{"id":457039,"date":"2025-09-28T13:31:12","date_gmt":"2025-09-28T13:31:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/457039\/"},"modified":"2025-09-28T13:31:12","modified_gmt":"2025-09-28T13:31:12","slug":"manga-day-in-esslingen-der-westlichen-sachen-ueberdruessig-wieso-die-manga-szene-immer-weiter-waechst-esslingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/457039\/","title":{"rendered":"Manga-Day in Esslingen: Der westlichen Sachen \u00fcberdr\u00fcssig &#8211; Wieso die Manga-Szene immer weiter w\u00e4chst &#8211; Esslingen"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t   \t\t\t\t\t \t\t\t\t   \t      \t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Manga-Day in Esslingen: Der westlichen Sachen \u00fcberdr\u00fcssig - Wieso die Manga-Szene immer weiter w\u00e4chst\" onclick=\"var pA=document.createElement('a');pA.setAttribute('href','https:\/\/www.esslinger-zeitung.de\/gallery.manga-day-in-esslingen-der-westlichen-sachen-ueberdruessig-wieso-die-manga-szene-immer-weiter-waechst.15329623-7f06-48ed-952a-0aed5bf7edd5.html'),pA.click();\" title=\"Manga-Day in Esslingen: Der westlichen Sachen \u00fcberdr\u00fcssig - Wieso die Manga-Szene immer weiter w\u00e4chst\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/media.media.76cd2c85-f8fa-4d53-ab33-2b511ca7175f.original700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.esslinger-zeitung.de\/gallery.manga-day-in-esslingen-der-westlichen-sachen-ueberdruessig-wieso-die-manga-szene-immer-weiter-waechst.15329623-7f06-48ed-952a-0aed5bf7edd5.html\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tViele Besucher kamen in die Esslinger Sammlerecke, um sich Gratis-Mangas mitzunehmen, die an diesem Tag verteilt wurden.\u00a0Foto: Roberto Bulgrin\t\t\t<\/p>\n<p>Mangas wie Pok\u00e9mon oder Dragonball haben in Deutschland l\u00e4ngst Kultstatus. Beim Manga-Day in der Esslinger Sammlerecke zeigt sich: Der Hype ist ungebrochen.<\/p>\n<p>Es hat etwas Magisches, wie Manga-K\u00fcnstler Daniel Eichinger seinen Stift bewegt. Er h\u00e4lt ihn weit oben. Die Bewegungen sind langsam, aber fl\u00fcssig, als er am Samstag f\u00fcr einen Fan in der Esslinger Sammlerecke eine seiner d\u00fcsteren Figuren zeichnet. Vielleicht kein Zufall, dass seine Art zu arbeiten an die japanische Teezeremonie erinnert, bei der es auch um Perfektion von Bewegungsabl\u00e4ufen geht. Aus diesem Land kommt die Kunstform Manga, die seit Jahren in Deutschland immer beliebter wird und Teil der Popkultur geworden ist. Spannend ist, wie der Trend sich entwickelt.<\/p>\n<p>In der Sammlerecke, Europas gr\u00f6\u00dfter Comic-Buchhandlung, findet j\u00e4hrlich der Manga-Day statt, zu dem zwischen 1000 und 2000 Comic-Fans anreisen. \u201eEs waren auch schon 3000\u201c, sagt Inhaber Frieder Maier. Aber an diesem Tag spiele das Wetter nicht so mit. Trotzdem ist viel los. Hunderte Besucher arbeiten sich durch die vielen G\u00e4nge und Tische. Besonders gro\u00df ist der Andrang an dem Tisch, an dem man sich bis zu sechs Gratis-Mangas mitnehmen darf, die von den Verlagen extra f\u00fcr diesen Tag gedruckt wurden.<\/p>\n<p> Mangas sind eines der wichtigsten Genres der Sammlerecke <a href=\"https:\/\/www.esslinger-zeitung.de\/thema\/Esslingen\" title=\"Esslingen\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Esslingen<\/a> <\/p>\n<p>\u201eIn Japan\u201c, erkl\u00e4rt Julian Maier, \u201esind Mangas und Animes ein fester Bestandteil des Alltags.