00e4nnern gilt sein Respekt: Er findet es spannend, bei seiner Arbeit die Interaktion von Kindern und Eltern zu erleben, es erf\u00fcllt ihn mit gro\u00dfer Freude, zu sehen, dass M\u00e4nner aus dem klassischen Rollenklischee ausbrechen und in ihrer Vaterrolle neu aufgehen. Da ist es dann wieder: Das gro\u00dfe Thema Familie und Gesellschaft.  Red<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Daneben das Bild einer jungen Frau, die hinter einem Kleinkind sitzt. 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