{"id":457089,"date":"2025-09-28T13:58:11","date_gmt":"2025-09-28T13:58:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/457089\/"},"modified":"2025-09-28T13:58:11","modified_gmt":"2025-09-28T13:58:11","slug":"gluecklich-altern-damit-ueberleben-aeltere-menschen-nicht-nur-sie-bluehen-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/457089\/","title":{"rendered":"Gl\u00fccklich Altern: \u201eDamit \u00fcberleben \u00e4ltere Menschen nicht nur, sie bl\u00fchen auf\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Manche Lebensphasen sind von Krankheiten und psychischen Problemen gepr\u00e4gt \u2013 und tr\u00fcben das pers\u00f6nliche Gl\u00fcck. Doch es gibt M\u00f6glichkeiten, wie Leichtigkeit und Wohlbefinden wieder Einzug halten \u2013 unabh\u00e4ngig vom Alter.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Eine schlimme Krankheit oder ein psychisch belastende Phase \u2013 solche Krisen k\u00f6nnen <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0329800\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0329800&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">einer Studie zufolge<\/a> auch \u00c4ltere noch gut \u00fcberwinden. Auch im Alter sei ein R\u00fcckgang des Wohlbefindens nicht unumkehrbar, betont ein Forschungsduo nach der Analyse kanadischer Daten im Fachjournal \u201ePLOS One\u201c. Vielfach l\u00e4sst sich der Lebensweg \u00e4lterer Menschen, die mit Schwierigkeiten zu k\u00e4mpfen haben, demnach gezielt verbessern. <\/p>\n<p>\u201eEs ist unglaublich ermutigend zu sehen, dass viele \u00e4ltere Menschen mit der richtigen Unterst\u00fctzung und Lebensweise ihre volle Gesundheit, ihr Gl\u00fcck und ihre Unabh\u00e4ngigkeit zur\u00fcckgewinnen k\u00f6nnen \u2013 selbst nach schweren gesundheitlichen Problemen\u201c, sagte Erstautorin Mabel Ho von der Universit\u00e4t Toronto. <\/p>\n<p>Als optimales Gesamtwohlbefinden werten Ho und Esme Fuller-Thomson, ebenfalls von der Universit\u00e4t Toronto, eine Kombination aus k\u00f6rperlichem, psychischem\/emotionalem, sozialem und selbst eingesch\u00e4tztem Wohlbefinden, unabh\u00e4ngig von chronischen Erkrankungen und k\u00f6rperlichen Behinderungen.<\/p>\n<p>Vorangegangene Studien h\u00e4tten gezeigt, dass daf\u00fcr Lebensstilfaktoren wie k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t, ein gesundes K\u00f6rpergewicht, die Vermeidung von Schlafproblemen, Nichtrauchen und die Teilnahme an sozialen Aktivit\u00e4ten entscheidend sind. Bisher gebe es aber wenig Analysen dazu, wie sich aufgrund gesundheitlicher oder psychischer Probleme verlorenes Wohlbefinden wiedererlangen lasse.<\/p>\n<p>Ho und Fuller-Thomson untersuchten nun Daten einer kanadischen L\u00e4ngsschnittstudie zum Altern, bei der die Teilnehmer mindestens 20 Jahre lang oder bis zu ihrem Tod alle drei Jahre an einer Umfrage teilnehmen. Ber\u00fccksichtigt wurden mehr als 8000 \u00e4ltere Erwachsene, die zu Beginn die Kriterien f\u00fcr optimales Wohlbefinden nicht erf\u00fcllten. Drei Jahre darauf, als die einbezogenen Menschen mindestens 60 Jahre alt waren, wurde ihre Situation erneut bewertet.<\/p>\n<p>Vier Kriterien wurden f\u00fcr den jeweiligen Status gepr\u00fcft: Beim k\u00f6rperlichen Wohlbefinden ging es zum Beispiel um einschr\u00e4nkende Schmerzen oder Beschwerden, beim psychischen\/emotionalen darum, keine Angstzust\u00e4nde, Depressionen, Belastungsst\u00f6rungen oder Ged\u00e4chtnisprobleme sowie nie oder nur manchmal depressive Gef\u00fchle zu haben. <\/p>\n<p>Dritter Punkt war das soziale Wohlbefinden: jemanden zu haben, der in einer Krise Ratschl\u00e4ge gibt, Liebe und Zuneigung zeigt oder dem man sich anvertrauen kann. Das selbst bewertete Wohlbefinden, also die eigene Einsch\u00e4tzung zum Alterungsprozess sowie zur k\u00f6rperlichen und geistigen Gesundheit, wurde als viertes Kriterium verwendet, um das Wohlbefinden einzustufen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu supergut \u2013 das ist m\u00f6glich<\/p>\n<p>Fast ein Viertel der Erwachsenen ab 60 Jahren, die anfangs \u00fcber ein schlechtes Gesamtwohlbefinden berichteten, erreichte demnach innerhalb von drei Jahren wieder ein optimales. Es sei nie zu sp\u00e4t, sich wieder zu erholen, schlie\u00dfen die Wissenschaftlerinnen. Positiv wirkte sich der Analyse zufolge zum Beispiel aus, verheiratet, k\u00f6rperlich aktiv, nicht fettleibig und Nichtraucher zu sein. <\/p>\n<p>Auch ein Einkommen \u00fcber der Armutsgrenze und das Fehlen bestimmter Krankheiten wie Diabetes hatten Einfluss. Zudem trug zur positiven Entwicklung bei, wenn das soziale Umfeld gut bewertet wurde.