{"id":455439,"date":"2025-09-27T21:35:11","date_gmt":"2025-09-27T21:35:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/455439\/"},"modified":"2025-09-27T21:35:11","modified_gmt":"2025-09-27T21:35:11","slug":"autozulieferer-in-der-metropolregion-nuernberg-oeffnen-sich-fuer-neue-branchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/455439\/","title":{"rendered":"Autozulieferer in der Metropolregion N\u00fcrnberg \u00f6ffnen sich f\u00fcr neue Branchen"},"content":{"rendered":"<p>Studie zum Transformations-Fortschritt<\/p>\n<p>Wie kommen die Automobilzulieferer in der Europ\u00e4ischen Metropolregion N\u00fcrnberg in der Transformation voran? Das hat das Wirtschaftsforschungsinstitut IW Consult im Auftrag der IHK N\u00fcrnberg f\u00fcr Mittelfranken nun erneut f\u00fcr das Zulieferer-Netzwerk transform_EMN untersucht. Nach der ersten Studie im Jahr 2023 zeigt die zweite Transformations-Reifegradmessung ein heterogenes Bild auf: Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen in der Region packen die Herausforderungen des Strukturwandels aktiv an, dennoch besteht weiterhin gro\u00dfer Unterst\u00fctzungsbedarf. Die Studie zeigt auch: Die Orientierung in neue Gesch\u00e4ftsfelder abseits der Autoindustrie ist f\u00fcr immer mehr Zulieferer ein erstrebenswerter Ausweg aus der Krise.<\/p>\n<p>Die zweite Erhebungswelle des Wirtschaftsforschungsinstitut IW Consult zur Messung des Transformationsreifegrads der Zulieferer aus dem Fr\u00fchjahr und Sommer 2025 zeigt ein differenziertes Transformationsgeschehen in der Metropolregion N\u00fcrnberg \u2013 und weiterhin gro\u00dfen Handlungsbedarf. Viele der kleinen und mittleren Unternehmen haben sich auf den Transformationsweg begeben. Allerdings steht der \u00fcberwiegende Teil erst am Anfang und braucht auch in den kommenden Jahren weiter Wegweisung und Unterst\u00fctzungsangebote.<\/p>\n<p>Mit rund 100.000 Besch\u00e4ftigten und 500 gro\u00dfen, mittleren und kleinen Zulieferern geh\u00f6rt die Metropolregion N\u00fcrnberg zu den Regionen in Deutschland, die am meisten vom automobilen Wandel betroffen sind. 4,4% der Besch\u00e4ftigten sind hier laut der Studie in der produktionsnahen Automobilwirtschaft t\u00e4tig. Die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit geht sogar davon aus, dass rund 7% der Besch\u00e4ftigten in der Region direkt in der Autozulieferbranche arbeiten (Stand: 30.06.2025).<\/p>\n<p>Innerhalb der Metropolregion sind einzelne Regionen besonders automobilgepr\u00e4gt und demzufolge stark von der Transformation der Branche betroffen: IW Consult zeigt auf, dass in den St\u00e4dten Bamberg (13,3%) und Coburg (11,3%) sowie in den Landkreisen Bamberg (11%) Coburg (5,8%), Erlangen-H\u00f6chstadt (16,4%) und Amberg-Sulzbach (5,1%) traditionell \u00fcberdurchschnittlich viele Besch\u00e4ftigte in der produktionsnahen Automobilwirtschaft t\u00e4tig sind. Zum Vergleich: Im bayerischen Schnitt arbeiten 4,9%, im deutschlandweiten Schnitt 3,4% der Besch\u00e4ftigten in diesem Bereich.<\/p>\n<p>Zulieferer unternehmen erste Schritte in der Transformation<\/p>\n<p>Der Transformationsreifegrad misst den Fortschritt von Unternehmen in der automobilen Transformation. Die Studie zeigt, dass fast alle anonym befragten Unternehmen bereits erste Transformationsschritte und Aktivit\u00e4ten in automobilen Zukunftsfeldern sowie erste Schritte im Kompetenzaufbau, in Innovation und Digitalisierung unternommen haben. An der Befragung 2025 nahmen 95 Unternehmen aus der Region teil, davon mit 79% deutlich mehr kleine und mittlere Unternehmen (KMU). 