{"id":449491,"date":"2025-09-25T13:15:12","date_gmt":"2025-09-25T13:15:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/449491\/"},"modified":"2025-09-25T13:15:12","modified_gmt":"2025-09-25T13:15:12","slug":"gefahr-durch-china-und-russland-pistorius-will-35-milliarden-fuer-sicherheit-und-abschreckung-im-all","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/449491\/","title":{"rendered":"Gefahr durch China und Russland: Pistorius will 35 Milliarden f\u00fcr Sicherheit und Abschreckung im All"},"content":{"rendered":"<p>                    Gefahr durch China und Russland<br \/>\n                Pistorius will 35 Milliarden f\u00fcr Sicherheit und Abschreckung im All<\/p>\n<p>\t\t\t\t              25.09.2025, 14:23 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Verteidigungsminister Pistorius warnt vor einer wachsenden Bedrohung durch Russland und China im All. Schon heute seien Systeme der Bundeswehr von St\u00f6r-Angriffen betroffen. Mit einem milliardenschweren Sicherheitspaket soll Deutschlands Infrastruktur im Weltraum gesch\u00fctzt werden.  <\/strong><\/p>\n<p>Die Bundesregierung will nach Angaben von Verteidigungsminister Boris Pistorius bis 2030 insgesamt 35 Milliarden Euro f\u00fcr Weltraumprojekte und eine Sicherheitsarchitektur im All bereitstellen. Als Ziel des Programms nannte der SPD-Politiker in Berlin eine belastbare Struktur aus Satellitenkonstellationen, Bodenstationen, gesicherten Startf\u00e4higkeiten ins All und den n\u00f6tigen Services. Er k\u00fcndigte ein Gesamtpaket an, &#8222;das Schutz und Wirkung gleicherma\u00dfen gew\u00e4hrleistet&#8220;.<\/p>\n<p>Diese Architektur werde eine ganze Reihe von Ma\u00dfnahmen umfassen, sagte Pistorius beim Weltraumkongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). &#8222;Wir h\u00e4rten unsere Systeme gegen St\u00f6rungen und Angriffe. Das schlie\u00dft ganz ausdr\u00fccklich die Cybersicherheit f\u00fcr alle Weltraumsysteme ein.&#8220; Zudem werde die Lageerfassung im Orbit durch Radare, Teleskope und den zuk\u00fcnftigen Einsatz von W\u00e4chtersatelliten verbessert. Zus\u00e4tzlich m\u00fcssten Redundanzen durch mehrere, vernetzte Satellitenkonstellationen geschaffen werden. <\/p>\n<p>&#8222;Auch im Weltraum m\u00fcssen wir abschrecken k\u00f6nnen&#8220;<\/p>\n<p>Pistorius sprach sich daf\u00fcr aus, dass auch \u00fcber Offensivf\u00e4higkeiten gesprochen werden m\u00fcsse &#8211; also dar\u00fcber, im Weltall notfalls auch milit\u00e4risch wirksam zu sein oder gar angreifen zu k\u00f6nnen. &#8222;Auch im Weltraum m\u00fcssen wir abschrecken k\u00f6nnen, um verteidigungsf\u00e4hig zu sein&#8220;, sagte Pistorius. Deutschland brauche au\u00dferdem gesicherte, verf\u00fcgbare Transportkapazit\u00e4ten ins All: &#8222;Hier setzen wir auf einen Mix: kleine Tr\u00e4gerraketen f\u00fcr flexible Starts, mittelfristig aber auch europ\u00e4ische Schwerlasttr\u00e4ger, die im Wettbewerb entstehen \u2013 und vor allem bestehen m\u00fcssen.&#8220; <\/p>\n<p>Im Weltraumkommando der Bundeswehr werde ein eigenes milit\u00e4risches Satelliten-Betriebszentrum n\u00f6tig sein. Pistorius sagte: &#8222;Nur so behalten wir die Kontrolle \u00fcber unsere Systeme und k\u00f6nnen im Ernstfall schnell reagieren.&#8220;<\/p>\n<p>Pistorius warnte vor einer Bedrohung durch Russland und China. &#8222;Sie k\u00f6nnen Satelliten st\u00f6ren, blenden, manipulieren oder kinetisch zerst\u00f6ren&#8220;, so der SPD-Politiker. &#8222;Im Weltraum gibt es keine Grenzen oder Kontinente. Dort sind Russland und China unsere direkten Nachbarn.&#8220; Die Konflikte der Zukunft beschr\u00e4nkten sich nicht mehr allein auf den Erdball, sondern w\u00fcrden auch im Orbit offen ausgetragen. Russland und China besetzten bereits &#8222;wichtige strategische H\u00fcgel und Berge im All&#8220;.