{"id":447976,"date":"2025-09-24T22:41:13","date_gmt":"2025-09-24T22:41:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/447976\/"},"modified":"2025-09-24T22:41:13","modified_gmt":"2025-09-24T22:41:13","slug":"bremer-firma-will-mit-salz-e-autos-aufladen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/447976\/","title":{"rendered":"Bremer Firma will mit Salz E-Autos aufladen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>In Bremen wurde der erste Batteriespeicher in Europa mit Natrium-Ionen-Technologie in Betrieb genommen, ein bedeutender Schritt weg von Lithium-Ionen-Akkus.<\/li>\n<li>Die Bremer Firma Solares hat zusammen mit Phenogy einen Container entwickelt, der als Stromquelle f\u00fcr E-Autos dient und f\u00fcr verschiedene Anwendungen skalierbar ist.<\/li>\n<li>Die Natrium-Ionen-Batterien versprechen hohe Sicherheit, Kosteneffizienz und eine Lebensdauer von mindestens zehn Jahren, was sie attraktiv f\u00fcr industrielle und private Anwendungen macht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>            Mehr anzeigen<br \/>\n            Weniger anzeigen<\/p>\n<p>Seit Mittwoch hat Bremen dem Rest Europas etwas voraus. Denn nun steht in der Hansestadt ein gro\u00dfer Batteriespeicher, der mit Natrium-Ionen arbeitet. Die Bremer Firma Solares hat mit dem Hersteller Phenogy den Container mit den Akkumodulen an den Start gebracht \u2013 laut eigenen Angaben sei das einzigartig in Europa.<\/p>\n<p>Von jetzt an bezieht Solares-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan Thal den Strom f\u00fcr seine E-Autos aus dem Batteriecontainer namens Phenogy 1.0, der an die Solaranlage angeschlossen ist. Und f\u00fcr wie viele Ladungen reicht das? &#8222;Wenn man von einem durchschnittlichen E-Auto ausgeht, w\u00e4ren das in etwa 20 Ladungen.<\/p>\n<p>Was ist neu an der Technik?<\/p>\n<p>Laut Phenogy gibt es bereits Speicher, doch diese setzten auf die Lithium-Ionen-Technologie. Und da Lithium derzeit au\u00dferhalb Deutschlands abgebaut werde, gelte es, auf Ressourcen zu setzen, die hier vorhanden seien. &#8222;Handelswege werden neu verhandelt, Rohstoffe sind strategische Hebel, und Energie wird zum Gradmesser f\u00fcr Souver\u00e4nit\u00e4t&#8220;, sagt Peter Braun. Er ist der Vorstandsvorsitzende und Mitgr\u00fcnder der Phenogy AG mit Sitz in der Schweiz nahe Luzern. Aber Phenogy Europe befindet sich in Bremen in der \u00dcberseestadt. Mehrere Jahre hat Phenogy mit seinen etwa 40 Besch\u00e4ftigten zusammen mit Fraunhofer-Instituten an diesem Gro\u00dfbatteriespeicher get\u00fcftelt. Nun sei er marktreif. Phenogy-Technikvorstand Max Kory sieht die Vorteile auch bei der hohen Sicherheit und der zuverl\u00e4ssigen Leistung bei hohen Temperaturen: &#8222;Effiziente Luftk\u00fchlung bildet die Grundlage f\u00fcr zukunftssichere Systeme mit hoher Kosteneffizienz und geringem Wartungsaufwand.&#8220; Man rechne mit Temperaturen im Inneren von h\u00f6chstens 60 Grad, was mit Luftk\u00fchlung runtergek\u00fchlt werde \u2013 bereits der VW K\u00e4fer setzte beim Motor auf Luftk\u00fchlung.<\/p>\n<p>Ist das nur etwas f\u00fcr Unternehmen?<\/p>\n<p>Der standardcontainergro\u00dfe Batteriespeicher kann modular vergr\u00f6\u00dfert oder verkleinert werden und w\u00e4re so \u00e4hnlich wie bei Solares in der Bremer Airportstadt eine L\u00f6sung f\u00fcr andere Unternehmen. Jedoch gibt es auch einen kleinen Speicher, einsetzbar etwa f\u00fcr ein Mehrparteienhaus. Solares will von Bremen aus diese Speicher in Norddeutschland verkaufen und ist bisher auf die Installation von Solaranlagen spezialisiert. Auf dem eigenen Firmengel\u00e4nde hat das Unternehmen die Natrium-Ionen-Batterie zusammen mit den Wallboxen f\u00fcr die E-Autos innerhalb von vier Wochen mit allen Kabeln installiert. &#8222;Das w\u00fcrde aber auch schneller gehen, der Container kommt fertig angeliefert an&#8220;, sagt Solares-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan Thal.