{"id":456746,"date":"2025-09-28T10:42:14","date_gmt":"2025-09-28T10:42:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/456746\/"},"modified":"2025-09-28T10:42:14","modified_gmt":"2025-09-28T10:42:14","slug":"staeffeles-tag-in-stuttgart-staeffele-in-stuttgart-fit-bleiben-und-aussicht-geniessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/456746\/","title":{"rendered":"St\u00e4ffeles-Tag in Stuttgart: St\u00e4ffele in Stuttgart \u2013 fit bleiben und Aussicht genie\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p>St\u00e4ffele in Stuttgart sind eine Art Kulturgut, auf die die Mobilit\u00e4tskampagne einen besonderen Fokus legt. Wer St\u00e4ffele l\u00e4uft bleibt fit und entdeckt die Stadt immer wieder neu.<\/p>\n<p>\u201eHallo, die Herrschaften, geh\u2019n Sie auch mit?\u201c, fragt OB Frank Nopper auf dem Eugensplatz zwei Damen und einen Herrn. Und holt sich einen Korb: \u201eNoi, Herr Nopper\u201c, lacht Gerda Renz und gesteht, \u201eda machet unsere Fia\u00df nimmer mit.\u201c Aber dabei sein wollte sie und ihre Freunde schon, als die Stadt am Samstag zum ersten St\u00e4ffeles-Tag auf den Platz eingeladen hat, der gleich mehrere reizvolle Aussichten zu bieten hat: Auf die Stadt und auf die nackte Brunnenfigur Galathea. <\/p>\n<p>\u201eWie soll denn eine Meeresnymphe anders dargestellt werden als nackt\u201c, kommentiert Stadtf\u00fchrerin Silke Amos ironisch die moralisch-pietistische Emp\u00f6rung der B\u00fcrger bei der Einweihung des von K\u00f6nigin Olga gestifteten Brunnens anno 1890. Und erz\u00e4hlt, dass die Stifterin gedroht habe, die Figur um 180 Grad drehen zu lassen, wenn nicht bald Ruhe herrsche: \u201eDann kehrt sie der Stadt den beanstandeten K\u00f6rperteil zu.\u201c <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/media.media.789f1abc-02f7-4c4a-a9c6-447a21127b78.original1024.media.jpeg\"\/>     Galathea-Brunnen am Eugensplatz    Foto: Lichtgut    <\/p>\n<p>Tut sie bis heute nicht, und zu ihren F\u00fc\u00dfen, begleitet vom Rauschen des Wassers aus Brunnen und Kaskaden, betont Nopper, dass <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> die oder zumindest eine der Hauptst\u00e4dte der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/St%C3%A4ffele\" title=\"St\u00e4ffele\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">St\u00e4ffele<\/a> weltweit sei und damit ein Alleinstellungsmerkmal besitze. Ein Kulturgut, auf das sich nun im Aktionsplan \u201eNachhaltig mobil in Stuttgart\u201c das besondere Augenmerk richtet: \u201eSt\u00e4ffele sind oft die k\u00fcrzeste Verbindung zu Bus oder Bahn\u201c, appelliert Nopper an die B\u00fcrger, das Treppensteigen nicht zu scheuen. Nach dem Motto, mit dem f\u00fcr den k\u00f6rperlichen Einsatz zugunsten von Gesundheit und Umwelt geworben wird: \u201eDu bist Stuttgart. Du gehst St\u00e4ffele.\u201c <\/p>\n<p>Thomas Moser geht St\u00e4ffele. Der Technische Vorstand der Stuttgarter Stra\u00dfenbahnen AG (SSB) nimmt die Oskar-Schindler-Staffel, wenn er zu einem bestimmten L\u00e4dchen in der Mozartstra\u00dfe will. Nopper wiederum kann gar nicht z\u00e4hlen, wie oft er in seinem Leben die Eugenstaffel gegangen ist, die vom Eugensplatz bis zur Konrad-Adenauer-Stra\u00dfe f\u00fchrt und f\u00fcr ihn die schnellste Verbindung zu seinem Zuhause auf der G\u00e4nsheide war und ist. Zwei von mehr als 400 St\u00e4ffele, die eine Strecke von 30 Kilometern ausmachen und zu denen j\u00fcngst noch im S\u00fcden die Wolf-Dieter-Wieland-Staffel kam, benannt nach einem verdienstvollen Lokalpolitiker. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/media.media.88cad1e5-3ca6-46c4-a5b7-91302e7358e5.original1024.media.jpeg\"\/>     OB Frank Nopper erklimmt auch regelm\u00e4\u00dfig St\u00e4ffele.    