{"id":448560,"date":"2025-09-25T04:27:12","date_gmt":"2025-09-25T04:27:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/448560\/"},"modified":"2025-09-25T04:27:12","modified_gmt":"2025-09-25T04:27:12","slug":"so-unterscheidet-sich-der-wasen-von-der-wiesn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/448560\/","title":{"rendered":"So unterscheidet sich der Wasen von der Wiesn"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Wenn in Stuttgart der Oberb\u00fcrgermeister am Freitag das erste Bierfass ansticht und damit das Cannstatter Volksfest er\u00f6ffnet, schunkeln die Menschen auf dem M\u00fcnchner Oktoberfest schon seit knapp einer Woche in den Festzelten und drehen ihre Runden in den Achterbahnen. Jedes Jahr finden das gr\u00f6\u00dfte und das zweitgr\u00f6\u00dfte Volksfest der Welt in M\u00fcnchen und Stuttgart eine Zeit lang gleichzeitig statt. Aber wie unterscheiden sich Wiesn und Wasen eigentlich? Ein Vergleich:\u00a0<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfe<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Hier hat M\u00fcnchen klar die Nase vorn. Auf das Oktoberfest kamen im vergangenen Jahr nach Veranstalterangaben 6,7 Millionen Besucherinnen und Besucher &#8211; das Cannstatter Volksfest auf dem Wasen besuchten 2024 rund 4,6 Millionen Menschen. Und auch bei der reinen Fl\u00e4che schlagen die M\u00fcnchner die Stuttgarter: Die Theresienwiese ist 42 Hektar gro\u00df, der Cannstatter Wasen inklusive eines Parkplatzes nur 35 Hektar.<\/p>\n<p>Bier<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-50 tw-py-2 tw-border-b tw-mb-0 tw-text-sm tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-80 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/panorama\/ploetzlich-schwenkte-trigema-um-und-lieferte-einen-verkaufsschlager-3952334\" class=\"sve-teaser_small sve-teaser_image-right\" aria-label=\"Pl\u00f6tzlich schwenkte Trigema um und lieferte einen Verkaufsschlager\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"319\" height=\"239\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/06f07a49-4549-4138-9c9a-c43d70dc6ea8.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Pl\u00f6tzlich schwenkte Trigema um und lieferte einen Verkaufsschlager\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/regional\/oberschwaben\/bad-waldsee\/gastronomen-typisch-deutsche-unsitte-in-restaurants-hat-folgen-fuer-alle-3909429\" class=\"sve-teaser_small sve-teaser_image-right\" aria-label=\"Gastronomen: Typisch deutsche Unsitte in Restaurants hat Folgen f\u00fcr alle\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"319\" height=\"239\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/26cceb04-736d-466f-89e6-9115ba30aba4.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Gastronomen: Typisch deutsche Unsitte in Restaurants hat Folgen f\u00fcr alle\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Auch beim Bierverbrauch d\u00fcrften die M\u00fcnchner vorn liegen. Dort flossen im vergangenen Jahr rund sieben Millionen Ma\u00df Bier in die Kehlen der Besucher. In Stuttgart wird die Biermenge dagegen nicht genau erfasst &#8211; sie d\u00fcrfte aber wegen der deutlich niedrigeren Besucherzahl nicht an die der Wiesn herankommen. Daf\u00fcr m\u00fcssen die Besucherinnen und Besucher in M\u00fcnchen f\u00fcr den Liter Bier meist auch etwas mehr auf den Tisch legen als in Stuttgart. In diesem Jahr kostet die Ma\u00df Bier auf dem Oktoberfest zwischen 14,50 Euro und 15,80 Euro &#8211; in Stuttgart ist man dagegen schon je nach Zelt mit 14,40 Euro dabei und im teuersten Zelt wird die 15-Euro-Marke gerade knapp gerissen.<\/p>\n<p>Reservierungen<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Wer in M\u00fcnchen nicht Monate vorher reserviert, hat wenig Chancen. In den meisten Zelten sind die Tische vor allem f\u00fcr Abende und die Wochenenden schon seit dem Fr\u00fchjahr ausgebucht und auch die Sonderreservierungen f\u00fcr M\u00fcnchner, die manche Zelte anbieten, waren in Rekordzeit weg. In Stuttgart dagegen gibt es selbst f\u00fcr den Er\u00f6ffnungstag noch immer einige freie Tische in den Zelten und auch an Wochenenden sind noch Reservierungen zu bekommen.<\/p>\n<p>Stimmung und Drumherum<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die Stimmung ist ja ohnehin immer Geschmackssache und variiert auch von Festzelt zu Festzelt. W\u00e4hrend es in dem einen traditioneller und uriger zugeht, gibt es im anderen eher Partymusik. Aus Sicht des Cannstatter Volksfestvereins, der sich um die Traditionen des Wasen k\u00fcmmert, braucht sich das zweitgr\u00f6\u00dfte Fest in der Hinsicht nicht hinter dem gr\u00f6\u00dften zu verstecken. \u201eIch sage immer: Die Sch\u00f6nheit unterscheidet den Wasen von der Wiesn\u201c, sagt der Vereinsvorsitzende Wulf Wager. Die Zelte auf dem Wasen seien viel sch\u00f6ner eingerichtet als die auf der Wiesen, sie seien auch kleiner und gem\u00fctlicher. Zudem sei die Qualit\u00e4t der Speisen h\u00f6her, findet der Vereinsvorstand.