{"id":44886,"date":"2025-04-19T17:28:33","date_gmt":"2025-04-19T17:28:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/44886\/"},"modified":"2025-04-19T17:28:33","modified_gmt":"2025-04-19T17:28:33","slug":"bachfest-hamburg-hommage-an-johann-sebastian-und-carl-philipp-emanuel-ndr-de-kultur-musik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/44886\/","title":{"rendered":"Bachfest Hamburg: Hommage an Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel | NDR.de &#8211; Kultur &#8211; Musik"},"content":{"rendered":"<p>\nStand: 18.04.2025 12:54 Uhr\n<\/p>\n<p class=\"preface\">Das Internationale Bachfest Hamburg 2025 l\u00e4dt noch bis zum 20. April zu einer spannenden Entdeckungsreise in die aufkl\u00e4rerische Welt des 18. Jahrhunderts ein.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/irrgang106.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Christiane Irrgang<\/a><\/p>\n<p>&#8222;Carl Philipp Emanuel Bach strahlt \u00e4hnlich weit aus wie der Hamburger Hafen&#8220;, sagt der Musikwissenschaftler Michael Maul. Und Carsten Brosda, der Hamburger Kultursenator, erg\u00e4nzt: &#8222;Die Kulturstadt Hamburg ist sehr stolz auf ihren Hamburger Bach.&#8220; Carl Philipp Emanuel war der dritte \u00fcberlebende Sohn von Johann Sebastian Bach. Drei\u00dfig Jahre lang stand er als Hofcembalist in Diensten des preu\u00dfischen Kronprinzen und sp\u00e4teren K\u00f6nigs Friedrich in Berlin; 1768 wurde er Nachfolger seines verstorbenen Paten Georg Philipp Telemann als st\u00e4dtischer Musikdirektor in Hamburg. Bis zu seinem Tod 1788 pr\u00e4gte er ma\u00dfgeblich das Musikleben nicht nur der Stadt:\u00a0Er war zu seiner Zeit der ber\u00fchmteste Tr\u00e4ger des Namens Bach und in ganz Europa bekannt.<\/p>\n<p>Er stand im Austausch mit namhaften K\u00fcnstlern und Denkern seiner Zeit. Er schrieb &#8211; noch ein Kind des Barock &#8211; aufregende Musik f\u00fcr eine neue Zeit. Kultursenator Brosda w\u00fcnscht sich, &#8222;dass die kulturellen Sch\u00e4tze der Stadt nicht nur zum Beispiel im Komponistenquartier zu sehen sind, sondern dank der vielf\u00e4ltigen Musikszene auch in der ganzen Stadt lebendig gehalten werden. So tr\u00e4gt zum Beispiel das Internationale Bachfest dazu bei, Carl Philipp Emanuel Bach und die ganze Bach-Familie auch heute nicht zu vergessen, sondern die Musik, die gro\u00dfartige, die damals geschrieben und komponiert wurde, auch heute noch immer wieder neu erleben zu k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/bach104_v-contentgross.jpg\" alt=\"Portr\u00e4t des Komponisten Carl Philipp Emanuel Bach (Lithographie von Alfred Lemoine) \u00a9 picture-alliance \/ akg-images Foto: akg-images\" title=\"Portr\u00e4t des Komponisten Carl Philipp Emanuel Bach (Lithographie von Alfred Lemoine)\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nDas Internationale Bachfest Hamburg 2025 \u00f6ffnet die Tore f\u00fcr eine Vision: Hamburg soll zur Bach-Stadt werden.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Zeit f\u00fcr Aufkl\u00e4rung - Hamburg feiert die Musikerfamilie Bach\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/sendungen\/welt_der_musik\/Zeit-fuer-Aufklaerung-Hamburg-feiert-die-Musikerfamilie-Bach,sendung1534140.