{"id":449975,"date":"2025-09-25T17:46:10","date_gmt":"2025-09-25T17:46:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/449975\/"},"modified":"2025-09-25T17:46:10","modified_gmt":"2025-09-25T17:46:10","slug":"russische-provokationen-europa-soll-den-krieg-spueren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/449975\/","title":{"rendered":"Russische Provokationen: Europa soll den Krieg sp\u00fcren"},"content":{"rendered":"<p>    Inhalt<br \/>\n    <a class=\"article-toc__fullview z-text-button\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-09\/russische-provokationen-nato-luftraum-wladimir-putin\/komplettansicht\" data-ct-label=\"all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n        Auf einer Seite lesen    <\/a><\/p>\n<p>            Inhalt        <\/p>\n<ol class=\"article-toc__list\">\n<li class=\"article-toc__list-item\">\n<p>Seite 1Europa soll den Krieg sp\u00fcren<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"article-toc__list-item\"><a class=\"article-toc__item article-toc__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-09\/russische-provokationen-nato-luftraum-wladimir-putin\/seite-2\" data-ct-label=\"2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    Seite 2Der Westen ist an allem Schuld<br \/>\n                <\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"paragraph article__item\">Es ist ein Satz, der in Moskau gesessen hat, und zwar richtig. Anfang dieser Woche traf Donald Trump den ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj in New York. Kurz danach schrieb Trump auf Truth Social <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2025-09\/24\/selenskyj-erfreut-trump-versteht-die-situation-genau\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diese Geh\u00e4ssigkeit<\/a>: <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/russland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a> sei &#8222;nur ein Papiertiger&#8220;. Eine echte Milit\u00e4rmacht h\u00e4tte den Krieg in der Ukraine l\u00e4ngst f\u00fcr sich entschieden.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In den vergangenen Monaten hatte Russlands Pr\u00e4sident <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/wladimir-putin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wladimir Putin<\/a> immer wieder Trumps Sticheleien, etwa den Vorwurf, er rede &#8222;viel Bullshit&#8220;, einfach abperlen lassen. Sie enthielten nichts Neues, seien nicht substanziell und letztlich bedeutungslos. Diesmal jedoch schickte er seinen Sprecher Peskow mit einer peinlichen Rechtfertigung vor die Presse: Russland sei gar kein Tiger, sondern ein echter B\u00e4r, sagte der. Und B\u00e4ren gebe es nun mal nicht in Papierform.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bemerkenswert ist dieser verbale Schlagabtausch auch, weil Putin in den vergangenen Monaten und vor allem Wochen einiges in Bewegung setzt, um eben nicht als zahnloser Papiertiger zu wirken, sondern als echte Bedrohung f\u00fcr <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/europa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europa<\/a>.\u00a0\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Seit Tagen suchen d\u00e4nische Milit\u00e4rs und Sicherheitsbeh\u00f6rden <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-09\/drohnen-daenemark-angriffe-flughaefen-faq\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nach Drohnen unbekannter Herkunft im eigenen Luftraum<\/a>, Flugh\u00e4fen mussten vor\u00fcbergehend schlie\u00dfen. Im Verdacht: Russland. Wenige Tage zuvor flogen drei russische MiG-31 zw\u00f6lf Minuten lang unerlaubterweise in estnischem Luftraum, sodass sich die Nato zu Konsultationen gem\u00e4\u00df Artikel 4 zusammengefunden hat. Ende vergangener Woche rasten gleich zwei russische Flugzeuge in einer H\u00f6he von knapp 100 Metern \u00fcber der deutschen Fregatte Hamburg hinweg \u2013 ein riskantes und sinnloses Man\u00f6ver. Der bislang schwerwiegendste Zwischenfall: 19 russische <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/drohne\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Drohnen<\/a> flogen teils Hunderte Kilometer nach Polen hinein, sodass F-16-Jets aufstiegen, um einen Teil davon abzufangen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Diese Art von Eskalation sei ein Test der Nato, der Einheit und der milit\u00e4rischen M\u00f6glichkeiten des B\u00fcndnisses. So zumindest lautet eine g\u00e4ngige Erkl\u00e4rung dieser Provokationen. Die tats\u00e4chlichen Motive Putins k\u00f6nnten allerdings konkreter sein als ein blo\u00dfes Ausloten des M\u00f6glichen.\u00a0\n<\/p>\n<p>        Atomdrohungen wirken nicht mehr        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Um die Beweggr\u00fcnde des russischen Pr\u00e4sidenten zu verstehen, hilft ein Blick auf die j\u00fcngsten Ereignisse im <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/ukraine-krieg-news-liveblog\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ukrainekrieg<\/a>. In den vergangenen Wochen hat die Ukraine ihre Schl\u00e4ge tief nach Russland hinein intensiviert. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-09\/ukrainische-drohnenangriffe-raketen-russland-oelindustrie\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fast t\u00e4glich brennen russische \u00d6lraffinerien<\/a>, Pumpstationen, Umspannwerke. Flugh\u00e4fen in Moskau und anderen Metropolen m\u00fcssen immer wieder ihre Arbeit einstellen. Auf der besetzten Krim etwa ist Treibstoff an Tankstellen wegen der Angriffe gegen Raffinerien bereits Mangelware. <\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Neu: Nur eine Frage<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">In diesem Newsletter weisen wir auf neue &#8222;Nur eine Frage&#8220;-Podcast-Folgen hin. Zudem erhalten Sie erg\u00e4nzendes Material zu den Gespr\u00e4chen \u2013 wie Videos oder Texte.