{"id":458947,"date":"2025-09-29T07:37:12","date_gmt":"2025-09-29T07:37:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/458947\/"},"modified":"2025-09-29T07:37:12","modified_gmt":"2025-09-29T07:37:12","slug":"ueberwindet-deutschland-seine-nine-to-five-kultur-kultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/458947\/","title":{"rendered":"\u00dcberwindet Deutschland seine Nine-to-five-Kultur? &#8211; Kultur"},"content":{"rendered":"<p class=\"rhp-dpa-teaser\"><b>Ge\u00f6ffnet nur bis 17.00 oder 18.00 Uhr: Das ist oft noch Standard bei Museen. F\u00fcr viele Berufst\u00e4tige ist ein Besuch so kaum zu schaffen, h\u00f6chstens am Wochenende. Doch es tut sich was.<\/b><\/p>\n<p><a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Berlin\" data-rtr-id=\"d0f8ca37195d12bf55f612c03cb5ae6e0ea21dfa\" data-rtr-score=\"14.99120922055089\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"27\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/berlin?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a>\/<a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Hannover\" data-rtr-id=\"ce7dde27760bed4186ffd12076d86aa242656022\" data-rtr-score=\"14.970697401836295\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"22\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/hannover?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hannover<\/a>\/<a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Hamburg\" data-rtr-id=\"9e6264851f895494f7728404530a2b31fea6864f\" data-rtr-score=\"14.944325063488963\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"24\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/hamburg?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hamburg<\/a> (dpa) &#8211; <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Deutschland\" data-rtr-id=\"6c48d7d5b099c64b41367070a52ae27833560fd5\" data-rtr-score=\"44.69232271928111\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"15\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/deutschland?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschlands<\/a> \u00f6ffentliche Museen gelten vielen als beh\u00e4bige \u00abNine to five\u00bb-Institutionen, die also nur von 9.00 bis 17.00 Uhr ge\u00f6ffnet haben &#8211; oder auch mal 18.00 Uhr. In der Regel wird das nicht positiv bewertet, eher nach dem Motto: Da arbeiten Menschen, die um Punkt f\u00fcnf oder sechs Feierabend machen und denen es egal ist, dass es sehr viele Menschen gibt, die erst danach kommen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Doch das ist nat\u00fcrlich ein Klischee. Langsam, aber sicher wird die Museumslandschaft hierzulande &#8211; wortw\u00f6rtlich &#8211; offener.<\/p>\n<p>J\u00fcngere sch\u00e4tzen flexiblere Zeiten<\/p>\n<p>\u00abDass sich Freizeitaktivit\u00e4ten zunehmend in den Abend verlagern und wir \u2013 die Museen \u2013 gro\u00dfe Konkurrenz haben, ist ja eigentlich nichts Neues\u00bb, sagt Judith Hartstang vom Sprengel Museum Hannover. \u00abGerade j\u00fcngere Zielgruppen sch\u00e4tzen flexiblere Zeitfenster.\u00bb Darauf reagiere man mit mehr Zug\u00e4nglichkeit. <\/p>\n<p>Das Sprengel Museum hat f\u00fcr seine derzeitige Kunstausstellung \u00abNiki. Kusama. Murakami. Love You for Infinity\u00bb, die sehr Instagram-tauglich ist, extra seine \u00d6ffnungszeiten verl\u00e4ngert: viermal in der Woche bis 20.00 Uhr. Das bedeute mehr Personalbedarf, lohne sich aber, um das Publikum zu erreichen, sagt Hartstang.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/6847866_1_articledetail_Fuer_eine_Ausstellung_mit_Werken_von_Kuenstlern_wie_Yayoi_Kusama_und_Takashi.webp\" alt=\"Sprengel Museum Hannover\" title=\"Sprengel Museum Hannover\" width=\"753\" height=\"502\" class=\"nfy-mobile-first\"\/> F\u00fcr eine Ausstellung mit Werken von K\u00fcnstlern wie Yayoi Kusama und Takashi Murakami hat das Sprengel Museum Hannover derzeit seine \u00d6ffnungszeiten ausgeweitet. (Archivbild)Foto: Julian Stratenschulte\/dpa<\/p>\n<p>Vorreiter bei ausgedehnteren \u00d6ffnungszeiten scheinen privatwirtschaftlich gef\u00fchrte H\u00e4user zu sein wie etwa das DDR-Museum in Berlin-Mitte (t\u00e4glich 9.00 bis 21.00 Uhr) oder auch die boomenden Lichtspiel-Spektakel zum Eintauchen, die zahlreichen immersiven Ausstellungen zu verschiedenen Themen.<\/p>\n<p>Mehr als 100 Millionen Menschen str\u00f6men j\u00e4hrlich in deutsche Museen<\/p>\n<p>\u00dcber mangelnde Nachfrage k\u00f6nnen sich Museen und Ausstellungsh\u00e4user jedenfalls hierzulande kaum beschweren. Nach wie vor werden jedes Jahr bei ihnen weit mehr Menschen gez\u00e4hlt (zuletzt rund 106 Millionen Besuche laut Museumsbund) als in den Theatern (zuletzt 20 Millionen Zuschauer laut B\u00fchnenverein) oder in den Fu\u00dfballstadien der Bundesliga-Vereine (11,8 Millionen Fans in der Saison &#8217;24\/&#8217;25).