{"id":456103,"date":"2025-09-28T04:11:16","date_gmt":"2025-09-28T04:11:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/456103\/"},"modified":"2025-09-28T04:11:16","modified_gmt":"2025-09-28T04:11:16","slug":"stroemung-sichtbar-machen-der-neue-windkanal-im-fachbereich-maschinenwesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/456103\/","title":{"rendered":"Str\u00f6mung sichtbar machen: Der neue Windkanal im Fachbereich Maschinenwesen"},"content":{"rendered":"<p>Im Fachbereich Maschinenwesen ist seit Juni ein ganz besonderes Ger\u00e4t im Einsatz: ein Turbulenz- und Grenzschichtpr\u00fcfstand. Ein wesentlicher Teil des Pr\u00fcfstands ist ein Windkanal, der dazu dient, Str\u00f6mungsvorg\u00e4nge anschaulich zu machen und Experimente durchzuf\u00fchren, um Kr\u00e4fte, Auftrieb und Widerstand zu messen.<\/p>\n<p>\u201eWindkan\u00e4le sind die Arbeitspferde der Str\u00f6mungswissenschaften. Wenn man Str\u00f6mungen untersuchen und verstehen will, ist der Windkanal das passende Instrument daf\u00fcr\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Steffen Risius, Professor im Fachbereich Maschinenwesen.<\/p>\n<p>Der Windkanal der Fachhochschule Kiel wird in Lehrveranstaltungen eingesetzt, um Aerodynamik in der Praxis zu veranschaulichen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen Studierende des Fachbereiches Maschinenwesen in der Veranstaltung Theoretische Str\u00f6mungslehre kleine Forschungsthemen im Windkanal bearbeiten und so theoretische Ans\u00e4tze praxisnah erproben.<\/p>\n<p>\u201eDas Besondere an diesem Kanal sind die kontrollierten Str\u00f6mungsbedingungen, die durch eine Kontraktionsstrecke erzeugt werden. Dadurch entsteht eine gleichm\u00e4\u00dfige und turbulenzarme Str\u00f6mung auf begrenztem Bereich. Au\u00dferdem bestehen die Au\u00dfenw\u00e4nde des Windkanals aus transparenten Makrolonplatten, sodass das Str\u00f6mungsverhalten direkt beobachtet werden kann\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Risius.<\/p>\n<p>Der Aufbau des Windkanals folgt einem klaren Prinzip: Am Auslass sorgen vier gro\u00dfe L\u00fcfter f\u00fcr die Erzeugung eines Luftstromes. Von der gegen\u00fcberliegenden Seite wird die Luft angesaugt, durch Siebe geleitet und beschleunigt, wodurch Verwirbelungen reduziert werden. Dazwischen bildet sich ein Luftstrom in der Messstrecke, in der die Versuche durchgef\u00fchrt werden. Die Anlage erreicht Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde. In der Natur entspr\u00e4che das einem st\u00fcrmischen Wind mit Windst\u00e4rke acht, der gro\u00dfe B\u00e4ume bewegt, Fensterl\u00e4den \u00f6ffnet, Zweige von B\u00e4umen abbricht und das Gehen erheblich erschwert.<\/p>\n<p>Gebaut und geliefert wurde der Windkanal von Dr. Wolfgang Send, der viele Jahre als Wissenschaftler am Deutschen Zentrum f\u00fcr Luft und Raumfahrt t\u00e4tig war. Dr. Send hat bereits zahlreiche Windkan\u00e4le und andere physikalische Ger\u00e4te entwickelt und gebaut. Es handelt sich um einen Windkanal nach eiffelscher Bauart \u2013 die Konstruktionsweise geht auf den Ingenieur und Konstrukteur Gustave Eiffel, Erbauer des nach ihm benannten Pariser Wahrzeichens, zur\u00fcck. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts leistete Eiffel Pionierarbeit auf dem Gebiet der\u00a0Windkan\u00e4le\u00a0mit Experimenten zur Untersuchung des Luftwiderstandes von verschiedenen geometrischen Formen. Er legte damit einen Grundstein f\u00fcr den modernen Flugzeugbau. \u00a0<\/p>\n<p>Durch die Anschaffung des Windkanals wird den Studierenden eine praxisnahe Ausbildung und forschungsorientiertes Lernen erm\u00f6glicht, das Aerodynamik anschaulich und erfahrbar macht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Fachbereich Maschinenwesen ist seit Juni ein ganz besonderes Ger\u00e4t im Einsatz: ein Turbulenz- und Grenzschichtpr\u00fcfstand. 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