{"id":458830,"date":"2025-09-29T06:30:13","date_gmt":"2025-09-29T06:30:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/458830\/"},"modified":"2025-09-29T06:30:13","modified_gmt":"2025-09-29T06:30:13","slug":"und-in-die-tiefe-mit-blick-aufs-meer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/458830\/","title":{"rendered":"&#8230;und in die Tiefe: Mit Blick aufs Meer&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Der Blick aufs Meer bietet verschiedene Aussichten. Einerseits die literarische Dimension, wie ihn die amerikanische Autorin Elizabeth Strout in ihrem Roman \u201eMit Blick aufs Meer\u201c wirft, (im Jahr 2009 erhielt sie daf\u00fcr den begehrten Pulitzer-Preis, \u00e4hnlich dem \u201eOscar\u201c in der Filmbranche). Realistisch, aber liebevoll schaut sie auf menschlichen Beziehungen, Konflikte, das Altern und die Bew\u00e4ltigung von Krisen. Ort des Geschehens ist die amerikanische Ostk\u00fcste. Des Weiteren kann man das Meer naturwissenschaftlich betrachten: beobachten, messen, Werte vergleichen und Schl\u00fcsse ziehen.<br \/>Oder man betrachtet das Meer wissenschaftlich ohne poetische Aspekte zu vernachl\u00e4ssigen.\u00a0Der Blick des britischen Naturfilmers David Attenborough geht in diese Richtung. Sein neuer Film \u201eOcean mit David Attenborough\u201c kommt am 8.Mai 2025, seinem 99. Geburtstag, in vielen L\u00e4ndern, auch Deutschland, in die Kinos. Die Kommentare spricht er selbst. Der Film zeigt die \u00fcberw\u00e4ltigende \u00a0 Sch\u00f6nheit des Lebens auf dem Meeresgrund. Seit dem farbenfrohen Zusammenspiel von Korallen, Schw\u00e4mmen (beide werden dem Tierreich zugeordnet), anderen Tieren und Pflanzen, die sich gegenseitig zum Leben brauchen sind je nach Ort Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende, vergangen.<br \/>Weit weg von der Oberfl\u00e4che, scheinen die Faktoren Mensch und Zeit keine Rolle zu spielen.<\/p>\n<p>Doch dann geht alles ganz schnell:<\/p>\n<p>Das Schleppnetz kommt und der Meeresgrund wird \u201eabrasiert\u201c und eine dunkle W\u00fcste wird hinterlassen. 80-90 Prozent des Ertrags ist Beifang und wird gleich wieder entsorgt.<br \/>Das Fanggeschirr sorgt daf\u00fcr, dass der Meeresboden aufgew\u00fchlt wird, wodurch die eingelagerten Kohlenstoffverbindungen zu Kohlendioxid (CO2) umgewandelt werden. Deshalb versauern die Ozeane schneller und k\u00f6nnen weniger CO2 aus der Luft aufnehmen. Wenn die Meere als gr\u00f6\u00dfte CO2 -Speicher kein Kohlendioxid mehr aufnehmen, verst\u00e4rkt dies den Treibhauseffekt. Ein Teufelskreis, der zudem noch das Artensterben beschleunigt. Und hier kommt wieder der Faktor Mensch ins Spiel:<\/p>\n<p>Wer verdient an dieser Zerst\u00f6rung? Weshalb konnte dieser Frevel noch nicht beendet werden? Wir alle, aber besonders junge Menschen, die noch lange diesen Planeten bewohnen sollen, verdienen eine Antwort darauf.<br \/>Der Blick in die Tiefe r\u00fcttelt auf und fordert uns heraus. David Attenborough begr\u00fcndete sein Engagement 2018 so:\u00a0\u201eFalls wir nicht handeln, so steht der Zusammenbruch unserer Zivilisation und das Aussterben eines Gro\u00dfteils der nat\u00fcrlichen Welt bevor.\u201c<\/p>\n<p>Antonia Spielvogel schaut deshalb nach vorne und hat eine Petition gestartet, die sich gegen die industrielle Grundschleppnetzfischerei in europ\u00e4ischen Meeresschutzgebieten richtet.\u00a0<a href=\"https:\/\/chng.it\/VnMqht2V2r\" onclick=\"window.open(this.href); return false;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bitte unterst\u00fctzt diese Petition<\/a>!