{"id":448966,"date":"2025-09-25T08:18:09","date_gmt":"2025-09-25T08:18:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/448966\/"},"modified":"2025-09-25T08:18:09","modified_gmt":"2025-09-25T08:18:09","slug":"wirbel-um-aushang-gegen-israelis-in-fuerther-restaurant-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/448966\/","title":{"rendered":"Wirbel um Aushang gegen Israelis in F\u00fcrther Restaurant"},"content":{"rendered":"<p>Ein Restaurantbetreiber im mittelfr\u00e4nkischen F\u00fcrth hatte vergangene Woche im Inneren seines Lokals ein Plakat angebracht. Dort war unter anderem zu lesen: &#8222;Israelische B\u00fcrger sind in diesem Lokal nicht willkommen. Nat\u00fcrlich werden sie wieder willkommen sein, sobald sie sich entscheiden, ihre Augen, Ohren und Herzen zu \u00f6ffnen.&#8220; <\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/antisemitismus-in-bayern-so-viele-faelle-wie-noch-nie,UjCwUGH\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vorfall sei antisemitisch<\/a> \u2013 er erinnere an das Jahr 1933, sagte die Vorsitzende der israelitischen Kultusgemeinde F\u00fcrth, Julia Tschekalina. Der italienische Restaurantbesitzer sprach im BR von einer &#8222;ungl\u00fccklichen&#8220; Formulierung.<\/p>\n<p>Israelitische Kultusgemeinde erstattet Anzeige <\/p>\n<p>Die Kultusgemeinde erstattete nach eigenen Angaben Anzeige bei der Polizei.\u00a0Der Aushang sei eine Ausgrenzung eines ganzen Volkes. &#8222;Das ist schon heftig&#8220;, so Julia Tschekalina im BR-Interview. &#8222;Damals hat das auch so angefangen.&#8220;<\/p>\n<p>Auch in Israel h\u00e4tten die Menschen eine geteilte Meinung zu dem <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/gaza-brennt-israel-startet-bodenoffensive-auf-gaza-stadt,UwwNUSZ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">milit\u00e4rischen Vorgehen der Regierung in Gaza<\/a>, so Tschekalina zum BR. Man k\u00f6nne die israelische Regierung kritisieren, das d\u00fcrfe aber keine Konsequenzen f\u00fcr die Juden und Israelis in Europa haben. Sie bezeichnete den Aushang als &#8222;Volksverhetzung&#8220; und will <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/bayern-erneut-hohe-anzahl-von-antisemitischen-straftaten-im-jahr-2024,UZHp6iK\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">den bayerischen Antisemitismusbeauftragten Ludwig Spaenle<\/a> einschalten. <\/p>\n<p>Der kritisierte mittlerweile den Aushang scharf: Dass ein Gasthaus israelische B\u00fcrger ausgrenzt und ihnen das Haus verbietet, sei unhaltbar und unertr\u00e4glich. &#8222;Damit nehmen die Gastwirte Erwachsene, Kinder und Jugendliche aus Israel daf\u00fcr in Verantwortung, was die israelische Regierung beschlie\u00dft und umsetzt&#8220;, so Spaenle. Die Zivilgesellschaft sei gefragt, &#8222;entsprechend auf den Vorfall zu reagieren&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>Restaurantchef r\u00e4umt &#8222;ungl\u00fcckliche&#8220; Formulierung ein<\/p>\n<p>Mittlerweile r\u00e4umte der Restaurantbetreiber eine &#8222;ungl\u00fcckliche&#8220; Formulierung im Gespr\u00e4ch mit dem BR ein. Das m\u00f6ge auch an der Sprachbarriere liegen, sagte der Italiener. Der Aushang sei nicht antisemitisch gemeint gewesen und sollte auch niemanden beleidigen. Man habe das Plakat auch nach zwei oder drei Stunden wieder entfernt.<\/p>\n<p>Die Idee f\u00fcr den Aushang sei aus seinem Herzen gekommen, weil er etwas tun wollte. Er habe sagen wollen: Es reiche, was in Gaza passiert. Nach eigener Aussage wollte er provozieren, aber auch etwas bewegen. Er sei erschrocken dar\u00fcber, welche Auswirkungen seine Aktion hat und dass man ihm nun Antisemitismus vorwerfe. Mehrere G\u00e4ste h\u00e4tten bereits ihre Reservierungen im Lokal abgesagt. Inzwischen lasse er sich durch einen Anwalt beraten.<\/p>\n<p>Mit Informationen von dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Restaurantbetreiber im mittelfr\u00e4nkischen F\u00fcrth hatte vergangene Woche im Inneren seines Lokals ein Plakat angebracht. 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