{"id":446054,"date":"2025-09-24T00:26:13","date_gmt":"2025-09-24T00:26:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/446054\/"},"modified":"2025-09-24T00:26:13","modified_gmt":"2025-09-24T00:26:13","slug":"visconti-muse-wurde-87-jahre-alt-schauspielerin-claudia-cardinale-gestorben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/446054\/","title":{"rendered":"Visconti-Muse wurde 87 Jahre alt: Schauspielerin Claudia Cardinale gestorben"},"content":{"rendered":"<p>                    Visconti-Muse wurde 87 Jahre alt<br \/>\n                Schauspielerin Claudia Cardinale gestorben<\/p>\n<p>\t\t\t\t              23.09.2025, 22:50 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Die Filmwelt verliert eine ihrer ganz Gro\u00dfen: Claudia Cardinale starb mit 87 Jahren in der N\u00e4he von Paris im Kreis ihrer Familie. Mit Filmen wie &#8222;Der Leopard&#8220; und dem Western-Klassiker &#8222;Spiel mir das Lied vom Tod&#8220; schrieb sie Kinogeschichte. <\/strong><\/p>\n<p>Sie war die Muse von Filmemachern wie Luchino Visconti und Federico Fellini und verzauberte Stars wie Alain Delon, Jean-Paul Belmondo und Marcello Mastroianni: Die italienische Schauspielerin Claudia Cardinale hat mit ihren vielen Filmen Kinogeschichte geschrieben &#8211; und war als starke und engagierte Frau ein Vorbild \u00fcber das Filmgesch\u00e4ft hinaus. Nun ist die Filmdiva im Alter von 87 Jahren in Frankreich gestorben.<\/p>\n<p> Cardinale starb am Dienstag im Kreise ihrer Kinder in der franz\u00f6sischen Stadt Nemours nahe Paris, wo sie lebte, wie ihr Agent Laurent Savry mitteilte. &#8222;Sie hinterl\u00e4sst uns das Verm\u00e4chtnis einer freien und inspirierten Frau &#8211; als Frau wie auch als K\u00fcnstlerin&#8220;, schrieb Savry in einer Mitteilung an AFP.<\/p>\n<p>Cardinale spielte in mehr als 150 Filmen, darunter die Meisterwerke &#8222;Der Leopard&#8220; und &#8222;Achteinhalb&#8220;. Ohne es je zu wollen, stieg sie schnell zum internationalen Star auf. &#8222;Sie ist das einzige einfache und gesunde M\u00e4dchen in diesem Milieu von Neurotikern und Heuchlern&#8220;, sagte ihr italienischer Schauspielerkollege Marcello Mastroianni \u00fcber sie.<\/p>\n<p>&#8222;Sch\u00f6nste Italienerin von Tunis&#8220;<\/p>\n<p>Sie selbst sagte im Alter von 74 Jahren dem Sender France Culture: &#8222;Ich hatte das Gl\u00fcck, in den magischen Momenten des Kinos anzufangen. Alle gro\u00dfen Regisseure waren meine Lehrer, und ich habe nie jemanden angerufen. Sie haben mich gefragt.&#8220;<\/p>\n<p>Eigentlich wollte Claudia Cardinale Lehrerin oder Forscherin werden &#8211; in Tunesien, wo die am 15. April 1938 in La Goulette bei Tunis geborene Tochter einer Franz\u00f6sin und eines Sizilianers lebte. Doch dann wurde sie mit 17 Jahren zur &#8222;Sch\u00f6nsten Italienerin von Tunis&#8220; gew\u00e4hlt und gewann eine Reise zum Filmfest in Venedig. Dort zog sie die Aufmerksamkeit gleich mehrerer Regisseure auf sich.<\/p>\n<p>Mit 20 &#8222;wurde ich zur Heldin eines M\u00e4rchens, zum Symbol eines Landes, dessen Sprache ich kaum sprach&#8220;, schrieb Cardinale in ihrer Autobiografie. In den ersten Filmen musste sie noch synchronisiert werden, denn Cardinale konnte zwar Franz\u00f6sisch, Arabisch und Sizilianisch, aber kein Italienisch. Beim Film &#8222;Achteinhalb&#8220; im Jahr 1963 bestand Regisseur Federico Fellini schlie\u00dflich darauf, dass sie Italienisch sprach.<\/p>\n<p>Vergewaltigung und Schwangerschaft verheimlicht<\/p>\n<p>Cardinales Karriere h\u00e4tte auch fr\u00fch enden k\u00f6nnen. Noch vor ihrem 20. Geburtstag wurde sie nach der Vergewaltigung durch einen Filmproduzenten schwanger. Das verbarg sie jedoch und drehte weiter Filme, bis sie ihren Sohn heimlich in London zur Welt brachte. Sie gab ihn in die Obhut ihrer Familie &#8211; Patrick wurde als Cardinales kleiner Bruder ausgegeben, erst nach sieben Jahren enth\u00fcllte sie das Geheimnis.