{"id":452309,"date":"2025-09-26T15:59:11","date_gmt":"2025-09-26T15:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/452309\/"},"modified":"2025-09-26T15:59:11","modified_gmt":"2025-09-26T15:59:11","slug":"russlands-wirtschaft-in-der-krise-steuererhoehung-und-kriegskosten-belasten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/452309\/","title":{"rendered":"Russlands Wirtschaft in der Krise: Steuererh\u00f6hung und Kriegskosten belasten"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;Eine schwierige Situation&#8220;<br \/>\n                Zeichen stehen auf Wirtschaftsflaute in Russland<\/p>\n<p>\t\t\t\t              26.09.2025, 17:27 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Russlands Wirtschaft ger\u00e4t immer mehr unter Druck. Selbst Putin-nahe Stimmen sprechen von einer dramatischen Lage. Jetzt soll die Mehrwertsteuer steigen, um die gewaltigen Kriegskosten zu decken. Droht dem Land eine Krise?<\/strong><\/p>\n<p>Die Warnzeichen f\u00fcr die russische Volkswirtschaft werden gr\u00f6\u00dfer. Selbst hochrangige Regierungsmitglieder warnen vor einem deutlichen R\u00fcckgang der Wachstumszahlen. Nun muss das Kabinett auch noch in einer \u00fcberraschenden Mehrwertsteuererh\u00f6hung das Volk zur Kasse bitten, um die enormen Kriegsausgaben zu decken. Selbst der sonst dem Kreml so wohlgesonnene US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat Russland zuletzt mit Blick auf dessen Wirtschaft als &#8222;Papiertiger&#8220; bezeichnet. Droht dem Land tats\u00e4chlich eine Krise?<\/p>\n<p><b>Woher kommen die Krisenerwartungen?<\/b><br \/>In vielen zivilen Bereichen gibt es schon offensichtliche Probleme. &#8222;Eine schwierige Situation in einzelnen Sektoren&#8220;, sagte Zentralbankchefin Elvira Nabiullina vor einer Woche dazu und f\u00fchrte als Beispiele die \u00d6lf\u00f6rderindustrie sowie Kohle und Stahl an. Daneben klagen auch die Autoproduzenten \u00fcber sinkende Absatzzahlen. Im Wohnungsbau herrscht seit dem Wegfall staatlich gest\u00fctzter Hypothekenkredite schon l\u00e4nger Flaute. Und nun erh\u00f6ht sich auch noch der Druck auf den Einzelhandel durch eine Steuererh\u00f6hung.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Bank f\u00fcr Wiederaufbau und Entwicklung senkte ihre Wachstumsprognose f\u00fcr Russland und erwartet nur noch eine um 1,3 Prozent h\u00f6here Wirtschaftsleistung in diesem Jahr. Zugleich liegt diese Erwartung immer noch \u00fcber den Zahlen f\u00fcr Deutschland oder den Euroraum, die mit weniger als einem Prozent Wirtschaftswachstum rechnen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><b>Welche Steuern will die Regierung aus welchem Grund erh\u00f6hen?<\/b><br \/>Die Mehrwertsteuer soll zum Jahreswechsel von 20 auf 22 Prozent steigen. Mehr noch: Nun sollen auch kleinere Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als zehn Millionen Rubel (gut 100.000 Euro) diese Steuer zahlen &#8211; bisher lag die Grenze beim Sechsfachen.<\/p>\n<p>Die Anhebung kommt einerseits unerwartet: 2024 hat Kremlchef Wladimir Putin noch versprochen, die Steuern bis 2030 nicht anzutasten. Andererseits galt der Schritt seit L\u00e4ngerem als unausweichlich wegen des gewaltigen Haushaltsdefizits &#8211; allein bis August sind es 43 Milliarden Euro. Das Geld sei etwa f\u00fcr die Finanzierung von &#8222;Verteidigung und Sicherheit n\u00f6tig&#8220;, schreibt das Finanzministerium. Mit anderen Worten f\u00fcr die weitere Kriegsf\u00fchrung.<\/p>\n<p><b>Wie viel kostet Russland der Krieg?<\/b><br \/>Die genauen Kosten sind schwer zu beziffern. Aber allein die Haushaltsausgaben f\u00fcr die Posten Verteidigung und Innere Sicherheit belaufen sich in diesem Jahr auf 135 Milliarden Euro &#8211; etwa 40 Prozent der Gesamtausgaben. Nicht eingerechnet sind hier die vor allem langfristigen Kosten der Sanktionen, die sich wegen der Einfuhrbeschr\u00e4nkungen in technologischem R\u00fcckstand ausdr\u00fccken, und die Kriegssch\u00e4den. Denn auch die grenznahen russischen Gebiete und weiter im Hinterland vor allem die \u00d6lindustrie leiden schwer unter den Angriffen, mit denen die Ukraine ihren Abwehrkampf f\u00fchrt.