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p>Neue \u00c4ra: Internationales Bachfest Hamburg 2025<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2023 hatte der Dirigent und Organist Hansj\u00f6rg Albrecht zum ersten Hamburger Bach-Fest eingeladen, das ausschlie\u00dflich Carl Philipp Emanuel gewidmet war. 2025 startet es in eine neue \u00c4ra als Internationales Bachfest Hamburg. &#8222;Es gibt nat\u00fcrlich in Leipzig das gro\u00dfe Bachfest, das sich auf Johann Sebastian bezieht&#8220;, r\u00e4umt er ein. Aber hier gehe es um den &#8222;hanseatischen Blick auf Johann Sebastian, der ja mehrfach in Hamburg war, als junger Mensch Johann Adam Reincken hat spielen h\u00f6ren, dann sp\u00e4ter vor Reincken selber noch mal improvisiert hat, der sich an Jakobi beworben hat, Johann Sebastian hat ja damit gelieb\u00e4ugelt, nach Hamburg zu kommen.&#8220;<\/p>\n<p>Ob er wirklich als blo\u00dfer Organist an St. Jakobi gl\u00fccklich geworden w\u00e4re? Insofern tat Carl Philipp den weitaus besseren Griff, als er Musikdirektor aller f\u00fcnf Hauptkirchen wurde &#8211; ein Posten, um den sich \u00fcbrigens auch sein j\u00fcngerer, weniger bekannter Bruder Johann Christoph Friedrich, der &#8222;B\u00fcckeburger Bach&#8220; beworben hatte. Hansj\u00f6rg Albrecht wei\u00df auch, dass die Vermittlung dieser Musik &#8222;durchaus anstrengend&#8220; sein k\u00f6nne, aber sie mehr als wert sei, unter die Menschen gebracht zu werden. Dieser Meinung ist auch der Musikwissenschaftler Michael Maul, zugleich Intendant des Leipziger Bachfestes.<\/p>\n<p>Reise in die Vergangenheit im Hamburger Komponistenquartier<\/p>\n<p>Ortstermin im Hamburger Komponistenquartier. Sieben Ausstellungen sind hier unter einem Dach vereint, gewidmet Komponisten und einer Komponistin (Fanny Hensel), die in Hamburg t\u00e4tig waren. Ingrid Grohmann, Vorstandsmitglied im Komponistenquartier, l\u00e4dt zu einem Rundgang durch das Carl Philipp Emanuel Bach-Museum ein. &#8222;Die G\u00e4ste k\u00f6nnen sich an Filmen \u00fcber sein Leben hier und an seiner Musik erfreuen, die sie hier h\u00f6ren k\u00f6nnen, und an Instrumenten, die wir extra f\u00fcr ihn hier aufgestellt haben &#8211; unter anderem einen Nachbau eines Clavichords. Es war fr\u00fcher sein Lieblingsinstrument.&#8220;<\/p>\n<p>Bachs ber\u00fchmtes &#8222;Silbermannisches Clavier&#8220; ist allerdings nicht erhalten. &#8222;Man muss vielleicht dazu sagen&#8220;, erkl\u00e4rt Wolfgang Haa\u00df, ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Komponistenquartiers, &#8222;mit Clavier wurden damals alle Tasteninstrumente bezeichnet. Dazu geh\u00f6rte eben auch das Clavichord. Das ist ja ein sehr altes Instrument. Das war eigentlich zu Bachs Zeiten nicht mehr modern, aber es hatte f\u00fcr Bach einen ganz gro\u00dfen Vorzug: Im Gegensatz zum Cembalo, was Sie hier direkt daneben sehen, hat es einen modulationsf\u00e4higen Ton, das hei\u00dft, man konnte von leise bis mittellaut spielen. Und es war ja die Zeit der Empfindsamkeit, Gef\u00fchle haben jetzt eine ganz gro\u00dfe Rolle gespielt, und die konnte er auf diesem modulationsf\u00e4higen Instrument sehr gut zum Ausdruck bringen.&#8220;<\/p>\n<p>Der private Carl Philipp Emanuel Bach<\/p>\n<p>Das Museum ist kein originales Bach-Haus, wie man es etwa in Leipzig besuchen kann. Aber es zeigt nicht nur das einzige Gem\u00e4lde von Carl Philipp Emmanuel Bach in voller Gr\u00f6\u00dfe, sondern auch Kopien seiner Portrait-Sammlung: Er besa\u00df \u00fcber 100 Bilder von befreundeten Personen, etwa von seinem Verleger Johann Gottlob Immanuel Breitkopf oder dem Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock. Mit beiden Pers\u00f6nlichkeiten unterhielt Bach auch einen regen Briefwechsel.