{"id":453128,"date":"2025-09-26T23:48:23","date_gmt":"2025-09-26T23:48:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/453128\/"},"modified":"2025-09-26T23:48:23","modified_gmt":"2025-09-26T23:48:23","slug":"kunst-kaufen-mit-diesem-trick-ergattert-man-noch-werke-fuer-unter-500-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/453128\/","title":{"rendered":"Kunst kaufen: Mit diesem Trick ergattert man noch Werke f\u00fcr unter 500 Euro"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kunst im Nachverkauf: So kann man noch Rarit\u00e4ten erwerben.<\/strong><\/p>\n<p>Es ging dem Kunstmarkt schon besser. Zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni wurden bei Auktionen weltweit zwar Kunstwerke im Wert von 4,7 Milliarden US-Dollar versteigert, wie das Onlineportal Artnet j\u00fcngst in seinem \u201eArtnet Intelligence Report\u201c ver\u00f6ffentlichte. Allerdings sind das fast neun Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2024. Der gr\u00f6\u00dfte Verlierer der Saison war ausgerechnet eine B\u00fcste von Alberto Giacometti, sonst ein Erfolgsgarant. \u201eGrande t\u00eate mince (Grande t\u00eate de Diego)\u201c von 1955 blieb bei Sotheby\u2019s unverkauft \u2013 f\u00fcr die Kunstwelt ein kleiner Skandal, schlie\u00dflich hatte man ihren Wert auf 70 Millionen US-Dollar gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Wie funktioniert der Nachverkauf?<\/p>\n<p>Wenn ein <a href=\"https:\/\/www.ad-magazin.de\/tag\/kunst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kunstwerk<\/a> bei einer Auktion ein spektakul\u00e4res Ergebnis erzielt, dann macht das Schlagzeilen, wenn es krachend verliert, auch. Ich pers\u00f6nlich verfolge gerne die Schlusslichter, also die Lose, die niemand wollte. Zum Beispiel im Nachverkauf des <a href=\"https:\/\/www.ad-magazin.de\/artikel\/berlin-art-week-2025-ausstellungen-tipps\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berliner<\/a> Auktionshauses am Grunewald. Das Haus hat sich n\u00e4mlich auf erschwingliche(re) Arbeiten des 20. und 21. Jahrhunderts spezialisiert, weshalb man viele Druckgrafiken, Lithografien, Kleinserien oder signierte Postkarten findet. Wer durch die Lose st\u00f6bert, entdeckt nicht selten Arbeiten, die mit einem Startpreis von 200 oder 300 Euro ins Rennen geschickt werden. (Hinzu kommt \u2013 das darf man nicht vergessen \u2013 immer noch ein Aufpreis von \u00fcber 30 Prozent, den man direkt ans Auktionshaus zahlt.) Wird etwas nicht verkauft, geht es meist zum Startpreis in den Nachverkauf. Das ist nicht nur beim Auktionshaus am Grunewald der Fall, sondern nat\u00fcrlich auch bei allen H\u00e4usern wie <a href=\"https:\/\/www.ad-magazin.de\/artikel\/max-beckmann-badende-auktion-grisebach\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Grisebach<\/a>, Karl &amp; Faber, Ketterer oder Quittenbaum.<\/p>\n<p>Wenn man Gl\u00fcck hat, kann man Ikonen erwerben<\/p>\n<p>Bereits im Juli entdeckte ich beim <a data-offer-url=\"https:\/\/www.aagrunewald.de\" class=\"external-link\" data-event-click=\"{&quot;element&quot;:&quot;ExternalLink&quot;,&quot;outgoingURL&quot;:&quot;https:\/\/www.aagrunewald.de&quot;}\" href=\"https:\/\/www.aagrunewald.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Auktionshaus am Grunewald<\/a> einen Offsetdruck auf B\u00fcttenpapier von Niki de Saint Phalle, signiert und in einer Serie von 100 erschienen; f\u00fcr 500 Euro plus Aufgeld h\u00e4tte man ihn haben k\u00f6nnen. Au\u00dferdem wartete <a href=\"https:\/\/www.ad-magazin.de\/article\/lexikon-verner-panton-pop-art\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verner Pantons<\/a> \u201eCone Chair\u201c in schwarzem Leder auf ein neues Zuhause. Dieser Lounge Chair ist zwar keine absolute Rarit\u00e4t, allerdings handelte es sich bei dem hier zu versteigernden Exemplar um eine fr\u00fche Edition, die man f\u00fcr nur 400 Euro h\u00e4tte haben k\u00f6nnen \u2013 bei Sekund\u00e4rplattformen wie Pamono kostet die Stoffvariante das Dreifache. In der Herbstauktion Mitte September blieb unter anderem eine Lithografie von <a href=\"https:\/\/www.ad-magazin.de\/article\/landschloss-maerkisch-wilmersdorf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Markus L\u00fcpertz<\/a> f\u00fcr 300 Euro liegen, au\u00dferdem ein Offsetdruck von Rosemarie Trockel oder eine Farblithografie von Alexander Calder, immerhin im Blattma\u00df 65 mal 50 Zentimeter.<\/p>\n<p>Dem Kunstmarkt ging es schon besser \u2013 f\u00fcr die Branche ist das schlecht, f\u00fcr alle, die sich bisher nicht auf Auktionen getraut haben, aber eine gute Gelegenheit zum Einstieg. Ich mag die hitzige Atmosph\u00e4re, die bei einer Auktion entsteht, habe aber selbst noch nie auf etwas geboten. Der Nachverkauf f\u00fchlt sich nach einer sicheren Variante an. Vier bis acht Wochen werden die St\u00fccke dort \u00fcblicherweise angeboten. \u00dcbrigens: Wer den Auktionsmarkt besonders aufmerksam verfolgt, h\u00e4tte letzte Woche einige M\u00f6belst\u00fccke von Ettore Sottsass ergattern k\u00f6nnen, als das Inventar des insolventen Modeunternehmens Esprit versteigert wurde. Neben ungef\u00e4hr 40 Autos und 500 Elektroger\u00e4ten wurden auch M\u00f6bel der <a href=\"https:\/\/www.ad-magazin.de\/artikel\/gemaserte-holz-moebel-interior\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Memphis<\/a>-Ikone versteigert. Wie so oft gilt: Der wahre Reiz liegt nicht im Rekordpreis, sondern im unerwarteten Fund.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kunst im Nachverkauf: So kann man noch Rarit\u00e4ten erwerben. Es ging dem Kunstmarkt schon besser. Zwischen dem 1.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":453129,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,214,30,7988,1794,215],"class_list":{"0":"post-453128","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kolumne","13":"tag-kunst-und-design","14":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115273276087031335","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/453128","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=453128"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/453128\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/453129"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=453128"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=453128"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=453128"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}