{"id":44663,"date":"2025-04-19T15:26:18","date_gmt":"2025-04-19T15:26:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/44663\/"},"modified":"2025-04-19T15:26:18","modified_gmt":"2025-04-19T15:26:18","slug":"3000-menschen-folgten-dem-leidensweg-jesu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/44663\/","title":{"rendered":"3000 Menschen folgten dem Leidensweg Jesu"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> In jahrzehntelanger Tradition seit 1980 hat die katholische italienische Gemeinde Wuppertals wieder das Karfreitagsgeschehen lebendig werden lassen: mit einer Prozession vom Deweerthschen Garten bis auf die Hardt. Nach Angaben der Polizei haben rund 3000 Menschen an dieser Prozession teilgenommen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sieben Kreuzwegstationen konnten sie dabei erleben, die von rund 40 Darstellern aus der Gemeinde in Szene gesetzt wurden: Im Deweerthschen Garten verr\u00e4t Judas Jesus, der wird festgenommen und verh\u00f6rt. Petrus behauptet, Jesus nicht zu kennen und erkennt wenig sp\u00e4ter, was er getan hat. Auf dem Laurentiusplatz vor der pr\u00e4chtigen Kulisse der Basilika verurteilt Pontius Pilatus Jesus und w\u00e4scht seine H\u00e4nde in Unschuld. Ab dann muss Jesus-Darsteller Salvatore Morreale die Dornenkrone und das Kreuz \u00fcber der Schulter tragen. Auch wenn es f\u00fcr die Prozession eine Schmalversion ist, hat er daran sichtbar schwer zu tragen.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auf dem Neumarkt begegnet Jesus am Neptunbrunnen erst seiner Mutter Maria, die ihn verzweifelt umarmt, dann Veronika, die ihn nach einem Sturz tr\u00f6stet und das Gesicht abwischt. Anschlie\u00dfend zeigt sie dem Publikum den Abdruck von Jesu Gesicht in ihrem Tuch. Auf dem Weg vom Neumarkt auf die Hardt hilft Simon von Zyrene Jesus, das Kreuz zu tragen. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">W\u00e4hrend des gesamten Weges wird Jesus begleitet \u2013 von Frauen und M\u00e4nnern in einfachen Gew\u00e4ndern, r\u00f6mischen Soldaten in prachtvollen Uniformen \u2013 alle Kost\u00fcme sind von Claudia Piccone gefertigt. Ein Trommler f\u00fchrt den Zug an, schl\u00e4gt einen unheilvollen Rhythmus auf seinem Instrument. Auch das Blasorchester Oberbarmen begleitet den Zug, stimmt immer wieder Lieder an. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Denn die Prozession ist nicht nur Schauspiel, sondern auch Andacht: Es wird gesungen und gebetet, sowohl auf Italienisch als auch auf Deutsch. Der Text in den gespielten Szenen wird auf Italienisch gesprochen, dazu gibt es eine Zusammenfassung auf Deutsch. Jede Szene wird von Mitgliedern der Gemeinde und verschiedenen Geistlichen aufgenommen, um sie zu interpretieren, Gedanken zur Liebe Gottes und seinen Botschaften an die Menschen zu \u00e4u\u00dfern und dann gemeinsam zu beten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">W\u00e4hrend der Prozession sind Handys allgegenw\u00e4rtig. Passanten wollen die ungewohnten Bilder festhalten, an vielen offenen Fenstern stehen Beobachter. Und auch die Teilnehmer der Prozession nutzen immer wieder ihre Mobiltelefone, um die besonderen Momente festzuhalten. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nach zweieinhalb Stunden gelangt der Zug auf der gro\u00dfen Wiese auf der Hard an. Jesus wird entkleidet und tr\u00e4gt nur noch einen Lendenschurz, wird aufs Kreuz gelegt. Mit schweren H\u00e4mmern werden scheinbar die N\u00e4gel eingeschlagen \u2013 dabei nat\u00fcrlich niemand verletzt, wenn auch etwas Kunstblut flie\u00dft. Als letzte Szene beweint Maria ihren toten Sohn, der in ihrem Scho\u00df liegt, jetzt in w\u00e4rmende Decken gewickelt, damit Jesus-Darsteller Salvatore Morreale nicht l\u00e4nger frieren muss. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eWunderbar, sehr sch\u00f6n\u201c, findet Rainer Geer (54) die Prozession. Er und seine Familie geh\u00f6ren zur griechisch-orthodoxen Gemeinde, sie haben sich zum ersten Mal die Prozession live angesehen. Denn in diesem Jahr feiere die griechisch-orthodoxe Kirche zur gleichen Zeit Ostern wie die westlichen christlichen Kirchen. Schon \u00f6fter dabei gewesen ist Dina Kahl (70), die mit ihrem Mann die Prozession besucht. Sie sei als gl\u00e4ubige Christin dabei, das sei \u201efast wie eine Andacht\u201c, findet sie. Nicht immer macht sie die ganze Prozession mit, diesmal ist es nur die Station auf der Hardt \u2013 auch wenn sie die Kreuzigungsszene immer sehr grausam findet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDas ist einfach Tradition\u201c, begr\u00fcndet Silvia Esposto (49) ihre Teilnahme. Als Mitglied der italienischen Gemeinde ist sie mit der Prozession aufgewachsen, ist daher so gut wie immer dabei: \u201eDas geh\u00f6rt irgendwie dazu.\u201c Mit dabei sind ihre Tochter Lucia (15), f\u00fcr die auch der religi\u00f6se Inhalt der Prozession wichtig ist, und ihre Mutter Barbara (74). <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Und auch Michele Zimoti (70) und Giuseppe Miniello (73) sind jedes Jahr dabei: \u201eWir glauben daran\u201c, sagt Michele Zimoti. Sie laufen den gesamten Weg mit \u2013 auch wenn es anstrengend ist. Aber f\u00fcr Jesus sei es ja noch viel schwerer. Und: \u201eGott gibt uns die Kraft dazu.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In jahrzehntelanger Tradition seit 1980 hat die katholische italienische Gemeinde Wuppertals wieder das Karfreitagsgeschehen lebendig werden lassen: mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":44664,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[3364,29,22426,598,11867,30,22427,22261,3703,19967,11231,22040,22429,22428,1209,22262,11291,4418],"class_list":{"0":"post-44663","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-deweerthschen","11":"tag-garten","12":"tag-gemeinde","13":"tag-germany","14":"tag-hardt","15":"tag-holzkreuz","16":"tag-italienisch","17":"tag-jesu","18":"tag-katholische","19":"tag-kreuz","20":"tag-kreuzigungsszene","21":"tag-kreuzwegstationen","22":"tag-nordrhein-westfalen","23":"tag-prozession","24":"tag-station","25":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114365332538620576","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44663","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44663"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44663\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44664"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44663"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44663"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44663"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}