46 Prozent der teilnehmenden Betriebe besch\u00e4ftigen bis zu 50 Mitarbeitende (2023: 28%).<\/p>\n<p>Je nach Fortschritt in der Transformation teilt die Studie die teilnehmenden Unternehmen in vier Gruppen ein: \u201eAvantgarde\u201c, \u201eVorreiter, \u201eFortgeschrittene\u201c und \u201eAnf\u00e4nger\u201c. Gemessen werden konnte in erster Linie der sogenannte kulturell-technologische Reifegrad. Er ber\u00fccksichtigt die Kompetenzen der Unternehmen, ihre Mentalit\u00e4t in Bezug auf die automobile Transformation sowie den Stand und die Entwicklung der Digitalisierung und ihrer Innovationsaktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p>\u201eAvantgarde\u201c: 5% der Unternehmen in der Metropolregion N\u00fcrnberg zeichnen sich durch einen hohen Digitalisierungsund Innovationsgrad sowie durch fortgeschrittene Kompetenzen in zukunftsrelevanten Bereichen aus.<\/p>\n<p>\u201eVorreiter\u201c: 53% der Unternehmen richten sich zukunftsorientiert in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Kompetenzen aus.<\/p>\n<p>\u201eFortgeschrittene\u201c: 41% haben erste strukturellen Ma\u00dfnahmen ergriffen. Sie beginnen bzw. planen erste Aktivit\u00e4ten, um bspw. bei der Digitalisierung voranzukommen.<\/p>\n<p>\u201eAnf\u00e4nger\u201c: Knapp 2% der Unternehmen weisen noch deutliche R\u00fcckst\u00e4nde bei Kompetenzen, Mentalit\u00e4t sowie bei Digitalisierung und Innovation auf.<\/p>\n<p>Der kulturell-technologische Reifegrad kann als \u201eWeichensteller\u201c f\u00fcr die Transformation im Unternehmen gelten. Beispielsweise ist der Aufbau von neuen zukunftsrelevanten Kompetenzen h\u00e4ufig notwendig, um neue automobile M\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass mehr als die H\u00e4lfte der Unternehmen bereits aktiv an der kulturell-technologischen Transformation arbeitet.<\/p>\n<p>\u201eDie deutlich h\u00f6here Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen an der Studie zeigt, dass wir mit unserem Netzwerk transform_EMN auch die KMU, die besondere Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigen, sehr gut erreichen. Au\u00dferdem ist das Reifegrad-Ergebnis angesichts des h\u00f6heren KMU-Anteils als positiv zu bewerten, da sie im Transformationsprozess oft gr\u00f6\u00dfere Herausforderungen bew\u00e4ltigen m\u00fcssen als die gro\u00dfen Player\u201c, erg\u00e4nzt Prof. Dr. Klaus L. W\u00fcbbenhorst, Wirtschaftsvorsitzender der Metropolregion N\u00fcrnberg.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich geht aus dem Studienergebnis hervor, dass regionalen Netzwerken wie transform_EMN eine entscheidende Rolle als Begleiter in der Ver\u00e4nderung zukommt. Demnach haben die Unternehmen die Zusammenarbeit mit regionalen Netzwerken intensiviert. 41% bezeichnen sie als (sehr) erfolgreich \u2013 ein Anstieg um knapp 5% seit der letzten Befragung im Jahr 2023.<\/p>\n<p>Viele Unternehmen planen die Erschlie\u00dfung neuer Gesch\u00e4ftsfelder<\/p>\n<p>Deutliche Unterschiede sind in den verschiedenen Feldern der Transformation zu beobachten. W\u00e4hrend die Elektrifizierung des Antriebsstrangs \u2013 weg vom traditionellen Verbrennungsmotor \u2013 langsamer voranschreitet als noch 2023, haben die Unternehmen in der Region ihr Augenmerk besonders auf die Orientierung in neue Gesch\u00e4ftsfelder und die digitale Transformation gerichtet. Es zeichnet sich ab, dass immer mehr Autozulieferer aktiv den Weg der Diversifikation gehen (s.u. regionale Beispiel-Unternehmen): 92% der Unternehmen in der Metropolregion wollen neue Gesch\u00e4ftsfelder mit neuen Produkten erschlie\u00dfen \u2013 auch abseits des Automotive-Markts. \u201eWir sehen also, dass die Transformation f\u00fcr viele Unternehmen eben nicht nur die Umorientierung in Richtung E-Mobilit\u00e4t bedeutet, sondern bewusst auch in andere M\u00e4rkte\u201c, so Dr. Ronald K\u00fcnneth, Automotive-Experte der IHK N\u00fcrnberg f\u00fcr Mittelfranken und Koordinator der Studie.