{"id":449898,"date":"2025-09-25T17:03:10","date_gmt":"2025-09-25T17:03:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/449898\/"},"modified":"2025-09-25T17:03:10","modified_gmt":"2025-09-25T17:03:10","slug":"hamburg-schleswig-holstein-psychiatrie-und-haft-nach-flucht-mit-krankenwagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/449898\/","title":{"rendered":"Hamburg &#038; Schleswig-Holstein: Psychiatrie und Haft nach Flucht mit Krankenwagen"},"content":{"rendered":"<p>                    Hamburg &amp; Schleswig-Holstein<br \/>\n                Psychiatrie und Haft nach Flucht mit Krankenwagen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              25.09.2025, 18:58 Uhr<\/p>\n<p><strong>Seine gef\u00e4hrliche Fahrt in einem gestohlenen Krankenwagen f\u00fchrte von Hamburg bis nach Kiel. Jetzt ist der 29-j\u00e4hrige Angeklagte verurteilt worden. Das Gericht h\u00e4lt ihn f\u00fcr eingeschr\u00e4nkt schuldf\u00e4hig.<\/strong><\/p>\n<p>Kiel (dpa\/lno) &#8211; Nach seiner halsbrecherischen Fahrt in einem gestohlenen Krankenwagen ist ein 29-J\u00e4hriger verurteilt worden &#8211; zu drei Jahren Haft und zus\u00e4tzlicher Unterbringung in einer Psychiatrie. Er muss zuerst auf unbestimmte Zeit in die Psychiatrie, bevor er die Haftstrafe antreten kann.\u00a0<\/p>\n<p>Die erste Strafkammer des Landgerichts Kiel sprach den Angeklagten einer Reihe von Taten schuldig. Dazu z\u00e4hlen ein gef\u00e4hrlicher Eingriff in den Stra\u00dfenverkehr, K\u00f6rperverletzung, t\u00e4tliche Angriffe auf Vollzugsbeamte und Fahren ohne F\u00fchrerschein. In das Urteil flie\u00dft auch eine Tat ein, die der Angeklagte in Sachsen-Anhalt begangen hat. Das Gericht stuft den 29-J\u00e4hrigen als eingeschr\u00e4nkt schuldf\u00e4hig ein wegen einer schweren Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung.\u00a0<\/p>\n<p>Der Mann hatte demnach am 18. November 2024 gegen Mitternacht einen Rettungswagen in der N\u00e4he des Millerntores in Hamburg gestohlenen und sei damit bis nach Kiel gefahren, zum Teil mit viel zu hoher Geschwindigkeit. Im Rettungswagen habe er mit der Feuerwehr gesprochen. Er habe eine Pistole, Panzerf\u00e4uste und Handgranaten bei sich und werde diese einsetzen, habe er gesagt.\u00a0<\/p>\n<p>Verfolgungsjagd mit vielen Streifenwagen<\/p>\n<p>Immer mehr Streifenwagen der Polizei verfolgten ihn, um ihn zu stoppen. Nach einer Irrfahrt durch Kiel, bei der es zu Beinaheunf\u00e4llen und Zusammenst\u00f6\u00dfen mit Polizeiwagen kam, endete die Fahrt in einem Gitter am Stra\u00dfenrand. Ein Polizeiauto habe er absichtlich gerammt, bevor er mit dem schon demolierten Rettungswagen in einen Treppenaufgang krachte.<\/p>\n<p>Dort habe er aber nicht aufgegeben, sondern eine Polizeibeamtin als Geisel gefordert. Erst kurz nach vier Uhr morgens konnten ihn Einsatzkr\u00e4fte der Polizei festnehmen. Sprengs\u00e4tze und Waffen hatte er nicht bei sich.<\/p>\n<p>Weitere Tat: Drohung bei Nato-\u00dcbung<\/p>\n<p>Bereits am 10. April 2024 ist der Angeklagte, der den Prozess in Handschellen verfolgen muss, mit einem gestohlenen Traktor zu einem Flugplatz nach Stendal in Sachsen-Anhalt gefahren und hat dort w\u00e4hrend einer Nato-\u00dcbung mit der Detonation einer Sprengstoffweste gedroht. Nach einer mehrst\u00fcndigen Verfolgungsfahrt hat der Mann schlie\u00dflich in einem Rettungswagen einen Polizeibeamten mit einer Schere angegriffen. Sp\u00e4ter in einem Waldst\u00fcck drohte er, sich in die Luft zu sprengen.<\/p>\n<p>Richter beschreibt schwierige Kindheit des Angeklagten<\/p>\n<p>Der Vorsitzende Richter beschrieb in seiner Urteilsbegr\u00fcndung auch die schwierige Kindheit des Angeklagten, der immer wieder in Heimen, bei Pflegeeltern und in psychiatrischen Einrichtungen gewesen sei. Seit April 2024 sei er ohne festen Wohnsitz in Hamburg gewesen. Noch am Tag vor der Verfolgungsfahrt habe ihn seine Mutter, zu der seit seiner Kindheit kein gutes Verh\u00e4ltnis habe, vor die T\u00fcr gesetzt.\u00a0<\/p>\n<p>Wegen einer &#8222;erheblichen Einschr\u00e4nkung der Steuerungsf\u00e4higkeit&#8220; des Angeklagten habe man die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beschlossen, zus\u00e4tzlich zur Haftstrafe, sagte der Richter. Eine Therapie sei notwendig. &#8222;Wir glauben, dass das der richtige Weg ist f\u00fcr sie und dass sie das schaffen, wenn sie mitmachen.&#8220; Denn es bestehe die Gefahr, dass solche Straftaten immer wieder passieren.<\/p>\n<p> Brief des Angeklagten ans Gericht<\/p>\n<p>Der Angeklagte hatte dem Gericht noch einen Brief geschrieben, der kurz vor der Urteilsbegr\u00fcndung verlesen wurde. Er habe sich vorgenommen, sein Leben in die Hand zu nehmen, schrieb er. Er m\u00f6chte demnach gerne den ersten Schritt in der Justizvollzugsanstalt machen.<\/p>\n<p>Mit dem Urteil blieb das Gericht leicht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten, die Unterbringung in der Psychiatrie und eine Sperre f\u00fcr eine m\u00f6gliche Fahrerlaubnis von drei Jahren gefordert hatte. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft sah in dem Brief &#8222;manipulatives Verhalten&#8220; des Angeklagten.\u00a0<\/p>\n<p>Das Urteil ist nicht rechtskr\u00e4ftig. Der Verteidiger des Angeklagten k\u00fcndigte gleich nach dem Urteil auf dpa-Anfrage an, in Berufung zu gehen. Dabei gehe es um die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg &amp; Schleswig-Holstein Psychiatrie und Haft nach Flucht mit Krankenwagen 25.09.2025, 18:58 Uhr Seine gef\u00e4hrliche Fahrt in einem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":449899,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,8036,30,3029,692,2628,11202,1971],"class_list":{"0":"post-449898","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-flucht","10":"tag-germany","11":"tag-haft","12":"tag-hamburg","13":"tag-krankenwagen","14":"tag-psychiatrie","15":"tag-schleswig-holstein"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115266021209314131","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/449898","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=449898"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/449898\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/449899"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=449898"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=449898"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=449898"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}