{"id":458543,"date":"2025-09-29T03:43:19","date_gmt":"2025-09-29T03:43:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/458543\/"},"modified":"2025-09-29T03:43:19","modified_gmt":"2025-09-29T03:43:19","slug":"streit-ueber-geld-fuer-kunsthallen-projekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/458543\/","title":{"rendered":"Streit \u00fcber Geld f\u00fcr Kunsthallen-Projekt"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">\n                    Kunsthallenleiterin Juliane Schickedanz ist h\u00f6rbar stolz auf die \u201eSchool of Cow Comfort\u201c. Im Kulturausschuss hat sie das Projekt an diesem Donnerstag, 18. September vorgestellt, und dabei unterstreicht sie den Stellenwert, den dieses Projekt ihrem Haus verschafft. Denn der Kulturstiftung des Bundes hat das Projekt so gut gefallen, dass sie es im Rahmen des Programms \u201eKunst und KI\u201c mit 195.000 Euro f\u00f6rdert. Das ist f\u00fcr sich genommen schon eine gute Nachricht.\n            <\/p>\n<p class=\"\">Freudige Nachricht: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/bund-foerdert-projekt-der-kunsthalle-osnabrueck-mit-195000-euro-49003291\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Die Kunsthalle Osnabr\u00fcck erh\u00e4lt 195.000 Euro vom Bund<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Noch besser wird sie, wenn man sich vor Augen h\u00e4lt, welche anderen Institutionen Geld aus dem F\u00f6rdertopf erhalten: Das Haus der Kulturen der Welt Berlin ist dabei, das Haus der Kunst in M\u00fcnchen, das J\u00fcdische Museum in Frankfurt am Main \u2013 die Kunsthalle spielt mit der \u201eSchool of Cow Comfort\u201c in der \u201eersten Liga\u201c deutscher Kulturinstitutionen, sagt Schickedanz.\n            <\/p>\n<p>            Geld vom Bund erfordert Geld von der Stadt<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Nun gibt es diesen Listenplatz nicht zum Nulltarif: Auch die Stadt Osnabr\u00fcck muss einen Beitrag leisten; 63.000 Euro stehen in der Beschlussvorlage, die der Kulturausschuss nun diskutiert hat. \u201eDie Kunsthalle wird die F\u00f6rderung (durch die Bundeskulturstiftung, d. Red.) nur bekommen, bzw. den F\u00f6rderantrag unterschreiben k\u00f6nnen, wenn der Eigenmittelanteil in H\u00f6he von 63.000 Euro f\u00fcr 2026\/2027 zugesichert wird\u201c, schreibt die Kulturverwaltung in der Vorlage. \u201eDer F\u00f6rdervertrag zwischen der Stadt Osnabr\u00fcck und der Kulturstiftung des Bundes soll sp\u00e4testens Mitte November 2025 unterschrieben werden.\u201c\n            <\/p>\n<p>\n                                Juliane Schickedanz (rechts) und Anna Jehle, die Leiterinnen der Kunsthalle Osnabr\u00fcck.<br \/>\n                            Foto: J\u00f6rn Martens<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/280225-hiltrudschaeferpreis-joe004.jpg\" title=\"Juliane Schickedanz (rechts) und Anna Jehle, die Leiterinnen der Kunsthalle Osnabr\u00fcck.\" alt=\"Juliane Schickedanz (rechts) und Anna Jehle, die Leiterinnen der Kunsthalle Osnabr\u00fcck.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"250\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Das Problem dabei: Der Rat der Stadt Osnabr\u00fcck muss die Mittel im Vorgriff auf den Doppelhaushalt 2026\/27 freigeben, und das bei der bekannt angespannten Lage des st\u00e4dtischen Haushalts.\n            <\/p>\n<p class=\"\">Lesen Sie auch: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/steuert-osnabrueck-sehenden-auges-auf-schuldenkollaps-zu-49289411\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Steuert Osnabr\u00fcck sehenden Auges auf Schuldenkollaps zu?<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Vor dem Hintergrund notwendiger Konsolidierungsma\u00dfnahmen hei\u00dft es deshalb in der Vorlage: \u201eEine Entscheidung im Vorgriff auf kommende Haushalte bedeutet, dass der Rat auf Abw\u00e4gungsm\u00f6glichkeiten im Rahmen der Haushaltsberatungen verzichtet.\u201c\n            <\/p>\n<p>            Kunst jenseits des Elfenbeinturms<\/p>\n<p class=\"\">\n                    In der Debatte loben die Kulturausschussmitglieder die \u201eSchool of Cow Comfort\u201c trotzdem einhellig wegen des umfassenden Konzepts. K\u00fcnstliche Intelligenz trifft Landwirtschaft, trifft Kunst: So l\u00e4sst sich der Ansatz knapp umrei\u00dfen. \u201eIch finde es fantastisch\u201c, sagt Gr\u00fcnen-Abgeordnete Kristina Pfaff; das Projekt zeige, dass \u201eKunst und Kultur kein Elfenbeinturm sind\u201c, sondern sich zu den Menschen begebe.