{"id":449276,"date":"2025-09-25T11:15:13","date_gmt":"2025-09-25T11:15:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/449276\/"},"modified":"2025-09-25T11:15:13","modified_gmt":"2025-09-25T11:15:13","slug":"essen-trinken-tuerkei-gibt-nach-deutschland-feiert-erfolg-im-doener-streit-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/449276\/","title":{"rendered":"Essen &#038; Trinken &#8211; T\u00fcrkei gibt nach: Deutschland feiert Erfolg im D\u00f6ner-Streit &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"teaserText\" data-schema-org-speakable=\"true\">D\u00f6ner mit oder ohne Putenfleisch? Ein Vorsto\u00df aus der T\u00fcrkei zum Schutz von D\u00f6nerfleisch erhitzte in Deutschland monatelang die Gem\u00fcter.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Br\u00fcssel (dpa) &#8211; Der Streit um europaweit einheitliche Regeln f\u00fcr die Herstellung von D\u00f6nerfleisch ist nach mehr als drei Jahren vorerst beendet. Der Internationale D\u00f6nerverband (Udofed) zog nach Angaben einer Sprecherin der Europ\u00e4ischen Kommission seinen Antrag zur\u00fcck, D\u00f6ner auf die EU-Liste mit \u201egarantiert traditionellen Spezialit\u00e4ten\u201c aufzunehmen. \u201e<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/T%C3%BCrkei\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">T\u00fcrkei<\/a> gibt im D\u00f6ner-Streit mit Deutschland auf\u201c, kommentierte die \u201eBild\u201c, die zun\u00e4chst \u00fcber die neuen Entwicklungen berichtet hatte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">H\u00e4tte sich der t\u00fcrkische Verband mit seinem Antrag durchgesetzt, h\u00e4tten D\u00f6nerspie\u00dfe k\u00fcnftig in der gesamten EU nach einheitlichen Regeln hergestellt werden m\u00fcssen. In Deutschland waren die Gastronomie und Fleischproduzenten deswegen alarmiert gewesen und hatten mit Unterst\u00fctzung der Bundesregierung Einspruch gegen die Initiative eingelegt.<\/p>\n<p>Vielfalt bleibt erhalten<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Ein zentraler Kritikpunkt war, dass die in der Bundesrepublik \u00fcbliche Verwendung von Kalb- und Jungrindfleisch sowie von Putenfleisch f\u00fcr die D\u00f6nerproduktion illegal geworden w\u00e4re.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Nach dem nun zur\u00fcckgezogenen Antrag aus der T\u00fcrkei hat D\u00f6ner n\u00e4mlich aus Fleisch von mindestens sechzehn Monate alten Rindern oder Keulen- und\/oder R\u00fcckenfleisch von mindestens sechs Monate alten Schafen zu bestehen. Einzige Alternative w\u00e4re demnach D\u00f6ner aus H\u00e4hnchenfleisch gewesen, der aus H\u00e4hnchenbrust und\/oder H\u00e4hnchenschenkeln hergestellt werden m\u00fcsste. Genau geregelt werden sollte zum Beispiel auch, welche Zutaten f\u00fcr die Marinade zul\u00e4ssig sind, wie dick die Fleischscheiben zu sein haben und wie lange mariniert werden muss.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">In Deutschland ans\u00e4ssige Produzenten zeigen sich deswegen nun erleichtert: \u201eWir freuen uns, dass die D\u00f6ner-Vielfalt in Deutschland erhalten bleibt und noch gr\u00f6\u00dfer werden kann\u201c, zitierte die \u201eBild\u201c Erdogan Koc vom Verband der D\u00f6nerproduzenten Deutschlands (VDD).