<\/p>\n<p>Viele Museen haben montags Ruhetag, manche auch dienstags. Einige Museen sind fast nie zu oder nur an ein paar Feiertagen im Jahr, darunter Weihnachten oder etwa wie das J\u00fcdische Museum Berlin an Jom Kippur (2025 am 2.10.).<\/p>\n<p>Langer Donnerstag?<\/p>\n<p>Dutzende Museen bieten neben ihrer recht strengen Regel\u00f6ffnungszeit wenigstens einen l\u00e4ngeren Abend in der Woche an. Oft ist dann vom \u00abLangen Donnerstag\u00bb die Rede. Das hat ein wenig was von Zeitreise in die 90er Jahre. <\/p>\n<p>Denn im Herbst 1989 fiel nicht nur die Berliner Mauer, auch der sogenannte Dienstleistungsabend wurde in der Bundesrepublik eingef\u00fchrt. Er lie\u00df L\u00e4den bis 20.30 Uhr \u00f6ffnen (f\u00fcr J\u00fcngere: Ja, das galt schon als gro\u00dfe Liberalisierung).<\/p>\n<p>Es handelte sich damals um einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einer weitreichenderen Lockerung des Ladenschlussgesetzes, das zuvor viele Jahre die \u00d6ffnungszeiten bis 18.30 Uhr beschr\u00e4nkt hatte.<\/p>\n<p>Auch der Louvre schlie\u00dft meist um sechs<\/p>\n<p>Viele deutsche Museen ticken also noch wie in den 90ern (in denen Berlin auch als erste Stadt die einmal pro Jahr stattfindende \u00abLange Nacht der Museen\u00bb einf\u00fchrte). Wobei an dieser Stelle nicht unterschlagen werden soll, dass auch andere L\u00e4nder keine ultraliberalen Museumszeiten pflegen. <\/p>\n<p>Auch das Kunsthaus Z\u00fcrich hat nur einen langen Abend bis 20.00 Uhr pro Woche (donnerstags). In Wien haben nur einige Museen manchmal l\u00e4nger als 18.00 Uhr auf, darunter die Albertina (Mittwoch und Freitag bis 21.00 Uhr). So ist es auch beim weltber\u00fchmten Louvre in Paris.<\/p>\n<p>In Deutschland bieten einen langen Donnerstag bis 21.00 Uhr zum Beispiel die folgenden H\u00e4user an: das Museum f\u00fcr Kunst und Gewerbe in Hamburg, das Museum Kunstpalast in D\u00fcsseldorf und das St\u00e4del-Museum in Frankfurt am Main. In K\u00f6ln hat das Museum Ludwig jeden ersten Donnerstag im Monat bis 22.00 Uhr ge\u00f6ffnet, das Wallraf-Richartz-Museum jeden ersten und dritten. <\/p>\n<p>Das Folkwang-Museum in Essen hat Donnerstag und auch Freitag l\u00e4nger auf (hei\u00dft hier: bis 20.00 Uhr), die Neue Nationalgalerie Berlin nur donnerstags, die Alte Pinakothek M\u00fcnchen dagegen dienstags und mittwochs. Mittwoch l\u00e4nger auf machen etwa auch das Germanische Nationalmuseum N\u00fcrnberg (bis 20.30 Uhr) und das Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden (21.00 Uhr).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/6847868_1_articledetail_Der_Fuerst_von_Monaco_2._von_rechts_war_mit_seiner_Familie_auch_schon_in_Deu.webp\" alt=\"F\u00fcrst Albert II. von Monaco mit Familie in Hamburg\" title=\"F\u00fcrst Albert II. von Monaco mit Familie in Hamburg\" width=\"753\" height=\"502\" class=\"nfy-mobile-first\"\/> Der F\u00fcrst von Monaco (2. von rechts) war mit seiner Familie auch schon in Deutschlands wohl meistbesuchtem Museum in Hamburg. (Archivbild)Foto: Georg Wendt\/dpa<\/p>\n<p>Doch das alles ist fast nichts gegen ein spezielles Hamburger Museum beziehungsweise die weltgr\u00f6\u00dfte Modelleisenbahnanlage: das Miniatur Wunderland. Es begr\u00fc\u00dft j\u00e4hrlich knapp 1,5 Millionen G\u00e4ste, wie Sprecher Niklas Weissleder sagt. Oft gebe es ein dichtes Gedr\u00e4nge an der Anlagenkante.<\/p>\n<p>Deshalb ging man hier schon vor Jahren in die Vollen: \u00abUm m\u00f6glichst vielen einen Besuch zu erm\u00f6glichen, sind die \u00d6ffnungszeiten weit ausgedehnt, h\u00e4ufig sind die T\u00fcren von 7.00 Uhr bis 1.00 Uhr nachts ge\u00f6ffnet.\u00bb <\/p>\n<p>Es gebe Sonderveranstaltungen wie eine abendliche Hafenrundfahrt mit anschlie\u00dfendem Wunderland-Besuch. Weissleder sagt: \u00abWir k\u00f6nnten manchmal sogar 24 Stunden \u00f6ffnen, doch das m\u00f6chten wir dem Team nicht zumuten und ben\u00f6tigen in der Nacht Zeit, um die Anlage zu warten und zu reinigen.\u00bb<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/6847867_1_articledetail_Das_recht_neue_Museum_Reinhard_Ernst_in_Wiesbaden_hat_einen_langen_Mittwoch..webp\" alt=\"Museum Reinhard Ernst\" title=\"Museum Reinhard Ernst\" width=\"753\" height=\"502\" class=\"nfy-mobile-first\"\/> Das recht neue Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden hat einen langen Mittwoch. (Archivbild)Foto: Andreas Arnold\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ge\u00f6ffnet nur bis 17.00 oder 18.00 Uhr: Das ist oft noch Standard bei Museen. 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