{"id":452120,"date":"2025-09-26T14:15:13","date_gmt":"2025-09-26T14:15:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/452120\/"},"modified":"2025-09-26T14:15:13","modified_gmt":"2025-09-26T14:15:13","slug":"fahrplanwechsel-was-sich-fuer-bahnfahrer-ab-mitte-dezember-aendert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/452120\/","title":{"rendered":"Fahrplanwechsel: Was sich f\u00fcr Bahnfahrer ab Mitte Dezember \u00e4ndert"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 26.09.2025 15:09 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Mit dem Fahrplanwechsel zum Jahresende verdichtet die Deutsche Bahn den Takt im Fernverkehr auf zentralen Strecken. Daf\u00fcr d\u00fcnnt der Konzern weniger nachgefragte ICE-Verbindungen aus. Die Neuerungen im \u00dcberblick.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Deutsche Bahn setzt ab Mitte Dezember auf mehr und schnelleren Zugverkehr zwischen den gro\u00dfen St\u00e4dten, w\u00e4hrend in der Fl\u00e4che einige Verbindungen wegfallen. Unter anderem wird das ICE-Sprinter-Netz ausgebaut: So gibt es k\u00fcnftig eine solche Verbindung auch zwischen Berlin und Stuttgart \u00fcber N\u00fcrnberg, wie der Konzern heute mitteilte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und zwischen Hamburg und Frankfurt sowie zwischen M\u00fcnchen und Berlin sollen mehr Sprinter fahren. Die Sprinter sind bei den Fahrg\u00e4sten beliebt, weil sie wenige Halte auf der Strecke haben und daher k\u00fcrzere Fahrzeiten versprechen.<\/p>\n<p>    Verweis auf fehlende Wirtschaftlichkeit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Einige schwach nachgefragte Verbindungen k\u00f6nne die DB dagegen angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit hohen Kostensteigerungen nicht mehr anbieten, teilte der Konzern mit. Dazu geh\u00f6rt die Verbindung zwischen Leipzig und N\u00fcrnberg \u00fcber Jena. Dort wird die Zahl der t\u00e4glichen Fernfahrten mit IC-Z\u00fcgen pro Richtung von f\u00fcnf auf zwei reduziert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Bahn verweist hier auch auf das Deutschlandticket: Auf vielen Strecken, auf denen es alternative Verbindungen im Nahverkehr gebe, seien Kunden verst\u00e4rkt darauf umgestiegen. Die Sitzpl\u00e4tze im IC von Leipzig nach Jena etwa seien teilweise nur zu zehn Prozent belegt. In L\u00fcbeck und Berchtesgaden wird ab dem Fahrplanwechsel kein Fernverkehrszug mehr halten.<\/p>\n<p>    DB konzentriert sich auf Strecken mit hoher Nachfrage<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wo jetzt schon viele Fahrg\u00e4ste unterwegs sind, bieten wir im neuen Fahrplan noch mehr Zugfahrten an. Wir bauen unseren Fahrplan mit Blick auf Nachfrage und Kapazit\u00e4t auf dem Schienennetz gezielt aus&#8220;, sagte der f\u00fcr den Fernverkehr zust\u00e4ndige Bahn-Vorstand Michael Peterson laut Mitteilung. Das Angebotsvolumen bleibe insgesamt konstant.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Fokus auf die stark nachfragen Strecken zeigt sich auch beim Halbstundentakt: Der Bahn zufolge wird das Streckennetz, auf dem k\u00fcnftig etwa alle halbe Stunde ein Hochgeschwindigkeitszug f\u00e4hrt, von 900 auf 2.300 Kilometer vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n<p>    Von Hamburg nach Wien bald nur mit Umstieg<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auf den wichtigsten ICE-Linien wird die Bahn dar\u00fcber hinaus Start- und Zielbahnh\u00f6fe, Zwischenhalte und Fahrplantakte vereinheitlichen. &#8222;Auch sollen m\u00f6glichst alle Fahrten der Linien jeweils mit derselben ICE-Baureihe erfolgen&#8220;, teilte der Konzern mit. Ziel ist es, das System so weniger komplex und in der Folge verl\u00e4sslicher zu machen. Das Grundprinzip entspreche dem von S-Bahn-Systemen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das f\u00fchrt aber auch dazu, dass einige lange Direktverbindungen k\u00fcnftig wegfallen wie etwa Hamburg-Hannover-Kassel-Wien, die Fernverkehrsanbindung von L\u00fcbeck und Direktverbindungen in Kiel. Fahrten nach Wien werden beispielsweise vereinheitlicht \u00fcber die Strecke Dortmund-Wien abgewickelt. Wer von Hamburg aus in die \u00f6sterreichische Hauptstadt fahren will, muss k\u00fcnftig umsteigen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein weiteres Beispiel ist Kiel: Die Landeshauptstadt verliert einige unsystematische Einzelverbindungen und erh\u00e4lt ein systematisch zweist\u00fcndliches Taktangebot in Richtung Hannover, Frankfurt und Stuttgart.<\/p>\n<p>    Hohes Risiko, den Anschluss zu verpassen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Angesichts der aktuellen Versp\u00e4tungsprobleme der Bahn k\u00f6nnten die Folgen des Fahrplanwechsels f\u00fcr Reisende unangenehm sein. Denn es erh\u00f6ht sich das Risiko, etwa auf dem langen Weg von Hamburg nach Wien beim Umstieg den Anschluss zu verpassen &#8211; und noch viel l\u00e4nger unterwegs zu sein als geplant. Zuletzt erreichten die ICE- und IC-Z\u00fcge nur knapp 60 Prozent ihrer Halte p\u00fcnktlich, also mit maximal 5:59 Minuten Versp\u00e4tung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Aussichten auf Besserung sind nicht gro\u00df. Denn Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/bahnstrategie-schnieder-vorstellung-100.html\" title=\"Schnieder verschiebt P\u00fcnktlichkeitsziele der Bahn nach hinten\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">lockerte erst am Montag das P\u00fcnktlichkeitsziel f\u00fcr die Bahn<\/a>, weil er das bisherige f\u00fcr unrealistisch h\u00e4lt. Erst bis Ende 2029 soll die P\u00fcnktlichkeit im Fernverkehr bei mindestens 70 Prozent liegen. Die bislang von der Bahn anvisierten Ziele seien &#8222;nicht ann\u00e4hernd erreichbar&#8220;, so Schnieder. Das bisherige Ziel der Bahn sah diese Quote bereits f\u00fcr 2026 vor.