{"id":448173,"date":"2025-09-25T00:39:10","date_gmt":"2025-09-25T00:39:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/448173\/"},"modified":"2025-09-25T00:39:10","modified_gmt":"2025-09-25T00:39:10","slug":"etabliert-sich-das-krim-kongo-fieber-in-europa-virus-zirkuliert-auch-in-nutz-und-wildtieren-in-frankreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/448173\/","title":{"rendered":"Etabliert sich das Krim-Kongo-Fieber in Europa? &#8211; Virus zirkuliert auch in Nutz- und Wildtieren in Frankreich"},"content":{"rendered":"<p>Insgesamt sammelten die Forschenden Blut von 8.609 Rindern und 2.186 Wildtieren wie Rehen, Hirschen, Wildschweinen und F\u00fcchsen. Diese Proben untersuchten die Forschenden dann mit zwei Labortests auf Antik\u00f6rper gegen das Virus. Diese sind auch noch Jahre nach einer \u00fcberstandenen Infektion im Blut nachweisbar.<\/p>\n<p>\u201eNur\u201c zwei Prozent der Tiere betroffen<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich wurden die Forschenden f\u00fcndig: \u201eSeropositive F\u00e4lle wurden sowohl bei Rindern (2,04 Prozent) als auch bei Wildtieren (2,25 Prozent) festgestellt, wobei in bestimmten Regionen h\u00f6here Ansteckungsraten beobachtet wurden, darunter die Pyr\u00e9n\u00e9es-Orientales und die Hautes-Pyr\u00e9n\u00e9es\u201c, berichtet das Team. Die meisten positiv getesteten Wildtiere stammten aus den Pyren\u00e4en.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/k\/r\/krimkongofieber_2g.jpg\" data-lightbox=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/k\/r\/krimkongofieber_2g.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-306869 size-medium\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/krimkongofieber_2g-300x210.jpg\" alt=\"Karte der positiven F\u00e4lle in S\u00fcdfrankreich\" width=\"300\" height=\"210\"  \/><\/a>Karte der Seropr\u00e4valenzen von Rindern in den teilnehmenden Gemeinden (von blassrosa bis dunkelrot: zunehmende Seropr\u00e4valenz; wei\u00df: Gemeinden mit negativen Stichproben). Vorono\u00ef-Polygone werden verwendet, um die Anonymit\u00e4t der Landwirte zu gew\u00e4hrleisten und dem Fehlen von Stichproben in einigen Gemeinden Rechnung zu tragen. Hintergrund von Natural Earth abgeleitet (CC BY 4.0). \u00a9 Bernard et al., 2025, PLOS One \/<a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC-BY 4.0<\/a>\n<\/p>\n<p>Zwar sei der Erreger damit in nur wenigen Stichproben aus Frankreich nachgewiesen worden \u2013 verglichen mit afrikanischen L\u00e4ndern wie Mauretanien oder Mali, wo knapp 70 Prozent der Tiere mit Krim-Kongo-Virus infiziert sind, schreibt das Team. Das sei vor allem darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass dort mehr Zecken und mehr Zeckenarten als \u00dcbertr\u00e4ger vorkommen. In Frankreich wurde das Virus bislang nur in Hyalomma-Zecken gefunden. Allerdings sind diese blutsaugenden Parasiten dort erst seit Kurzem heimisch und k\u00f6nnten sich k\u00fcnftig samt ihrer Viren weiter ausbreiten, mahnen Bernard und ihre Kollegen.\n<\/p>\n<p>Virus bereits in einzelnen Gegenden Frankreichs endemisch<\/p>\n<p>Ebenfalls bedenklich: Oft fand das Team pro Farm oder Gegend nur Einzelf\u00e4lle, doch manche der positiven F\u00e4lle traten auch in lokalen Clustern auf. Demnach gibt es in Frankreich durchaus einige vereinzelte Gemeinden und Regionen, in denen das Virus in Wild- und Nutztieren zirkuliert und bereits endemisch ist. \u201eDas Vorhandensein persistierender Antik\u00f6rper bei Wiederk\u00e4uern best\u00e4tigte die Existenz eines endemischen CCHFV-\u00dcbertragungszyklus zwischen Tieren und Zecken in Frankreich\u201c, schreibt das Team.\n<\/p>\n<p>Solche Cluster sind auff\u00e4llig oft kleine, l\u00e4ndliche Orte mit Nadelw\u00e4ldern und naturbelassenen Lebensr\u00e4umen. Wahrscheinlich finden die Zecken als Viren\u00fcbertr\u00e4ger sowie ihre Wirte dort optimale Lebensbedingungen, vermutet das Team. Bei Wildtieren waren zudem \u00fcberwiegend m\u00e4nnliche Tiere betroffen, bei Nutztieren eher weibliche Tiere.<\/p>\n<p>Forscher fordern Monitoring<\/p>\n<p>Bernard und ihre Kollegen schlie\u00dfen daraus, dass sowohl nat\u00fcrliche Bedingungen als auch die Haltungssituationen auf den Bauernh\u00f6fen dazu beitragen, dass sich das Virus ausbreitet und langsam etabliert. Nach Ansicht der Forschenden sind die Befunde zudem ein Zeichen daf\u00fcr, dass das Vorkommen dieses und <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/medizin\/tropenzecke-erste-fleckfieber-uebertragung-deutschland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">anderer zoonotischer Erreger<\/a> sowie der <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/medizin\/zecken-fsme-risiko-besteht-jetzt-bundesweit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zecken als Wirt<\/a> in Europa st\u00e4rker \u00fcberwacht werden sollten. Denn die Schildzecken der Gattung Hyalomma kommen im Zuge der Erderw\u00e4rmung auch in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern vor, darunter <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/biowissen\/neue-tropenzecke-ueberwintert-erstmals-bei-uns\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a>.\u00a0\n<\/p>\n<p>Folgestudien sollen die genauen Verbreitungswege des Virus in Frankreich untersuchen. Dadurch soll das Risiko f\u00fcr Menschen proaktiv kontrolliert werden, obwohl bisher keine F\u00e4lle von Krim-Kongo-Fieber bei Menschen in Frankreich gemeldet wurden. (PLOS One, 2025; <a href=\"http:\/\/plos.io\/46aYl1B\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi: 10.1371\/journal.pone.0331875<\/a>)\u00a0\n<\/p>\n<p>Quelle: PLOS<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t<\/p>\n<p>25. September 2025\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t &#8211; Claudia Krapp<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Insgesamt sammelten die Forschenden Blut von 8.609 Rindern und 2.186 Wildtieren wie Rehen, Hirschen, Wildschweinen und F\u00fcchsen. 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