{"id":450522,"date":"2025-09-25T22:58:15","date_gmt":"2025-09-25T22:58:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/450522\/"},"modified":"2025-09-25T22:58:15","modified_gmt":"2025-09-25T22:58:15","slug":"deshalb-ist-die-afd-in-mv-so-stark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/450522\/","title":{"rendered":"Deshalb ist die AfD in MV so stark"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">In Mecklenburg-Vorpommern deutet sich ein Jahr vor der Landtagswahl ein politisches Erdbeben an. Laut einer <a data-li-document-ref=\"3954574\" href=\"https:\/\/www.nordkurier.de\/regional\/mecklenburg-vorpommern\/umfrage-afd-legt-im-nordosten-stark-zu-staerkste-kraft-3954574\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aktuellen Umfrage<\/a> des Instituts Infratest dimap im Auftrag des NDR liegt die AfD mit 38 Prozent weit vor der regierenden SPD von Ministerpr\u00e4sidentin Manuel Schwesig mit 19 Prozent. Die mitregierende Linke erreicht zw\u00f6lf Prozent und landet knapp hinter der oppositionellen CDU mit 13 Prozent. Die Gr\u00fcnen m\u00fcssten der Umfrage zufolge mit f\u00fcnf Prozent um den Wiedereinzug in den Schweriner Landtag bangen. Die FDP wird nicht gesondert ausgewiesen und w\u00fcrde aus dem Landesparlament ausscheiden. Das B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht wird bei sieben Prozent gesehen.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Aufgrund der neuen Zahlen ist f\u00fcr Nikolaus Kramer, Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag, klar: \u201eDie SPD hat fertig. Seit Wochen kommt sie nicht mehr aus den Negativ-Schlagzeilen heraus, politische Schwergewichte gehen ihr von der Stange, die Polizei stellt sich gegen ihren obersten Dienstherren und eine unsolide Haushaltsf\u00fchrung verschuldet das Land und die junge Generation auf Jahrzehnte. Die SPD wird f\u00fcr 27 Jahre Parteienfilz zurecht abgestraft. Manuela Schwesig ist reif f\u00fcr die Oppositionsbank.\u201c<\/p>\n<p>Schwesig: \u201eNicht auf Hass und Hetze setzen\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Dem widerspricht die Ministerpr\u00e4sidentin und Landesvorsitzende der SPD energisch. \u201eDie AfD gef\u00e4hrdet die Stabilit\u00e4t. Die Mehrheit der Menschen will, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern auf Gemeinsamkeit und nicht auf Hass und Hetze setzen. Daf\u00fcr trete ich an\u201c, betont Schwesig in einer ersten Reaktion gegen\u00fcber dem Nordkurier.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Schwesig r\u00e4umt ein, \u201edass die Zahlen die gro\u00dfe Unzufriedenheit in der Bev\u00f6lkerung widerspiegeln, die wir im Osten auch schon bei der Bundestagswahl hatten\u201c. Die SPD nehme diese Zahlen sehr ernst. Die Sozialdemokratie w\u00fcrde hart f\u00fcr Wirtschaftskraft und Arbeitspl\u00e4tze, f\u00fcr gute Kitas und Schulen, f\u00fcr stabile Renten und die F\u00f6rderung des Ehrenamts arbeiten. Deshalb sei sie zuversichtlich f\u00fcr die Landtagswahl in einem Jahr, sagte die Regierungschefin. \u201eDenn dann geht es um die Zukunft des Landes Mecklenburg-Vorpommern und nicht um Bundespolitik.\u201c<\/p>\n<p>Linke: \u201eAlltagssorgen der Menschen l\u00f6sen\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Hennis Herbst, Landesvorsitzender der Linken und Koalitionspartner der SPD in der Landesregierung, nannte die aktuelle Umfrage eine \u201egute Ausgangslage f\u00fcr die Landtagswahl 2026\u201c. Es gehe der Linken aber nicht nur um Zahlen, sondern um direkte R\u00fcckmeldungen der Menschen im Land. \u201eDeshalb haben wir am vergangenen Wochenende unsere Haust\u00fcrbefragung ,Die Linke l\u00e4utet&#8216; gestartet, um unmittelbar von den Menschen zu erfahren, welche Erwartungshaltung sie an die Politik richten. Die ersten Gespr\u00e4che zeigen deutlich, dass die Alltagssorgen der Menschen angegangen werden m\u00fcssen. Steigende Mieten, teure Lebensmittel, Heizungskosten, geringe L\u00f6hne und knappe Renten besch\u00e4ftigen die Menschen\u201c, so Herbst.