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a><br \/>\n     zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Ukraine setzt f\u00fcr diese Attacken Drohnen ein, die mit Geld aus Europa, auch aus Deutschland, gefertigt werden. Vor einigen Wochen k\u00fcndigte die Ukraine den Bau von Raketen mit bis zu 3.000 Kilometern Reichweite an. Der notwendige Treibstoff soll unter anderem in einer Fabrik in D\u00e4nemark hergestellt werden.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">&#8222;Die russische F\u00fchrung scheint \u00fcberzeugt, dass Nato-Staaten f\u00fcr diese Angriffe tief nach Russland ma\u00dfgeblich verantwortlich sind&#8220;, sagt Russlandexperte Alexander Gabujew, Direktor des Carnegie Russia Eurasia Center, eines in Berlin ans\u00e4ssigen Thinktanks. Zugleich gelten westliche R\u00fcstungsbetriebe, die f\u00fcr die Ukraine arbeiten, bisher als sicher vor russischen Angriffen. Genau hier wolle Putin mit seinen Provokationen, etwa den Drohnenfl\u00fcgen, ansetzen. &#8222;Putin will signalisieren, dass diese Art von Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine nicht ohne Sch\u00e4den und Kosten f\u00fcr die Europ\u00e4er bleibt&#8220;, erkl\u00e4rt Gabujew. Europa soll den Krieg sp\u00fcren, wenn Flugh\u00e4fen schlie\u00dfen m\u00fcssen oder Jets Drohnen jagen. Die j\u00fcngste Eskalation sei in diesem Sinne eine Weiterentwicklung des mittlerweile gewohnten atomaren S\u00e4belrasselns Putins der vergangenen Jahre.\u00a0\n<\/p>\n<p>            Russische Provokationen         <\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-09\/nato-reaktion-provokation-russland-kampfjets\" data-ct-label=\"Nato: Einfach abschie\u00dfen?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Nato:<br \/>\n                        Einfach abschie\u00dfen?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-09\/kampfjets-estland-russland-nato-eskalation\" data-ct-label=\"Kampfjets in Estland: Putin dreht die Eskalationsspirale weiter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Kampfjets in Estland:<br \/>\n                        Putin dreht die Eskalationsspirale weiter<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Diese Drohungen sollten Angst vor Russland erzeugen und Waffenlieferungen an die Ukraine schm\u00e4lern. Doch irgendwann verpuffte die Wirkung dieser Rhetorik. Einflussreiche Stimmen in Russland, wie der Au\u00dfenpolitikexperte Sergej Karaganow und auch Putin-Berater Dmitrij Trenin, haben die nukleare Abschreckung in ihrer bisherigen Form l\u00e4ngst f\u00fcr gescheitert erkl\u00e4rt. Zu riskant und deshalb zu unglaubw\u00fcrdig.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Vor gut einem Jahr fasste Trenin deshalb seine alternativen Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Wladimir Putin <a href=\"https:\/\/globalaffairs.ru\/articles\/sderzhivanie-trenin\/\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in einem Artikel f\u00fcr die Fachzeitschrift<\/a> Russia in Global Affairs zusammen. Die wichtigste Aufgabe sei es, eine weitere Involvierung von Nato-Staaten in den Ukrainekrieg zu verhindern. Den Regierenden im Westen m\u00fcsse &#8222;klargemacht werden&#8220;, dass sie im Falle eines &#8222;Konflikts mit Russland&#8220; nicht in &#8222;komfortablen und gesch\u00fctzten Umst\u00e4nden&#8220; verweilen k\u00f6nnen, schreibt Trenin weiter. Im gleichen Text empfiehlt Trenin deshalb Angriffe mit nicht nuklearen Waffen gegen westliche Drohnen im Schwarzen Meer, gegen logistische Knotenpunkte in Europa, die f\u00fcr die Versorgung der Ukraine wichtig sind, sowie Cyberangriffe gegen &#8222;kritische Infrastruktur in Europa und Nordamerika&#8220;.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Lange galten solche Texte selbst als Akt hybrider Kriegsf\u00fchrung im Propagandabereich. Sie sollten im Westen Angst sch\u00fcren. Putin wiederum profitierte, weil er sich besonnener geben konnte als sein Umfeld. Dennoch scheinen die Machthaber in Moskau zumindest einen Teil der radikalen Ideen aufzugreifen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Europa soll den Krieg sp\u00fcren Seite 2Der Westen ist an allem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":449976,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,116222,116223,116224,106,663,13,308,14,944,15,16,4043,4044,850,116221,307,12,306,107],"class_list":{"0":"post-449975","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-alexander-gabujew","11":"tag-denis-wolkow","12":"tag-dmitrij-trenin","13":"tag-donald-trump","14":"tag-europa","15":"tag-headlines","16":"tag-moskau","17":"tag-nachrichten","18":"tag-new-york","19":"tag-news","20":"tag-politik","21":"tag-russia","22":"tag-russian-federation","23":"tag-russische-foederation","24":"tag-russische-provokationen","25":"tag-russland","26":"tag-schlagzeilen","27":"tag-wladimir-putin","28":"tag-wolodymyr-selenskyj"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115266190222184752","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/449975","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=449975"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/449975\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/449976"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=449975"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=449975"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=449975"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}