{"id":449910,"date":"2025-09-25T17:10:20","date_gmt":"2025-09-25T17:10:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/449910\/"},"modified":"2025-09-25T17:10:20","modified_gmt":"2025-09-25T17:10:20","slug":"zahl-von-syphilisfaellen-in-deutschland-erneut-gestiegen-hamburg-und-berlin-besonders-betroffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/449910\/","title":{"rendered":"Zahl von Syphilisf\u00e4llen in Deutschland erneut gestiegen \u2013 Hamburg und Berlin besonders betroffen"},"content":{"rendered":"<p>Seit 2010 steigen die Zahlen der Syphilisf\u00e4lle in Deutschland wieder. Inzwischen sind es mehr als doppelt so viele wie vor 15 Jahren. Allein im vergangenen Jahr gab es einen Anstieg von fast vier Prozent zum Vorjahr.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Zahl der Syphilisf\u00e4lle in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen neuen H\u00f6chststand erreicht. 2024 wurden 9519 Erkrankungen gemeldet, das waren 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Der nach dem Ende der Coronapandemie registrierte starke Anstieg schw\u00e4chte sich damit aber wieder ab. 2022 hatte es laut RKI eine Zunahme von 23,7 Prozent gegeben.<\/p>\n<p>Die mit Abstand h\u00f6chsten Inzidenzen wurden im vergangenen Jahr in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg mit 35,7 beziehungsweise 30,3 F\u00e4llen pro 100.000 Einwohner registriert. Am niedrigsten waren die Werte in Sachsen-Anhalt mit 6,7 F\u00e4llen, Th\u00fcringen mit 6,6 F\u00e4llen und Brandenburg mit 4,5 F\u00e4llen.<\/p>\n<p>Die Syphilis ist eine bakterielle Erkrankung und wird vor allem beim Sex \u00fcbertragen. Unbehandelt kann sie zu schweren Organsch\u00e4den f\u00fchren und bei einer \u00dcbertragung w\u00e4hrend der Schwangerschaft auch f\u00fcr das Kind schwerwiegende Folgen bis hin zur Totgeburt haben. Die Infektion kann durch Antibiotika geheilt werden.<\/p>\n<p>Seit 2010 steigen die Zahlen wieder<\/p>\n<p>Seit Ende der 70er bis Anfang der 90er-Jahre gingen die Syphilismeldungen zur\u00fcck, was sich mit dem Auftreten von HIV ab Mitte der 80er-Jahre weiter verst\u00e4rkte. Zwischen den Jahren 2004 und 2008 pendelte sich die Zahl der Erkrankungen auf einem Niveau von etwa 4000 pro Jahr ein. Seit 2010 steigen die Zahlen wieder.<\/p>\n<p>In den meisten F\u00e4llen stecken sich M\u00e4nner, die mit M\u00e4nnern Sex haben, an. Laut RKI k\u00f6nnte der Anstieg mit einem ver\u00e4nderten Sexualverhalten zusammenh\u00e4ngen \u2013 etwa durch eine h\u00f6here Zahl auch anonymer Sexualpartner und den Gebrauch sogenannter Partydrogen im sexuellen Kontext. Auch die Verbreitung von Datingapps und -websites trug laut RKI wom\u00f6glich aber zu einem Anstieg der Zahl von Sexualkontakten bei.<\/p>\n<p>Der zunehmende Verzicht auf Kondome nach der Einf\u00fchrung sogenannter Prep-Medikamenten zum Schutz vor einer HIV-Infektion k\u00f6nnte den Anstieg bei Syphilis ebenfalls bef\u00f6rdert haben. Gleichzeitig k\u00f6nnte das im Rahmen der Prep-Leitlinie vorgesehene regelm\u00e4\u00dfige Screening auf Syphilis auch vermehrt vor allem asymptomatische Infektionen aufdecken. Perspektivisch k\u00f6nnten so die Infektionsketten effektiver unterbrochen werden, erkl\u00e4rte das RKI.<\/p>\n<p>AFP\/coh<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit 2010 steigen die Zahlen der Syphilisf\u00e4lle in Deutschland wieder. 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