{"id":456217,"date":"2025-09-28T05:23:11","date_gmt":"2025-09-28T05:23:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/456217\/"},"modified":"2025-09-28T05:23:11","modified_gmt":"2025-09-28T05:23:11","slug":"neues-buch-erklaert-das-phaenomen-taylor-swift","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/456217\/","title":{"rendered":"Neues Buch erkl\u00e4rt das Ph\u00e4nomen Taylor Swift"},"content":{"rendered":"<p>Der Verlag nennt &#8222;Heartbreak Is The National Anthem&#8220; (ab 1. Oktober im Handel) eine &#8222;musikalische Biografie der Pop-Ikone&#8220;. Sheffield schrieb tats\u00e4chlich keine \u00fcbliche Werdegang-Story, sondern analysiert &#8211; mal objektiv, mal aus pers\u00f6nlicher Sicht als m\u00e4nnlicher Swiftie der ersten Stunden &#8211; die Musik und Karriere der Amerikanerin. Das Buch richtet sich nicht nur an Fans per se, sondern bringt Normalsterblichen, die bisher nicht wussten, welche Codes sich in welchen ihrer Songs verstecken, n\u00e4her, &#8222;wie Taylor Swift die Popmusik neu erfand&#8220; (so auch der Untertitel).<\/p>\n<p>&#8222;In den 2000ern, als sie anfing, war ein junges M\u00e4dchen, das seine eigenen Songs \u00fcber seine Gef\u00fchle schrieb, selten. Jetzt ist genau das Pop&#8220;, h\u00e4lt Sheffield fest. Anhand der einzelnen Alben zeigt er auf, wie sich Swift stets neu erfand, Risiken einging, aber ihre alten Fans trotz Ver\u00e4nderungen nie verlor. Auf &#8222;1989&#8220; (2014) \u00fcberraschte sie etwa mit von den 1980ern inspirierter Electro-Disco. Das reduzierte, im Lockdown erschienene &#8222;Folklore&#8220; war das Werk, &#8222;das Leute beeindruckte, die sie nicht mochten (und sie danach wieder nicht mochten)&#8220;, wie Sheffield launig feststellt. Auf diesem Album gibt es drei Songs, dieselbe Dreierbeziehung abbildend, jeweils aus anderer Perspektive &#8211; auch solche Details liefert der Experte.<\/p>\n<p>Sheffield, der seine Analyse mit subjektiven Anmerkungen auflockert, beschr\u00e4nkt sich nicht auf eine Abfolge von Plattenkritiken. So erkl\u00e4rt er, was es mit den Lead-Singles zum jeweiligen Album auf sich hat, mit denen Swift die Leute gerne irritiert. Dazu dient ihm ein Vergleich mit Michael Jackson, der aus seinem Opus magnum &#8222;Thriller&#8220; zuerst das samtweiche &#8222;The Girl Is Mine&#8220; auskoppelte, um dann die Welt mit &#8222;Billie Jean&#8220; zu verbl\u00fcffen. Auch einzelne Songs nimmt sich Sheffield vor, um ahnungslosen Popkonsumenten etwa zu verraten, dass es in &#8222;Marjorie&#8220;, Swifts Ode an ihre Gro\u00dfmutter auf &#8222;Evermore&#8220; (2020), eine Verneigung vor Steve Reichs &#8222;Music For 18 Musicians&#8220; befindet.<\/p>\n<p>&#8222;Heartbreak Is The National Anthem&#8220; ist allerdings keine trockene Studie, sondern bietet einen lockeren Stil, Fun-Facts und auch Gossip. Sheffield rollt im Kapitel &#8222;The Villain Era&#8220; (&#8222;es war erstaunlich, wie schnell sie in Ungnade fiel&#8220;) den Streit zwischen Swift, Kanye West und Kim Kardashian auf. Auch diverse Liebeleien, die dann in Break-Up-Songs ihre Aufarbeitung finden, werden erw\u00e4hnt. Aber beeindruckend sind letztendlich die beschriebenen Karriereschritte des Superstars, der entgegen aller Zurufe seine alten Alben im Streit mit dem alten Label neu aufnahm &#8211; und damit die gr\u00f6\u00dften Erfolge feierte.<\/p>\n<p>Der Anti-Swift-Liga bringt Sheffield durchaus Verst\u00e4ndnis entgegen. Zugleich schreibt er ihnen ins Stammbuch: &#8222;Sie war keine Marionette eines Producers, kein TRL-Bot, der choreografierte Routine abspulte, und das zu einer Zeit, als die Musikwelt gro\u00dfe M\u00fche hatte, ein junges Popgirl als etwas anderes zu sehen.&#8220; Taylor Swift kontrolliert ihr pers\u00f6nliches Narrativ und h\u00e4lt seit Jahren ein hohes Niveau. Sheffield anerkennend: &#8222;Kein Mensch hat solch einen Lauf (&#8230;). Es gibt keine vergleichbare Person im Musikgesch\u00e4ft, nicht einmal unter den ganz Gro\u00dfen.&#8220; Selbst wenn man keinen einzigen ihrer Songs kennt, wird man nach der Lekt\u00fcre von dieser Aussage nahezu \u00fcberzeugt sein.<\/p>\n<p>(Von Wolfgang Hauptmann\/APA)<\/p>\n<p>(S E R V I C E &#8211; Rob Sheffield: &#8222;Heartbreak Is The National Anthem&#8220;, aus dem Amerikanischen von Felix Gr\u00fcnspan und Ska Radczinski, Penguin Verlag, 224 Seiten, 19 Euro)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Verlag nennt &#8222;Heartbreak Is The National Anthem&#8220; (ab 1. 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