<\/p>\n<p>Das Leben k\u00f6nne auch nach schwierigen Zeiten noch erf\u00fcllend sein, sagte Ho. \u201eEine gute Gesundheit ist wichtig, aber ebenso wichtig sind die Menschen, der Sinn und die Freude, die wir in unserem Leben haben.\u201c Teilnehmer mit psychischem und emotionalem Wohlbefinden zu Studienbeginn erlangten am ehesten ein optimales Gesamtwohlbefinden wieder \u2013 fast f\u00fcnfmal h\u00e4ufiger als diejenigen, die das zu Beginn der Studie nicht hatten.<\/p>\n<p>In der Summe unterstrichen die Ergebnisse den Wert eines aktiven und gesunden Lebensstils, die Bedeutung von Pr\u00e4vention und Behandlung chronischer Krankheiten \u2013 und vor allem, wie wichtig es ist, das psychische, emotionale und soziale Wohlbefinden zu f\u00f6rdern. Das subjektive Befinden \u2013 insbesondere Lebenszufriedenheit, Gl\u00fccksgef\u00fchle und Lebenssinn \u2013 sei ein entscheidender Faktor f\u00fcr eine optimale Gesundheit im Alter.<\/p>\n<p>\u201eDas krankheitsorientierte medizinische System konzentriert sich h\u00e4ufig auf die Diagnose und Behandlung spezifischer Krankheiten und vernachl\u00e4ssigt dabei den breiteren Kontext der Gesundheit und des Wohlbefindens \u00e4lterer Menschen, insbesondere in den Bereichen des psychischen und des sozialen Wohlbefindens\u201c, hei\u00dft es von den Forscherinnen.<\/p>\n<p>Kontraproduktiv sei auch, dass das Alter h\u00e4ufig negativ wahrgenommen und Altern mit Verschlechterung in Verbindung gebracht werde, erl\u00e4utern sie. Stereotypen sorgten f\u00fcr eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Angst vor dem Altern oder \u00c4lterwerden. Altersdiskriminierende Erfahrungen wiederum wirkten sich nachweislich negativ auf die Gesundheit aus und f\u00fchrten zu einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr Abh\u00e4ngigkeit, Krankheiten und einer langsameren Genesung.<\/p>\n<p>N\u00f6tig ist ein anderer Blick aufs Alter<\/p>\n<p>In der Summe gebe es also eine Reihe m\u00f6glicher Ansatzpunkte, die Widerstandsf\u00e4higkeit \u00e4lterer Menschen zu st\u00e4rken und ihnen zu erm\u00f6glichen, nach Schwierigkeiten wieder ein optimales Wohlbefinden zu erlangen. \u201eDies ist nicht nur eine Geschichte \u00fcber Resilienz \u2013 es ist auch ein Fahrplan daf\u00fcr, wie wir mehr \u00e4lteren Menschen helfen k\u00f6nnen, sich zu erholen und gut zu f\u00fchlen\u201c, sagte Ho. <\/p>\n<p>Die Gesellschaft m\u00fcsse sich st\u00e4rker auf die St\u00e4rken \u00e4lterer Menschen und nicht ihre Einschr\u00e4nkungen konzentrieren, fordern die Expertinnen. \u201eWir m\u00f6chten mit dieser Studie die Sichtweise der Gesellschaft auf das Altern ver\u00e4ndern\u201c, so Ho. \u201eMit dem richtigen Umfeld, den richtigen Ressourcen und der richtigen Unterst\u00fctzung \u00fcberleben \u00e4ltere Menschen nicht nur, nachdem sie mit Gesundheits- oder Wohlbefindensproblemen zu k\u00e4mpfen hatten \u2013 sie bl\u00fchen auf.\u201c<\/p>\n<p>Einschr\u00e4nkend geben die beiden Forscherinnen unter anderem zu bedenken, dass Kanadier freien Zugang zu medizinisch notwendigen Leistungen haben und sich die Ergebnisse m\u00f6glicherweise nicht auf L\u00e4nder \u00fcbertragen lassen, in denen Patienten f\u00fcr Gesundheitsleistungen bezahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Annett Stein, dpa\/ly<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Manche Lebensphasen sind von Krankheiten und psychischen Problemen gepr\u00e4gt \u2013 und tr\u00fcben das pers\u00f6nliche Gl\u00fcck. 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