\u201c Der Sohn von Frieder Maier ist vor zwei Jahren in den Betrieb eingestiegen, um irgendwann die Sammlerecke zu \u00fcbernehmen. \u201eMan sieht es beispielsweise an der Leichtathletik-WM, bei der alle japanischen Starter des 100-Meter-Laufs vor dem Startschuss eine Pose aus One Piece eingenommen haben\u201c, sagt er. Dort gebe es ganze Kaufh\u00e4user, die ausschlie\u00dflich alles rund um Anime und Manga anbieten. Wie gro\u00df der Hype in Deutschland irgendwann sein k\u00f6nnte, vermag Maier nicht abzusch\u00e4tzen. Noch wachse die Szene. Die Frankfurter Buchmesse widme dem Genre inzwischen mehrere Hallen. Anfangs h\u00e4tten sie in der Sammlerecke an Neuerscheinungen etwa f\u00fcnf Titel pro Monat bekommen, inzwischen seien es um die 80. \u201eMangas geh\u00f6ren zu den wichtigsten Produkten im Sortiment.\u201c<\/p>\n<p>Dass es eine ernst zu nehmende Kunstform ist, die sich weiterentwickelt, zeigt auch Daniel Eichingers Deb\u00fctwerk \u201eJovantore\u201c: Die Bilder, alle in Schwarz und Wei\u00df, sind beeindruckend detailreich. \u201eIch habe drei Jahre daran gearbeitet\u201c, sagt er. Sieben bis zehn Stunden habe er pro Seite des \u00fcber 300 Seiten langen Buchs gezeichnet. \u201eF\u00fcr manche Seiten deutlich l\u00e4nger\u201c, sagt der K\u00fcnstler.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/media.media.4f9daacd-94dd-4a79-ada0-a467882bf72f.original1024.media.jpeg\"\/>     Manga-K\u00fcnstler Daniel Eichinger nimmt sich viel Zeit f\u00fcr seine Fans.    Foto: Roberto Bulgrin    <\/p>\n<p>Aber die Szene w\u00e4chst nicht nur in Sachen gedruckter Titel, Comic-Serien oder Videospiele, sondern hat Ausl\u00e4ufer in die unterschiedlichsten Bereiche. Drau\u00dfen auf dem Hof bietet Michelle Wenzel selbstgeh\u00e4kelte Pl\u00fcschfiguren an: Fr\u00f6sche, Axolotl, Gurken \u2013 alle sch\u00f6n bunt und mit freundlichen Augen. \u201eDas hei\u00dft Amigurumi\u201c, erkl\u00e4rt die 29-J\u00e4hrige. Eine Subszene, bei dem sich die japanische Popkultur mit dem H\u00e4keln verbunden hat. Es sei ein neuerer Trend, der in den USA schon deutlich bekannter sei. Seit einem Jahr h\u00e4kle sie hauptberuflich die kleinen Fig\u00fcrchen. \u201eDie Comic-Szene \u00fcberschneidet sich mit den Kuscheltierliebhabern\u201c, erkl\u00e4rt Wenzel.<\/p>\n<p>Auch die Stadtb\u00fccherei Esslingen folgt dem Manga-Trend <\/p>\n<p>Zudem sind Mangas l\u00e4ngst ein generationen\u00fcbergreifendes Ph\u00e4nomen. Die 38-j\u00e4hrige Aphi aus Esslingen besucht mit ihren beiden T\u00f6chtern den Manga-Day. Sie sei schon immer Fan des Genres gewesen. Jetzt sind es auch die T\u00f6chter. Die Zw\u00f6lfj\u00e4hrige ist wie ein Charakter aus dem Videospiel Genshin Impact verkleidet. Ihr Lieblings-Manga sei \u201eMein Schulgeist Hanako\u201c. \u201eEs geht um einen Geist auf einer Schultoilette, der beschworen wurde, um W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen\u201c, erkl\u00e4rt sie. Der Zeichenstil und die Geschichte w\u00fcrden ihr daran besonders gefallen.<\/p>\n<p>Auch die st\u00e4dtische B\u00fccherei macht mit, wie Serena Porretto erkl\u00e4rt, die f\u00fcr den Manga-Einkauf zust\u00e4ndige B\u00fccherei-Mitarbeiterin. Eine Woche gebe es bei ihnen noch eine Manga-Ausstellung zu sehen.<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/media.media.8288e517-2381-4e2e-9198-0b7dc82ad3ed.original1024.media.jpeg\"\/>     Jasmin Wellner und Andreas Gr\u00fchn sind leidenschaftliche Manga-Fans.    