{"id":451022,"date":"2025-09-26T03:47:10","date_gmt":"2025-09-26T03:47:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/451022\/"},"modified":"2025-09-26T03:47:10","modified_gmt":"2025-09-26T03:47:10","slug":"wie-bahnhofs-laeuferinnen-nuernbergs-hauptbahnhof-sicher-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/451022\/","title":{"rendered":"Wie &#8222;Bahnhofs-L\u00e4uferinnen &#8222;N\u00fcrnbergs Hauptbahnhof sicher machen"},"content":{"rendered":"<p>Der harte Kern sind 40 bis 50 obdachlose Menschen, die jedem Tag im N\u00fcrnberger Bahnhof unterwegs sind. Das sagt Michelle Ja\u00df. Sie und ihre Kollegin Annika Zitzmann sind die sogenannten &#8222;Bahnhofs-L\u00e4uferinnen&#8220;. So nennt die N\u00fcrnberger Stadtmission die beiden Streetworkerinnen, die sich seit einigen Monaten um die Wohnungslosen am Hauptbahnhof k\u00fcmmern. Jetzt wurde das Pilot-Projekt vorgestellt.<\/p>\n<p>In N\u00fcrnberg gebe es zwar ein gutes Hilfssystem f\u00fcr obdachlose Menschen, sagt Andreas Bott, der bei der Stadtmission den Bereich Hilfen f\u00fcr Menschen in Wohnungsnot leitet. &#8222;Aber es gibt immer wieder Menschen, die es nicht schaffen, davon zu profitieren&#8220;, sagt er. Dementsprechend sind sie in einer schlechten psychischen und k\u00f6rperlichen Verfassung. <\/p>\n<p>Niemand muss das Angebot der &#8222;Bahnhofs-L\u00e4uferinnen&#8220; annehmen<\/p>\n<p>Bei ihren Rundg\u00e4ngen durch den Hauptbahnhof und dessen n\u00e4here Umgebung sprechen die beiden Sozialarbeiterinnen diese Menschen an. Zu erkennen sind die Helferinnen an einer Umh\u00e4ngetasche mit dem Emblem der Stadtmission. &#8222;Wir wollen im Gespr\u00e4ch herausfinden, welche Hilfen ben\u00f6tigt werden&#8220;, sagt Zitzmann. Ganz wichtig sei, dass das Angebot freiwillig sei. &#8222;Niemand ist verpflichtet, es anzunehmen.&#8220; Oft dauere es lange, bis die Menschen sich ihre Lage eingestehen. <\/p>\n<p>Die Streetworkerinnen sind regelm\u00e4\u00dfig am fr\u00fchen Morgen und auch am sp\u00e4ten Abend im Hauptbahnhof unterwegs. &#8222;So k\u00f6nnen wir sehen, wer wohnungslos ist und sich dort auch \u00fcber Nacht aufh\u00e4lt&#8220;, sagt Ja\u00df. Die &#8222;Bahnhofs-L\u00e4uferinnen&#8220; k\u00fcmmern sich um die Grundbed\u00fcrfnisse dieser Menschen. Sie vermitteln beispielsweise einen Schlafplatz in einer Notschlafstelle, zeigen, wo es Essen und medizinische Versorgung gibt. Au\u00dferdem helfen sie bei Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen oder schlichten Konflikte.<\/p>\n<p>Lage am N\u00fcrnberger Hauptbahnhof: &#8222;Kein Grund zu Hysterie&#8220; <\/p>\n<p>Ziel sei es, das Leben der obdach- und wohnungslosen Menschen zu stabilisieren und die sichtbare Obdachlosigkeit zu reduzieren, sagt Bj\u00f6rn Bracher, Bereichsleiter Hilfe in besonderen Lebenslagen. Das helfe sicherlich auch, die gef\u00fchlte Sicherheit am Hauptbahnhof zu verbessern. &#8222;Aber wir haben vor allem die Not der Menschen im Blick und wir haben Hilfsangebote f\u00fcr sie&#8220;, sagt er. Deshalb verstehe er &#8222;die Hysterie \u00fcber die Lage am N\u00fcrnberger Hauptbahnhof nicht&#8220;. Die sei nicht anders als an anderen Gro\u00dfstadtbahnh\u00f6fen in Deutschland. <\/p>\n<p>Hoffnung auf Geld von der Stadt<\/p>\n<p>Rund 1.200 Kontakte hatten die &#8222;Bahnhofsl\u00e4uferinnen&#8220; in den vergangenen Monaten seit dem Start des Projekts. &#8222;Das zeigt, dass es nicht nur ein wichtiges Angebot ist, sondern ein Angebot, das angenommen wird&#8220;, sagt Kai St\u00e4hler, der Vorstandsvorsitzende der Stadtmission N\u00fcrnberg. &#8222;Das Thema ist die DNA der Diakonie und der Stadtmission.&#8220; <\/p>\n<p>Gut 100.000 Euro gibt der Sozialverband f\u00fcr das Pilotprojekt aus, das zwei Jahre l\u00e4uft. Ein Gro\u00dfteil der Summe wird vom bayerischen Sozialministerium getragen. St\u00e4hler w\u00fcnscht sich, dass die Stadt N\u00fcrnberg nach den ersten beiden Jahren die Finanzierung \u00fcbernimmt \u2013 auch wenn <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/staedte-plagen-massive-finanz-probleme-hilferuf,UxiuYA8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Kassen leer sind<\/a>. &#8222;Sie ist origin\u00e4r f\u00fcr die Wohnungslosenhilfe zust\u00e4ndig, das ist eine kommunale Pflichtaufgabe.&#8220; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der harte Kern sind 40 bis 50 obdachlose Menschen, die jedem Tag im N\u00fcrnberger Bahnhof unterwegs sind. 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