<br \/>Dar\u00fcber hinaus stellte die 18-j\u00e4hrige junge Frau aus Gondelsheim, die im letzten Schuljahr das Abitur am Edith-Stein-Gymnasium ablegte und in der vergangenen Woche ihr Anliegen bei Schulveranstaltungen mit neunten und zehnten Klassen entwickelte, am 20.09. ein Ozean Event in Gondelsheim auf die Beine.<\/p>\n<p>Noch vor Beginn der Veranstaltung \u00fcberreichte eine Delegation der Brettener Omas for Future, die Antonias Anliegen voll und ganz unterst\u00fctzen, das Buch der Gr\u00fcnderin der Bewegung, Cordula Weimann, mit einer Widmung als Geschenk und Ermutigung f\u00fcr die weitere Arbeit.<\/p>\n<p>Auch der NABU Bretten unterst\u00fctzt Antonias wertvolle Arbeit.<\/p>\n<p>Als Einstieg in den Workshop diente ihr ein Ausschnitt des oben erw\u00e4hnten Filmes von David Attenborough.<\/p>\n<p>Eine filmische Gru\u00dfbotschaft \u00fcbermittelte die ehemalige Umweltministerin Steffi Lemke und rief zum weiteren Engagement zum Schutz der Meere auf.<\/p>\n<p>Auch die junge Wissenschaftlerin und Doktorandin der Meeresgeobiochemie Luisa Meiritz und der Sch\u00fcler Lauritz Gut vom \u201eYoung Citzens Council for the Ocean\u201c berichteten, was sie best\u00e4rkt und antreibt.<br \/>Antonia Spielvogel brachte somit den Ozean und ihr Anliegen nach Gondelsheim. 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Altersgruppen bem\u00fchten sich, Meeresschutzgebiete auf einer gro\u00dfen K\u00fcstenkarte auszuweisen. Die Vorgaben dazu befanden sich wie bei einem Planspiel auf Informationsmaterial, das jede Gruppe zur Hand hatte. Verschiedene Interessen waren zu ber\u00fccksichtigen: Die Fischer und ihre Familien sollten vom traditionellen Fischfang leben. Hoteliers hingegen investierten in den Tourismus, industrieller Fischfang sollte gro\u00dfe Ertr\u00e4ge erzielen, Korallen und Delfine sollten \u00fcberleben.<br \/>Ein echtes Dilemma f\u00fcr die Teilnehmenden, die sp\u00e4ter ihre Ergebnisse vorstellten. Vor- und Nachteile bestimmter Schutzma\u00dfnahmen wurden in gro\u00dfer Runde diskutiert. Von 19.00 bis 21.00 Uhr verbrachten die Anwesenden eine gemeinsame Zeit, an die sie sich noch lange erinnern werden: An die Menschen, ihre Motive f\u00fcrs Handeln und daran, dass wir alle einen Auftrag haben: unsere Lebensgrundlagen zu sch\u00fctzen.<br \/>Und zwar nicht erst dann, wenn das Meer vor unserer Haust\u00fcre steht.<br \/>Antonia Spielvogel bedankte sich herzlich bei ihren Sponsoren, namentlich dem Gondelsheimer B\u00fcrgermeister Markus Rupp, der B\u00e4ckerei Stiefel, der Heck-M\u00fchle und dem B\u00fcroservice Kuhn.<\/p>\n<p><b>Wer sich f\u00fcr die Omas for Future und ihr Motto: \u201eHandeln aus Liebe zum Leben, zu unseren Kindern und Enkelkindern\u201c interessiert, ist herzlich eingeladen.<br \/>Unsere n\u00e4chsten Treffen finden am 7.10. und am 21.10. um 14.30 Uhr statt.<br \/>Unsere n\u00e4chsten Aktivit\u00e4ten: Wir erspielen mit dem \u201eZukunftsquiz\u201c B\u00e4ume. Die Sparkasse Kraichgau-Stromberg stellt das Geld f\u00fcr die B\u00e4ume f\u00fcr die anstehende Baumpflanzaktion mit F\u00f6rster Kuhn im November zur Verf\u00fcgung.<br \/>10.10.: Wir spielen das Zukunftsquiz mit drei Klassen der Johann-Peter-Hebel Gemeinschaftsschule Bretten<br \/>14.10.: Wir spielen das Zukunftsquiz im Betreuten Wohnen im Br\u00fcckle<br \/>Kontakt:bretten@omasforfuture.de. Tel. B\u00e4rbel Eickmeier 0160-99076626<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Blick aufs Meer bietet verschiedene Aussichten. 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