{"id":454309,"date":"2025-09-27T10:49:12","date_gmt":"2025-09-27T10:49:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/454309\/"},"modified":"2025-09-27T10:49:12","modified_gmt":"2025-09-27T10:49:12","slug":"das-jahr-in-buechern-rainer-moritz-gibt-leseanregungen-im-literaturhaus-heilbronn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/454309\/","title":{"rendered":"\u201eDas Jahr in B\u00fcchern\u201c: Rainer Moritz gibt Leseanregungen im Literaturhaus Heilbronn"},"content":{"rendered":"<p>            <a class=\"open-fancybox-detailbildextern\" href=\"https:\/\/www.stimme.de\/freizeit\/kultur\/javascript:;\" data-src=\"https:\/\/www.stimme.de\/storage\/image\/3\/1\/3\/0\/4060313_moritz1458_default-artikel_1ERXt3_Ey9VVI.jpg\" data-fancybox=\"\" data-caption=\"\u201eGreifen Sie zu, dann haben Sie immer etwas richtig gemacht\u201c: Rainer Moritz empfiehlt Georges Simenon und viele andere in seinem neuen Buch. Foto: Seidel, Ralf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/4060313_moritz1458_s21-artikel-big_1ERXt3_3MOlfW.jpg\" alt=\"\u201eGreifen Sie zu, dann haben Sie immer etwas richtig gemacht\u201c: Rainer Moritz empfiehlt Georges Simenon und viele andere in seinem neuen Buch.\" title=\"\u201eGreifen Sie zu, dann haben Sie immer etwas richtig gemacht\u201c: Rainer Moritz empfiehlt Georges Simenon und viele andere in seinem neuen Buch.\" width=\"828\" height=\"474\"\/><\/a><\/p>\n<p>                \u201eGreifen Sie zu, dann haben Sie immer etwas richtig gemacht\u201c: Rainer Moritz empfiehlt Georges Simenon und viele andere in seinem neuen Buch.<br \/>\n                \u00a0Foto: Seidel, Ralf<\/p>\n<p>Sch\u00e4tzungsweise 70.000 neue B\u00fccher erscheinen j\u00e4hrlich in Deutschland. Was also lesen? \u201eNicht unbedingt das, was gerade durchs Feuilleton genudelt wird\u201c, r\u00e4t Rainer Moritz. Denn in zwei Monaten ist der Hype vielleicht wieder vorbei. Viel angesammelt hat sich im Laufe seiner Lesebiografie. Allein auf 1200 gedruckte Rezensionen beziffert Moritz seinen Output als Kritiker. Ein Fundus, aus dem der 67-J\u00e4hrige sch\u00f6pfen kann.<\/p>\n<p>Wie beispielsweise in seiner neuesten Publikation. \u201eDas Jahr in B\u00fcchern. Literaturtipps f\u00fcr jeden Tag\u201c hei\u00dft sie und ist im Reclam Verlag erschienen. \u201eDie besondere Serviceleistung ist, dass auch Schaltjahre inbegriffen sind\u201c, wirbt der geb\u00fcrtige Heilbronner augenzwinkernd. Soll hei\u00dfen: 366 Leseanregungen hat Rainer Moritz versammelt, die er in einem Streifzug am Freitagabend im Literaturhaus vorstellt.<\/p>\n<p>Rainer Moritz: \u201eRiechen Sie an B\u00fcchern, dezent bitte, wenn es gestattet ist.\u201c<\/p>\n<p>Eine muntere One-Man-Show, die bestens ankommt im rappelvollen Trappenseeschl\u00f6sschen. Wer keine Karte hatte, musste sich am Einlass in die Warteschlange einreihen. Gut eineinhalb Stunden bestreitet Moritz, der begnadete Literaturverf\u00fchrer, gewitzte Selbstvermarkter und hemmungslose Bibliophile \u2013 \u201eRiechen Sie an B\u00fcchern, dezent bitte, wenn es gestattet ist.