{"id":447609,"date":"2025-09-24T19:13:12","date_gmt":"2025-09-24T19:13:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/447609\/"},"modified":"2025-09-24T19:13:12","modified_gmt":"2025-09-24T19:13:12","slug":"israelische-buerger-nicht-willkommen-empoerung-um-aushang-in-fuerther-restaurant-kultusgemeinde-spricht-von-antisemitismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/447609\/","title":{"rendered":"\u201eIsraelische B\u00fcrger nicht willkommen\u201c: Emp\u00f6rung um Aushang in F\u00fcrther Restaurant \u2013 Kultusgemeinde spricht von Antisemitismus"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Aushang eines Restaurants, das israelische B\u00fcrger f\u00fcr unerw\u00fcnscht erkl\u00e4rte, spricht nun die Kultusgemeinde F\u00fcrth von Antisemitismus und pr\u00fcft rechtliche Schritte. Zuvor gab es einen \u00e4hnlichen Fall in Flensburg.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die israelitische Kultusgemeinde F\u00fcrth protestiert gegen einen zeitweiligen Aushang eines \u00f6rtlichen Restaurants, mit dem \u201eisraelische B\u00fcrger\u201c dort f\u00fcr nicht willkommen erkl\u00e4rt wurden. \u201eSo eine Ausgrenzung ist einfach besch\u00e4mend und f\u00fcrchterlich\u201c, sagte die Vorsitzende Julia Tschekalina der Deutschen Presse-Agentur. Der Vorfall sei antisemitisch, er erinnere sie an das Jahr 1933. \u201eDamals hat das auch so angefangen.\u201c <\/p>\n<p>Sie k\u00fcndigte unter anderem an, eine Anzeige zu pr\u00fcfen und den bayerischen Antisemitismusbeauftragten Ludwig Spaenle einschalten zu wollen.<\/p>\n<p>Spaenle kritisierte am gleichen Tag einen \u00e4hnlichen Vorfall: \u201eEs ist unvorstellbar. Ein Musikalienhandel verlangt von einem israelischen Orchester eine Bewertung der Lage im Gazastreifen, um diesem einen Verst\u00e4rker zu vermieten\u201c, hie\u00df es in einer Mitteilung. \u201eDas gleicht f\u00fcr ihn einer \u00f6ffentlichen Gewissenspr\u00fcfung.\u201c Das Musikgesch\u00e4ft in Oberbayern vertritt damit nach Ansicht Spaenles die Ziele der antisemitischen Bewegung Boycott, Divestment and Sanctions (BDS). Er betonte: \u201eDas ist eine Form von Antisemitismus.\u201c<\/p>\n<p>In F\u00fcrth best\u00e4tigte der Restaurantbetreiber den von der Kultusgemeinde kritisierten Aushang auf dpa-Nachfrage. Dieser sei aber nicht antisemitisch gewesen und habe auch keine Beleidigung enthalten, sagte er. Man habe das Plakat, das auch nur im Inneren angebracht worden sei, auch nach zwei oder drei Stunden wieder entfernt. <\/p>\n<p>Restaurantbetreiber bestreitet Antisemitismus-Vorwurf<\/p>\n<p>\u201eWir lieben alle Menschen, egal, woher sie kommen. Wir glauben, dass die Kinder dieser Welt unter keinen Umst\u00e4nden angetastet werden sollten. Wir sind ein internationales Team. Wir geh\u00f6ren zur Zivilgesellschaft und werden daher nicht wie der Rest der Welt tatenlos zusehen. Deshalb haben wir uns entschieden zu protestieren. Unser Protest hat keinen politischen, geschweige denn rassistischen Charakter\u201c, hie\u00df es in dem Aushang laut einem Foto, das die israelitische Kultusgemeinde weitergab. Und dann: \u201eIsraelische B\u00fcrger sind in diesem Lokal nicht willkommen. Nat\u00fcrlich werden sie wieder willkommen sein, sobald sie sich entscheiden, ihre Augen, Ohren und Herzen zu \u00f6ffnen.\u201c<\/p>\n<p>Tschekalina sagte, man k\u00f6nne nat\u00fcrlich das milit\u00e4rische Vorgehen der israelischen Regierung kritisieren, das machten die Israelis auch selbst. Mit dem Aushang werde aber ein ganzes Volk ausgegrenzt. <\/p>\n<p>Antisemitischer Aushang in Flensburg<\/p>\n<p>In der vergangenen Woche <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article68cbbc9ec914d40a280ec281\/Flensburg-Juden-haben-hier-Hausverbot-Empoerung-ueber-antisemitisches-Plakat-in-Flensburg.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article68cbbc9ec914d40a280ec281\/Flensburg-Juden-haben-hier-Hausverbot-Empoerung-ueber-antisemitisches-Plakat-in-Flensburg.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hatte ein antisemitischer Aushang in einem Flensburger Gesch\u00e4ft<\/a> f\u00fcr Entsetzen gesorgt und die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Auf dem Zettel hie\u00df es nach Medienberichten: \u201eJuden haben hier Hausverbot! Nichts pers\u00f6nliches, auch kein Antisemitismus, kann euch nur nicht ausstehen\u201c. Der Zettel wurde mittlerweile entfernt.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, \u201edass durch das Plakat die Menschenw\u00fcrde der in Deutschland lebenden J\u00fcdinnen und Juden dadurch angegriffen wurde, dass diese wegen ihrer Zugeh\u00f6rigkeit zum Judentum b\u00f6swillig ver\u00e4chtlich gemacht wurden\u201c.<\/p>\n<p>dpa\/kr\u00f6<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach dem Aushang eines Restaurants, das israelische B\u00fcrger f\u00fcr unerw\u00fcnscht erkl\u00e4rte, spricht nun die Kultusgemeinde F\u00fcrth von Antisemitismus&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":447610,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[57014,29,2085,30,13,411,115801,14,15,110,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-447609","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-antisemitismus-ks","9":"tag-deutschland","10":"tag-flensburg","11":"tag-germany","12":"tag-headlines","13":"tag-israel","14":"tag-judenfeindschaft-ks","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-newsteam","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-top-news","20":"tag-top-meldungen","21":"tag-topmeldungen","22":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115260870097546191","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/447609","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=447609"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/447609\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/447610"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=447609"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=447609"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=447609"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}