{"id":448517,"date":"2025-09-25T04:02:09","date_gmt":"2025-09-25T04:02:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/448517\/"},"modified":"2025-09-25T04:02:09","modified_gmt":"2025-09-25T04:02:09","slug":"china-avanciert-zum-zentralen-gegenspieler-der-eu-in-der-nachbarschaft-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/448517\/","title":{"rendered":"China avanciert zum zentralen Gegenspieler der EU in der Nachbarschaft \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Union ist nach wie vor der wichtigste wirtschaftliche und politische Player in der unmittelbaren Nachbarschaft auf dem Westbalkan, der T\u00fcrkei und Nordafrika. Doch China holt auf. <\/p>\n<p>Lange Jahre war die Europ\u00e4ische Union in gro\u00dfen Teilen der \u00f6stlichen, s\u00fcd\u00f6stlichen und s\u00fcdlichen Nachbarschaft der unbestritten wichtigste Partner, doch das Blatt beginnt sich zu wenden. Davor warnt nun eine gemeinsame Studie der Bertelsmann-Stiftung, des Wiener Instituts f\u00fcr Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) und des Europ\u00e4ischen Zentrums f\u00fcr Internationale Politische \u00d6konomie (ECIPE). Gemeinsam haben sie den Geo\u00f6konomie-Interkonnektivit\u00e4t-Index entwickelt, mit dem der Einfluss der EU in der Nachbarschaft im Vergleich zu China, Russland und den USA gemessen werden kann. <\/p>\n<p>Im Beobachtungszeitraum von 2010 bis 2023 war die EU zwar die st\u00e4rkste wirtschaftliche Macht in der Nachbarschaft, doch China ist zum ernst zu nehmenden Rivalen aufgestiegen. \u201eGleichzeitig ziehen sich die USA \u2013 mit Ausnahme Israels \u2013 wirtschaftlich aus der Region zur\u00fcck\u201c, hei\u00dft es in der Zusammenfassung der Studie. Auf dem Westbalkan bleibt die EU zwar mit gro\u00dfem Abstand der wichtigste Partner. Sie f\u00fchrt in allen untersuchten Kriterien \u2013 im Handel, in Finanzen und Politik. Doch China baut gerade hier seinen Einfluss durch Infrastrukturprojekte und Investitionen nach und nach aus. Etienne H\u00f6ra, Handelsexperte der Bertelsmann-Stiftung, warnt, dass die EU in der Region ins Abseits geraten k\u00f6nnte, \u201ewenn sich die Umsetzung des Beitrittsversprechens weiter verz\u00f6gert\u201c. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die T\u00fcrkei, wo Russland den Energiesektor dominiert und China den Hightechsektor wie auch Projekte gr\u00fcner Technologie. <\/p>\n<p>Seit 2014 hat die EU zwar in der \u00f6stlichen Nachbarschaft \u2013 insbesondere in der Ukraine und in Moldau \u2013 seine Beziehungen vertieft, doch andere Staaten der Region blieben eng mit Russland verflochten. Dadurch \u201ebleibt ihr geopolitischer Einfluss begrenzt\u201c, wie Richard Grieveson vom WIIW betont. \u201eRussland setzt auf Gewalt, nicht auf wirtschaftliche Integration \u2013 und dem hat die EU bislang wenig entgegenzusetzen.\u201c<\/p>\n<p>Auch in Nordafrika und Nahost bleibt die EU zwar der wichtigste Handels- und Investitionspartner, doch auch hier verliert sie an Einfluss. Denn auch in diesen Regionen setzt China seinen geostrategischen Vormarsch fort. Insbesondere in \u00e4rmeren L\u00e4ndern verliert die EU wegen ihrer ausgepr\u00e4gten Regulierungen an Gewicht. \u201eUm attraktiv zu bleiben, muss die EU ihre Handelspolitik erneuern und bei Normen und Standards so vorgehen, dass diese f\u00fcr Partnerl\u00e4nder keine zus\u00e4tzlichen Kostenbelastungen bedeuten, sondern einen echten Mehrwert schaffen\u201c, empfiehlt Philipp Lamprecht vom ECIPE.<\/p>\n<p>Das Res\u00fcmee: Durch neue Konkurrenz, aber auch durch neu aufgetauchte Sicherheitsfragen wird f\u00fcr die EU deutlich, dass Marktmacht allein f\u00fcr Gestaltungsm\u00f6glichkeiten in der eigenen Nachbarschaft nicht mehr ausreicht. Es sind neue sicherheitspolitische Aspekte einzubeziehen und engere Kooperationen anzubieten \u2013 etwa ein stufenweiser Integrationsprozess\u2009\u2013, um attraktiv zu bleiben. <\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Europ\u00e4ische Union ist nach wie vor der wichtigste wirtschaftliche und politische Player in der unmittelbaren Nachbarschaft auf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":448518,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12,11748],"class_list":{"0":"post-448517","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-studie"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115262950591822458","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/448517","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=448517"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/448517\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/448518"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=448517"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=448517"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=448517"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}