<\/p>\n<p>Ingrid Grohmann und Wolfgang Haa\u00df k\u00f6nnen auch \u00fcber den privaten Carl Philipp Emanuel Bach erz\u00e4hlen: &#8222;Er war nicht sehr gro\u00df, aber ein bisschen untersetzt. Man wei\u00df auch, er war ein guter Esser, und er hatte eine Frau, die der Musik nicht so sehr zugetan war. Aber sie soll eine hervorragende K\u00f6chin gewesen sein, die Tochter eines Weinh\u00e4ndlers aus Berlin. Er soll sehr, sehr gesellig gewesen sein, sehr humorvoll auch. G\u00e4ste wurden bestens bewirtet, und als Nachtisch, sozusagen, gab es dann oft auch Clavichord-Improvisationen von Carl Philipp Emanuel Bach. Da ist auch \u00fcberliefert, dass er manchmal, wenn er in entsprechender Stimmung war, stundenlang an seinem Silbermannischen Clavier gesessen hat und frei improvisiert hat. Und die wenigen G\u00e4ste, die das h\u00f6ren konnten, waren immer total hin und weg.&#8220;<\/p>\n<p>Im Fokus des Jubil\u00e4ums: Bereiche Bildung und Vermittlung<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/cpebchor102_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"Der Carl Philipp Emanuel Bach Chor \u00a9 Swanhild Kruckelmann\/Carl Philipp Emanuel Bach Akademie Hamburg Foto: Swanhild Kruckelmann\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/cpebchor102_v-contentgross.jpg\" alt=\"Carl Philipp Emanuel Bach Chor bei einer Auff\u00fchrung \u00a9 Swanhild Kruckelmann\/Carl Philipp Emanuel Bach Akademie Hamburg Foto: Swanhild Kruckelmann\" title=\"Carl Philipp Emanuel Bach Chor bei einer Auff\u00fchrung\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nDer Carl Philipp Emanuel Bach Chor<\/p>\n<p>Die Carl Philipp Emanuel Bach-Ausstellung ist regul\u00e4r dienstags bis sonntags ge\u00f6ffnet von zehn bis siebzehn Uhr. Aber nat\u00fcrlich tr\u00e4gt auch das Hamburger Komponistenquartier mit eigenen Veranstaltungen zum Internationalen Bachfest bei. Und es feiert in diesem Jahr zehnten Geburtstag, verr\u00e4t die Vorstandsvorsitzende Friederike von Cossel: &#8222;Jeweils \u00fcbers Wochenende, Samstag, Sonntag, da gibt es ganz besondere Kurzvortr\u00e4ge, Kurzkonzerte, den ganzen Museumstag lang. Und dann gibt es immer ein Festkonzert, einen Vortrag, meistens noch am Sonntag ein Familienprogramm, immer ganz geb\u00fcndelt. Das zieht sich von April bis Oktober.&#8220;<\/p>\n<p>Im Fokus des Jubil\u00e4ums steht vor allem der Bereich Bildung und Vermittlung, &#8222;denn dieses Thema, Kinder und Jugendliche an Kultur m\u00f6glichst niederschwellig heranzuf\u00fchren, ist ein ganz wichtiger wesentlicher Punkt, in heutigen Zeiten noch viel mehr. Und so sch\u00f6n unsere Museen sind, bisher fehlte der Aspekt, dass man sie als Familien oder auch als Schulklassen so f\u00fcr das Grundschulalter erkunden kann.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ringen auch um eine neue Generation&#8220;<\/p>\n<p>Bildung und Forschung sollen in der Bach-Stadt Hamburg k\u00fcnftig eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen, das finden auch Hansj\u00f6rg Albrecht und Sophie Werkmeister, die Initiatoren des Bachfestes. Sie haben 2023 eine Akademie ins Leben gerufen. &#8222;Wir versuchen auch, bisher ohne finanzielle Unterst\u00fctzung, so viel wie m\u00f6glich Education als Konzerteinf\u00fchrung zu machen. Wir arbeiten daran, auch zusammen mit der Elbphilharmonie, dass wir nach M\u00f6glichkeit im Rahmen des Festivals oder dar\u00fcber hinaus gro\u00dfe Gespr\u00e4chskonzerte in der Elbphilharmonie und Laeiszhalle zu gro\u00dfen Werken machen k\u00f6nnen. Es ist einfach dieses Ringen auch um eine neue Generation.