{"id":446213,"date":"2025-09-24T02:01:21","date_gmt":"2025-09-24T02:01:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/446213\/"},"modified":"2025-09-24T02:01:21","modified_gmt":"2025-09-24T02:01:21","slug":"neue-ausstellung-im-germanischen-nationalmuseum-die-reichsstadt-nuernberg-als-zentrum-der-globalisierung-museen-museen-denkmaeler-und-kirchen-ausstellungen-staedte-staedtereisen-news-buspl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/446213\/","title":{"rendered":"Neue Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum: Die Reichsstadt N\u00fcrnberg als Zentrum der Globalisierung &#8211; Museen, Museen, Denkm\u00e4ler und Kirchen, Ausstellungen, St\u00e4dte, St\u00e4dtereisen | News | busplaner &#8211; Technik &#8211; \u00d6PNV"},"content":{"rendered":"<p>In Ausstellungen und Veranstaltungen blickt das Germanische Nationalmuseum in N\u00fcrnberg in diesem Jahr zur\u00fcck auf die Anf\u00e4nge der Globalisierung, hinterfragt den eurozentrischen Blickwinkel und zeigt Kontinuit\u00e4ten bis in unsere hochvernetzte Gegenwart auf. Kaum eine Stadt ist geeigneter, sich diesem Thema zu widmen, denn N\u00fcrnberg war vielf\u00e4ltig in die Globalisierung um 1500 eingebunden. Die Reichsstadt galt damals als international operierender Ort, als Knotenpunkt des globalen Wissens. <\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Jahresausstellung legt jetzt den Fokus auf N\u00fcrnberg in der Zeit zwischen 1300 und 1600, auf seine damaligen Handelsbeziehungen und seine Bedeutung als intellektuelles Zentrum Europas. Sie beleuchtet, welche entscheidende Rolle die Stadt f\u00fcr die Entstehung globaler Netzwerke spielte. <\/p>\n<p><strong>N\u00fcrnberg global 1300-1600 vom 25. September 2025 bis 22. M\u00e4rz 2026 <\/strong><\/p>\n<p>Goldpokale mit Meeresschnecken aus dem Indischen Ozean, duftende Gew\u00fcrze des globalen S\u00fcdens oder kostbare Bodensch\u00e4tze in bisher unvorstellbarer F\u00fclle: Die gro\u00dfe Jahresausstellung im Germanischen Nationalmuseum blickt ab 25. September 2025 auf die Anf\u00e4nge der Globalisierung. Pr\u00e4sentiert wird die Reichsstadt N\u00fcrnberg, ihre damaligen Handelsbeziehungen und ihre Bedeutung als intellektuelles Zentrum Europas. Denn N\u00fcrnberg spielte eine entscheidende Rolle f\u00fcr die Entstehung globaler Netzwerke. \u00dcber die H\u00e4fen Venedigs, Spaniens und Portugals reichten die Verbindungen bis nach Asien und Amerika.<\/p>\n<p>Im 14. und 15. Jahrhundert war N\u00fcrnberg bekannt f\u00fcr seine metallverarbeitenden Gewerbe, f\u00fcr kostbare Gold- und Silberschmiedearbeiten, aber auch serieller Massenwaren. Vertreter der Kirchen und bedeutende Herrscherh\u00e4user in ganz Europa erwarben Monstranzen, Weihrauchgef\u00e4\u00dfe oder seltene Luxusg\u00fcter wie in Gold montierte Kokosn\u00fcsse, Strau\u00dfeneier oder Meeresschnecken. Neben den exquisiten N\u00fcrnberger Preziosen waren Waffen und R\u00fcstungen ein gefragtes Exportgut. <\/p>\n<p>Doch exportierte die Reichsstadt vor allem Wissen: Wissen \u00fcber k\u00fcnstlerische Fertigungstechniken, \u00fcber die Beschaffenheit und Gr\u00f6\u00dfe der Welt, \u00fcber Vertriebswege, Rohstoffvorkommen und Waren, \u00fcber moderne Bergbautechnik sowie \u00fcber religi\u00f6se Br\u00e4uche und Kulturen ferner L\u00e4nder. Motive nach Albrecht D\u00fcrer \u2013 neben Leonardo da Vinci einer der wenigen schon damals international bekannten K\u00fcnstler \u2013 finden sich als Randzeichnungen in indischen Handschriften. Sein ber\u00fchmtes Nashorn zeigt ein Wandbild in Kolumbien.<\/p>\n<p><strong>Zentrum von Wissen und Handel<\/strong><\/p>\n<p>N\u00fcrnberg war eines der gro\u00dfen Zentren Europas, in dem wichtige Handelsrouten zusammenkamen und in dem sich Handelsreisende, Abenteurer, Humanisten und wohlhabende Gesch\u00e4ftsleute begegneten, die als Finanziers viele Handelsexpeditionen unterst\u00fctzten. Hier traf europ\u00e4isches Wissen auf Neuigkeiten aus Afrika, Asien und Amerika und verbreitete sich dank eines florierenden Verlagswesens in ganz Europa. Nicht zuf\u00e4llig entstand der \u00e4lteste erhaltene Globus der Welt, der Behaim-Globus, hier in N\u00fcrnberg. <\/p>\n<p>Die Globalisierung bef\u00f6rderte Reichtum und Wohlstand, aber nicht f\u00fcr alle: N\u00fcrnberger Gesch\u00e4ftsleute betrieben Minen in \u00dcbersee, beuteten die dort einheimische Bev\u00f6lkerung aus, beteiligten sich am transatlantischen Versklavungshandel und der Kolonisierung Amerikas. Auch an der Ostk\u00fcste Afrikas und in Indien f\u00fchrten sie zusammen mit den Portugiesen blutige Wirtschaftskriege.<\/p>\n<p>Die hochkar\u00e4tig best\u00fcckte Ausstellung zeigt Leihgaben aus aller Welt, die N\u00fcrnbergs entscheidende Rolle f\u00fcr das Zusammenwachsen der Welt und seine globale Vernetzung veranschaulichen und dabei die dunklen Seiten nicht ausblenden. <\/p>\n<p>Mehr Informationen <a href=\"https:\/\/www.gnm.de\/ausstellungen\/aktuell\/nuernberg-global\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>. (Quelle: J\u00f6rg Berghoff)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Ausstellungen und Veranstaltungen blickt das Germanische Nationalmuseum in N\u00fcrnberg in diesem Jahr zur\u00fcck auf die Anf\u00e4nge der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":446214,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1837],"tags":[2704,772,3364,115546,29,30,2147,14,15,3783,9182,14642],"class_list":{"0":"post-446213","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nuernberg","8":"tag-ausstellungen","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-denkmaeler-und-kirchen","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-museen","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-nuernberg","18":"tag-staedte","19":"tag-staedtereisen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115256812070052370","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/446213","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=446213"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/446213\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/446214"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=446213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=446213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=446213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}