<\/p>\n<p>Er hofft auf eine gute Nachfrage, die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen sei zuletzt eher zur\u00fcckgegangen. Die Energiespeicher w\u00e4ren auch f\u00fcr Industrieparks, Quartiere, \u00f6ffentliche Einrichtungen und kritische Infrastruktur. Die Energiespeicher k\u00f6nnten auch als Notstromversorgung f\u00fcr Krankenh\u00e4user und Rechenzentren dienen.<\/p>\n<p>Was kostet dieser Batteriespeicher?<\/p>\n<p>\u00dcber Preise haben die Unternehmen nicht gesprochen. Aber f\u00fcr immer mehr Verbraucher werden dynamische Strompreise zug\u00e4nglich sein. Das bedeutet: Schon jetzt gibt es Zeiten, in denen Solarpanels und Windparks zu viel Strom produzieren, der \u00fcberhaupt nicht genutzt werden kann. In diesen Uhrzeiten lohnt es sich, die Batteriespeicher voll zu laden, damit w\u00fcrden sich die Batteriecontainer \u00fcber einen \u00fcberschaubaren Zeitraum auszahlen. Die Batterien tr\u00fcgen zur Netzstabilit\u00e4t bei, sagt Peter Braun. Zudem w\u00fcrden die Natriumionen-Batteriespeicher mindestens zehn Jahre halten \u2013 das sei l\u00e4nger als die Batteriespeicher anderer Techniken.<\/p>\n<p>Ersetzt solch ein Batteriespeicher daheim f\u00fcr die Heizung sogar die W\u00e4rmepumpe?<\/p>\n<p>Theoretisch k\u00f6nne ein solcher Energiespeicher so viel Strom speichern, dass damit ein Elektrokessel betrieben werde, der das Wasser f\u00fcr die Heizk\u00f6rper erw\u00e4rme \u2013 vorausgesetzt, es sei ausreichend Energie vorhanden. Aber bei dem Thema, da winken sowohl Solares-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan Thal als auch der Phenogy-Vorstandsvorsitzende Peter Braun ab. Beide sehen die W\u00e4rmepumpe als bessere und effektivere L\u00f6sung, um W\u00e4rme zu erzeugen.<\/p>\n<p>Ist Phenogy nur in Europa unterwegs?<\/p>\n<p>Das Unternehmen hat auch in den USA in Columbia einen Firmensitz. Dort gibt es nach eigenen Angaben bereits einige Energiespeicher auf Natriumionen-Basis. 2019 wurde das Unternehmen gegr\u00fcndet. Die Freude \u00fcber den ersten Speicher unter realen Bedingungen war auch dem Phenogy-Mitarbeiter Michael M\u00fcller anzumerken: &#8222;Das ist hier schon ein historischer Tag.&#8220; Er geh\u00f6rt zu denen, die mit an der Technik t\u00fcftelten. Entsprechend erl\u00e4uterte er geduldig mit seinem bodenst\u00e4ndigen schw\u00e4bischen Zungenschlag den interessierten G\u00e4sten den ganzen Vormittag die Technik am Batteriecontainer. Aber nun will Phenogy norddeutsch von Bremen nicht nur den deutschen Markt erobern.<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc82j6ewv2p11r2oq7c41\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/wirtschaft\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Bremen wurde der erste Batteriespeicher in Europa mit Natrium-Ionen-Technologie in Betrieb genommen, ein bedeutender Schritt weg von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":447977,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-447976","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115261688013573451","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/447976","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=447976"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/447976\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/447977"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=447976"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=447976"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=447976"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}