&#8220;<\/p>\n<p>Die Schirmherrschaft f\u00fcr die Akademie hat der niederl\u00e4ndische Alte Musik-Experte Ton Koopman \u00fcbernommen, ein bekennender CPE Bach-Fan. Er findet: &#8222;Wir sollten einfach mal wieder Kinder sein und zur\u00fcckgehen in diese Zeit, anstatt alles von Bruckner und Mahler aus zu sehen. Wenn der Vater Johann Sebastian Bach gesehen hat, was sein (Sch\u00fcler und) Sohn gemacht hat, war er sicher ganz stolz. Er hat (das Gelernte) weiterentwickelt, aber er hat auch einen ganz eigenen Stil gefunden, eine eigene Sprache, die nat\u00fcrlich den Nachteil hatte, dass es eine \u00dcbergangsprache war. Mozart und Haydn haben es dann \u00fcbernommen, und dann ist Carl Philipp ziemlich schnell verschwunden, aber gl\u00fccklicherweise wieder zur\u00fcckgekommen. Und allm\u00e4hlich h\u00f6rt man mehr und mehr von seiner Musik.&#8220;<\/p>\n<p>Internationales Bachfest entdeckt neue Wege und Orte<\/p>\n<p>Carl Philipp Emanuel Bach war ein Freigeist. \u00c4hnlich wie zuvor in Berlin fiel es ihm auch in Hamburg leicht, Freundschaften mit anerkannten Wissenschaftlern, Philosophen, Dichtern und Theologen der Aufkl\u00e4rung zu schlie\u00dfen, unter ihnen Gotthold Ephraim Lessing, der Verfasser der &#8222;Hamburgischen Dramaturgie&#8220;, und seine Musiksprache, der &#8222;empfindsame Stil&#8220;, ist von der Aufkl\u00e4rung inspiriert. Auch das war ein Thema beim Internationalen Bachfest Hamburg. Dazu trat der Musikwissenschaftler Michael Maul bei einem Gespr\u00e4chskonzert in einen Dialog mit dem Hamburger Kultursenator Carsten Brosda.\u00a0<\/p>\n<p>Hansj\u00f6rg Albrecht hat daf\u00fcr gesorgt, dass das Thema Aufkl\u00e4rung sich auch \u00fcber das Gespr\u00e4chskonzert hinaus im Programm des Bachfestes niederschl\u00e4gt: &#8222;Wir gehen ins Santa Fu mit Bach, was nat\u00fcrlich Hardcore ist, an einem Ort, wo wirklich harte Schwerverbrecher sitzen und man aber irgendwie das Gef\u00fchl hat oder die Hoffnung, dass man mit der Musik der Bach-Familie vielleicht ein bisschen was anr\u00fchren kann. Dann gibt es ein Singalong mit Bach in der Sankt Pauli-Kirche, wo wir hoffen, dass wir auch Menschen von Sankt Pauli, vielleicht sogar Prostituierte, vielleicht sogar Obdachlose mit hin bekommen.&#8220;<\/p>\n<p>Gro\u00dfprojekt Bach-Stadt Hamburg im Fokus<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/cpebchor104_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"Hansj\u00f6rg Albrecht ist Dirigent, Organist und Cembalist. Er ist seit 2023 K\u00fcnstlerischer Leiter des Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chors Hamburg. \u00a9 Michaela Kuhn\/Carl Philipp Emanuel Bach Akademie Hamburg Foto: Michaela Kuhn\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/cpebchor104_v-contentgross.jpg\" alt=\"Hansj\u00f6rg Albrecht im Portr\u00e4t \u00a9 Michaela Kuhn\/Carl Philipp Emanuel Bach Akademie Hamburg Foto: Michaela Kuhn\" title=\"Hansj\u00f6rg Albrecht im Portr\u00e4t\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nHansj\u00f6rg Albrecht ist Dirigent, Organist und Cembalist. Er ist seit 2023 K\u00fcnstlerischer Leiter des Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chors Hamburg.