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mittelfristig soll die Quote nun laut Ministerium bei mindestens 80 Prozent liegen, langfristig bei mindestens 90 Prozent. Im Nahverkehr soll die P\u00fcnktlichkeit dauerhaft mehr als 90 Prozent betragen. Ein konkreter Zeitraum f\u00fcr diese Ziele geht aus der Strategie nicht hervor.<\/p>\n<p>    Gro\u00dfe Baustellen f\u00fchren auch 2026 zu Einschr\u00e4nkungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Viele Z\u00fcge werden aber auch im kommenden Jahr von der maroden Infrastruktur und vielen Baustellen im Netz ausgebremst werden. Allein durch das Konzept der sogenannten Generalsanierungen wird es im Jahr 2026 f\u00fcnf Gro\u00dfbaustellen im Netz geben, bei denen die Strecken monatelang komplett gesperrt werden:<\/p>\n<ul class=\"bulletpoint-list \">\n<li>Hamburg-Berlin bis zum 30. April<\/li>\n<li>Hagen-Wuppertal-K\u00f6ln von Anfang Februar bis Mitte Juli<\/li>\n<li>N\u00fcrnberg-Regensburg ebenfalls von Anfang Februar bis Mitte Juli<\/li>\n<li>Obertraubling-Passau von Mitte Juni bis Mitte Dezember<\/li>\n<li>Troisdorf-Wiesbaden von Mitte Juli bis Mitte Dezember<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit den Generalsanierungen sollen bis 2036 rund 40 besonders wichtige und hochbelastete Strecken grundlegend modernisiert werden. Die Bahn erhofft sich danach deutlich weniger St\u00f6rungen auf den Strecken und damit einen zuverl\u00e4ssigeren Betrieb.<\/p>\n<p>    Weitere Neuerungen im Fahrplan im \u00dcberblick<\/p>\n<ul class=\"bulletpoint-list \">\n<li>Der neue ICE L geht an den Start. Erste Eins\u00e4tze des Fahrzeugs vom spanischen Hersteller Talgo sind zwischen Berlin und K\u00f6ln vorgesehen. Das Besondere an dem Zug ist sein Einstieg, der ohne Treppen auskommt. Obwohl der Zug den Namen ICE tr\u00e4gt, ist er aber nicht mit h\u00f6chster Geschwindigkeit unterwegs: Der ICE L darf nicht mit maximal 300, sondern lediglich mit bis zu 230 Kilometern pro Stunde durchs Land fahren.<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"bulletpoint-list \">\n<li>Die Bahn nimmt 40 neue beziehungsweise verl\u00e4ngerte grenz\u00fcberschreitende Fahrten ins Programm auf. Zwischen Deutschland und Polen nimmt die neue Eurocity-Linie zwischen Leipzig und Krakau den Verkehr auf, zudem werden weitere St\u00e4dte in der Schweiz erreicht. Sp\u00e4ter, ab Mai, kommt eine neue Verbindung von Prag nach Kopenhagen \u00fcber Dresden, Berlin und Hamburg hinzu. Ab September f\u00e4hrt zu dem vier Mal am Tag ein ICE von K\u00f6ln nach Antwerpen mit Halt am Flughafen Br\u00fcssel.<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"bulletpoint-list \">\n<li>F\u00fcr international Reisende wird zudem das Buchen einfacher: Neben Fernverkehrsz\u00fcgen der \u00d6sterreichischen und der Schweizer Bundesbahnen sind &#8222;ab sofort auch viele innerfranz\u00f6sische TGV-Verbindungen sowie Fahrkarten mit dem Eurostar direkt auf bahn.de oder im DB Navigator&#8220; buchbar, wie es von der Bahn hei\u00dft. Konkret k\u00f6nnen Bahnfahrer beispielsweise Fahrkarten von Frankfurt nach London oder von Paris nach Marseille mit dem TGV erwerben. Auch die durch Deutschland f\u00fchrenden Nachtz\u00fcge der \u00d6BB sind nun \u00fcber die Vertriebskan\u00e4le der DB erh\u00e4ltlich.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der neue Fahrplan gilt ab dem 14. Dezember. Buchungsstart ist am 15. Oktober.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 26.09.2025 15:09 Uhr Mit dem Fahrplanwechsel zum Jahresende verdichtet die Deutsche Bahn den Takt im Fernverkehr auf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":452121,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[2030,29,81199,3600,30,13,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-452120","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-deutsche-bahn","9":"tag-deutschland","10":"tag-fahrplanwechsel","11":"tag-fernverkehr","12":"tag-germany","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-top-news","18":"tag-top-meldungen","19":"tag-topmeldungen","20":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115271023065507037","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/452120","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=452120"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/452120\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/452121"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=452120"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=452120"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=452120"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}