<\/p>\n<p>Verband erkl\u00e4rt sich nicht<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Warum der Internationale D\u00f6nerverband (Udofed) seinen Antrag zur\u00fcckzog, blieb zun\u00e4chst unklar. Nach Angaben aus EU-Kreisen wollte er mit dem Schritt m\u00f6glicherweise einer offiziellen Ablehnung zuvorkommen. In dem Pr\u00fcfverfahren hatte sich zuletzt abgezeichnet, dass es in der EU-Kommission und in den Reihen der Mitgliedstaaten kaum Unterst\u00fctzer gibt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Zu den prominenten deutschen Gegnern des t\u00fcrkischen Vorsto\u00dfes z\u00e4hlten Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der und der Gr\u00fcnen-Politiker Cem \u00d6zdemir. \u201eDer D\u00f6ner geh\u00f6rt zu Deutschland. Wie er hier zubereitet und gegessen wird, sollte jeder selbst entscheiden d\u00fcrfen. Da braucht es keine Vorgaben aus Ankara\u201c, kritisierte \u00d6zdemir 2024, als er noch Landwirtschaftsminister war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/b58cfe4d-d804-4e12-9c76-857952408be4.jpg\"   alt=\"Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der ist D\u00f6ner-Fan und geh\u00f6rte zu den Politikern, die sich f\u00fcr eine Beibehaltung der derzeitigen Regeln einsetzen. (Archivbild)\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der ist D\u00f6ner-Fan und geh\u00f6rte zu den Politikern, die sich f\u00fcr eine Beibehaltung der derzeitigen Regeln einsetzen. (Archivbild) (Foto: Peter Kneffel\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Neben dem Bundeslandwirtschaftsministerium hatten auch der Verein T\u00fcrkischer D\u00f6nerhersteller in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Europa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europa<\/a> und der Deutsche Hotel- und Gastst\u00e4ttenverband (Dehoga) bei der EU Einspruch gegen den Antrag auf die Eintragung von D\u00f6ner als traditionelle Spezialit\u00e4t eingelegt.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Der Dehoga argumentierte etwa, wenn dem Antrag stattgegeben werden w\u00fcrde, h\u00e4tte dies gravierende Konsequenzen f\u00fcr gastronomische Betriebe und Verbraucher und nannte neue Bezeichnungen f\u00fcr D\u00f6nergerichte, Abgrenzungsschwierigkeiten und Rechtsunsicherheiten als Beispiele. Auch Gem\u00fcsed\u00f6ner h\u00e4tte es nicht mehr geben d\u00fcrfen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Worum es neben symbolischen Dingen in dem Streit ging, zeigen Zahlen auf der Website des Vereins t\u00fcrkischer D\u00f6nerhersteller in Europa. Er geht davon aus, dass europaweit zuletzt etwa 400 Tonnen D\u00f6ner pro Tag produziert wurden und beziffert die Zahl der Besch\u00e4ftigten in der Branche auf circa 60.000. Die D\u00f6ner-Branche erziele in Deutschland j\u00e4hrlich etwa 2,4 Milliarden Euro Umsatz, europaweit circa 3,5 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Warum wurde der Antrag eingereicht?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Unklar war bis zuletzt auch, warum der Internationale D\u00f6nerverband den Antrag 2022 einreichte, obwohl er selbst von dem Verein T\u00fcrkischer D\u00f6nerhersteller in Europa abgelehnt wurde. Auf Anfragen der Deutschen Presse-Agentur gab es zu dem Thema keine klare Antwort und auch aus dem Antrag selbst war nicht ersichtlich, warum seit Jahrzehnten in Deutschland verbreitete Herstellungsmethoden k\u00fcnftig nicht mehr genutzt werden sollten.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Dort wurde sogar darauf verwiesen, dass D\u00f6ner zu einem kulturellen Symbol der t\u00fcrkischen Einwanderung nach Deutschland geworden sei &#8211; vor allem die Variante, bei der D\u00f6ner mit Salat, Zwiebeln, Tomatenscheiben und So\u00dfe im Fladenbrot serviert wird.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250925-930-83148\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"D\u00f6ner mit oder ohne Putenfleisch? 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