{"id":457946,"date":"2025-09-28T21:59:20","date_gmt":"2025-09-28T21:59:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/457946\/"},"modified":"2025-09-28T21:59:20","modified_gmt":"2025-09-28T21:59:20","slug":"berlin-kommen-e-patientenakten-jetzt-voll-auf-touren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/457946\/","title":{"rendered":"Berlin | Kommen E-Patientenakten jetzt voll auf Touren?"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Kurz vor dem Start der verpflichtenden Verwendung der neuen elektronischen Patientenakten (ePA) in den Arztpraxen zieht das Interesse unter Versicherten allm\u00e4hlich etwas mehr an. Bei der Techniker Krankenkasse (TK), den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) und der Barmer haben 1,37 Millionen Versicherte ihre E-Akte nun f\u00fcr sich selbst freischalten lassen, wie die Kassen auf Anfrage mitteilten.<\/p>\n<p>Das sind knapp 170.000 mehr als Mitte Juli \u2013 bei jedoch insgesamt 45 Millionen angelegten ePAs. Die Kassen setzen auf einen Schub, wenn Praxen ab diesem Mittwoch wichtige Daten in die E-Akten laden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Chefin des AOK-Bundesverbands, Carola Reimann, sagte der Deutschen Presse-Agentur: \u00abMit der Verpflichtung zur Bef\u00fcllung und Nutzung der ePA ab dem 1. Oktober d\u00fcrfte sich der Anteil der Versicherten, die mit dem Thema in Ber\u00fchrung kommen, deutlich erh\u00f6hen.\u00bb TK-Chef Jens Baas sagte der dpa, jetzt komme die entscheidende Phase. \u00abNur wenn die ePA zu jedem Arztbesuch selbstverst\u00e4ndlich dazugeh\u00f6rt, wird sie ihren vollen Nutzen entfalten.\u00bb<\/p>\n<p>\u00c4rzte m\u00fcssen k\u00fcnftig Daten in E-Akten laden<\/p>\n<p>Rund 70 Millionen der gut 74 Millionen gesetzlich Versicherten haben schon seit Januar eine ePA von ihrer Krankenkasse angelegt bekommen, was man f\u00fcr sich auch ablehnen kann. Der Einsatz in Gesundheitseinrichtungen wurde zuerst in drei Regionen getestet und dann ab dem Fr\u00fchjahr bundesweit ausgedehnt. Bisher konnten \u00c4rztinnen und \u00c4rzte die ePAs auf freiwilliger Basis nutzen und Daten f\u00fcr ihre Patienten einstellen. Zum 1. Oktober greift f\u00fcr sie nun eine Pflicht.<\/p>\n<p>TK-Chef Baas sagte: \u00abDamit die ePA ihr volles Potenzial entfalten kann, m\u00fcssen sich Patientinnen und Patienten darauf verlassen k\u00f6nnen, dass ihre wichtigen medizinischen Informationen in der Akte bei jedem Praxisbesuch vollst\u00e4ndig hinterlegt sind.\u00bb Deshalb sei entscheidend, dass die nun greifenden Vorgaben m\u00f6glichst schnell und fl\u00e4chendeckend umgesetzt werden. \u00abAlle medizinischen Einrichtungen in Deutschland m\u00fcssen an die ePA angeschlossen sein.\u00bb Sie m\u00fcsse von allen in den Behandlungsalltag integriert und auch gef\u00fcllt werden.<\/p>\n<p>Auch \u00abpassive\u00bb E-Akten k\u00f6nnen bef\u00fcllt werden<\/p>\n<p>Rund 58.000 der 98.500 Arztpraxen nehmen nach Angaben der mehrheitlich bundeseigenen Digitalagentur Gematik bereits teil. Schon dabei sind demnach auch 19.700 Zahnarztpraxen, knapp 6.500 Apotheken und 727 Kliniken. Zuletzt wurden w\u00f6chentlich insgesamt 1,9 Millionen Dokumente hochgeladen. Bei den Kliniken wird nach Branchenangaben damit gerechnet, dass ein Gro\u00dfteil die ePA wohl erst im Laufe des n\u00e4chsten Jahres krankenhausweit einsetzen kann.