<\/p>\n<p>Das Internationale Bachfest ist das Eine, das Gro\u00dfprojekt Bach-Stadt Hamburg das Andere. Hansj\u00f6rg Albrecht und seine Mitstreiterin haben sich viel vorgenommen, und ihr Leipziger Kollege Michael Maul wei\u00df, worauf es dabei ankommt. &#8222;Es braucht, glaube ich, erst einmal eine programmatische Idee. Das sage ich aus der Perspektive des Bachfest-Intendanten in Leipzig, der einfach wei\u00df, was authentische Orte ausmachen. Authentizit\u00e4t ist ein wichtiges Wort, und das muss jetzt nicht unbedingt ein Ort sein, wo Johann Sebastian Bach selber gewesen ist. Aber selbst das bietet ja Hamburg und bietet nat\u00fcrlich eben auch den Lebens- und Wirkungsort von Carl Philipp Emanuel Bach, aber dazu eben auch noch die Authentizit\u00e4t in der inhaltlichen Idee. Wenn das dem Festival gelingt, dann, w\u00fcrde ich sagen, schaut die Bachwelt nach Hamburg.&#8220;<\/p>\n<p>Aber was soll konkret in den n\u00e4chsten Jahren in Hamburg entstehen? Hansj\u00f6rg Albrecht denkt am liebsten gro\u00df: &#8222;Wir haben zum Beispiel vor, und da sind wir auf der Suche nach Geldgebern, eine ganz regelm\u00e4\u00dfige Reihe in der Elbphilharmonie zu installieren. Leipzig hat die Thomaskirche und den Thomanerchor, der bis auf die Ferienzeit fast jedes Wochenende das Hauptrepertoire, sprich Bach, singt. Das gibt es hier in Hamburg nicht. Und unser Traum w\u00e4re, dass man einmal im Monat eine Veranstaltung im Kammermusiksaal der Elbphilharmonie hat, wo aus der Stadtgesellschaft, Politik, Kirche, Philosophie et cetera Menschen sich dazu \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnen, wo man auch hinterher mit dem Publikum ins Gespr\u00e4ch kommt. Aber wir wissen wohl, dass all das am Anfang jetzt gerade nur kleine Tropfen sein k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Bach-Netzwerk &#8211; ganz im Sinne der Hanse<\/p>\n<p>Sophie Werkmeister w\u00fcnscht sich ein anderes Image f\u00fcr das Bachfest: &#8222;Eins, was Carl Philipp Emanuel Bach im Zentrum hat, was aber auch das Maritime und Frische dieser Stadt und die Aufbruchstimmung dieser Stadt transportiert. Wir sind der \u00dcberzeugung, dass wir dringend auch auf ein Netzwerk angewiesen sind. Wir wollen ganz viele Kulturpartner an Bord bekommen, andere Ensembles, die mit uns an dieser Vision arbeiten.&#8220;<\/p>\n<p>Doch Hansj\u00f6rg Albrechts Ambitionen gehen sogar \u00fcber die Hamburger Veranstalter und Kulturschaffenden hinaus. Er m\u00f6chte ein Netzwerk gr\u00fcnden. &#8222;Ganz im Sinne der Hanse. Carl Philipp hat mit einem gro\u00dfen Vertriebsnetzwerk seine Noten an \u00fcber hundert Orte von London bis Moskau und S\u00fcdafrika geliefert, \u00fcber verschiedenste Kontakte. Und ein Traum w\u00e4re nat\u00fcrlich &#8211; vielleicht wird es ja mal ein Europa- Visionsprojekt &#8211; an diese Orte mit Musik von Carl Philipp und seinen Br\u00fcdern und dem Vater zu gehen, nicht mit erhobenem Zeigefinger, aber schon um etwas von diesem Hamburger Geist als Tor zur Welt und diesen Idealen der Aufkl\u00e4rung auch dahin zu bringen. Da ist noch so viel m\u00f6glich. Und wir glauben, dass wir mit unseren Aktivit\u00e4ten dann eine ganze Menge dazu beitragen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Dieses Thema im Programm:<\/p>\n<p>NDR Kultur |<br \/>\nWelt der Musik |<br \/>\n10.04.2025 | 18:00 Uhr<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter zu diesem Artikel<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/musik\/klassik\/klassik107.html\" title=\"Inhalte zum Thema &#039;Klassik&#039;\" aria-label=\"Inhalte zum Thema &#039;Klassik&#039;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klassik<\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/ndr_printlogo.gif\" alt=\"NDR Logo\" title=\"NDR Logo\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 18.04.2025 12:54 Uhr Das Internationale Bachfest Hamburg 2025 l\u00e4dt noch bis zum 20. 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