{"id":451151,"date":"2025-09-26T05:02:23","date_gmt":"2025-09-26T05:02:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/451151\/"},"modified":"2025-09-26T05:02:23","modified_gmt":"2025-09-26T05:02:23","slug":"krim-kongo-fieber-erstmals-bei-tieren-in-frankreich-entdeckt-fuer-menschen-potenziell-toedlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/451151\/","title":{"rendered":"Krim-Kongo-Fieber\u00a0erstmals bei Tieren in Frankreich entdeckt &#8211; f\u00fcr Menschen potenziell t\u00f6dlich"},"content":{"rendered":"<p>                    F\u00fcr Menschen potenziell t\u00f6dlich<br \/>\n                Krim-Kongo-Fieber bei Tieren in Frankreich entdeckt<\/p>\n<p>\t\t\t\t              25.09.2025, 10:59 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Bei Rindern und Wildtieren in S\u00fcdfrankreich hat ein Forschungsteam das gef\u00e4hrliche Krim-Kongo-Fieber gefunden. Es ist eine der gef\u00e4hrlichsten von Zecken \u00fcbertragenen Infektionen \u00fcberhaupt &#8211; bis zu 50 Prozent der infizierten Menschen sterben daran. Die zunehmende Verbreitung gebe Grund zur Sorge, so die Forscher.<\/strong><\/p>\n<p>Das Krim-Kongo-Fieber ist eine von Zecken \u00fcbertragene Krankheit, die f\u00fcr Menschen t\u00f6dlich enden kann. Forscher haben &#8211; nach eigenen Angaben erstmals &#8211; im S\u00fcden Frankreichs bei einer Untersuchung von Blutproben auf Antik\u00f6rper herausgefunden, dass die Krankheit wohl in Teilen des Landes unter Rindern und Wildtieren zirkuliert. Das berichtet ein Team des franz\u00f6sischen Forschungszentrums f\u00fcr Landwirtschaft und internationale Zusammenarbeit f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (Cirad) <a href=\"https:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0331875&amp;utm_source=pr&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=plos006\" rel=\"Follow nofollow noopener\" target=\"_blank\">im Fachjournal &#8222;PLOS One&#8220;<\/a>.<\/p>\n<p>Das Krim-Kongo-Fieber oder Krim-Kongo-h\u00e4morrhagische Fieber (auf Englisch Crimean-Congo hemorrhagic fever, CCHF) ist den Forschern zufolge in vielen Weltregionen verbreitet, darunter in Afrika, im Nahen Osten, auf dem Balkan und in Zentralasien. Dass es in den vergangenen Jahrzehnten etwa auch in Griechenland oder Spanien nachgewiesen wurde, sei Grund zur Sorge.<\/p>\n<p>Rund zwei Prozent der Tiere mit Antik\u00f6rpern<\/p>\n<p>F\u00fcr seine Forschung in Frankreich wertete das Team zwischen 2008 und 2022 bei tier\u00e4rztlichen Einrichtungen verf\u00fcgbare Blutproben von mehr als 8600 Rindern und rund 2180 sonstigen Wildtieren aus der Mittelmeerregion Frankreichs aus und untersuchte sie auf Antik\u00f6rper, um daraus schlie\u00dfen zu k\u00f6nnen, ob die Tiere bereits mit dem Erreger konfrontiert waren.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/548380994.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Das Krim-Kongo-Fieber-Virus wird von Zecken \u00fcbertragen und bef\u00e4llt oft Tiere - anders als f\u00fcr den Menschen ist es f\u00fcr die aber meist ungef\u00e4hrlich.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/548380994.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Das Krim-Kongo-Fieber-Virus wird von Zecken \u00fcbertragen und bef\u00e4llt oft Tiere &#8211; anders als f\u00fcr den Menschen ist es f\u00fcr die aber meist ungef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: picture alliance \/ abaca)<\/p>\n<p> Das Ergebnis: Bei rund zwei Prozent der Rinder und 2,25 Prozent der Wildtiere wurden Antik\u00f6rper entdeckt, vor allem in verschiedenen Regionen an den Pyren\u00e4en. Dies deute darauf hin, dass die Krankheit dort zwischen den Tieren mit Zecken als \u00dcbertr\u00e4gern zirkuliere.