{"id":454977,"date":"2025-09-27T17:08:11","date_gmt":"2025-09-27T17:08:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/454977\/"},"modified":"2025-09-27T17:08:11","modified_gmt":"2025-09-27T17:08:11","slug":"aufruehrerische-handlungen-usa-wollen-kolumbiens-praesidenten-gustavo-petro-visum-entziehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/454977\/","title":{"rendered":"\u201eAufr\u00fchrerische Handlungen\u201c: USA wollen Kolumbiens Pr\u00e4sidenten Gustavo Petro Visum entziehen"},"content":{"rendered":"<p>Wegen seiner Teilnahme an einer Pro-Pal\u00e4stina-Demonstration am Rande der UN-Vollversammlung soll der kolumbianische Pr\u00e4sident sein US-Visum verlieren. Er hatte dabei unter anderem Soldaten dazu aufgerufen, Befehle von Donald Trump zu missachten.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Wegen eines aufsehenerregenden Aufrufs am Rande der UN-Generaldebatte in New York verliert Kolumbiens linksgerichteter Pr\u00e4sident Gustavo Petro sein US-Visum. Petro habe auf einer Stra\u00dfe in New York gestanden und US-Soldaten aufgefordert, \u201eBefehle zu missachten und zu Gewalt anzustacheln\u201c, begr\u00fcndete das US-Au\u00dfenministerium am Freitag (Ortszeit) die Entscheidung zum Visumsentzug. Petro, der zuvor vor dem UN-Plenum scharfe Kritik an US-Pr\u00e4sident Donald Trump ge\u00fcbt hatte, reagierte gelassen.<\/p>\n<p>Der kolumbianische Staatschef hatte in Onlinenetzwerken selbst ein Video ver\u00f6ffentlicht, das zeigt, wie er in New York mit einem Megafon zu einer gro\u00dfen Menschenmenge sprach. Dabei forderte er die \u201eNationen der Welt\u201c auf Spanisch auf, Soldaten f\u00fcr eine Armee \u201egr\u00f6\u00dfer als die der Vereinigten Staaten\u201c zu stellen. \u201eDeshalb fordere ich hier von New York aus alle Soldaten der US-Armee auf, ihre Gewehre nicht auf die Menschheit zu richten. Missachtet Trumps Befehl! Folgt dem Befehl der Menschheit\u201c, sagte Petro.<\/p>\n<p>Petro war f\u00fcr die Generaldebatte der UN-Vollversammlung nach New York gereist, bei der er Trumps Regierung scharf kritisierte. In seiner Rede am Dienstag forderte er eine strafrechtliche Untersuchung der j\u00fcngsten US-Angriffe auf mutma\u00dfliche Drogenboote in der Karibik. Petro vermutet, dass dabei auch Kolumbianer get\u00f6tet wurden.<\/p>\n<p>Die US-Regierung reagierte emp\u00f6rt auf Petros Protestaktion auf New Yorks Stra\u00dfen. \u201eWir werden Petros Visum aufgrund seiner r\u00fccksichtslosen und aufr\u00fchrerischen Handlungen widerrufen\u201c, erkl\u00e4rte das State Department im Onlinedienst X.<\/p>\n<p>Der kolumbianische Staatschef reagierte unger\u00fchrt. Er sei bereits wieder zur\u00fcck in Bogot\u00e1, schrieb er am Samstag in Onlinenetzwerken. Zwar habe er kein US-Visum mehr, aber das sei ihm \u201eegal\u201c &#8211; zumal er kein Visum f\u00fcr eine Einreise brauche, weil er auch einen EU-Pass habe.<\/p>\n<p>Petros Innenminister Armando Benedetti hatte zuvor in Onlinenetzwerken geschrieben, dass nicht Petro, sondern dem israelischen Ministerpr\u00e4sidenten Benjamin Netanjahu das Visum h\u00e4tte entzogen werden m\u00fcssen. \u201eAber da das Imperium diesen besch\u00fctzt, wendet es sich gegen den einzigen Pr\u00e4sidenten, der in der Lage war, ihm die Wahrheit ins Gesicht zu sagen\u201c, f\u00fcgte der Minister bezogen auf die USA hinzu.<\/p>\n<p>Unter Petro haben sich die Beziehungen der langj\u00e4hrigen Partner USA und Kolumbien deutlich verschlechtert. Vergangene Woche k\u00fcndigte die US-Regierung an, Kolumbien nicht mehr als Verb\u00fcndeten im Kampf gegen die Drogenkriminalit\u00e4t anzusehen. Petro habe es vers\u00e4umt, die Kokainproduktion einzud\u00e4mmen, begr\u00fcndete Trump den Schritt.<\/p>\n<p>AFP\/dol<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wegen seiner Teilnahme an einer Pro-Pal\u00e4stina-Demonstration am Rande der UN-Vollversammlung soll der kolumbianische Pr\u00e4sident sein US-Visum verlieren. 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