{"id":445984,"date":"2025-09-23T23:47:12","date_gmt":"2025-09-23T23:47:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/445984\/"},"modified":"2025-09-23T23:47:12","modified_gmt":"2025-09-23T23:47:12","slug":"man-finds-tape-film-rezensionen-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/445984\/","title":{"rendered":"Man Finds Tape | Film-Rezensionen.de"},"content":{"rendered":"<p><b>Inhalt \/ Kritik<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eigentlich war Lynn (<strong>Kelsey Pribilski<\/strong>) froh, ihre alte Heimatstadt hinter sich gelassen zu haben und jetzt ein neues Leben f\u00fchren zu k\u00f6nnen. W\u00e4re da nur nicht ihr Bruder Lucas (<strong>William Magnusen<\/strong>), der noch immer dort wohnt und mit unheimlichen Videos zu einer kleinen Internetber\u00fchmtheit geworden ist. Ein solches zeigt er ihr. Und tats\u00e4chlich beunruhigt sie die Aufnahme, nicht nur wegen eines t\u00f6dlichen Unfalls, w\u00e4hrend drumherum alles stehenzubleiben scheint. Lucas verf\u00e4llt zudem in eine eigenartige Trance, als er das Video laufen l\u00e4sst. Ist das wieder einer seiner Tricks oder steckt mehr dahinter? Nur um sicherzugehen, beschlie\u00dft sie, doch wieder nach Hause zu fahren. Dort angekommen, dauert es nicht lange, bis die beiden Geschwister noch weitere seltsame Erfahrungen machen \u2013 die oft mit Videos zusammenh\u00e4ngen \u2026<\/p>\n<p>Found Footage mal anders<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die etwas \u00c4lteren werden sich daran erinnern: Es gab eine Phase, da gab es praktisch kein Entkommen mehr vor Found-Footage-Horrorfilmen. Inspiriert von dem enormen Erfolg von Titeln wie <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2016\/10\/the-blair-witch-project\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The Blair Witch Project<\/a> (1999), Paranormal Activity (2007) oder <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2009\/05\/rec\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">[REC]<\/a> (2007) wurden ohne Ende Genrebeitr\u00e4ge nach dem Muster gedreht. Immer gab es irgendwelche Wackelaufnahmen, die Authentizit\u00e4t vorgaukeln sollten, wenn so getan wird, als w\u00e4ren das \u201eechte\u201c Filme. Da waren dann auch viele dabei, bei denen es \u00fcberhaupt keinen Sinn ergab, dass da jemand mit einer Kamera herumlaufen soll. Die Idee, Aufnahmen irgendwo gefunden zu haben, wurden sowieso ad absurdum getrieben, wenn die Filme an Orten enden, an die sich niemand verirren w\u00fcrde. Entsprechend skeptisch durfte man im Vorfeld bei Man Finds Tape sein, zumal der Titel wie eine Parodie klingt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch schon die ersten Szenen machen neugierig. Nicht nur, dass der Film einen anderen Weg einschl\u00e4gt, um tats\u00e4chlich gefundene Videoaufnahmen in die Geschichte zu integrieren, die deutlich organischer und nachvollziehbarer ist. Die Aufnahmen haben es auch in sich. Dabei sind sie an und f\u00fcr sich harmlos. Wo andere Found-Footage-Werke irgendwelche Monster loslassen oder auf gro\u00dfe Schockmomente setzen, da zeigt Man Finds Tape, wie das deutlich einfacher geht. Die eine zeigt Lucas als kleinen Jungen, der in seinem Zimmer schl\u00e4ft, w\u00e4hrend eine unbekannte Person reinkommt \u2013 eine Szene, an die er sich nicht erinnern kann. Auf der anderen ist ein seltsamer Unfall zu sehen. Mit diesen beiden geht quasi die Geschichte los und sie machen nicht nur Lynn neugierig, was da los ist. Beim Publikum ist das ebenfalls der Fall.<\/p>\n<p>Mysteri\u00f6s und unheimlich<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das unterscheidet Man Finds Tape dann auch von den meisten anderen Genrevertretern aus diesem Bereich: Es gibt einen deutlich h\u00f6heren Mystery-Faktor. Wo man sonst wenigstens eine grobe Richtung wei\u00df, worum es eigentlich geht, da ist man hier v\u00f6llig ratlos. Zwar geben <strong>Peter Hall<\/strong> und <strong>Paul Gandersman<\/strong>, die gemeinsam Regie gef\u00fchrt und das Drehbuch geschrieben haben, fr\u00fchzeitig erste Hinweise. Sie f\u00fcgen sich nur zu keinem klaren Bild zusammen, wirken dann doch eher wie eine durchgeknallte Verschw\u00f6rungstheorie. Und selbst sp\u00e4ter, wenn die Figuren hinter die Wahrheit kommen, bleiben viele Fragezeichen im Publikum zur\u00fcck. Wer klare Antworten braucht, sollte deshalb wohl lieber fernbleiben. Dass das notorisch enigmatische Kult-Duo <strong>Aaron Moorhead<\/strong> und <strong>Justin Benson<\/strong> (<a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2022\/09\/something-in-the-dirt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Something in the Dirt<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2017\/10\/the-endless\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The Endless<\/a>) als Produzenten gewonnen werden konnte, verwundert da nicht wirklich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuweilen verkommt das ein wenig zum Selbstzweck und man hat das Gef\u00fchl, dass hier Stimmungen die Geschichte ersetzen sollen. Ein paar Erkl\u00e4rungen mehr w\u00e4ren dann doch ganz sch\u00f6n gewesen, etwa im Hinblick auf die Figuren oder auch die Funktionsweise dieser Trance. Zum Ende hin gehen dem Duo zudem etwas die Tricks aus, weshalb es weniger Eindruck hinterl\u00e4sst als der Einstieg. Dennoch, der Mystery-Horror, der auf dem <a href=\"https:\/\/tribecafilm.com\/festival\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tribeca Film Festival 2025<\/a> deb\u00fctierte, ist einer der interessantesten Found-Footage-Filme der letzten Jahre. Man Finds Tape\u00a0gelingt es sehr gut, verst\u00f6rende und verwirrende Szenen zu erzeugen und damit einem totgeglaubten Subgenre neues Leben einzuhauchen.<\/p>\n<p><b>Credits<\/b><\/p>\n<p><strong>OT:<\/strong>\u00a0\u201eMan Finds Tape\u201c<br \/><strong>Land:<\/strong>\u00a0USA<br \/><strong>Jahr:<\/strong>\u00a02025<br \/><strong>Regie:<\/strong>\u00a0Peter Hall, Paul Gandersman<br \/><strong>Drehbuch:<\/strong>\u00a0Peter Hall, Paul Gandersman<br \/><strong>Musik:<\/strong> Jimmy LaValle<br \/><strong>Kamera:<\/strong> David Coone<br \/><strong>Besetzung:<\/strong> Kelsey Pribilski, William Magnuson, John Gholson, Brian Villalobos, Nell Kessler<\/p>\n<p><b>Filmfeste<\/b><\/p>\n<p>Tribeca Film Festival 2025<br \/><a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2025\/09\/fantasy-filmfest-2025\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fantasy Filmfest 2025<\/a><\/p>\n<p><b>Kaufen \/ Streamen<\/b><\/p>\n<p>Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. 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