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die Bundespolitik habe den gr\u00f6\u00dften Einfluss auf die Sorgen der Menschen, aber Schwarz-Rot verliere sich lieber in K\u00fcrzungsdebatten beim Sozialstaat, Aufr\u00fcstung und Streit bei Richterwahlen statt den Alltag der Menschen zu verbessern. Das erschreckende Umfrageergebnis der AfD sei nach Einsch\u00e4tzung des Linken-Chefs ein Beleg daf\u00fcr.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Herbst weiter: \u201eWo demokratische Parteien es nicht schaffen, Alltagssorgen zu l\u00f6sen und so Vertrauen zur\u00fcckzugewinnen, profitieren die Faschisten der AfD von der wachsenden Unzufriedenheit. Es muss unsere Aufgabe sein, der AfD die materielle Grundlage zu entziehen, auf der sie ihren Hass sch\u00fcrt.\u201c Als Linke werde man deshalb Themen wie ein bezahlbares Leben, Chancengerechtigkeit in der Bildung und eine gute Gesundheitsversorgung in den Fokus der Debatte r\u00fccken.<\/p>\n<p>FDP: \u201eAfD ist kein Schreckensbild mehr\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Fast ganz aus dem Fokus der W\u00e4hler ist derzeit die FDP geraten \u2013 die Liberalen rangieren nur noch in der Rubrik \u201eSonstige\u201c. \u201eEs wird f\u00fcr uns ein langer und beschwerlicher Weg, um wieder Vertrauen zur\u00fcckzugewinnen. Das Ampel-Aus vor knapp einem Jahr hat der W\u00e4hler offenbar eindeutig uns zugewiesen\u201c, sagte FDP-Landeschef Ren\u00e9 Domke.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Fakt sei aber auch, dass die Durchhalteparolen der SPD nicht mehr fruchteten und die AfD beim W\u00e4hler keine Schreckensbilder mehr hervorriefen. Die W\u00e4hler h\u00e4tten die Scheu davor abgelegt, die AfD zu w\u00e4hlen. Domke weiter: \u201eDie Menschen drau\u00dfen im Land sind mit den etablierten Parteien einfach komplett unzufrieden. Das muss endlich begriffen werden.\u201c<\/p>\n<p>CDU: \u201eZahlen sind entt\u00e4uschend\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Zu den Verlierern der Umfrage z\u00e4hlt zweifellos auch die CDU.\u00a0\u201eDie Zahlen sind absolut entt\u00e4uschend. Ich sehe die Ursache vor allem in der schwierigen Au\u00dfenwirkung der Bundesregierung \u2013 nach den Ampeljahren hatten die Menschen gro\u00dfe Hoffnungen in CDU und CSU gesetzt und sich auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung und gesellschaftlichen Frieden gefreut. Diese Hoffnungen haben sich noch nicht erf\u00fcllt. Das muss sich dringend \u00e4ndern\u201c, erkl\u00e4rte CDU-Generalsekret\u00e4rin Katy Hoffmeister.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die Umfragewerte h\u00e4tten auch mit der starken gesellschaftlichen Polarisierung zu tun, die vor allem in Mecklenburg-Vorpommern ein Problem sei. Hoffmeister w\u00f6rtlich: \u201eWenig verwunderlich profitieren davon die politischen R\u00e4nder, also Linke und AfD. Anspruch der Volkspartei CDU ist es, die Gesellschaft zusammenzuhalten.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Mecklenburg-Vorpommern deutet sich ein Jahr vor der Landtagswahl ein politisches Erdbeben an. 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