<\/p>\n<p>Pistorius: Russische Satelliten verfolgen Bundeswehr-Systeme <\/p>\n<p>Bereits heute seien Systeme der Bundeswehr von St\u00f6r-Angriffen betroffen, erkl\u00e4rte Pistorius. Aktuell w\u00fcrden zwei auch von der Bundeswehr genutzte IntelSat-Satelliten durch zwei russische Aufkl\u00e4rungssatelliten verfolgt. Pistorius zufolge f\u00fchrt China zudem mit seinen Weltraumsystemen &#8222;hochagile und dynamische Ann\u00e4herungsman\u00f6ver&#8220; durch. <\/p>\n<p>&#8222;W\u00fcrden wir diese taktischen Verfahren auf die Luftwaffe \u00fcbertragen, k\u00f6nnten wir von Luftkampf\u00fcbungen sprechen&#8220;, sagte der Minister. Allein w\u00e4hrend seiner Rede w\u00fcrden 39 chinesische und russische Aufkl\u00e4rungssatelliten Deutschland \u00fcberfliegen. Schon vor dem Angriff auf die Ukraine habe ein russischer Cyberangriff auf das Satellitennetzwerk &#8222;ViaSat&#8220; auch in Deutschland die Steuerung von knapp 6000 Windr\u00e4dern massiv eingeschr\u00e4nkt. <\/p>\n<p>BDI warnt vor Abh\u00e4ngigkeiten<\/p>\n<p>Wie Pistorius dringt auch der BDI auf eine Aufholjagd Deutschlands und Europas im All. &#8222;Raumfahrt ist in einer geopolitisch unsicheren Welt weit mehr als Technologie &#8211; sie ist notwendige sicherheitsrelevante Infrastruktur. Wer keine eigenen Weltraumf\u00e4higkeiten besitzt, ist abh\u00e4ngig und verwundbar&#8220;, betonte BDI-Pr\u00e4sident Peter Leibinger vor dem Weltraumkongress des Verbandes.<\/p>\n<p>Laut einer vom BDI in Auftrag gegebenen Studie der Unternehmensberatung Roland Berger &#8222;Aufholjagd im All&#8220; ist der R\u00fcckstand mittlerweile sehr gro\u00df. Deutschland betreibe derzeit nur etwas mehr als 80 eigene Satelliten, die USA dagegen mehr als 10.000 und China mehr als 900. Bei beiden L\u00e4ndern sei die Tendenz stark steigend. Dadurch entst\u00fcnden problematische Abh\u00e4ngigkeiten, etwa bei der Satellitenkommunikation. Dabei seien Satelliten heute f\u00fcr die Volkswirtschaften, Logistik, Mobilit\u00e4t und die Verteidigungsf\u00e4higkeit entscheidend. Der globale Markt f\u00fcr weltraumgest\u00fctzte Infrastruktur und Dienste wird sich laut Roland-Berger-Studie bis 2040 vervierfachen, auf ein Volumen von zwei Billionen Euro.<\/p>\n<p>Um den aktuellen europ\u00e4ischen Marktanteil von rund 17 Prozent im wachsenden Weltraum-Markt zu halten, w\u00e4ren bis 2040 zus\u00e4tzliche Investitionen in H\u00f6he von etwa 237 Milliarden Euro notwendig. Der BDI fordert deshalb nicht nur, dass das Bewusstsein f\u00fcr die Bedeutung von Raumfahrt in Deutschland deutlich wachsen m\u00fcsse. Die Industrie brauche zudem Staatsauftr\u00e4ge und Investitionen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gefahr durch China und Russland Pistorius will 35 Milliarden f\u00fcr Sicherheit und Abschreckung im All 25.09.2025, 14:23 Uhr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":449492,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[1179,227,29,30,13,14,15,16,307,12,6473,10,8,9,11,1172],"class_list":{"0":"post-449491","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-boris-pistorius","9":"tag-china","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-politik","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-sicherheitspolitik","19":"tag-top-news","20":"tag-top-meldungen","21":"tag-topmeldungen","22":"tag-topnews","23":"tag-weltraum"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115265125248879032","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/449491","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=449491"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/449491\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/449492"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=449491"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=449491"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=449491"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}