Foto: ff    Mangas: \u201eEs gibt f\u00fcr alle Altersklassen und Lebenssituationen was\u201c <\/p>\n<p>Dass Andreas Gr\u00fchn mit 45 Jahren nicht zu den \u00e4ltesten Manga-Fans z\u00e4hlt, habe ihn \u00fcberrascht. \u201eEs sind viele deutlich \u00e4ltere da\u201c, sagt er. Zusammen mit Freundin Jasmin Wellner sind sie aus Freiberg am Neckar angereist. In der Coronazeit sei er mit Mangas in Kontakt gekommen. \u201eIrgendwann war ich der westlichen Sachen \u00fcberdr\u00fcssig\u201c, erkl\u00e4rt er die Faszination. Der westlichen Popkultur fehle die Vielschichtigkeit, mitunter sei sie \u201ezu woke\u201c. Bei den Mangas gebe es \u201ef\u00fcr alle Altersklassen und Lebenssituationen was.\u201c Etwa eigene Genres f\u00fcr erwachsene Frauen, die sich mit Themen wie Beziehung und anderen Lebensfragen besch\u00e4ftigen. \u201eDas nennt sich Josei\u201c, sagt die 37-j\u00e4hrige Jasmin Wellner. Nat\u00fcrlich gebe es auch ein Pendant f\u00fcr M\u00e4nner, erg\u00e4nzt Gr\u00fchn: \u201eSeinen\u201c.<\/p>\n<p> Die K\u00fcnstler beim Manga-Day <\/p>\n<p class=\"infobox\"><strong>Daniel Eichinger <\/strong><br \/>\u00a0Der in \u00d6sterreich geborene K\u00fcnstler lebt heute mit seiner Familie in Deutschland, liebt Science-Fiction-Klassiker und Videospiele und legt mit \u201eJovantore\u201c seine erste gro\u00dfe Eigenproduktion vor.<\/p>\n<p class=\"infobox\"><strong>Lukas Hepp<\/strong><br \/>\u00a0Der Esslinger Autor ist bekannt f\u00fcr seine \u201eStuttgarter Schocker\u201c.<\/p>\n<p class=\"infobox\"><strong>Peter Puck<\/strong><br \/>\u00a0Im Jahr 2002 mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet, ist Peter Puck seit 1985 mit seiner satirischen Tierfigur Rudi erfolgreich. 2025 erschien die Gesamtausgabe \u201eAlles Rudi 01\u201c. Seine Strips karikieren mit feinem, oft schwarzem Humor Subkulturen.<\/p>\n<p class=\"infobox\"><strong>Jo-Kurt Berger<\/strong><br \/>\u00a0Ein Zeichner aus Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd, der schw\u00e4bische Eigenheiten humorvoll in seine \u201eSchwabenteuer\u201c-Cartoons verpackt und damit die lokale Kultur verschiedener schw\u00e4bischer St\u00e4dte feiert. \u201eIch m\u00f6chte, dass jeder seinen Ort wiederfindet\u201c, sagt er. Esslingen hat er einen eigenen Band gewidmet, der im Jahr 2018 erschienen ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viele Besucher kamen in die Esslinger Sammlerecke, um sich Gratis-Mangas mitzunehmen, die an diesem Tag verteilt wurden.\u00a0Foto: Roberto&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":457040,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[27921,1634,3364,29,3439,30,54822,117626,1441,5329],"class_list":{"0":"post-457039","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-anime","9":"tag-baden-wuerttemberg","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-esslingen","13":"tag-germany","14":"tag-mangas","15":"tag-sammlerecke","16":"tag-stuttgart","17":"tag-video"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115282174670753042","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/457039","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=457039"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/457039\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/457040"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=457039"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=457039"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=457039"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}