{"id":451100,"date":"2025-09-26T04:33:11","date_gmt":"2025-09-26T04:33:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/451100\/"},"modified":"2025-09-26T04:33:11","modified_gmt":"2025-09-26T04:33:11","slug":"nato-muss-klare-antwort-haben-finnlands-verteidigungsminister-sieht-in-moskaus-drohnenattacken-ablenkungsmanoever","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/451100\/","title":{"rendered":"&#8222;Nato muss klare Antwort haben&#8220;: Finnlands Verteidigungsminister sieht in Moskaus Drohnenattacken Ablenkungsman\u00f6ver"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der finnische Verteidigungsminister H\u00e4kk\u00e4nen fordert Tempo beim Aufbau des &#8222;Drohnenwalls&#8220; an der Ostflanke. Die EU brauche zudem Pl\u00e4ne f\u00fcr die Abwehr russischer Raketen und Marschflugk\u00f6rper. Hinter Moskaus Provokationen im europ\u00e4ischen Luftraum wittert er eine besondere Taktik.<\/strong><\/p>\n<p>Der finnische Verteidigungsminister Antti H\u00e4kk\u00e4nen erkennt in der Verletzung des europ\u00e4ischen Luftraums durch Drohnen und Kampfflugzeuge einen Versuch Russlands, von der Ukraine abzulenken. &#8222;Russland versucht, unseren Fokus auf die Verteidigung unseres Luftraums zu verlagern, damit wir die Unterst\u00fctzung der Ukraine vergessen&#8220;, sagte H\u00e4kk\u00e4nen im Gespr\u00e4ch mit ntv.de und weiteren deutschen Medien in Helsinki. Die russische Armee versuche momentan alles, um Kiews Luftverteidigung zum Zusammenbruch zu bringen. Europ\u00e4ische Staaten d\u00fcrften sich davon nicht irritieren lassen. Sie sollten nicht aus den Augen verlieren, neben der eignen Luftverteidigungsf\u00e4higkeiten auch die der Ukraine zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Auf Russlands aggressives Vorgehen m\u00fcsse die Nato eine klare Antwort haben. &#8222;Unsere Botschaft an Russland: Wir sind bereit, alle Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um nationalen Bedrohungen entgegenzuwirken und die Nato-Gebiete zu verteidigen&#8220;, sagte H\u00e4kk\u00e4nen. Am Montag und Donnerstag meldete D\u00e4nemark mehrere Drohnensichtungen \u00fcber Flugh\u00e4fen im Land. Zuletzt hatten auch Polen, Estland und Rum\u00e4nien Verletzungen ihres Luftraums durch russische Drohnen und Kampfflugzeuge festgestellt. Die Nato wertet dies als gezielte Provokationen Russlands. Moskau wies die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck.<\/p>\n<p>H\u00e4kk\u00e4nen pocht auf schnelle Resultate in Gespr\u00e4chen \u00fcber einen &#8222;Drohnenwall&#8220;, den EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen zur Verteidigung der Nato-Ostflanke gefordert hatte. Am Freitag wird EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius mit H\u00e4kk\u00e4nen und Vertretern weiterer nord- und osteurop\u00e4ischer Staaten sowie der Ukraine \u00fcber erste Vorschl\u00e4ge zur St\u00e4rkung der Drohnenabwehr sprechen.<\/p>\n<p>Sensoren an der \u00f6stlichen EU-Au\u00dfengrenze geplant<\/p>\n<p>Nach EU-Angaben liegen bislang lediglich vage Vorstellungen dar\u00fcber vor, wie der Drohnenwall aussehen soll. Als m\u00f6glicher erster Schritt wurde der Einsatz zus\u00e4tzlicher Sensoren an der \u00f6stlichen EU-Au\u00dfengrenze genannt. Ein integriertes, gemeinsames Abwehrsystem zur Drohnenabwehr d\u00fcrfte demnach erheblich zeitaufw\u00e4ndiger sein. Bei einem Besuch von Kubilius und von der Leyen vor einigen Wochen in Helsinki habe Finnland seine Vorschl\u00e4ge zur Drohnenabwehr bereits auf den Tisch gelegt, sagt H\u00e4kk\u00e4nen. Es soll um einen kosteng\u00fcnstigen Weg gehen, Russland Aattacken abzuschmettern. Als vor zwei Wochen russische Drohnen in den Luftraum Polens eingedrungen waren, schoss die Nato mehrere davon ab. Dabei mussten Kampfjets der j\u00fcngsten Generation teure Lenkflugk\u00f6rper abfeuern, um die billigen russischen Drohnen abzuschie\u00dfen. Die europ\u00e4ischen Staaten suchen nun nach effizienteren L\u00f6sungen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Finnland k\u00f6nne in die Gespr\u00e4che \u00fcber den Drohnenwall die n\u00f6tige Expertise einbringen &#8211; durch die Erfahrungen mit der hybriden Kriegsf\u00fchrung Moskaus, die Verteidigung des Finnischen Meerbusens sowie der 1300 Kilometer langen Grenze zu Russland, sagte H\u00e4kk\u00e4nen. Der finnische Au\u00dfenminister verwies auf gemeinsame europ\u00e4ische Verteidigungspl\u00e4ne, die sein Land bereits innerhalb der Nordic Defence Cooperation (Nordefco) ausgearbeitet hat. Die Nordefco ist ein Milit\u00e4rb\u00fcndnis der nordeurop\u00e4ischen Staaten D\u00e4nemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden. Enge Absprachen \u00fcber den gemeinsamen Einsatz von Truppen und Investitionen in Hochtechnologie w\u00fcrden dort getroffen, sagte H\u00e4kk\u00e4nen. Dabei geht es auch um die Luftraumverteidigung: &#8222;Zum Beispiel werden wir am Ende dieses Jahrzehnts gemeinsam 250 moderne Kampfjets haben, die ohne jegliche Luftraumbeschr\u00e4nkung in Nordeuropa eingesetzt werden.&#8220;<\/p>\n<p>H\u00e4kk\u00e4nen pochte auf eine &#8222;mehrschichtige Luftverteidigung&#8220; Europas, bei der es nicht nur um Drohnen, sondern auch um die Abwehr ballistischer Raketen und Marschflugk\u00f6rper sowie Sensoren f\u00fcr elektronische Kriegsf\u00fchrung ginge. Jedes &#8222;Schlupfloch&#8220; in der Verteidigung k\u00f6nne Russland die Gelegenheit f\u00fcr neue Provokationen bieten. &#8222;Wenn der Westen Pr\u00e4sident Wladimir Putin durch mangelnde Verteidigung M\u00f6glichkeiten gibt, dann wird er uns weiter testen&#8220;, so H\u00e4kk\u00e4nen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der finnische Verteidigungsminister H\u00e4kk\u00e4nen fordert Tempo beim Aufbau des &#8222;Drohnenwalls&#8220; an der Ostflanke. 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