\u201c<\/p>\n<p>Von Egon Friedells und Alfred Polgars \u201eGoethe. Eine Szene\u201c bis Nele Pollatscheks \u201eKleine Probleme\u201c: Die Auswahl an Empfehlungen, die er in seinem j\u00fcngsten Band getroffen hat, reicht vom fr\u00fchesten 18. Jahrhundert bis ins Fr\u00fchjahr 2025. Und weist jeweils mal direkte, mal lockere Bez\u00fcge zum Datum oder zur Jahreszeit auf. Nicht nur Romane und Erz\u00e4hlungen legt Moritz der Leserschaft ans Herz, sondern auch Gedichte, Tageb\u00fccher, Theaterst\u00fccke, Comics und Sachb\u00fccher. Selbst der Duden hat es zu einem Eintrag geschafft.<\/p>\n<p>Dass in dessen aktueller Auflage \u201edas Flittchen\u201c als diskriminierender Sprachgebrauch gekennzeichnet ist, \u201eder Hurenbock\u201c jedoch nicht, emp\u00f6rt den ehemaligen Hoffmann-und-Campe-Chef sowie Leiter des Hamburger Literaturhauses \u00fcbrigens. \u201eWenn schon, denn schon.\u201c Und kennzeichnet ihn als aufmerksamen Leser. Auch kann Moritz nicht nachvollziehen, warum \u201eCoitus a tergo\u201c aufgef\u00fchrt ist, \u201eDoggy Style\u201c aber unterschlagen wird. Wie es ihm \u00fcberhaupt Vergn\u00fcgen bereitet, den Besuchern deftige Passagen zuzumuten. \u201eIch wei\u00df, das Heilbronner Publikum h\u00e4lt was aus.\u201c<\/p>\n<p>Mascha Kal\u00e9ko, eine Krankenschwester und die Liebe<\/p>\n<p>Und es freut sich \u00fcber biografische Anekdoten. Mascha Kal\u00e9kos Zw\u00f6lfzeiler \u201eF\u00fcr Einen\u201c etwa hat Moritz seinerzeit auf einem Plakat bei einer Krankenschwester in Frankenbach entdeckt, in die er ungl\u00fccklich verliebt war. Den Deutschlehrer am Robert-Mayer-Gymnasium wiederum konnte der Sch\u00fcler Rainer mit seiner Interpretation von Conrad Ferdinand Meyers Gedicht \u201eZwei Segel\u201c nicht \u00fcberzeugen: \u201eEine Zwei minus, wobei sich der Minusstrich \u00fcber zwei bis drei Zentimeter hinzog.\u201c Auch erfahren die Fans, dass Moritz\u2019 Vater zwar nicht gerade ein Vielleser war, wohl aber den neuen \u201eAsterix\u201c immer zuerst f\u00fcr sich reklamierte.<\/p>\n<p>Der Autor und \u00dcbersetzer liest, bl\u00e4ttert, plaudert gewohnt kenntnisreich und ironisch. \u00dcber den kauzigen Walter Kempowski spricht er und dessen irrwitzigen Tagebucheintr\u00e4ge: \u201eHelmut Kohl getr\u00e4umt. Jugendherberge. Er war ungehalten\u201c. In Peter Handkes Gedicht \u201eDie Aufstellung des 1. FC N\u00fcrnberg vom 27.1.1968\u201c findet Moritz einen f\u00e4lschlicherweise aufgef\u00fchrten Spieler. Und mit Blick auf die Titel des von ihm verehrten Vielschreibers Georges Simenon ermuntert er: \u201eGreifen Sie zu, dann haben Sie immer etwas richtig gemacht.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eGreifen Sie zu, dann haben Sie immer etwas richtig gemacht\u201c: Rainer Moritz empfiehlt Georges Simenon und viele andere&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":454310,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-454309","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115275875367523561","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/454309","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=454309"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/454309\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/454310"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=454309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=454309"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=454309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}