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Erste leise Einw\u00e4nde meldete dann Kerstin Meyer-Leive von der CDU an. Dazu muss man wissen: Das Projekt findet in Kooperation mit einem Landwirt statt; die Kunsthalle hat erste Gespr\u00e4che mit dem CSA Hof Pente in Bramsche gef\u00fchrt. Warum denn kein Hof in Osnabr\u00fcck im Gespr\u00e4ch sei, fragt die CDU-Abgeordnete. Ingo Dauer, hinzugew\u00e4hltes CDU-Ausschussmitglied ohne Stimmrecht, sekundiert mit der Forderung, man solle den Landkreis an der Finanzierung beteiligen. Brigitte Neumann, kulturpolitische Sprecherin der CDU, fragt, was von diesem mit st\u00e4dtischem Budget gef\u00f6rderten st\u00e4dtischen Projekt in der Stadt stattfinde; Petra Knabenschuh (CDU) findet generell offene Fragen in der Beschlussvorlage.\n            <\/p>\n<p>            Geld vom Bund ist willkommen, aber&#8230;<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Tats\u00e4chlich besteht noch eine Finanzierungsl\u00fccke von rund 11.000 Euro. Dazu steht in der Vorlage: \u201eWeitere F\u00f6rdermittelantr\u00e4ge sollen bei der Sievert-Stiftung f\u00fcr Wissenschaft und Kultur sowie beim Landkreis Osnabr\u00fcck gestellt werden.\u201c Und an anderer Stelle hei\u00dft es, \u201esollten Drittmittel nicht in erforderlichem Umfang eingeworben werden, werden entsprechende Aufwandsk\u00fcrzungen vorgenommen.\u201c\n            <\/p>\n<p class=\"\">Aufs Pferd gekommen: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/kunsthalle-osnabrueck-voltigier-performance-eroeffnet-geister-48871776\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Performance in der Kunsthalle Osnabr\u00fcck<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Immerhin: Neuman lobt, \u201edass Geld nach Osnabr\u00fcck kommt, ist immer gut.\u201c Trotzdem meldet sie Beratungsbedarf an. Das bedeutet, der Ausschuss r\u00e4umt der jeweiligen Fraktion die M\u00f6glichkeit ein, sich intern zu beraten und zus\u00e4tzliche Informationen einzuholen. Gleichzeitig vertagt der Ausschuss die Abstimmung \u00fcber die Beschlussvorlage.\n            <\/p>\n<p>            Welches Signal gibt der Kulturausschuss?<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Im konkreten Fall w\u00fcrde sich das kaum auswirken; die Vorlage geht durch den Finanz- und den Verwaltungsausschuss, und entscheiden muss sowieso der Rat. Trotzdem gibt die Entscheidung des Fachausschusses, und das ist in diesem Fall nun einmal der Kulturausschuss, eine Richtung vor. Aus diesem Grund pl\u00e4dierte Sebastian Bracke vehement daf\u00fcr, dem Beschluss zuzustimmen und zu \u201esignalisieren, dass der Kulturausschuss hinter dem Projekt steht.\u201c \u00c4hnlich argumentierte Kulturdezernent Wolfgang Beckermann, denn \u201ewir sollten uns freuen, dass so ein hoher Zuschuss vom Bund kommt.\u201c\n            <\/p>\n<p>\n                                Kann die Finanzierung der \u201eSchool of Cow Comfort\u201c nicht nachvollziehen: Kerstin Meyer-Leive (CDU).<br \/>\n                            Foto: Swaantje Hehmann<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/23-173912198-23-173819604.jpg\" title=\"Kann die Finanzierung der \u201eSchool of Cow Comfort\u201c nicht nachvollziehen: Kerstin Meyer-Leive (CDU).\" alt=\"Kann die Finanzierung der \u201eSchool of Cow Comfort\u201c nicht nachvollziehen: Kerstin Meyer-Leive (CDU).\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"455\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>            Keine Empfehlung f\u00fcr den Rat <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die Vertreterinnen der CDU beharrten indes auf ihren Einw\u00e4nden, worauf sich die Tonlage der Diskussion merklich versch\u00e4rfte. Meyer-Leive sagte, sie k\u00f6nne die Finanzierung der Kunsthallenprojekts \u201enicht nachvollziehen\u201c und sie \u201eh\u00e4tte gern einen guten Umgang mit Steuergeldern\u201c. Bei den Vertretern der Ratsmehrheit, allen voran Bracke von den Gr\u00fcnen, rief das harsche Reaktionen hervor, und immerhin konnten sie den Beratungsbedarf noch umbiegen: \u201eOhne Empfehlung\u201c wurde die Entscheidung \u00fcber die \u201eSchool of Cow Comfort\u201c an den Rat weitergegeben.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die Pointe dabei: F\u00fcr ein Ausstellungsprojekt des Museumsquartiers muss die Verwaltung nicht 11.000, sondern 100.000 Euro an Drittmitteln einwerben. Dem stimmte der Kulturausschuss ohne gro\u00dfe Diskussion einstimmig, also mit den Stimmen der CDU zu. Trotz der schwierigen Haushaltslage.\n            <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kunsthallenleiterin Juliane Schickedanz ist h\u00f6rbar stolz auf die \u201eSchool of Cow Comfort\u201c. 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