{"id":454616,"date":"2025-09-27T13:47:10","date_gmt":"2025-09-27T13:47:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/454616\/"},"modified":"2025-09-27T13:47:10","modified_gmt":"2025-09-27T13:47:10","slug":"dokumentarfilmer-und-journalist-georg-stefan-troller-ist-tot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/454616\/","title":{"rendered":"Dokumentarfilmer und Journalist Georg Stefan Troller ist tot"},"content":{"rendered":"<p>Der Journalist und Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller ist im Alter von 103 Jahren gestorben. Das best\u00e4tigte seine Tochter Fenn Troller der Deutschen Presse-Agentur in Paris. Zuvor hatte die &#8222;Welt&#8220; berichtet.<\/p>\n<p>Dokumentarfilme \u00fcber ber\u00fchmte Pers\u00f6nlichkeiten<\/p>\n<p>Georg Stefan Troller z\u00e4hlt zu den bedeutendsten Fernseh-Dokumentaristen des 20. Jahrhunderts. Neben zahlreichen gro\u00dfen Filmen \u00fcber Arthur Rimbaud, Peter Handke, Muhammad Ali und Karl Kraus, schrieb Troller Drehb\u00fccher f\u00fcr Axel Corti. Auch seine zwischen 1998 und 2001 entstandene sechsteilige Reihe &#8222;Hollywood-Profile&#8220; sorgte f\u00fcr Aufsehen, als Troller auf gewohnt pers\u00f6nliche Weise Stars wie Kirk Douglas portr\u00e4tierte. <\/p>\n<p>Troller hat mehr als 170 Filme gedreht. Sein &#8222;human touch&#8220;, den er als Erster in das deutsche Fernsehen einf\u00fchrte, machte ihn zu einer Reporterlegende. <\/p>\n<p>Zu den vielen Ehrungen, mit denen er ausgezeichnet wurde, geh\u00f6ren unter anderem der Adolf-Grimme-Preis, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und 2021 der Ehrenpreis des Deutschen Dokumentarfilmpreises. Am 10. Dezember 2024 feierte Georg Stefan Troller seinen 103. Geburtstag.<\/p>\n<p>Emigration nach Frankreich und USA<\/p>\n<p>Georg Stefan Troller wurde 1921 in Wien geboren. Im Alter von 16 Jahren musste der sp\u00e4tere Journalist wegen seiner j\u00fcdischen Herkunft das Land verlassen und emigrierte nach Frankreich, von dort fl\u00fcchtete er 1941 in die USA und wurde 1943 in die US-Army eingezogen. <\/p>\n<p>Im April 1945 kam er als &#8222;Kriegsgefangenenvernehmer&#8220; der US-Armee in das kriegszerst\u00f6rte M\u00fcnchen. Kurz nach der deutschen Kapitulation im Mai wurde Troller als einer der ersten Journalisten bei Radio M\u00fcnchen angeheuert, mit Dienstausweis Nr. 7. Eigentlich sei die Aufgabe von ihm und seinen Kollegen &#8222;Umerziehung, Abschaffung der Nazi\u00fcberzeugungen in der Bev\u00f6lkerung&#8220; gewesen. Sie merkten aber sehr schnell, dass &#8222;die Bev\u00f6lkerung am Ende war, auch durch Hunger und die Bombenn\u00e4chte&#8220;. <\/p>\n<p>Die Menschen haben vor allem Informationen gebraucht, erz\u00e4hlte Troller 2021 in einem BR-Interview mit Sissi Pitzer. Bei seinen Reportagen und Interviews kam er h\u00e4ufig mit der Bev\u00f6lkerung \u2013 und damit mit deren Unzufriedenheit und Entt\u00e4uschung \u2013 in Ber\u00fchrung. <\/p>\n<p>Auch f\u00fcr den BR war Troller t\u00e4tig<\/p>\n<p>Nach seiner \u2013 sehr kurzen &#8211; T\u00e4tigkeit bei Radio M\u00fcnchen nach Kriegsende arbeitete Troller in Paris f\u00fcr verschiedene deutsche, amerikanische und \u00f6sterreichische Rundfunkanstalten \u2013 auch f\u00fcr den Bayerischen Rundfunk. <\/p>\n<p>Mitte der 1950er Jahre entdeckte er das neue Medium Fernsehen f\u00fcr sich. Es sei f\u00fcr ihn ideal gewesen, um sich pers\u00f6nlich auszudr\u00fccken. Ber\u00fchmt wurde Troller durch die Sendungen &#8222;Pariser Journal&#8220;, die von 1962 bis 1971 im WDR lief, sowie durch seine Reihe &#8222;Personenbeschreibung&#8220; im ZDF von 1971 bis 1986. Sein Erfolgsrezept: Das Publikum muss sich mit der portr\u00e4tierten Person identifizieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit Informationen von dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Journalist und Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller ist im Alter von 103 Jahren gestorben. 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