<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren haben die Herausforderungen f\u00fcr die Autozulieferer zugenommen. Als gr\u00f6\u00dfte Risiken werden nun die Energieversorgung und -preise (26 Prozent), die Standortverlagerung von Kunden (26 Prozent), das wirtschaftliche Umfeld (21 Prozent) und die wirtschaftliche Entwicklung der Kunden (18 Prozent) genannt.<\/p>\n<p>\u201eIn diesen schwierigen Zeiten sind innovative Ans\u00e4tze und Weitblick der Autozuliefer-Unternehmen unverzichtbar, um langfristig attraktive Arbeitspl\u00e4tze in der Region zu sichern. Dazu geh\u00f6rt auch das Erschlie\u00dfen neuer Gesch\u00e4ftsfelder und die entsprechende Weiterbildung der Besch\u00e4ftigten. Arbeitgeber, Besch\u00e4ftigte, Wissenschaft, Politik, Kammern und Gewerkschaften m\u00fcssen dabei an einem Strang ziehen\u201c, so Stephan Doll, Fachlicher Sprecher des Forums Wirtschaft und Infrastruktur der Metropolregion N\u00fcrnberg und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des DGB Mittelfranken.<\/p>\n<p>Insgesamt stellt die Studie fest, dass sich die Autozulieferer in der Metropolregion N\u00fcrnberg weiterhin mitten in der Transformation befinden \u2013 viele noch an deren Anfang. Zwar stagniert die Transformation hin zum elektrischen Antriebsstrang, daf\u00fcr geht die Erschlie\u00dfung neuer Gesch\u00e4ftsfelder gut voran und die Investition in Digitalisierung ist auf einem hohen Niveau.<\/p>\n<p>Download der Studie: <a href=\"https:\/\/www.transform-emn.de\/aktuelles\/autozulieferer-in-der-metropolregion-nuernberg-oeffnen-sich-fuer-neue-branchen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.transform-emn.de\/aktuelles\/autozulieferer-in-der-metropolregion-nuernberg-oeffnen-sich-fuer-neue-branchen\/<\/a><\/p>\n<p>\u00dcber das Projekt transform_EMN<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Projekt transform_EMN, das die Autozulieferer in der Metropolregion N\u00fcrnberg in der Transformation unterst\u00fctzt, finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.transform-emn.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.transform-emn.de<\/a>.<\/p>\n<p>Verantwortet wird das vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWE) gef\u00f6rderte regionale Netzwerk transform_EMN von der Europ\u00e4ischen Metropolregion N\u00fcrnberg und der Wirtschaftsf\u00f6rderung N\u00fcrnberg in Zusammenarbeit mit der IHK N\u00fcrnberg f\u00fcr Mittelfranken, dem Lehrstuhl f\u00fcr Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik der Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, dem Fraunhofer-Institut f\u00fcr Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB und der gewerkschaftsnahen IMU-Institut GmbH.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte Sie ebenfalls interessieren:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Studie zum Transformations-Fortschritt Wie kommen die Automobilzulieferer in der Europ\u00e4ischen Metropolregion N\u00fcrnberg in der Transformation voran? 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