\u00a0<\/p>\n<p>Kleidung<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Sowohl auf der Wiesn als auch auf dem Wasen sind Dirndl und Lederhosen inzwischen fast allgegenw\u00e4rtig &#8211; in Stuttgart allerdings laut Wager noch nicht sehr lange. \u201eDiesen Trend gibt es bei uns seit knapp 25 Jahren\u201c, erz\u00e4hlt der Vorstand des Cannstatter Volksfestvereins. Damals habe ein Festwirt versprochen: Wer in Tracht komme, bekomme immer einen Platz im Zelt &#8211; auch wenn das eigentlich voll sei. \u201eDas hat einen Trend ausgel\u00f6st, der anh\u00e4lt\u201c, sagt Wager.\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Mit historischen Trachten habe die moderne Trachtenmode allerdings wenig zu tun, diese bediene sich lediglich einzelner Elemente von historischen Trachten, sagt Traditionsexperte Wager. So habe es in W\u00fcrttemberg historisch keine kurzen Lederhosen gegeben. Stattdessen h\u00e4tten die Herren in der Vergangenheit knielange Lederhosen getragen. Und auch die Trachten der Damen sahen anders aus. \u201eWeder die bayerische noch die w\u00fcrttembergische Tracht waren im Dekollet\u00e9 derart ausgeschnitten, wie es die Dirndl heute sind\u201c, sagt Wager.<\/p>\n<p>Ursprung<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Nicht nur gr\u00f6\u00dfer ist das Oktoberfest in M\u00fcnchen &#8211; es ist auch ein paar Jahre \u00e4lter als sein Pendant auf dem Cannstatter Wasen. In M\u00fcnchen feiern die Menschen in diesem Jahr die 190. Ausgabe des Festes, in Stuttgart findet das Fest zum 178. Mal statt. Die erste Ausgabe des Volksfests in der bayerischen Landeshauptstadt fand im Jahr 1810 anl\u00e4sslich der Hochzeit des bayerischen Kronprinzen Ludwig und der Prinzessin Therese statt. Das Cannstatter Volksfest ging 1818 erstmals als landwirtschaftliches Fest \u00fcber die B\u00fchne, das der w\u00fcrttembergische K\u00f6nig Wilhelm I. als Dank f\u00fcr mehrere \u00fcberstandene Hungerjahre stiftete. Was beide Veranstaltungen eint: Sie fielen \u00fcber die Jahre immer mal wieder aus &#8211; etwa wegen Kriegen oder Pandemien.\u00a0<\/p>\n<p>Name<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">W\u00e4hrend das M\u00fcnchner Oktoberfest &#8211; benannt nach dem Ort des Festes, der Theresenwiese &#8211; auch international als Wiesn ein bekannter Markenname ist, tun sich nicht nur ausw\u00e4rtige Besucher mit dem korrekten Namen des Stuttgarter Festes etwas schwerer. Offiziell hei\u00dft es Cannstatter Volksfest, benannt nach dem heutigen Stadtteil Stuttgarts, der zur Zeit des ersten Festes noch selbstst\u00e4ndig war. Nicht zu verwechseln mit dem Stuttgarter Fr\u00fchlingsfest, das im April und Mai stattfindet und erst nach der Eingemeindung von Bad Cannstatt ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird das Fest seit seiner ersten Ausgabe auf dem Cannstatter Wasen, wo neben dem Rummel auch immer wieder Konzerte stattfinden oder Autos parken. Wichtiger Unterschied zu M\u00fcnchen und blo\u00df nicht verwechseln: Es hei\u00dft der Wasen und nicht die Wasen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wenn in Stuttgart der Oberb\u00fcrgermeister am Freitag das erste Bierfass ansticht und damit das Cannstatter Volksfest er\u00f6ffnet, schunkeln&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":448561,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1830],"tags":[17274,1634,9344,3364,29,20785,2507,30,41839,9345,1441],"class_list":["post-448560","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-stuttgart","tag-brauchtum","tag-baden-wuerttemberg","tag-bwg","tag-de","tag-deutschland","tag-feste","tag-freizeit","tag-germany","tag-helpme","tag-lsw","tag-stuttgart"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115263048704245943","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/448560","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=448560"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/448560\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/448561"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=448560"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=448560"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=448560"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}