Foto: Lichtgut    <\/p>\n<p>1304 wurde die erste Staffel urkundlich erw\u00e4hnt. Ihre genaue Gesamtzahl wei\u00df keiner und wie viele Treppen zu steigen, pardon, zu gehen sind, das ist sogar f\u00fcr Eberhard Rapp, den Autor eines Buches \u00fcber St\u00e4ffele, unergr\u00fcndlich, \u201eweil St\u00e4ffele nicht genau definiert sind und weil sie aus den Weinbergstaffeln hervorgegangen sind\u201c. Wie die S\u00fcnderstaffel, auf die jetzt die Stadtf\u00fchrerin Silke Amos \u00fcber die Diemershalde zusteuert. Vorbei an herrlichen Villen, zu deren Erbauern und Bewohnern Silke Amos hochinteressante Geschichten von Aufstieg und Fall, Reichtum und Verlust, erz\u00e4hlen kann. Diese Villa muss abgerissen werden\u201c, deutet sie auf ein besonders eindrucksvolles Geb\u00e4ude. \u201eDer Boden gibt nach, unrettbar verloren. \u201eDie St\u00e4ffele und die Stuttgarter Stra\u00dfenbahnen AG \u2013 damals nat\u00fcrlich mit Pferdewagen \u2013 haben erst die Besiedlung der Halbh\u00f6henlagen von Stuttgart m\u00f6glich gemacht\u201c, stellt Thomas Moser ausdr\u00fccklich fest.<\/p>\n<p>Dann an der Stafflenbergstra\u00dfe der Einstieg in die S\u00fcnderstaffel mit genau 259 Stufen, wie ein Teilnehmer gez\u00e4hlt hat. Fr\u00fcher ein Naherholungsgebiet f\u00fcr die Stuttgarter, so Amos, die alte Fotografien von verlockenden und l\u00e4ngst verschwundenen Gasth\u00e4usern wie \u201eHeidehof\u201c, \u201eBubenbad\u201c oder \u201eIm S\u00fcnder\u201c zeigt. Woher kommt dieser Name? Wurden hier arme S\u00fcnder vom Leben zum Tode bef\u00f6rdert? Kann sein, meint Amos, und erz\u00e4hlt von einem Duell, in dem es nat\u00fcrlich um eine Frau gegangen sei und der \u00dcberlebende vielleicht hier, wo es heute so idyllisch gr\u00fcnt, hingerichtet worden sei. K\u00f6nne aber auch sein, dass eine Familie S\u00fcnder hier einen Weinberg bewirtschaftet habe. Wie auch immer. Viel wichtiger ist ihr, dass diese Staffel beispielhaft saniert worden sei, wie sie ausdr\u00fccklich lobt. \u201eDie Sanierungen m\u00fcssen intensiviert werden\u201c, reagiert Nopper sofort. \u201eWir sind dran\u201c, best\u00e4tigt J\u00fcrgen Mutz, der Leiter des Tiefbauamtes. Die Meistersingerstaffel am Haigst sei die letzte gewesen, die f\u00fcr fast eine halbe Million Euro generalsaniert wurde, finanziert aus dem 20-Millionen-Euro-Topf f\u00fcr die Erhaltung von 1400 Kilometern Stra\u00dfen. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/media.media.367f4e24-07ec-49ef-a367-f63aaf8408c1.original1024.media.jpeg\"\/>     Brunnenspiel am Galathea-Brunnen.    Foto: Lichtgut    <\/p>\n<p>\u00dcber die Pfizerstra\u00dfe mit der ehemaligen Franck\u2019schen Verlagshandlung und die Olgastra\u00dfe landet die Tour dann wieder an der Eugenstaffel und dem letzten, leicht zu bew\u00e4ltigenden Aufstieg. \u201eGeschafft\u201c, strahlt Petra Bisswang, die mit ihrem Mann aus dem Remstal gekommen ist und ein besonderes Verh\u00e4ltnis zu den St\u00e4ffelen hat: \u201eSie machen mich wieder gesund.\u201c Denn nach einem Schlaganfall im Mai hat sich die 57-J\u00e4hrige aus dem Rollstuhl herausgearbeitet und sich seither St\u00e4ffeles-Touren an jedem Wochenende als Reha- und Fitness-Programm verschrieben. \u201eIch liebe die St\u00e4ffele\u201c, schw\u00e4rmt sie, \u201ees gibt f\u00fcr mich nicht Sch\u00f6neres mehr.\u201c Petra Bisswang braucht f\u00fcr diese Liebeserkl\u00e4rung keine Kampagne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"St\u00e4ffele in Stuttgart sind eine Art Kulturgut, auf die die Mobilit\u00e4tskampagne einen besonderen Fokus legt. 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