<\/p>\n<p><b>Wie schwer wird die russische \u00d6lindustrie in Mitleidenschaft gezogen?<\/b><br \/>Russlands \u00d6lindustrie leidet seit geraumer Zeit unter den Sanktionen. Moskau ist gezwungen, den Rohstoff mit Rabatt auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Vor allem Indien und China greifen hier noch zu. Inzwischen ist aber auch die Wirkung der ukrainischen Drohnenangriffe deutlich. Im europ\u00e4ischen Teil Russlands wurden Dutzende Raffinerien angegriffen, teils mussten sie monatelang den Betrieb einstellen.<\/p>\n<p>Die Krise hat nun auch die russische Regierung zugegeben. Vizeregierungschef Alexander Nowak hat bis Jahresende das Exportverbot von Benzin und Diesel verl\u00e4ngert, weil es im Land selbst daran mangelt. Moskaus Statthalter auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim, Sergej Aksjonow, sah sich in einem Video dazu gezwungen, die Einwohner zu beruhigen. Die Lage werde sich in zwei Wochen entspannen, versprach er.<\/p>\n<p><b>Was steht hinter der Papiertiger-Aussage Trumps?<\/b><br \/>Russland sei schwach und wirke nach dreieinhalb Jahren Krieg ohne echte Erfolge wie ein Papiertiger, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er zeigte sich nach einem Treffen mit dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj sogar \u00fcberzeugt, dass Kiew &#8222;mit Unterst\u00fctzung der Europ\u00e4ischen Union in der Lage ist, die gesamte Ukraine in ihrer urspr\u00fcnglichen Form zur\u00fcckzugewinnen&#8220;. Wladimir Putin und Russland steckten in gro\u00dfen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, schrieb er.<\/p>\n<p>Diese Wortwahl ist f\u00fcr den als Putin-Fan geltenden Trump neu. Sollte sich die Rhetorik in neuen Sanktionen gegen Russlands Wirtschaft oder einer st\u00e4rkeren milit\u00e4rischen Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine niederschlagen, w\u00e4re das f\u00fcr Russland tats\u00e4chlich ein schwerer Schlag. Gerade zus\u00e4tzlicher Druck auf den \u00d6l- und Gassektor w\u00fcrden Russlands Kriegskasse weiter zusetzen. Ob Trump aber tats\u00e4chlich handeln wird, gilt weiter als v\u00f6llig ungewiss.<\/p>\n<p><b>Was passiert, wenn Russland den Krieg beendet?<\/b><br \/>Ein Kriegsende w\u00fcrde den Sanktionsdruck lindern und zur Beendigung der Angriffe auf die eigene \u00d6lindustrie f\u00fchren. Zugleich ist die R\u00fcstungsindustrie angesichts der Probleme in den zivilen Sektoren diejenige Branche, die das Wirtschaftswachstum noch am Leben erh\u00e4lt. Der Sektor ist f\u00fcr acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts verantwortlich.<\/p>\n<p>Eine R\u00fcckumstellung auf eine Friedenswirtschaft w\u00fcrde einen massiven Einbruch bedeuten. Zudem ist unklar, was mit den R\u00fcckkehrern von der Front passieren soll. Es droht ein Anstieg der Arbeitslosigkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Eine schwierige Situation&#8220; Zeichen stehen auf Wirtschaftsflaute in Russland 26.09.2025, 17:27 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":452310,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,1155,12,6736,55,8135],"class_list":{"0":"post-452309","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-sanktionen","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-steuererhoehung","20":"tag-wirtschaft","21":"tag-wirtschaftskrise"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115271432924480012","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/452309","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=452309"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/452309\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/452310"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=452309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=452309"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=452309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}