{"id":455269,"date":"2025-09-27T19:57:15","date_gmt":"2025-09-27T19:57:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/455269\/"},"modified":"2025-09-27T19:57:15","modified_gmt":"2025-09-27T19:57:15","slug":"un-generaldebatte-wadephul-prangert-krieg-im-gazastreifen-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/455269\/","title":{"rendered":"UN-Generaldebatte: Wadephul prangert Krieg im Gazastreifen an"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 27.09.2025 21:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Au\u00dfenminister Wadephul hat bei der UN-Vollversammlung das israelische Vorgehen im Gazastreifen kritisiert. Au\u00dferdem \u00e4u\u00dferte er Zweifel an einer deutschen Beteiligung bei einer m\u00f6glichen Gaza-Friedenstruppe. Dem Iran bot er neue Atom-Gespr\u00e4che an.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei seiner ersten Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York hat Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul den Krieg im Gazastreifen als &#8222;H\u00f6lle auf Erden&#8220; bezeichnet. Es tobe &#8222;ein humanit\u00e4rer Albtraum&#8220;. Wadephul forderte ein Ende des Krieges und die Freilassung der verbleibenden israelischen Geiseln. Mit Blick auf die Zukunft forderte er: &#8222;Zwei Staaten f\u00fcr zwei V\u00f6lker&#8220;, das sei die einzige L\u00f6sung.<\/p>\n<p>    Lob f\u00fcr US-Friedensplan f\u00fcr Nahost<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wadephul dankte allen, die sich unerm\u00fcdlich f\u00fcr einen Weg zum Frieden einsetzen, &#8222;insbesondere die Vereinigten Staaten von Amerika&#8220;. Angesichts des neuen US-Vorsto\u00dfes f\u00fcr Frieden in Nahost zeigte sich der CDU-Politiker optimistisch f\u00fcr ein diplomatisches Ende des Krieges im Gazastreifen. Es habe sich viel bewegt bei den Vereinten Nationen, so Wadephul, und lobte den Friedensplan, mit dem US-Pr\u00e4sident Donald Trump Israel zum Waffenstillstand bewegen will.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im ARD-Interview sagte der Au\u00dfenminister: &#8222;Die Umsetzung wird selbstverst\u00e4ndlich der schwierigste Teil sein. Deutschland ist in jedem Fall bereit, sich f\u00fcr eine friedliche und gute Zukunft des Gazastreifens zu engagieren.&#8220; Dabei sprach er sich klar f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe aus. Skeptisch \u00e4u\u00dferte er sich \u00fcber eine deutsche Beteiligung an einer m\u00f6glichen internationalen Friedenstruppe in Gaza.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es gebe die begr\u00fc\u00dfenswerte Bereitschaft vieler muslimisch gepr\u00e4gter Staaten, bei der Entsendung einer internationalen Truppe in das Pal\u00e4stinensergebiet aktiv zu werden. &#8222;Dieses Angebot sollte man vorrangig wahrnehmen&#8220;, betonte Wadephul. Deutschland sei in jedem Fall bereit, sich f\u00fcr eine friedliche Zukunft des Gazastreifens zu engagieren, &#8222;insbesondere in humanit\u00e4rer Hinsicht&#8220;.<\/p>\n<p>    Wadephul bietet Iran neue Gespr\u00e4che an<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In seiner Rede vor der UN-Generalversammlung ging es auch um den Umgang mit dem Iran. &#8222;F\u00fcr uns ist es ein Gebot: Iran darf niemals eine Atombombe erlangen&#8220;, so der Au\u00dfenminister. Gleichzeitig stellte er dem Iran neue Verhandlungen \u00fcber sein Atomprogramm in Aussicht &#8211; nach dem bevorstehenden Wiederinkrafttreten der UN-Sanktionen gegen Teheran. &#8222;Wir bleiben offen f\u00fcr Verhandlungen \u00fcber eine neue Vereinbarung. Die Diplomatie kann und sollte weitergehen&#8220;, sagte Wadephul.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In seiner auf Englisch gehaltenen Rede betonte er, dass die sogenannten E3-Staaten wegen der Verst\u00f6\u00dfe des Iran gegen das Atomabkommen &#8222;keine andere Wahl&#8220; gehabt h\u00e4tten als den &#8222;Snapback-Mechanismus&#8220; auszul\u00f6sen. Der von den drei L\u00e4ndern im August ausgel\u00f6ste Mechanismus sieht vor, die nach dem Atomabkommen von 2015 abgebauten UN-Sanktionen gegen den Iran binnen 30 Tagen wieder in Kraft zu setzen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Freitag war im UN-Sicherheitsrat ein von Russland und China eingebrachter Resolutionsentwurf zur Verl\u00e4ngerung der Frist vor dem neuen Inkrafttreten der UN-Sanktionen abgelehnt worden. Im Streit um das Atomprogramm sollen damit bereits in der Nacht wieder UN-Sanktionen in Kraft gesetzt werden.<\/p>\n<p>    Kritik an Merz f\u00fcr Fernbleiben<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zuvor hatte es im Laufe der Woche Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) f\u00fcr sein Fernbleiben von der UN-Vollversammlung gegeben. &#8222;Sie sollten in New York sein&#8220;, sagte Gr\u00fcnen-Fraktionschefin Britta Ha\u00dfelmann in der Generaldebatte im Bundestag. Wenn es um L\u00f6sungen f\u00fcr Frieden im Nahen Osten oder die Unterst\u00fctzung der Ukraine gehe, w\u00e4re es Aufgabe des Kanzlers, dort zu sein. Ha\u00dfelmann sprach die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/trump-un-rede-100.html\" title=\"Rede bei UN-Generaldebatte: Trump greift die Vereinten Nationen an\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rede von US-Pr\u00e4sident Donald Trump<\/a> an, der die internationale Kooperation diffamiert und den Klimawandel geleugnet habe. Sie stellte die Frage, ob Merz Trump nicht habe widersprechen wollen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der ehemalige Leiter der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz und fr\u00fcherer deutscher UN-Botschafter, Christoph Heusgen, sagte dem Handelsblatt: &#8222;Es ist befremdlich, dass der Kanzler bei der UN-Vollversammlung fehlt.&#8220; Deutschland laufe Gefahr, zum ersten Mal mit einer Bewerbung um einen Sicherheitsratssitz durchzufallen&#8220;, so Heusgen.<\/p>\n<p>    Deutschland will wieder in UN-Sicherheitsrat einziehen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Bundesregierung strebt an, etwa alle acht Jahre in den Sicherheitsrat einzuziehen. Bislang war Deutschland sechs Mal als nicht-st\u00e4ndiges Mitglied in dem Gremium vertreten, zuletzt in den Jahren 2019 und 2020. So wie \u00d6sterreich und Portugal bewirbt sich Deutschland nun um einen der beiden freien Sitze in der &#8222;Gruppe Westeurop\u00e4ischer und anderer Staaten&#8220; (WEOG). Die Wahl ist f\u00fcr Juni 2026 geplant.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Unklar ist, inwiefern die Haltung der Bundesregierung im Nahost-Konflikt die deutsche Bewerbung beeinflusst. Anders als die Mehrheit der UN-Mitgliedstaaten erkennt Deutschland einen Pal\u00e4stinenserstaat nicht an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Marion Schmickler, ARD-Studio New York<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 27.09.2025 21:00 Uhr Au\u00dfenminister Wadephul hat bei der UN-Vollversammlung das israelische Vorgehen im Gazastreifen kritisiert. 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