{"id":458545,"date":"2025-09-29T03:44:11","date_gmt":"2025-09-29T03:44:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/458545\/"},"modified":"2025-09-29T03:44:11","modified_gmt":"2025-09-29T03:44:11","slug":"waldshut-tiengen-was-schwarze-tagtaeglich-in-deutschland-erleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/458545\/","title":{"rendered":"Waldshut-Tiengen: Was Schwarze tagt\u00e4glich in Deutschland erleben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tiengen<\/strong> Im Rahmen der interkulturellen Woche von Caritas und Diakonie las Schulamtsdirektorin, Bestsellerautorin und Coach f\u00fcr interkulturelle Kommunikation Florence Brokowski-Shekete im Klettgau-Gymnasium Tiengen aus drei ihrer B\u00fccher vor. Brokowski-Shekete wuchs als Kind nigerianischer Eltern bei einer deutschen Pflegemutter auf. Am Ende der Lesung konnten die zahlreich erschienenen Zuschauer unter dem Motto \u201ewas ich immer schon einmal fragen wollte\u201c, Fragen an die Autorin stellen. Die Moderation hatte Sarah Sprenger, die Leiterin des Migrationsdienstes der Caritas.<\/p>\n<p>\u201eEigentlich hatte ich nie die Idee B\u00fccher zu schreiben, ich wurde aber immer wieder nach meiner Biografie gefragt\u201c, beantwortete die Autorin die Frage von Sarah Sprenger. Dann sei das erste Buch, \u201eMist, die versteht mich ja\u201c entstanden. Ihr sei immer wieder die Frage gestellt worden, wo sie herkomme, sie k\u00f6nne doch keine Deutsche sein, mit ihrer Hautfarbe. \u201eMeine Sozialisation ist aber so deutsch wie keine andere\u201c, sagte sie. Ihre Eltern h\u00e4tten damals in Deutschland studiert und eine Bleibe f\u00fcr sie, damals zweij\u00e4hrig, gesucht. Dabei h\u00e4tten sie dann ihre \u201eHerzensmama\u201c gefunden, was diese bis heute sei. Das zweite Buch \u201eRaus aus den Schubladen\u201c, ein Gespr\u00e4ch mit schwarzen Deutschen, sei entstanden, weil sie ein Buch schreiben wollte \u00fcber schwarze Menschen, die in Berufen seien, in denen man sie nicht erwarte. Ein Mann aus Ghana, der als Kind nach Deutschland gekommen sei, arbeite beim Amt f\u00fcr Wohngeld. \u201eWenn die Leute ihn im B\u00fcro sehen, sagen sie, da sitzt ja schon ein Antragssteller und kommen nicht in das B\u00fcro\u201c, habe er erz\u00e4hlt. Das nerve ihn wahnsinnig, aber er lasse sich nicht unterkriegen. Alle h\u00e4tten gesagt, dass sie es lieben, hier in Deutschland zu sein.<\/p>\n<p>Das dritte Buch \u201eSchwarz Weiss, es geht auch anders\u201c, ein Gespr\u00e4ch \u00fcber Alltagsrassismus, sei urspr\u00fcnglich ein Podcast gewesen, in dem sie zusammen mit Marion Kochenny Begriffen wie \u201eschwarzfahren\u201c auf den Grund gehe. Das sei ein Begriff, der sich bei n\u00e4herer Betrachtung als ein Wort aus der Gaunersprache entpuppt habe. \u201eWarum ist schwarz immer negativ?\u201c Worte k\u00f6nnten erfreuen oder irritieren. \u201eMan darf alles sagen, muss aber mit der Reaktion zurechtkommen\u201c, sagte die Autorin. Auf die Frage einer Zuschauerin, ob man schwarze Menschen als \u201eSchwarze\u201c bezeichnen d\u00fcrfe, antwortete Brokowski-Shekete: \u201eDamit macht man nichts verkehrt und solange Sie das N-Wort nicht benutzen, sind Sie auf dem richtigen Weg.\u201c Nicht notwendig finde sie es, die Hautfarbe immer zu nennen, beantwortete sie die Frage eines anderen Zuschauers. Bei Stereotypen frage sie sich oft, ob sich eine Konfrontation \u00fcberhaupt lohne, beantwortete sie eine andere Frage. Privat lebe sie sehr zur\u00fcckgezogen und versuche alles zu sein, was man ihr nicht zutraue.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Tiengen Im Rahmen der interkulturellen Woche von Caritas und Diakonie las Schulamtsdirektorin, Bestsellerautorin und Coach f\u00fcr interkulturelle Kommunikation&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":458546,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-458545","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115285528703915666","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/458545","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=458545"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/458545\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/458546"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=458545"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=458545"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=458545"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}