<\/p>\n<p>Alter und Umwelt spielen eine Rolle<\/p>\n<p>Das Team machte Faktoren ausfindig, die Ansteckungen wohl beg\u00fcnstigen &#8211; etwa das Alter des Tieres, die vorherrschenden \u00f6kologischen Bedingungen sowie Interaktionen mit der Umwelt. Je \u00e4lter etwa Rinder, desto h\u00f6her die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr Antik\u00f6rper. Bei Rindern wurden zudem in Nadelw\u00e4ldern und nat\u00fcrlichen offenen Lebensr\u00e4umen h\u00e4ufiger Antik\u00f6rper festgestellt als in anderem Umfeld.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse verdeutlichten, dass es wichtig ist, bei \u00dcberwachung und Ma\u00dfnahmen Umweltfaktoren zu ber\u00fccksichtigen, hei\u00dft es in der Studie. Eine st\u00e4rkere \u00dcberwachung sei zudem notwendig, um die Verbreitung der Krankheit nachverfolgen und Risiken minimieren zu k\u00f6nnen. Die Forscher warnen, dass die Ergebnisse auf eine verst\u00e4rkte Ausbreitung des Virus in S\u00fcdfrankreich hindeuten k\u00f6nnten. Damit steigt das Risiko, dass es auch beim Menschen zu Infektionen kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Hohe Sterblichkeit bei Menschen<\/p>\n<p>Das Krim-Kongo-Fieber gilt als eine der gef\u00e4hrlichsten von Zecken \u00fcbertragenen Infektionen \u00fcberhaupt. Menschen stecken sich \u00fcblicherweise \u00fcber Zeckenbisse mit dem Virus an. Bis zu 50 Prozent der infizierten Menschen sterben der Studie zufolge, abh\u00e4ngig unter anderem vom Zeitpunkt einer Behandlung. Die Symptome reichen von Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und Erbrechen bis hin zu ernsthaften Komplikationen mit inneren oder \u00e4u\u00dferen Blutungen.<\/p>\n<p>Tiere zeigen \u00fcblicherweise keine Symptome, wenn sie sich mit dem Virus anstecken, sondern tragen es lediglich weiter. Das Virus selbst sei typischerweise nur f\u00fcnf bis zehn Tage im Blut nachweisbar, die Antik\u00f6rper dagegen lie\u00dfen sich aber noch jahrelang nachweisen, erkl\u00e4ren die Autoren.<\/p>\n<p>Eingewanderte Zecke \u00fcbertr\u00e4gt das Virus<\/p>\n<p>Durch die eingewanderte Riesenzecke Hyalomma marginatum, die als Haupt\u00fcbertr\u00e4gerin des Virus gilt, wird die Krankheit zunehmend zum Problem. Durch den Klimawandel sowie Viehtransporte \u00fcber l\u00e4ngere Strecken kommt sie mittlerweile auch in Regionen vor, wo dies in der Vergangenheit nicht der Fall war &#8211; auch in Deutschland.<\/p>\n<p>Die Zecke hat gestreifte Beine und ist mit bis zu zwei Zentimetern deutlich gr\u00f6\u00dfer als die in Deutschland bekannteste Zeckenart, der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr Menschen potenziell t\u00f6dlich Krim-Kongo-Fieber bei Tieren in Frankreich entdeckt 25.09.2025, 10:59 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":451152,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,752,548,663,3934,3980,156,13,756,288,14,15,12,2630],"class_list":{"0":"post-451151","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-bildung","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-france","15":"tag-frankreich","16":"tag-headlines","17":"tag-infektionskrankheiten","18":"tag-krankheit","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-zecken"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115268848813682308","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/451151","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=451151"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/451151\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/451152"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=451151"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=451151"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=451151"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}