<\/p>\n<p>Generell k\u00f6nnen \u00c4rzte die ePA bef\u00fcllen und einsehen, auch wenn Patienten sie nicht aktiv nutzen. Beim Einstecken der Versichertenkarte am Anmeldetresen erteilt man ein Zugriffsrecht standardm\u00e4\u00dfig f\u00fcr 90 Tage. Patienten k\u00f6nnen sich in ihre ePA einloggen, m\u00fcssen es aber nicht. Nur wenn man es tut, kann man aber online festlegen, welche \u00c4rzte welche Daten sehen k\u00f6nnen und was nicht.<\/p>\n<p>F\u00fcrs erste Verwenden der App muss man sich einmalig identifizieren und freischalten lassen. Daf\u00fcr braucht man einen elektronischen Personalausweis mit Geheimnummer (Pin) oder die E-Gesundheitskarte mit Pin, die auf Antrag von der Kasse kommt.<\/p>\n<p>Etwas mehr Versicherte nutzen ePA aktiv<\/p>\n<p>Bei der TK als gr\u00f6\u00dfter Kasse nutzen nun 800.000 Versicherte ihre ePA aktiv \u2013 Mitte Juli waren es 750.000 gewesen. Bei der Barmer erh\u00f6hte sich die Zahl der aktiven Nutzerinnen und Nutzer von 250.000 auf mehr als 300.000. Bei den elf AOKs haben 265.000 Versicherte eine pers\u00f6nliche Gesundheits-ID angelegt, die ihnen den Zugriff erm\u00f6glicht, 65.000 mehr als Mitte Juli. Die \u00ab\u00c4rzte Zeitung\u00bb berichtete zuerst \u00fcber die aktuellen Zahlen. Bei der DAK-Gesundheit sind es nach einer Umfrage der Zeitung nun rund 100.000 aktiv geschaltete E-Akten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die 8,7 Millionen Privatpatienten l\u00e4uft es mit der ePA nicht so automatisch. Private Versicherungen k\u00f6nnen sie auf freiwilliger Basis f\u00fcr Patienten anlegen, die eine Krankenversichertennummer zur eindeutigen Identifikation haben. Aktuell bieten f\u00fcnf der 36 Unternehmen mit Krankheitsvollversicherungen ePAs an, wie der Verband auf Anfrage mitteilte. E-Rezepte k\u00f6nnten Versicherte von 15 Versicherungsunternehmen nutzen. Damit k\u00f6nnten mehr als 3,7 Millionen Privatversicherte mindestens eine der beiden Digitalanwendungen nutzen.<\/p>\n<p>Kommt n\u00f6tige Software \u00fcberall rechtzeitig?<\/p>\n<p>Die ePA soll Patientinnen und Patienten ein Leben lang begleiten k\u00f6nnen. Indem sie Befunde, Laborwerte oder Angaben zu Medikamenten zentral b\u00fcndelt, soll sie zu besseren Behandlungen beitragen.<\/p>\n<p>Zuletzt mussten Einrichtungen teils noch auf Softwaremodule f\u00fcr den ePA-Einsatz warten. Laut Kassen\u00e4rztlicher Bundesvereinigung (KBV) konnte ein F\u00fcnftel der Praxen deshalb zun\u00e4chst nicht mit der ePA arbeiten. Laut Gematik sollen zum 1. Oktober mehr als 90 Prozent der Praxen, Zahnarztpraxen und Apotheken daf\u00fcr technisch ausgestattet sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Kurz vor dem Start der verpflichtenden Verwendung der neuen elektronischen Patientenakten (ePA) in den Arztpraxen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":457947,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,141,1188,1940,1938,625],"class_list":{"0":"post-457946","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-gesundheit","15":"tag-krankenversicherung","16":"tag-nachrichten-aus-berlin","17":"tag-news-aus-berlin","18":"tag-verbraucher"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115284172144216892","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/457946","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=457946"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/457946\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/457947"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=457946"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=457946"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=457946"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}