{"id":457652,"date":"2025-09-28T19:12:16","date_gmt":"2025-09-28T19:12:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/457652\/"},"modified":"2025-09-28T19:12:16","modified_gmt":"2025-09-28T19:12:16","slug":"red-storm-bravo-militaerspiele-mitten-in-hamburg-sozialismus-info","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/457652\/","title":{"rendered":"Red Storm Bravo \u2013 Milit\u00e4rspiele mitten in Hamburg \u2013 sozialismus.info"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Bundeswehr hat in Hamburg vom 25. bis zum 27. September in einem Gro\u00dfman\u00f6ver Truppenverlegungen gen Osten simuliert. Auch die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Beh\u00f6rden, um das Arbeitssicherstellungsgesetz umzusetzen, wird geprobt. Insgesamt nahmen an der \u00dcbung 500 Soldat*innen, aber auch 70 Mitarbeiter*innen der Agentur f\u00fcr Arbeit teil. Krieg soll normalisiert werden.<\/strong><\/p>\n<p>von Nils, Hamburg<br \/>Im \u201eOperationsplan Deutschland\u201c nimmt Hamburg mit seinem gro\u00dfen Hafen eine zentrale Rolle ein. Daher fand mit \u201eRed Storm Bravo\u201c schon zum zweiten Mal eine gro\u00df angelegte Milit\u00e4r\u00fcbung in Hamburg statt. Dabei werden Verladungen von NATO-Truppen aus dem Hamburger Hafen geprobt.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr dieses Szenario wurden unter anderem Hubschrauber eingesetzt und lange Panzerkolonnen durch das Stadtgebiet geschickt. Damit das auch ohne Probleme vonstatten geht, wird auch der Umgang mit Demonstrationen geprobt, um stattfindenden Widerstand zu brechen.<\/p>\n<p>Das passt zur zunehmenden Repression gegen echten Protest, wie Ende August in K\u00f6ln, wo hunderte Teilnehmer*innen der Rheinmetall-Entwaffnen-Demo bis zu 11 Stunden eingekesselt wurden. CDU-B\u00fcrgerschaftsabgeordnete erkl\u00e4ren Linke, die gegen Red Storm Bravo protestieren, zu Terrorist*innen und <a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/parldok\/dokument\/95283\/23_01499_verletzung_der_kritischen_infrastruktur_wie_wappnet_sich_hamburg#navpanes=0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">unterstellen<\/a>, sie w\u00fcrden Anschl\u00e4ge auf das Stromnetz planen.<\/p>\n<p>Ebenfalls mit dabei: Die Agentur f\u00fcr Arbeit. Diese hat in einem Planspiel die Umsetzung des Arbeitssicherstellungsgesetzes simuliert. Dabei handelt es sich um ein Gesetz, welches dem Staat erlaubt, im Kriegsfall Arbeitszwang im zivilen Bereich umzusetzen. Konkret geht es hier um \u201ekriegswichtige\u201c Betriebe und um den Gesundheitssektor. Angewendet wurde das Gesetz noch nie.<\/p>\n<p><strong>Demo gegen Red Storm Bravo \u2013 keine Kriegs\u00fcbung in unserer Stadt!<\/strong><\/p>\n<p>Neben der Vorbereitung auf Krieg nach au\u00dfen und Repression und Arbeitszwang nach innen wird mit solchen \u00dcbungen eine weitere Normalisierung der Bundeswehr in unserer Gesellschaft vorangetrieben. Wir sollen an Milit\u00e4r und Kriegsvorbereitungen gew\u00f6hnt werden. Es wird behauptet, Kriegst\u00fcchtigkeit sei unausweichlich und eine enorme Aufr\u00fcstung \u00fcberlebenswichtig f\u00fcr Deutschland, Europa und die NATO, denn \u201cder Russe\u201d werde in den n\u00e4chsten Monaten oder Jahren ganz bestimmt angreifen. Im Sozialen Bereich wird daf\u00fcr gek\u00fcrzt ohne Ende, die Wiedereinf\u00fchrung der Wehrpflicht wird vorbereitet, weitere Zwangsdienste drohen. Wir stellen uns gegen das Narrativ, dass all dies unausweichlich sei. Die Grenze verl\u00e4uft nicht zwischen den V\u00f6lkern oder L\u00e4ndern, sondern zwischen oben und unten. Wir wollen nicht auf andere Menschen schie\u00dfen, Befehlen gehorchen und als Kanonenfutter an der Front verheizt werden.<\/p>\n<p>Die SAV hat sich zusammen mit Die Linke Hamburg und anderen Akteuren am Freitag, den 26.09.2025 an einer Demonstration gegen die Milit\u00e4r\u00fcbung beteiligt. Bis zu 2000 Menschen zogen in einer lauten antimilitaristischen Demonstration zum Hafen. Auf der Auftaktkundgebung sprachen unter anderem die Linke-Abgeordnete im EU-Parlament \u00d6zlem Demirel, der B\u00fcrgerschaftsabgeordnete David Stoop und der Hafenarbeiter und Abgeordnete Kay J\u00e4ger.<\/p>\n<p>Bei der Abschlusskundgebung redete Per-\u00c5ke Westerlund von Socialistiskt Alternativ, der schwedischen Sektion der ISA. Er berichtete von der zunehmenden Militarisierung in Schweden im Zusammenhang mit dem NATO-Beitritt, die auch dort mit Sozialabbau einhergeht. Per-\u00c5ke betonte, dass sich Sozialist*innen im Kampf gegen ihre eigene herrschende Klasse und den US-Imperialismus nicht mit anderen imperialistischen M\u00e4chten \u2013 China und Russland \u2013 verb\u00fcnden. In allen diesen L\u00e4ndern sind Blockkonfrontation und Krieg nicht im Interesse der Masse der Bev\u00f6lkerung, der Arbeiter*innenklasse und der Jugend.<\/p>\n<p><strong>Die Forderungen des Demo-B\u00fcndnisses waren:<\/strong><\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Keine Nato-Man\u00f6ver wie \u201eRed Storm Bravo\u201c in Hamburg: Milit\u00e4r raus aus der Stadt!<\/li>\n<li>Abr\u00fcstung statt Sozialabbau \u2013 wir fordern Investitionen in Bildung, Gesundheit und Soziales, statt in Kriegsvorbereitung!<\/li>\n<li>Entmilitarisierung des Hafens: Hamburg darf keine Drehscheibe f\u00fcr den Tod sein!<\/li>\n<li>Kein Werben f\u00fcrs Sterben \u2013 keine Bundeswehr in Schulen und im \u00f6ffentlichen Raum<\/li>\n<li>Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht: Gegen die Wehrpflicht und Zwangsdienste!<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Bundeswehr hat in Hamburg vom 25. bis zum 27. 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