<\/p>\n<p>Die bekanntesten Regisseure Italiens rissen sich um &#8222;Die Cardinale&#8220;, Visconti und Fellini machten sie zu ihrer Muse. &#8222;Visconti sprach mit mir Franz\u00f6sisch und wollte mich br\u00fcnett und langhaarig. Fellini redete Italienisch mit mir und wollte mich lieber blond und mit kurzen Haaren&#8220;, erinnerte sich Cardinale.<\/p>\n<p>Visconti drehte mit ihr Anfang der 60er Jahre &#8222;Rocco und seine Br\u00fcder&#8220; und &#8222;Der Leopard&#8220;. In dem Epos um den sizilianischen F\u00fcrsten von Salina, der sich f\u00fcr seine Familie vergeblich gegen den Niedergang des Adels wehrt, stand sie mit Alain Delon und Burt Lancaster vor der Kamera &#8211; bis heute ist sie in ihrer Paraderolle hinrei\u00dfend.<\/p>\n<p>Einzige Frau neben Charles Bronson und Henry Fonda<\/p>\n<p>Auch mit ihrer Darbietung in Sergio Leones Western-Klassiker &#8222;Spiel mir das Lied vom Tod&#8220; von 1969 ging Cardinale in die Filmgeschichte ein. In dem Film spielte sie als einzige Frau neben Stars wie Charles Bronson und Henry Fonda. Das Publikum in den USA wusste die Italienerin ebenfalls zu begeistern &#8211; mit Filmen wie &#8222;Der rosarote Panther&#8220; und &#8222;Circus-Welt&#8220;. Dennoch weigerte sie sich, nach Hollywood zu ziehen.<\/p>\n<p>Nach einer Beziehung mit dem Produzenten Franco Cristaldi von 1966 bis 1975 gr\u00fcndete sie mit dem Regisseur Pasquale Squitieri eine Familie und bekam mit ihm ihre Tochter Claudia. Squitieri, den Cardinale r\u00fcckblickend als ihre &#8222;einzige Liebe&#8220; bezeichnete, drehte mit ihr zwischen 1974 und 2011 zahlreiche Spielfilme.<\/p>\n<p>Insgesamt spielte die Schauspielerin mit der rauchigen Stimme in mehr als 150 Filmen mit. F\u00fcr ihr Lebenswerk wurde sie 1993 in Venedig mit dem Goldenen L\u00f6wen und 2002 in Berlin mit dem Goldenen B\u00e4ren ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Unesco-Botschafterin f\u00fcr Frauenrechte<\/p>\n<p>J\u00fcngeren Kolleginnen riet Cardinale, sich nicht f\u00fcr Rollen zu &#8222;verkaufen&#8220;. Ihre Bekanntheit nutzte die Schauspielerin, um sich f\u00fcr die Rechte von Frauen und Schwulen, den Kampf gegen Aids, gegen die Todesstrafe sowie f\u00fcr Kinder in Kambodscha einzusetzen. Im Jahr 2000 wurde sie zur Unesco-Botschafterin f\u00fcr Frauenrechte ernannt.<\/p>\n<p>Das Filmfestival in Cannes w\u00e4hlte f\u00fcr sein Plakat zu seiner 70. Ausgabe im Jahr 2017 ein Foto der jungen, ausgelassenen Cardinale. Die Ausrichter erkl\u00e4rten, sie w\u00fcrdigten damit eine &#8222;abenteuerlustige Schauspielerin, unabh\u00e4ngige Frau, engagierte B\u00fcrgerin&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Visconti-Muse wurde 87 Jahre alt Schauspielerin Claudia Cardinale gestorben 23.09.2025, 22:50 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":446055,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,115516,44342,3364,29,30,13,2491,14,15,473,12,215,115515],"class_list":{"0":"post-446054","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-cardinale","11":"tag-claudia","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-jahre","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schauspielerin","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-unterhaltung","22":"tag-visconti-muse"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115256438580609638","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/446054","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=446054"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/446054\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/446055"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=446054"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=446054"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=446054"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}